Perserteppich Täbriz ca 340×250 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 3579$Aktueller Preis ist: 828$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 250.000-280.000 Knoten pro Quadratmeter, 35-38 Radj | Material: Flor Schurwolle mit Seidenanteil, Kette Baumwolle | Größe: ca. 340×250 cm | Muster: Täbriz Mahi Fischmuster, circa 1970 | Zustand: Sehr guter Zustand, frisch gewaschen

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Inventarnummer: 100120000238

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Teppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Schurwolle mit Seidenanteil. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Die Verbindung dieser Materialien gehört zu den überlieferten Möglichkeiten persischer Teppichherstellung: Wolle bildet einen belastbaren und zugleich angenehm weichen Flor, während ein Seidenanteil feine Akzente in der Oberfläche und im Erscheinungsbild setzen kann. Baumwolle wird bei vielen persischen Knüpfarbeiten als Kettmaterial verwendet, weil sie eine gleichmäßige Grundlage für die eingeknüpften Reihen bildet.

Die angegebene Knotendichte liegt bei etwa 250.000 bis 280.000 Knoten pro Quadratmeter und wird mit 35 bis 38 Radj bezeichnet. Eine solche Dichte ermöglicht eine detaillierte Ausarbeitung kleiner Motive und eine klare Zeichnung innerhalb des Mahi-Musters. Beim Handknüpfen entsteht jeder Knoten einzeln. Die Florfäden werden Reihe für Reihe in die Kette eingebracht und anschließend verdichtet. Dadurch ist die Herstellung von der Tätigkeit einer einzelnen Person oder eines kleinen Teams geprägt und nicht mit einer maschinellen Produktion gleichzusetzen.

Wolle und Seide reagieren unterschiedlich auf Licht und Berührung. Wolle zeigt eine eher ruhige, textile Oberfläche, während Seide je nach Lichteinfall stärker reflektieren kann. Bei einem Muster mit vielen kleinen, wiederkehrenden Formen unterstützt diese Materialkombination die Lesbarkeit der Zeichnung. Der Teppich bleibt dabei ein textiles Einzelstück, dessen kleine Unregelmäßigkeiten zum manuellen Herstellungsprozess gehören. Die handgeknüpfte Ausführung erklärt auch, weshalb bei einem solchen Teppich nicht jede Stelle völlig identisch wirkt.

Die Materialangabe beschreibt ausdrücklich Schurwolle mit Seidenanteil im Flor sowie Baumwolle in der Kette. Sie erlaubt eine sachliche Einordnung des Aufbaus, ohne die Materialien mit einer maschinellen Imitation gleichzusetzen. Für die Beurteilung eines handgeknüpften Teppichs werden üblicherweise Knotendichte, Material, Gleichmäßigkeit der Ausführung und die Genauigkeit der Musterzeichnung gemeinsam betrachtet. Bei diesem Täbriz sind diese Merkmale Teil seiner überlieferten handwerklichen Einordnung.

Herkunft und Tradition

Täbriz gehört zu den bekannten Teppichzentren Persiens und liegt im Nordwesten des heutigen Iran. Die Stadt und ihre Umgebung haben eine lange Tradition in der Herstellung von geknüpften Teppichen. Täbriz war über Jahrhunderte ein wichtiger Handels- und Kulturplatz. Diese Stellung begünstigte den Austausch von Mustern, Materialien und handwerklichen Kenntnissen. Teppiche aus Täbriz stehen deshalb häufig für eine präzise Zeichnung, eine differenzierte Ornamentik und eine sorgfältige Ausführung.

Die Teppichtradition von Täbriz reicht bis in die höfische und städtische Kunstgeschichte Persiens zurück. Im Laufe der Zeit entwickelten sich dort Werkstätten mit unterschiedlichen Stilrichtungen. Neben großflächigen Medaillons wurden florale Ranken, Gebetsmotive, Jagddarstellungen und eng gegliederte Allover-Muster geknüpft. Die städtische Arbeitsweise erlaubte eine kontrollierte Planung der Komposition. Entwürfe konnten in ihrer Proportion genau angelegt und mit vielen kleinen Details umgesetzt werden.

Ein Täbriz-Teppich wird nicht ausschließlich durch ein einziges Muster definiert. Die Herkunft bezeichnet zunächst die regionale und handwerkliche Tradition. Innerhalb dieser Tradition gibt es verschiedene Zeichnungen, Farbordnungen und Materialkombinationen. Das hier verwendete Mahi-Muster gehört zu den Motiven, die in der persischen Teppichkunst weit verbreitet sind und in unterschiedlichen Regionen in jeweils eigener Ausprägung erscheinen. Die Bezeichnung Täbriz Mahi verbindet daher die Herkunftsangabe mit der konkreten Mustertradition dieses Teppichs.

In persischen Werkstätten werden Muster häufig über Vorlagen, eingeprägte Abläufe und lang erlernte Farb- und Formkenntnisse übertragen. Beim Knüpfen wird die Zeichnung Schritt für Schritt in Knoten umgesetzt. Je kleiner und dichter die einzelnen Formen angelegt sind, desto wichtiger sind ein gleichmäßiger Arbeitsrhythmus und eine genaue Orientierung an der Komposition. Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet dabei nicht nur eine Oberfläche ab, sondern baut zugleich die Struktur des Teppichs auf.

Die städtische Täbriz-Tradition ist außerdem für ihre Verbindung von Ornament und Ordnung bekannt. Ein zentraler Aufbau, ein durchlaufendes Feld oder ein dichtes Muster können jeweils mit Bordüren und Nebenbordüren verbunden werden. Auch bei einem Fischmuster kommt es auf das Verhältnis von Grundfläche, Wiederholung und Begrenzung an. Die Herkunft ist somit nicht allein ein geografisches Etikett, sondern verweist auf eine gewachsene Schule der Musterentwicklung und der handwerklichen Ausführung.

Der Teppich wird als Perserteppich aus Persien beziehungsweise Iran bezeichnet. Diese Einordnung unterscheidet ihn von Teppichen, die lediglich ein persisches Motiv übernehmen, aber in einem anderen Land hergestellt wurden. Bei der Benennung von Orientteppichen müssen Herkunft und Muster getrennt betrachtet werden. In diesem Fall nennt die Beschreibung Täbriz als Herkunft und Mahi als Muster. Beide Angaben ergänzen sich, haben aber nicht dieselbe Bedeutung.

Design und Muster

Das Mahi-Muster ist in der persischen Teppichkunst auch als Fischmuster bekannt. Seine Grundidee besteht aus einer wiederholten Ornamentform, die an zwei gegenüberliegende, gebogene Blattformen oder Fische erinnert. In vielen Ausführungen greifen diese Formen ineinander und bilden ein fortlaufendes Rapportmuster. Das Auge erkennt dadurch eine regelmäßige Bewegung über das gesamte Feld, auch wenn die einzelnen Ornamente klein und dicht gesetzt sind.

Bei einer Mahi-Zeichnung entsteht die Wirkung nicht durch ein einzelnes dominantes Motiv, sondern durch die Wiederholung und Verzahnung vieler Formen. Blätter, Ranken und kleine florale Elemente können die Fischform begleiten. Je nach Entwurf wirkt das Muster eher streng gegliedert oder stärker fließend. Die genaue Ausführung dieses Teppichs wird als Täbriz Mahi Fischmuster bezeichnet. Daraus folgt, dass die Mustertradition klar benannt ist; einzelne Farbwerte oder zusätzliche Nebenmotive werden in der Beschreibung nicht festgelegt.

Das Mahi-Motiv besitzt in der persischen Ornamentik eine lange Geschichte. Fischformen und Wasserbilder werden dort häufig mit Leben, Bewegung und Fruchtbarkeit verbunden. Solche symbolischen Deutungen gehören zum kulturellen Hintergrund des Motivs und sind nicht als zusätzliche Zustands- oder Herkunftsangabe des einzelnen Teppichs zu verstehen. Die ornamentale Wiederholung macht das Muster zugleich dekorativ und strukturell: Sie verbindet die einzelnen Bereiche des Feldes zu einer zusammenhängenden Fläche.

Die feine Knotendichte unterstützt die Darstellung eines kleinteiligen Musters. Kleine Kurven, Blattspitzen und Übergänge lassen sich mit einer dichter angelegten Knüpfung differenzierter ausführen als bei einer groben Zeichnung. Bei der Betrachtung aus der Nähe treten die einzelnen Knoten und die textile Struktur hervor. Mit etwas Abstand wird die Wiederholung des Mahi-Rapports als zusammenhängende Komposition sichtbar. Diese Wechselwirkung zwischen Detail und Gesamtbild gehört zu den typischen Eigenschaften fein gezeichneter Stadteppiche.

Eine Bordüre übernimmt bei vielen persischen Teppichen die Aufgabe, das Innenfeld optisch zu fassen. Nebenbordüren können den Übergang zwischen Feld und Hauptbordüre ordnen. Beim Mahi-Muster entsteht die eigentliche Spannung jedoch vor allem aus dem fortlaufenden Rapport und der rhythmischen Verbindung der Formen. Die Zeichnung kann deshalb sowohl in einer klassisch eingerichteten Umgebung als auch in einem zurückhaltend modernen Raum gelesen werden, ohne dass damit eine bestimmte Raumwirkung dieses einzelnen Teppichs behauptet wird.

Die Musterangabe datiert den Entwurf auf circa 1970. Diese zeitliche Einordnung gehört zur Beschreibung der Ausführung, sagt aber nicht aus, dass jedes stilistische Detail ausschließlich in diesem Jahr entstanden sein muss. Teppichmuster werden über lange Zeit weitergegeben, verändert und an neue Werkstatttraditionen angepasst. Das Mahi-Muster bleibt dabei als Grundidee erkennbar, während Linienführung, Dichte und Farbverteilung von Entwurf zu Entwurf variieren können.

Besonderheiten

Der Teppich wird als semiantik beschrieben und der Musterangabe circa 1970 zugeordnet. Er befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde frisch gewaschen. Diese Angaben beziehen sich auf das konkrete Stück. Eine Signatur des Künstlers Nemat-Nejad ist vorhanden; sie ist auf den Fotos zu sehen. Die Signatur ist ein unterscheidendes Merkmal dieses Exemplars und wird zusammen mit der handgeknüpften Ausführung, dem Mahi-Muster und dem Seidenanteil genannt.

Der Seidenanteil hebt die Materialzusammensetzung innerhalb der Beschreibung hervor, während Schurwolle den Flor und Baumwolle die Kette bildet. Die handgeknüpfte Herstellung macht den Teppich zu einem individuell gefertigten Einzelstück. Handgeknüpfte Teppiche werden außerdem häufig als langlebige und wertbeständige Einrichtungsgegenstände betrachtet. Eine konkrete Wertentwicklung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten; sie hängt unter anderem von Zustand, Herkunft, Ausführung, Nachfrage und dokumentierbarer Signatur ab.

Für die Pflege ist ein Staubsauger mit weicher Bürste geeignet. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Bei Flecken empfiehlt es sich, Flüssigkeit oder Schmutz mit einem feuchten Tuch abzutupfen und nicht zu reiben. Eine Teppichunterlage kann den Teppich schützen und die Rutschfestigkeit verbessern. Für eine gründliche Reinigung kann bei Bedarf ein spezielles Teppichreinigungsmittel verwendet werden.

FAQ

Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen mit einer weichen Bürste entfernt lose Partikel, ohne die textile Oberfläche unnötig zu beanspruchen. Direkte Sonne sollte nicht dauerhaft auf den Teppich fallen, weil Farben dadurch ausbleichen können. Bei einem Fleck wird die betroffene Stelle mit einem feuchten Tuch abgetupft. Reiben sollte vermieden werden, da dadurch Fasern belastet und Schmutz tiefer in das Gewebe eingearbeitet werden kann. Für eine gründliche Reinigung ist ein geeignetes Teppichreinigungsmittel sinnvoll.

Welches Zubehör benötige ich für einen Perserteppich?

Eine hochwertige Teppichunterlage ist das wichtigste Zubehör. Sie kann den Teppich auf dem Boden stabilisieren, die Rutschgefahr verringern und die textile Struktur im täglichen Gebrauch schützen. Bei der Auswahl sollte die Unterlage zur Bodenfläche und zum Teppich passen. Zusätzlich kann ein spezielles Reinigungsmittel bereitgehalten werden, wenn eine gründlichere Pflege erforderlich ist. Aggressive oder nicht für Teppiche geeignete Mittel sollten nicht ohne Prüfung eingesetzt werden.

Wie erkenne ich die Qualität eines Perserteppichs?

Für die qualitative Einordnung werden mehrere Merkmale zusammen betrachtet. Dazu gehören die Knotendichte, die verwendeten Materialien, die Verarbeitung und die Ausführung der Farben. Eine höhere Knotenzahl pro Quadratmeter kann eine detailliertere Musterzeichnung ermöglichen. Ebenso wichtig sind ein gleichmäßiger Aufbau, klar erkennbare Formen und eine sorgfältige handwerkliche Ausführung. Bei diesem Teppich werden Schurwolle mit Seidenanteil, Baumwolle in der Kette, eine Knotendichte von etwa 250.000 bis 280.000 Knoten pro Quadratmeter sowie ein detailliertes Täbriz Mahi-Muster genannt.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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