















Perserteppich Täbriz ca. 332 x 221 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3579$888$Aktueller Preis ist: 888$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 120.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 332 x 221 cm | Muster: Lachak-Toranj Täbriz Medaillon, semi-antikes Muster aus den 70er Jahren | Zustand: Guter Zustand mit normalen Gebrauchsspuren am Flor, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000363
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Perserteppich aus Täbriz besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle auf einer Kette aus 100% Baumwolle. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette entspricht einer in der persischen Teppichherstellung verbreiteten Materialauswahl. Schurwolle wird wegen ihrer widerstandsfähigen, elastischen Faserstruktur seit jeher für den Flor handgeknüpfter Teppiche verwendet. Sie nimmt Farbe gut auf und kann bei sorgfältiger Verarbeitung eine klare Zeichnung sowie eine angenehme Oberflächenstruktur tragen.
Die Herstellung eines geknüpften Teppichs erfolgt in vielen einzelnen Arbeitsschritten. Die Kette bildet das tragende Gerüst, während die Florfäden Knoten für Knoten eingebracht und anschließend durch Schussfäden gesichert werden. Nach dem Knüpfen wird der Flor gleichmäßig geschnitten, damit das Muster lesbar bleibt. Bei einem Täbriz-Teppich ermöglicht diese Arbeitsweise häufig eine präzise Darstellung von Medaillon, Eckzwickeln und Bordüren. Die feine Knotendichte dieses Teppichs steht für eine detaillierte Ausarbeitung der Zeichnung, ohne dass daraus weitere Angaben über die Herstellung einzelner Partien abgeleitet werden.
Das Stück wurde professionell gewaschen. Sein Zustand wird als gut beschrieben; am Flor sind normale Gebrauchsspuren vorhanden. Diese Spuren gehören zur dokumentierten Beschaffenheit des Teppichs und sollten bei der Betrachtung der Fotos mitberücksichtigt werden. Die Materialangabe bezieht sich auf den Flor und die Kette: Der Flor besteht aus Schurwolle, die Kette aus Baumwolle.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Täbriz im Iran. Täbriz liegt im Nordwesten des Landes am Sahand-Gebirge und zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über lange Zeit ein wichtiger politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ort. Ihre Lage an Handelswegen förderte den Austausch von Waren, Entwürfen und handwerklichem Wissen. Dadurch entwickelte sich in Täbriz eine Teppichtradition, die unterschiedliche Einflüsse aufnehmen und in eine eigenständige Form überführen konnte.
Die Geschichte der Teppichherstellung in Täbriz wird bis in die Safawidenzeit zurückgeführt. Unter den Safawiden gewann die persische Teppichkunst an höfischer Bedeutung, und Entwürfe mit geordneten Mittelfeldern, Ranken und fein ausgeführten Bordüren wurden zu wichtigen Vorbildern. Täbriz blieb auch später ein Zentrum anspruchsvoller Werkstätten. Während der Qajar-Dynastie hatte die Stadt als Residenz des Kronprinzen und als frühere Hauptstadt des Iran besondere Bedeutung. Diese historische Stellung wirkte auch auf die Entwicklung der lokalen Kunsthandwerke ein.
Täbriz wird mit erfahrenen Meisterwebern und einer vielseitigen Entwurfskultur verbunden. In den Werkstätten entstanden sowohl repräsentative Medaillonmuster als auch vollständig florale, figürliche und architektonische Kompositionen. Charakteristisch ist die Fähigkeit, ein Muster klar zu gliedern und zugleich viele feine Einzelheiten einzubinden. Die Knüpfer arbeiten nach einem sorgfältig vorbereiteten Entwurf, der die Anordnung von Mittelfeld, Nebenmotiven und Bordüren festlegt. Je nach Werkstatt und Vorlage kann der Ausdruck von zurückhaltend geordnet bis ausgesprochen detailreich reichen.
Das vorliegende Stück wird als semi-antiker Täbriz-Medaillonteppich aus den 1970er Jahren beschrieben und stammt aus der Zeit vor der iranischen Revolution von 1978. Die Bezeichnung verweist auf seine zeitliche Einordnung und nicht auf ein höheres Alter. Seine Herkunft aus Iran macht ihn zu einem Perserteppich. Täbriz steht dabei für das regionale Herstellungszentrum; das Medaillon bezeichnet die Gestaltung des Teppichs und nicht eine abweichende Herkunft.
Design und Muster
Das Muster wird als Lachak-Toranj Täbriz Medaillon bezeichnet. Toranj ist die persische Bezeichnung für ein Medaillon, also ein zentrales Gestaltungselement, das den Aufbau des Teppichs ordnet. Lachak verweist auf die Eckbereiche, die in einer Medaillonkomposition auf das Mittelfeld bezogen sind. Zusammen bilden Mittelmedaillon und Eckzwickel ein ausgewogenes Gerüst, in dem sich die übrigen floralen und linearen Motive entfalten können.
Das zentrale Medaillon lenkt den Blick in die Mitte der Fläche und gibt der Komposition eine klare Achse. Bei klassischen Täbriz-Entwürfen kann ein Medaillon von geschwungenen Ranken, Blüten, Blättern und fein gegliederten Konturen begleitet werden. Die Eckzwickel nehmen die Formensprache des Mittelfeldes auf und sorgen dafür, dass die Komposition bis an die Bordüre weitergeführt wird. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen der geschlossenen Mitte, den offenen Zwischenräumen und dem umlaufenden Rahmen.
Die Bordüre bildet den Abschluss des Musters. In der persischen Teppichgestaltung besteht sie häufig aus einer Hauptbordüre und schmaleren Nebenbordüren. Ihre Linien trennen das zentrale Feld vom Außenrand und wiederholen zugleich Formen aus dem Inneren. Bei einem Täbriz-Medaillon kann die Bordüre besonders fein gezeichnet sein, weil die regionale Entwurfstradition auf eine genaue Abstimmung von Kontur, Ranke und Blüte ausgerichtet ist.
Die Farbkombination dieses Teppichs wird als selten beschrieben. Diese Angabe bezieht sich auf die Zusammenstellung der Farben im Muster und ist ein besonderes Merkmal der Ausführung. Bei persischen Teppichen entsteht die Wirkung einer Farbkombination nicht nur durch einzelne Töne, sondern auch durch ihre Verteilung zwischen Fond, Medaillon, Eckzwickeln und Bordüren. Kleine Kontraste in den Konturen können die Lesbarkeit der Motive verändern, während verwandte Farbtöne einen ruhigeren Übergang zwischen den Musterzonen schaffen.
Täbriz-Teppiche sind für eine große Bandbreite an Motiven bekannt. Neben Medaillons finden sich florale Ranken, Herati- und Mahi-Varianten, figürliche Szenen sowie Darstellungen mit räumlicher Wirkung. Diese Vielfalt erklärt, weshalb der Name Täbriz nicht für ein einziges festes Muster steht. Im vorliegenden Fall ist die Gestaltung ausdrücklich als Lachak-Toranj mit Täbriz-Medaillon bezeichnet. Andere mögliche Täbriz-Motive gehören zur allgemeinen Tradition und sind keine Beschreibung dieses Teppichs.
Besonderheiten
Zu den dokumentierten Besonderheiten gehören die Einordnung als semi-antiker Teppich aus den 1970er Jahren, die Herkunft aus Täbriz im Iran und das Lachak-Toranj-Medaillon. Hinzu kommt die als selten bezeichnete Farbkombination. Der Teppich wurde professionell gewaschen und befindet sich in gutem Zustand. Normale Gebrauchsspuren am Flor sind vorhanden und auf den Fotos zu sehen. Diese Angaben beschreiben die konkrete Ausführung und ihren erhaltenen Zustand.
Die Kombination aus handgeknüpfter Ausführung, Wollflor und Baumwollkette verbindet traditionelle Materialien mit dem regionalen Täbriz-Entwurf. Das Medaillon gibt dem Muster eine klar erkennbare Mitte, während die Eckmotive und Bordüren die Komposition nach außen führen. Die semi-antike zeitliche Einordnung ergänzt die stilistische Beschreibung, ohne den Teppich als älteres historisches Stück auszuweisen.
FAQ
Was bedeutet Täbriz-Medaillon?
Ein Täbriz-Medaillon ist ein Teppichentwurf aus der Tradition von Täbriz, bei dem ein zentrales Toranj-Medaillon den Aufbau bestimmt. Die Eckbereiche, die als Lachak bezeichnet werden, beziehen sich auf dieses Mittelfeld. Florale Linien, Nebenmotive und Bordüren werden so angeordnet, dass eine zusammenhängende, symmetrische Komposition entsteht. Täbriz beschreibt dabei die regionale Tradition und das Medaillon die Musterstruktur.
Aus welchem Material besteht dieser Teppich?
Der Flor dieses Teppichs besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Der Wollflor bildet die sichtbare Oberfläche und trägt die geknüpften Farben und Konturen. Die Baumwollkette dient als Grundlage der Konstruktion. Diese Materialangaben beziehen sich auf die konkrete Ausführung und werden im Shop getrennt nach Flor und Kette ausgewiesen.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Teppich befindet sich in gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Am Flor sind normale Gebrauchsspuren vorhanden. Diese Spuren sind auf den Fotos erkennbar und gehören zur Beschreibung des angebotenen Stücks. Die Angabe „semi-antiker Teppich aus den 1970er Jahren“ ordnet das Stück zeitlich ein; sie ersetzt nicht die Zustandsbeschreibung, sondern ergänzt sie.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








