















Perserteppich Täbriz 268 x 167 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 3579$497$Aktueller Preis ist: 497$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: etwa 100.000 Knoten pro Quadratmeter | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 268 x 167 cm | Muster: Mahi Fischmuster | Zustand: sehr gut, professionell gewaschen und mit Mottenschutz behandelt
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Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser semiantike Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Bei dieser traditionellen Technik wird der Flor nicht auf eine fertige Fläche aufgedruckt oder aufgenäht. Stattdessen befestigt die Knüpferin oder der Knüpfer einzelne Knoten an den Kettfäden. Reihe für Reihe entsteht dadurch die sichtbare Oberfläche des Teppichs. Nach dem Einbringen der Knoten werden die Schussfäden eingetragen und der Flor wird bearbeitet, damit sich ein zusammenhängendes, belastbares Gewebe entwickelt.
Der Flor besteht zu 100% aus Schurwolle. Schurwolle wird in der Teppichherstellung verwendet, weil ihre Fasern elastisch und widerstandsfähig sind. Sie können sich nach einer Belastung teilweise wieder aufrichten und eignen sich dadurch für eine strapazierfähige Oberfläche. Außerdem nimmt Wolle Farbstoffe gut auf. Ihre natürliche Faserstruktur verleiht einem geknüpften Teppich eine textile Haptik und eine Oberfläche, deren Erscheinung durch die Richtung des Flors beeinflusst werden kann.
Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Die Kettfäden bilden das tragende Längsgerüst eines geknüpften Teppichs. An ihnen werden die einzelnen Florfäden befestigt. Baumwolle wird für diese Aufgabe häufig eingesetzt, weil sie eine gleichmäßige und stabile Grundlage für die Knüpfarbeit bildet. Flor und Kette haben damit unterschiedliche Funktionen: Die Schurwolle prägt die sichtbare Oberfläche, während die Baumwolle die innere Struktur trägt.
Für diesen Teppich ist eine Knotendichte von etwa 100.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Allgemein erlaubt eine dichte Knüpfung eine feinere Wiedergabe von Linien, Blüten, Blättern und kleinen Übergängen. Besonders bei floralen Mustern ist die Fähigkeit wichtig, geschwungene Konturen und wiederkehrende Ornamente klar voneinander zu trennen. Die Knotendichte ist dabei ein technisches Merkmal der Ausführung und nicht allein ein Maß für die Gestaltung.
Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den klassischen Materialkombinationen vieler persischer Werkstattteppiche. Die handgeknüpfte Herstellung verbindet das Material mit einer Arbeitsweise, bei der das Muster unmittelbar in die Struktur des Teppichs eingebaut wird. Für dieses Stück sind außerdem die Bezeichnung semiantik und die Herstellung ungefähr im Jahr 1970 angegeben. Weitere Angaben zu einer bestimmten Knotentechnik oder zum Aufbau der einzelnen Knoten liegen nicht vor.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien, genauer gesagt aus Täbriz. Täbriz liegt im Nordwesten des heutigen Iran und zählt zu den bedeutenden historischen Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiger Handelsplatz zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und den Regionen weiter östlich. Händler, Reisende und Handwerker brachten Muster, Materialien und Kenntnisse in die Stadt und aus ihr heraus. Diese Lage prägte die Vielfalt der örtlichen Knüpftradition.
Die Geschichte von Täbriz als Teppichzentrum ist mit Werkstätten verbunden, die sowohl für den regionalen Gebrauch als auch für überregionale Märkte arbeiteten. In solchen Werkstätten konnten Entwürfe vorbereitet, Muster weiterentwickelt und Arbeitsschritte auf mehrere Personen verteilt werden. Gleichzeitig blieb die eigentliche Knüpfarbeit eine manuelle Tätigkeit. Die Zeichnung eines Musters musste in einzelne Knoten und Reihen übersetzt werden. Dadurch stehen Entwurf und handwerkliche Ausführung in einer unmittelbaren Verbindung.
Täbriz ist nicht auf eine einzige Mustergruppe festgelegt. Zu den regionalen Traditionen gehören Kompositionen mit zentralem Medaillon, durchgehend ornamentierte Felder, florale Ranken, Blütenarrangements sowie Entwürfe mit architektonischen oder figürlichen Themen. Gemeinsam ist vielen dieser Arbeiten eine sorgfältige Linienführung. Geschwungene Stängel, Blätter und Blüten werden so angeordnet, dass eine geordnete Gesamtfläche entsteht. Die Zeichnung kann dabei sehr detailliert sein, ohne dass jedes Element als einzelnes Bildmotiv hervortreten muss.
Die kulturelle Umgebung von Täbriz wurde durch persische, aserbaidschanische und kaukasische Einflüsse geprägt. Solche Verbindungen zeigen sich in der Entwicklung von Ornamenten, Bordüren und Feldaufteilungen. Regionale Werkstätten griffen ältere persische Formen auf und passten sie an neue Entwürfe, Raumwirkungen und Produktionsweisen an. Deshalb lässt sich die Tradition von Täbriz als ein vielseitiges System verstehen, in dem überlieferte Muster nicht unverändert bleiben mussten, sondern immer wieder neu gezeichnet und kombiniert wurden.
Der Name Täbriz bezeichnet bei einem Teppich die Herkunft beziehungsweise die mit dem Ort verbundene Knüpftradition. Er ist von einer Musterbezeichnung zu unterscheiden. Ein Teppich aus Täbriz kann unterschiedliche Designs tragen, während ein bestimmtes Ornament in verschiedenen regionalen Zusammenhängen erscheinen kann. Bei diesem Stück wird die Herkunft Täbriz mit dem Mahi-Fischmuster verbunden. Täbriz benennt somit den Ursprung, Mahi die Gestaltung.
Die Herstellung ungefähr im Jahr 1970 ordnet den Teppich in die jüngere Geschichte der persischen Knüpfkunst ein. Die Bezeichnung semiantik wird für Teppiche verwendet, die nicht aus der älteren historischen oder antiken Produktion stammen, aber bereits zu einer vergangenen Generation gehören. In dieser Zeit wurden traditionelle Werkstatttechniken weiterhin eingesetzt. Zugleich konnten Muster für veränderte Wohnräume, Geschmäcker und Handelswege angepasst werden. Die handgeknüpfte Technik blieb dabei ein Verfahren, bei dem die textile Struktur während der Musterbildung entsteht.
Die Tradition persischer Teppiche besteht nicht nur aus regionalen Namen, sondern auch aus überlieferten Formen der Zusammenarbeit. Entwurf, Vorbereitung des Knüpfgrundes, Auswahl der Garne, Färbung, Knüpfarbeit, Schur und abschließende Pflege können unterschiedliche Arbeitsschritte sein. In kleineren Werkstätten übernimmt eine Person mehrere Aufgaben, in größeren Werkstätten werden Tätigkeiten stärker verteilt. Täbriz ist historisch mit beiden Formen handwerklicher Organisation verbunden. Die Vielfalt der Teppiche aus der Region erklärt sich auch aus diesem Zusammenspiel von Zeichnung, Material und Arbeitsprozess.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist das Täbriz Mahi Fischmuster. Das persische Wort Mahi bedeutet Fisch. In der Teppichornamentik bezeichnet es jedoch keine naturalistische Darstellung einer Fischszene, sondern eine stilisierte Musterform. Typisch ist eine ornamentale Einheit, bei der sich geschwungene Blattformen und florale Elemente zu einer fischähnlichen Gestalt verbinden können. Häufig erscheinen zwei gebogene Blätter auf den Seiten eines zentralen Blüten- oder Rankenmotivs.
Mahi gehört zu den wiederholbaren Ornamenten der persischen Teppichkunst. Ein einzelnes Motiv wird dabei nicht isoliert verwendet, sondern in einem Rapport über das Feld geführt. Ein Rapport ist eine Mustereinheit, die sich in bestimmten Abständen wiederholt. Durch diese Wiederholung entstehen Rhythmus, Richtung und eine zusammenhängende Ordnung. Die Einheiten können eng aneinandergereiht sein, sich über Ranken verbinden oder mit weiteren Blüten und Blättern ergänzt werden.
Die Fischbezeichnung beruht auf einer bildhaften Lesart der stilisierten Blätter. Ihre Form kann an Fische erinnern, obwohl das Ornament zugleich als Blatt, Blüte oder Teil einer Ranke gelesen werden kann. Diese Mehrdeutigkeit ist typisch für viele persische Muster. Naturformen werden nicht wie in einer botanischen Zeichnung kopiert. Sie werden vereinfacht, gespiegelt, verlängert und in ein regelhaftes Dekor überführt. Auf diese Weise lassen sie sich über eine textile Fläche wiederholen.
Bei Mahi-Mustern entsteht die Wirkung aus dem Verhältnis von Linie und Fläche. Die geschwungenen Stängel führen das Auge durch die Komposition. Blätter markieren Richtungen, Blüten setzen Akzente und kleine Nebenmotive schließen Zwischenräume. Durch Spiegelungen und Wiederholungen bleibt die Fläche geordnet. Gleichzeitig verhindert die Bewegung der Ranken, dass das Ornament rein statisch wirkt. Diese Verbindung aus Regelmäßigkeit und Kurve gehört zu den Grundlagen vieler persischer Allover-Muster.
In der Täbriz-Tradition können Mahi-Entwürfe unterschiedlich aufgebaut sein. Manche Varianten bedecken das Innenfeld mit einem fortlaufenden Rapport. Andere verbinden das Motiv mit einer zentralen Ordnung, Eckelementen und einer gesonderten Bordüre. Auch die Dichte der Ornamentik kann innerhalb der Musterfamilie variieren. Für dieses konkrete Stück ist das Täbriz Mahi Fischmuster als Musterangabe festgehalten. Eine zusätzliche Beschreibung der Feldaufteilung, der Bordüren oder der Farbfolge ist nicht angegeben.
Die Gestaltung solcher Teppiche setzt eine enge Verbindung zwischen Zeichnung und Knüpftechnik voraus. Ein Entwurf wird in kleine Farbfelder und Linienabschnitte aufgeteilt. Die Knüpferin oder der Knüpfer setzt diese Abschnitte Reihe für Reihe um. Kurven werden dabei aus vielen kleinen Veränderungen aufgebaut. Eine hohe Knotendichte kann allgemein helfen, feinere Übergänge und schmalere Konturen darzustellen. Der Charakter des Mahi-Motivs entsteht dennoch nicht durch die Dichte allein, sondern durch die Anordnung von Blättern, Blüten und Ranken.
Das Mahi-Muster gehört zu einer großen Gruppe persischer Ornamente, in denen Naturformen als Symbol- und Strukturträger dienen. Blumen und Blätter können auf Wachstum, Bewegung oder Harmonie verweisen, ohne eine bestimmte Szene erzählen zu müssen. In einem Teppich werden sie zu Elementen eines flächigen Systems. Wiederholung macht das System lesbar, während kleine Abweichungen in der handwerklichen Ausführung seine textile Entstehung sichtbar halten. Der Name Mahi fasst dabei eine bestimmte Motividee zusammen, nicht eine einzelne festgelegte Zeichnung.
Besonderheiten
Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand. Er wurde professionell gewaschen und mit Mottenschutz behandelt. Die professionelle Wäsche gehört zur Pflege des Stücks und dient der Reinigung der textilen Oberfläche. Die Behandlung mit Mottenschutz ist als zusätzliche Schutzmaßnahme dokumentiert. Beide Angaben beziehen sich auf den aktuellen Pflegezustand und sind von der ursprünglichen Herstellung des Teppichs zu unterscheiden.
Als semiantiker, handgeknüpfter Perserteppich aus Täbriz verbindet dieses Stück eine Herstellung ungefähr im Jahr 1970 mit dem Mahi-Fischmuster. Hinzu kommen der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Die angegebene Knotendichte beschreibt die technische Ausführung. Über diese Merkmale hinaus werden keine Aussagen zu früheren Besitzern, zur Nutzung, zu Reparaturen oder zu einer weitergehenden Provenienz gemacht.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Persien, genauer aus Täbriz im Nordwesten des heutigen Iran. Täbriz ist ein historisches Zentrum der persischen Teppichherstellung und besitzt eine vielseitige Tradition mit floralen, medaillonbezogenen und wiederholenden Ornamenten. Bei diesem Stück bezeichnet Täbriz den Herkunftsort. Mahi Fischmuster benennt dagegen das Design und nicht die Provinz oder den Herstellungsort.
Was bedeutet das Mahi Fischmuster?
Mahi bedeutet auf Persisch Fisch. In der Teppichkunst beschreibt Mahi ein stilisiertes Ornament aus geschwungenen Blättern, Blüten und Ranken. Bestimmte Blattformen können an Fische erinnern, weshalb sich die Bezeichnung eingebürgert hat. Das Motiv muss keine naturalistische Fischdarstellung zeigen. Es wird meist als wiederholbare Mustereinheit über eine Fläche angeordnet. Dieser Teppich besitzt das Täbriz Mahi Fischmuster.
Aus welchen Materialien besteht der Teppich?
Der Flor besteht zu 100% aus Schurwolle, die Kette zu 100% aus Baumwolle. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche des handgeknüpften Teppichs. Die Baumwolle bildet das tragende Kettgerüst, an dem die Knoten befestigt werden. Zusätzlich ist eine Knotendichte von etwa 100.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand, wurde professionell gewaschen und mit Mottenschutz behandelt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








