









Perserteppich Täbriz 198 x 132 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 710$355$Aktueller Preis ist: 355$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: 100000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 198 x 132 cm | Muster: Floral | Zustand: Gebraucht, professionell gewaschen, mit Patina
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000340
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Täbriz Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während für die Kette 100% Baumwolle angegeben sind. Damit sind die beiden im Produkt beschriebenen textilen Bestandteile klar voneinander unterschieden: Die Wolle bildet den sichtbaren Flor, die Baumwolle dient als Kettmaterial. Die Kombination gehört zu den überlieferten Grundlagen vieler städtischer persischer Teppiche, bei denen ein tragfähiges Grundgerüst den geknüpften Flor hält.
Die angegebene Knotendichte beträgt 100000/Qm. Eine Knotendichte beschreibt, wie eng die einzelnen Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche gesetzt sind. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes Florbüschel in einem wiederholten manuellen Arbeitsvorgang. Die Dichte steht dabei in Verbindung mit der Möglichkeit, feine Konturen und differenzierte Ornamente auszuarbeiten; sie ist jedoch nicht allein ein Urteil über die Qualität eines Teppichs.
Der Teppich ist gebraucht, professionell gewaschen und mit Patina. Die professionelle Wäsche gehört damit zur beschriebenen Aufbereitung des Stücks. Patina bezeichnet die sichtbare Wirkung der Zeit und der Nutzung auf Material und Erscheinungsbild. Zusammen mit dem gebrauchten Zustand weist diese Angabe darauf hin, dass der Teppich nicht als unbenutztes Neuprodukt beschrieben wird, sondern als bereits verwendetes Einzelstück mit einer gewachsenen Oberfläche.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wird als Täbriz-Perserteppich bezeichnet und seine Herkunft ist mit Tabriz angegeben. Tabriz liegt im Nordwesten Persiens an den Hängen des Sahand-Gebirges. Die Stadt besitzt in der persischen Teppichgeschichte eine bedeutende Stellung. Ihre Entwicklung als Zentrum der Teppichweberei reicht bis in die Zeit um 1501 zurück, wodurch Tabriz zu den alten Produktionszentren dieser Kunst zählt.
Die historische Bedeutung der Stadt ist nicht auf die Herstellung von Teppichen beschränkt. Tabriz war eine Hauptstadt der Safawiden-Dynastie und später Wohnsitz des Kronprinzen der Qajar-Dynastie. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen förderten den Austausch von Entwürfen, Materialien und handwerklichem Wissen. In einem solchen städtischen Umfeld konnten sich spezialisierte Werkstätten und eigene Formen der Musterentwicklung herausbilden.
Zur Tradition von Tabriz gehören sowohl Werkstätten in der Stadt selbst als auch Weborte in den umliegenden Dörfern. Diese Orte sind seit Jahrhunderten mit der Teppichherstellung verbunden. Der Name Täbriz steht deshalb nicht für ein einziges, unveränderliches Muster. Er verweist auf eine regionale und städtische Webtradition, in der unterschiedliche Entwürfe, Ausführungen und Dichten vorkommen können.
Im neunzehnten Jahrhundert wurden Täbriz-Teppiche außerhalb der Region zunehmend bekannt. Zur Verbreitung auf westlichen Märkten trugen persische Meisterweber wie Sheikh Safi, Kurban Dai und Haji Jalili bei. Händler exportierten Teppiche aus Tabriz und den umliegenden Zentren in größerem Umfang. Dadurch wurde die dortige Handwerkskunst international wahrgenommen, während ihre Bindung an persische Werkstatttraditionen erhalten blieb.
Die Täbriz-Tradition ist außerdem durch eine große Bandbreite an Webqualitäten und Entwürfen gekennzeichnet. Städtische Werkstätten arbeiteten mit erfahrenen Webern, klar organisierten Arbeitsabläufen und aufwendig geplanten Kartons oder Mustervorlagen. Das ermöglichte sowohl streng geordnete Kompositionen als auch Darstellungen mit vielen kleinen Einzelheiten. Die handwerkliche Ausführung bleibt dabei an den wiederholten Arbeitsprozess des Knüpfens gebunden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als floral angegeben. Die Bezeichnung beschreibt die sichtbare Motivwelt auf allgemeiner Ebene, ohne ein bestimmtes Medaillon, eine konkrete Bordüre oder einzelne Blütenformen zu behaupten. Florale Täbriz-Entwürfe können in der regionalen Tradition aus Blüten, Ranken und Blattmotiven aufgebaut sein. Je nach Gestaltung werden solche Elemente symmetrisch geordnet, rhythmisch wiederholt oder zu einer dicht gegliederten Gesamtfläche verbunden.
Die Musterwelt der Täbriz-Teppiche ist historisch vielfältig. Neben floralen Kompositionen umfasst die Tradition Medaillonentwürfe, figürliche Szenen, Herati- und Mahi-Motive sowie Darstellungen mit räumlicher Wirkung. Diese Möglichkeiten erklären, weshalb der Name Täbriz nicht mit einer einzigen Ornamentform gleichgesetzt werden kann. Für dieses Stück ist ausschließlich die florale Ausrichtung als konkrete Mustereigenschaft festgehalten.
In vielen persischen Entwürfen erfüllen Blumen und Ranken nicht nur eine dekorative Funktion. Sie strukturieren das Feld, leiten den Blick durch die Komposition und schaffen Übergänge zwischen zentralen und seitlichen Bereichen. Bordüren rahmen eine solche Fläche häufig mit wiederkehrenden Ornamenten. Ob diese Elemente bei diesem Teppich in genau dieser Form vorkommen, ist nicht angegeben; sie gehören jedoch zum allgemeinen Vokabular, aus dem florale Täbriz-Entwürfe entwickelt werden können.
Ein weiterer Bestandteil der Täbriz-Tradition ist die Verbindung von Musterkunst und Literatur. Dichter wie Rumi, Omar Khayyam, Ferdowsi, Hafez, Fizuli und Saadi beeinflussten historische Entwürfe. Weber integrierten teilweise einzelne Verse, ganze Gedichte oder Figuren aus literarischen Erzählungen in Teppichfelder und Bordüren. Genannt werden unter anderem Iskander und Layla, Shirin, Majnun und Khosrau. Diese literarischen Bezüge sind ein Hintergrund der regionalen Designgeschichte, nicht die Aussage, dass sie auf diesem floralen Teppich dargestellt sind.
Die hohe Knotendichte, die für dieses Stück angegeben ist, steht grundsätzlich im Zusammenhang mit der Fähigkeit, feine Linien und kleine Musterabschnitte auszuarbeiten. Bei der Betrachtung eines Teppichs sollte das Muster dennoch als Zusammenspiel von Zeichnung, Farbordnung, Knüpftechnik und Alterung verstanden werden. Die vorhandene Patina kann den Eindruck der Farben und der Oberfläche beeinflussen, ohne die florale Einordnung des Musters aufzuheben.
Besonderheiten
Zu den ausdrücklich beschriebenen Eigenschaften gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die angegebene Knotendichte von 100000/Qm, das florale Muster sowie die Herkunft Tabriz. Der Teppich ist gebraucht, professionell gewaschen und mit Patina. Diese Angaben bilden die Besonderheiten dieses Einzelstücks, ohne zusätzliche Aussagen über nicht beschriebene Details zu machen.
Die Bezeichnung als Einzelstück ist bei einem handgeknüpften Teppich wesentlich: Die manuelle Herstellung verbindet die regionale Tradition mit einer konkreten, nicht wiederholbaren Ausführung. Die professionelle Wäsche dokumentiert eine Behandlung des gebrauchten Teppichs; die Patina verweist auf seine gewachsene Erscheinung. Für die Beurteilung vor Ort sind deshalb sowohl die Zeichnung als auch Flor, Kette und Oberflächenwirkung relevant.
FAQ
Welche historische Bedeutung hat Tabriz für Täbriz-Teppiche?
Tabriz gilt als alte Stadt, in der die Täbriz-Teppichtradition entstand. Die Teppichweberei in der Region entwickelte sich um 1501 zu einem bedeutenden Zentrum. Außerdem war Tabriz Hauptstadt der Safawiden-Dynastie und später Wohnsitz des Kronprinzen der Qajar-Dynastie. Diese politische und kulturelle Bedeutung unterstützte den Austausch von Wissen, Entwürfen und handwerklichen Techniken.
Warum werden Täbriz-Teppiche mit städtischer Handwerkskunst verbunden?
Täbriz-Teppiche werden in der Tradition städtischer Werkstätten hergestellt, in denen qualifizierte Weber nach geordneten Arbeitsabläufen arbeiten. Anders als bei vielen nomadischen Webtraditionen entstehen solche Stücke in spezialisierten Zentren. Die sorgfältige Handarbeit ermöglicht komplexe Zeichnungen und eine kontrollierte Ausarbeitung. Bei diesem Teppich sind außerdem handgeknüpfte Herstellung, Wollflor und Baumwollkette ausdrücklich angegeben.
Was kennzeichnet das Design der Täbriz-Teppiche?
Die Täbriz-Tradition umfasst eine große Vielfalt an Mustern, darunter florale Kompositionen, Medaillons, Herati- und Mahi-Entwürfe sowie figürliche Darstellungen. Literatur beeinflusste ebenfalls viele historische Designs: Verse, Gedichte und Figuren von Dichtern wie Rumi oder Omar Khayyam konnten in Felder und Bordüren einfließen. Das Muster dieses Teppichs ist konkret als floral bezeichnet; weitere einzelne Motive sind nicht angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








