









Perserteppich Täbriz 305 x 202 cm Korkwolle handgeknüpft
3549$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 500.000 Knoten/m² | Material: Flor Korkwolle, Kette Baumwolle | Größe: 305 x 202 cm | Muster: Floral | Zustand: sehr gut, frisch professionell gewaschen
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Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Korkwolle, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Korkwolle bezeichnet besonders ausgewählte, feine Wollpartien, die für einen geschmeidigen Flor und eine klare Ausarbeitung der Muster verwendet werden. Wolle ist seit Jahrhunderten das wichtigste Material für den Flor vieler persischer Teppiche. Sie lässt sich in einzelne Fäden teilen, gut färben und beim Knüpfen präzise verarbeiten. Ihre natürliche Struktur nimmt Licht nicht gleichmäßig spiegelnd auf, sondern erzeugt eine ruhige, textile Oberfläche.
Die Baumwolle der Kette bildet das tragende Grundgerüst des Teppichs. Auf diesen längs verlaufenden Fäden werden die farbigen Florfäden mit der Hand eingeknüpft. Anschließend werden die Knoten Reihe für Reihe verdichtet und durch Schussfäden gesichert. Bei einem handgeknüpften Teppich entstehen dadurch keine industriell wiederholten Bahnen, sondern eine textile Konstruktion, die vollständig aus einzelnen Arbeitsschritten besteht. Die Kombination aus Korkwolle im Flor und Baumwolle in der Kette verbindet eine fein bearbeitbare Oberfläche mit einem geordneten Unterbau.
Die angegebene Knotendichte beträgt etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte erlaubt eine differenzierte Darstellung kleiner Linien, geschwungener Konturen und eng gesetzter floraler Einzelheiten. Die Bezeichnung 50 Raj gehört zur Fachsprache persischer Teppiche und beschreibt eine feine Knüpfqualität. Raj wird traditionell als Zählung der Knoten auf einer festgelegten kurzen Strecke verwendet. Je höher die Zahl, desto feiner kann ein Muster grundsätzlich ausgearbeitet werden. Die genannte Knotendichte und die Bezeichnung 50 Raj stehen deshalb für eine engmaschige handwerkliche Ausführung.
Der Teppich wurde frisch professionell gewaschen. Sein Zustand ist sehr gut. Die Wäsche entfernt Gebrauchsspuren an der Oberfläche, ohne die handwerkliche Konstruktion oder die verwendeten Materialien zu verändern. Bei der Pflege handgeknüpfter Wollteppiche kommt es darauf an, Feuchtigkeit, Trocknung und Bürsten fachgerecht aufeinander abzustimmen. Eine professionelle Behandlung berücksichtigt die Wolle, die Baumwollkette und die Farbstoffe jeweils als Bestandteile eines empfindlichen textilen Gefüges.
Herkunft und Tradition
Täbriz, auch Tabriz geschrieben, liegt im Nordwesten des Iran und zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt befindet sich in der historischen Region Aserbaidschan und war über lange Zeit ein wichtiger Handelsplatz zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und den Märkten weiter östlich. Diese Lage begünstigte den Austausch von Zeichnungen, Farbrezepturen, Materialien und knüpferischem Wissen. Täbriz entwickelte sich dadurch zu einem Ort, an dem unterschiedliche Einflüsse in einer eigenständigen urbanen Teppichtradition zusammengeführt wurden.
Die Teppichherstellung in Täbriz ist eng mit Werkstätten, Familienbetrieben und spezialisierten Zeichnern verbunden. Ein Entwurf wird häufig zunächst als Karton oder Musterzeichnung angelegt. Darauf können die Knüpferinnen und Knüpfer die Anordnung der Konturen, Felder und Ornamente nachvollziehen. Die Arbeit verlangt ein gutes Verständnis für wiederkehrende Einheiten und für die Abstufung von Farben. Bei feiner Knüpfung werden die Linien besonders dicht gesetzt, damit Blüten, Blätter und Ranken nicht als grobe Flächen erscheinen, sondern als klar abgegrenzte Formen.
Persische Teppiche aus Täbriz sind für ihre geordnete Komposition und ihre sorgfältige Zeichnung bekannt. In der regionalen Tradition treffen zentrale Aufbauten, durchlaufende Ranken und ausgewogene Bordüren aufeinander. Nicht jeder Teppich aus Täbriz verwendet dieselbe Komposition; die Werkstätten arbeiten mit unterschiedlichen Entwürfen und Ausprägungen. Gemeinsam ist vielen Arbeiten jedoch die Verbindung aus präziser Kartonzeichnung, feiner Knüpfung und einer kontrollierten Verteilung der Motive. Der Ursprung benennt daher nicht ein einziges festes Muster, sondern eine vielseitige Stadttradition mit wiedererkennbaren technischen und gestalterischen Grundlagen.
Die Bezeichnung Perserteppich verweist bei diesem Stück auf seine Herkunft aus Persien beziehungsweise dem heutigen Iran. In der Geschichte der persischen Teppichkunst wurden Teppiche sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für repräsentative Räume gefertigt. Stadtteppiche wie jene aus Täbriz stehen dabei für eine stärker geplante und zeichnerisch organisierte Form der Herstellung. Die Muster werden nicht zufällig in den Flor gesetzt, sondern folgen einer vorher durchdachten Ordnung. Diese Ordnung ermöglicht es, feine Details über die gesamte Fläche hinweg aufeinander zu beziehen.
50 Raj ist eine Qualitätsbezeichnung aus der persischen Teppichkunde. Die Zählweise bezieht sich traditionell auf die Anzahl der Knoten innerhalb eines kurzen Abschnitts und dient dazu, die Feinheit einer Knüpfung einzuordnen. Solche Angaben müssen immer im Zusammenhang mit der tatsächlichen Konstruktion, dem verwendeten Garn und der Ausführung betrachtet werden. Bei diesem Teppich wird die Bezeichnung durch die angegebene Knotendichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter ergänzt. Zusammen beschreiben beide Angaben die feine technische Ausrichtung des Stücks, ohne ein bestimmtes einzelnes Motiv vorauszusetzen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist floral. Florale Muster gehören zu den verbreiteten Gestaltungssprachen persischer Teppiche und können Blüten, Blätter, Ranken oder stilisierte Pflanzenformen umfassen. Die Bezeichnung floral beschreibt hier die grundlegende Motivwelt. Sie legt nicht fest, ob der Entwurf ein zentrales Feld, ein durchgehendes Rapportmuster oder eine andere Anordnung verwendet. Ebenso werden dadurch keine einzelnen Blütenarten oder Farben behauptet. Entscheidend ist die pflanzlich geprägte Ornamentik, die in der Zeichnung eines persischen Teppichs unterschiedlich stark stilisiert werden kann.
In der Täbriz-Tradition werden florale Motive häufig mit einer klaren Linienführung verbunden. Eine Ranke kann als verbindendes Element zwischen mehreren Blüten dienen, während Blätter den Zwischenraum gliedern. Kleine Details werden in einer feinen Zeichnung nicht nur durch ihre Umrisse, sondern auch durch die Richtung der Knoten und die Abstufung benachbarter Farbbereiche sichtbar. Die dichte Knüpfung unterstützt eine solche differenzierte Ausarbeitung. Sie schafft die technische Grundlage dafür, dass schmale Konturen und kleine ornamentale Einheiten voneinander unterschieden werden können.
Ein persischer Teppich wird traditionell in Hauptfeld und Bordüren gelesen, sofern der jeweilige Entwurf diese Bereiche vorsieht. Das Hauptfeld trägt den Schwerpunkt der Komposition; Bordüren fassen die Fläche ein und sorgen für einen Übergang zum Rand. Bei floralen Entwürfen können die Pflanzenformen symmetrisch angeordnet, rhythmisch wiederholt oder entlang von Ranken geführt werden. Welche dieser Lösungen bei einem einzelnen Teppich verwendet wird, muss am jeweiligen Muster betrachtet werden. Die gesicherte Aussage zu diesem Stück bleibt die florale Gestaltung.
Die Wirkung eines floralen Teppichmusters entsteht nicht allein durch einzelne Blüten. Ebenso wichtig sind Zwischenräume, Linienabstände und die Wiederholung verwandter Formen. In der persischen Mustertradition werden Ornamente häufig so gezeichnet, dass sie miteinander verbunden wirken und die Fläche geschlossen strukturieren. Die Handknüpfung übersetzt diese Zeichnung in Farbknoten. Bei hoher Knotendichte können Übergänge zwischen größeren und kleineren Formen fein abgestuft werden. Dadurch erhält ein Muster eine lesbare Ordnung, auch wenn viele Details dicht nebeneinander liegen.
Täbrizer Zeichnungen stehen außerdem für die Verbindung von dekorativer Klarheit und genauer Ausführung. Ein florales Muster kann dabei klassisch wirken, ohne auf eine einzige historische Vorlage festgelegt zu sein. Werkstätten haben über Generationen eigene Kartons, Varianten und Farbzusammenstellungen entwickelt. Die regionale Herkunft erklärt somit den gestalterischen Rahmen, nicht jede Einzelheit der konkreten Komposition. Bei diesem Stück ist die florale Musterwelt mit einer feinen, als 50 Raj bezeichneten Knüpfung verbunden.
Die feine Ausführung ist auch für die Betrachtung aus unterschiedlichen Entfernungen relevant. Aus größerer Distanz erscheint ein floraler Teppich zunächst als zusammenhängende Komposition. Bei näherer Betrachtung werden die einzelnen Konturen, Knotenreihen und Übergänge sichtbar. Dieses Wechselspiel zwischen Gesamtordnung und Detail gehört zu den wesentlichen Eigenschaften fein geknüpfter persischer Teppiche. Es beruht auf der handwerklichen Übersetzung einer Zeichnung in viele kleine, einzeln gesetzte Knoten.
Besonderheiten
Zu den klar benannten Besonderheiten dieses Stücks gehören seine Herkunft aus Täbriz, die Bezeichnung 50 Raj, die Knotendichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter sowie die Ausführung aus Korkwolle auf Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft und floral gemustert. Sein Zustand ist sehr gut; außerdem wurde er frisch professionell gewaschen. Damit verbindet er eine feine persische Knüpfqualität mit einer dokumentierten fachgerechten Reinigung.
Die Kombination aus Korkwolle und Baumwollkette macht die Konstruktion als handgeknüpftes Textil nachvollziehbar. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche, während die Baumwolle die Grundlage für die Knotenreihen bildet. Die hohe Knotendichte gehört zur technischen Beschreibung und ist von der Musterbezeichnung zu unterscheiden: Sie sagt etwas über die Feinheit der Ausführung aus, während floral die Gestaltung der Motive benennt. Herkunft, Material, Technik und Zustand bilden zusammen die sachliche Einordnung dieses Einzelstücks.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Täbriz in Persien beziehungsweise dem heutigen Iran. Täbriz ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichherstellung im Nordwesten des Landes. Die Bezeichnung 50 Raj verweist auf eine feine persische Knüpfqualität und gehört zur Fachsprache der Teppichkunde.
Aus welchem Material besteht der Teppich?
Der Flor besteht aus Korkwolle. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Der Teppich ist handgeknüpft. Korkwolle wird wegen ihrer feinen, gut verarbeitbaren Struktur für hochwertige Florflächen verwendet, während Baumwolle als geordnetes Grundgerüst der Knoten dient.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Zustand ist sehr gut. Der Teppich wurde frisch professionell gewaschen. Die Reinigung ist damit als fachgerechte Behandlung des handgeknüpften Textils dokumentiert. Das Muster ist floral und die Knüpfung weist eine Dichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter auf.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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