Perserteppich Tabriz ca 297 x 237 cm Wolle handgeknüpft

1891$

Handgeknüpfter Tabriz-Perserteppich | Material: 90% Wolle, 10% Baumwolle | Größe: ca. 297 x 237 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Guter Zustand, professionell gereinigt | Florhöhe: 1 cm

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Inventarnummer: 76E75FC8

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Tabriz-Teppich Tabatabai ist handgeknüpft und besteht aus 90% Wolle sowie 10% Baumwolle. Die Wolle bildet das wesentliche Material des Teppichs und verleiht ihm die für handgeknüpfte Teppiche typische textile Oberfläche. Baumwolle ergänzt die Materialzusammensetzung. Der Flor ist 1 cm hoch. Damit besitzt der Teppich eine klar definierte, angenehm strukturierte Oberfläche, bei der das Muster durch die geknüpften Fasern sichtbar wird.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Grundstruktur eingearbeitet. Anschließend werden die Reihen verdichtet und der Flor wird gleichmäßig bearbeitet. Diese Arbeitsweise unterscheidet einen handgeknüpften Teppich von einem maschinell gefertigten Bodenbelag. Sie erlaubt eine präzise Ausführung von Konturen, kleinen Formen und Übergängen innerhalb des Musters. Der Tabatabai gehört damit zu einer Verarbeitungstradition, bei der Material und handwerklicher Aufbau unmittelbar miteinander verbunden sind.

Die Kombination aus Wolle und Baumwolle verbindet unterschiedliche textile Eigenschaften. Wolle wird bei Teppichen traditionell wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Baumwolle dient in vielen Teppichkonstruktionen als formstabile textile Ergänzung. Bei diesem Stück bleibt die Zusammensetzung klar benannt: Der größere Anteil entfällt auf Wolle, der kleinere auf Baumwolle. Die handgeknüpfte Ausführung macht jedes Detail des Herstellungsprozesses zu einem Teil des fertigen Teppichs.

Eine Knotendichte ist für dieses Stück nicht angegeben. Deshalb wird sie hier nicht näher bewertet. Fest steht jedoch die handgeknüpfte Verarbeitung mit einer Florhöhe von 1 cm. Diese Angaben beschreiben die Konstruktion, ohne zusätzliche technische Werte vorauszusetzen. Der Teppich wurde professionell gereinigt und befindet sich in gutem Zustand.

Herkunft und Tradition

Tabriz ist eine bedeutende Teppichstadt im Nordwesten Irans und gab einer weit verbreiteten persischen Teppichtradition ihren Namen. Die Stadt liegt in einer Region, in der sich Handelswege, unterschiedliche kulturelle Einflüsse und handwerkliche Fertigkeiten über lange Zeit begegneten. Tabriz-Teppiche werden deshalb mit einer großen stilistischen Bandbreite verbunden. Innerhalb dieser Tradition finden sich sowohl streng gegliederte Muster als auch weichere florale Kompositionen.

Die Geschichte der Teppichherstellung in Tabriz reicht bis in die Safawidenzeit zurück. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Tabriz zu einem wichtigen Zentrum für Herstellung und Handel. Werkstätten der Stadt arbeiteten für unterschiedliche Märkte und passten ihre Entwürfe an verschiedene Raum- und Geschmacksrichtungen an. Die Nähe zu wichtigen Handelsrouten unterstützte den Austausch von Motiven, Materialien und technischen Kenntnissen.

Der Name Tabriz bezeichnet nicht nur einen einzelnen Dekorstil. Er steht vielmehr für eine regionale Schule, in der Entwurf, Zeichnung und Knüpfarbeit eng aufeinander abgestimmt werden. Viele Tabriz-Kompositionen zeigen ein deutliches Zentrum, eine geordnete Rahmung und fein ausgearbeitete Nebenmotive. Andere Entwürfe setzen auf wiederholte Pflanzenformen oder eine stärker flächige Wirkung. Diese Vielfalt gehört zur Tradition und erklärt, warum Tabriz-Teppiche in sehr unterschiedlichen Erscheinungsbildern vorkommen.

Tabriz war historisch ein wichtiger Handelsplatz. Über die Stadt verliefen Verbindungen, die Waren und Ideen zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und weiteren Regionen bewegten. Der Austausch wirkte sich auch auf die Teppichkunst aus. Muster konnten übernommen, verändert und an örtliche Vorlieben angepasst werden. Dadurch entstand eine Tradition, die ihre persischen Grundlagen bewahrte und zugleich offen für neue Einflüsse blieb.

Persische Teppiche werden gewöhnlich nach dem Ort, der Region oder der Werkstatt ihrer Entstehung benannt. Bei einem Tabriz-Teppich verweist die Bezeichnung auf diese regionale und handwerkliche Tradition. Tabatabai bezeichnet in diesem Zusammenhang die benannte Ausführung beziehungsweise Modellbezeichnung des Stücks. Die Herkunftsangabe lautet Asien; der lange Beschreibungstext ordnet Tabriz der persischen Teppichkunst im Iran zu. Diese Einordnung erklärt die Bezeichnung als Perserteppich, ohne weitere Angaben zur Werkstatt oder zum genauen Herstellungsort zu ergänzen.

Handgeknüpfte Tabriz-Teppiche werden traditionell mit sorgfältig gezeichneten Entwürfen und einer differenzierten Ausarbeitung verbunden. Die Knüpfer übertragen die Vorlage nicht einfach mechanisch, sondern setzen sie Knoten für Knoten in textile Form um. Daraus entsteht eine Verbindung von planvoller Gestaltung und manueller Arbeit. Der vorliegende Teppich gehört durch seine Bezeichnung und seine handgeknüpfte Ausführung in diesen historischen Zusammenhang.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als orientalisch angegeben. Der Tabriz-Teppich Tabatabai verbindet dabei traditionelle und modern wirkende Gestaltungselemente. Geometrische Formen treffen auf florale Motive. Diese Verbindung erzeugt eine gegliederte, zugleich vielseitige Bildsprache. Sie lässt den Entwurf sowohl über klare Linien als auch über organische Formen wirken.

Geometrische Elemente geben einem Teppich Struktur. Sie können Felder begrenzen, Achsen betonen oder einzelne Motive miteinander verbinden. Florale Formen bringen dagegen geschwungene Konturen und eine andere Art von Rhythmus in die Komposition. In persischen Teppichmustern erscheinen Blätter, Blüten, Ranken und stilisierte Pflanzen häufig nicht als naturgetreue Abbildungen, sondern als ornamentale Zeichen. Ihre Wirkung entsteht aus Wiederholung, Symmetrie und der Beziehung zu den umgebenden Flächen.

In der Tabriz-Tradition spielt die Zeichnung eine zentrale Rolle. Ein Entwurf kann ein Medaillon, eine Achse, ein durchgehendes Rankenwerk oder eine stärker wiederholte Ordnung vorsehen. Entscheidend ist die Abstimmung von Hauptmotiv, Nebenformen und Bordüre. Auch wenn ein Muster auf den ersten Blick geschlossen wirkt, besteht es meist aus vielen einzelnen Einheiten. Beim Handknüpfen werden diese Einheiten schrittweise aufgebaut und durch Konturen voneinander unterschieden.

Das orientalische Muster kann kulturelle, religiöse oder historische Bezüge aufnehmen. Solche Bezüge sind in der Teppichkunst häufig über Symbole und ornamentale Vereinfachungen vermittelt. Ein Motiv muss dabei nicht als konkrete Szene lesbar sein. Oft liegt seine Bedeutung in der überlieferten Form, in der Anordnung und in der wiederholten Verwendung innerhalb einer Gestaltungstradition. Der vorliegende Entwurf wird als Zusammenspiel traditioneller und moderner Elemente beschrieben; eine weitergehende Deutung einzelner Zeichen wird nicht vorgenommen.

Die Wirkung eines Teppichmusters hängt außerdem von der Ausführung der Linien ab. Fein gegliederte Konturen können florale Formen voneinander absetzen, während größere geometrische Bereiche dem Auge Orientierung geben. Die geknüpften Fasern verleihen den Motiven eine textile Tiefe. Dadurch entsteht keine gedruckte, vollkommen gleichförmige Fläche, sondern ein Muster, das aus vielen handgearbeiteten Einzelschritten hervorgeht.

Tabriz-Entwürfe sind für ihre Vielseitigkeit bekannt. Sie können formal streng oder ornamental reich erscheinen und lassen sich daher in unterschiedliche Einrichtungskontexte einordnen. Bei diesem Teppich steht die Verbindung aus floralen und geometrischen Formen im Vordergrund. Das Muster ist orientalisch und bleibt in seiner Wirkung an die persische Teppichtradition angebunden. Gleichzeitig sorgt die beschriebene Verbindung traditioneller und moderner Elemente für eine zeitgemäße Lesbarkeit des Designs.

Ein Teppich dieser Art wird nicht nur als funktionaler Bodenbelag betrachtet. Seine Musterordnung macht ihn auch zu einem textilen Kunsthandwerk, bei dem Entwurf und Ausführung zusammengehören. Die Motive werden durch die Handarbeit dauerhaft in die Struktur eingebunden. So bleibt die Gestaltung nicht auf einer aufgebrachten Oberfläche, sondern ist Bestandteil des geknüpften Florbildes.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in gutem Zustand und wurde professionell gereinigt. Diese Angaben beschreiben seinen derzeitigen Pflege- und Erhaltungsstand. Zusätzlich ist er für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Dabei sollte direkte Hitze vermieden werden, damit die Fasern nicht unnötig belastet werden. Die angegebene Florhöhe von 1 cm macht die Oberflächenstruktur des Teppichs nachvollziehbar.

Der Teppich ist 30 Jahre alt. Damit gehört er zu den Stücken, deren handgeknüpfte Herstellung und heutiger Zustand gemeinsam betrachtet werden. Die Materialzusammensetzung aus Wolle und Baumwolle sowie die professionelle Reinigung sind weitere konkret benannte Merkmale. Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen. Kleine Flecken sollten mit einem feuchten, sauberen Tuch abgetupft werden; für eine gründliche Reinigung ist ein professioneller Teppichreiniger vorgesehen.

Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um die Farben zu erhalten. Diese Pflegehinweise gelten unabhängig davon, ob der Teppich in einem Wohnraum oder Büro liegt. Seine traditionelle Musterbezeichnung, die handgeknüpfte Verarbeitung und die Materialangabe verbinden sich mit einem klar dokumentierten Pflegezustand.

FAQ

Wie lange hält ein handgeknüpfter Tabriz-Teppich?

Ein handgeknüpfter Tabriz-Teppich kann bei richtiger Pflege und Wartung jahrzehntelang halten. Zur Erhaltung gehören regelmäßiges Absaugen, der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und eine fachgerechte Behandlung bei stärkeren Verschmutzungen. Die handgeknüpfte Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien tragen zur Langlebigkeit bei. Kleine Flecken sollten zeitnah mit einem feuchten, sauberen Tuch abgetupft werden. Für eine tiefere Reinigung ist ein professioneller Teppichreiniger geeignet.

Kann der Teppich in einem Raum mit Fußbodenheizung verwendet werden?

Ja, dieser Tabriz-Teppich ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Direkte Hitze sollte dennoch vermieden werden, damit die Fasern nicht geschädigt werden. Eine gleichmäßige Raumwärme ist der unmittelbaren Einwirkung einer Heizquelle vorzuziehen. Zusätzlich bleibt eine regelmäßige Pflege wichtig, damit Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor verbleiben.

Wie wird der Tabriz-Teppich richtig gereinigt?

Für die regelmäßige Pflege sollte der Teppich abgesaugt werden. Bei kleinen Flecken wird ein feuchtes, sauberes Tuch verwendet; die Stelle sollte abgetupft und nicht unnötig bearbeitet werden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich ein professioneller Teppichreiniger. Dieses Stück wurde bereits professionell gereinigt und befindet sich in gutem Zustand. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben erhalten bleiben.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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