Perserteppich Tabriz 400 x 300 cm Wolle handgeknüpft

19831$

Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 550.000 Knoten/m² | Material: Flor 97% Schurwolle, 3% Seide | Größe: 400 x 300 cm | Muster: Medaillon, floral in Beige | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 925DAE72

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Schurwolle bildet den Hauptbestandteil des Flors, während Seide als ergänzendes Material eingesetzt ist. Die Materialzusammensetzung verbindet damit die traditionelle Verwendung von Wolle mit einem feineren textilen Anteil. Die Angaben beziehen sich auf den Flor des Teppichs. Eine separate Aussage über ein anderes Material wird nicht getroffen.

Die Knotendichte beträgt 550.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine eng gegliederte Zeichnung mit feineren Linien, kleineren Ornamenten und klaren Übergängen. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster durch die Anordnung einzelner Knoten. Die farbigen Florfäden werden dabei entsprechend dem Entwurf in die Kette eingearbeitet. Das florale Medaillon ist somit Bestandteil der geknüpften Oberfläche und nicht lediglich nachträglich aufgebracht.

Beim Handknüpfen wird der Teppich Reihe für Reihe aufgebaut. Die Knoten werden in einer bestimmten Folge gesetzt, anschließend verdichtet und mit den umliegenden Reihen verbunden. Die Arbeit verlangt eine gleichmäßige Führung der Kette, eine kontrollierte Farbverteilung und eine genaue Orientierung am Muster. Je kleinteiliger ein Entwurf ist, desto wichtiger wird die sorgfältige Zuordnung der einzelnen Knoten. Auf diese Weise können Blumen, Blätter und ornamentale Linien voneinander abgegrenzt werden.

Der Teppich hat eine Dicke von circa 8 mm und ein Gewicht von circa 3 kg pro Quadratmeter. Diese Angaben beschreiben seinen physischen Aufbau. Der Flor besitzt eine wollene Grundlage und einen ergänzenden Seidenanteil. Gemeinsam mit der hohen Knotendichte bestimmen diese Materialien die textile Oberfläche und die Ausarbeitung des Designs. Die handwerkliche Struktur bleibt dabei ein wesentliches Merkmal des Teppichs.

Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer textilen Belastbarkeit und ihrer vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten verwendet. Seide kann innerhalb eines Entwurfs feinere Akzente und eine differenzierte Oberflächenwirkung unterstützen. Bei diesem Teppich ist die Zusammensetzung genau mit 97% Schurwolle und 3% Seide angegeben. Die Ausführung wird daher durch einen überwiegend wollenen Flor, den Seidenanteil und die handgeknüpfte Herstellung bestimmt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und ist der Tradition von Tabriz zugeordnet. Tabriz liegt im Iran und ist die Hauptstadt der Provinz Ost-Aserbaidschan. Die Stadt gehört zu den bedeutenden Zentren der iranischen Teppichknüpferei. Ihr Name steht für eine regionale Schule, in der eine genaue Zeichnung, eine geordnete Komposition und eine detailreiche Ornamentik eine wichtige Rolle spielen.

Die überlieferte Teppichtradition von Tabriz reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Über viele Generationen wurden Kenntnisse zur Vorbereitung der Kette, zum Aufbau des Flors, zur Farbanordnung und zur Umsetzung komplexer Muster weitergegeben. Das Handwerk umfasst daher nicht nur das eigentliche Setzen der Knoten. Ebenso wichtig sind die Planung des Innenfelds, die Gestaltung des Medaillons, die Abstimmung der Bordüren und die Kontrolle der Proportionen.

Tabriz wird häufig als Herz der iranischen Teppichindustrie bezeichnet. Diese Bezeichnung verweist auf die historische Bedeutung der Stadt für Herstellung, Gestaltung und Weiterentwicklung persischer Teppiche. In den dortigen Werkstätten entstanden unterschiedliche Entwürfe, die sowohl florale Innenfelder als auch streng gegliederte ornamentale Formen umfassen können. Gemeinsam ist vielen Tabriz-Kompositionen die sorgfältige Verbindung von Zentrum, Feld und Rand.

Die regionale Tradition beruht auf der Verbindung von technischem Können und einem fest entwickelten Formenvokabular. Ein Muster wird nicht spontan in die Fläche gesetzt, sondern folgt einer geplanten Ordnung. Achsen, Wiederholungen und Spiegelungen schaffen eine ausgewogene Struktur. Der Knüpfer muss den Entwurf während der Arbeit genau verfolgen und zugleich die Spannung der Kette sowie die Dichte der Reihen gleichmäßig halten.

Eine hohe Knotendichte unterstützt die feine Zeichnung, die mit Tabriz-Teppichen verbunden wird. Kleine Blüten, Blätter und geschwungene Ranken können dichter nebeneinander angeordnet werden, ohne dass ihre Konturen vollständig ineinander übergehen. Auch Übergänge zwischen verschiedenen Ornamenten lassen sich kontrollierter ausführen. Die technische Beschaffenheit und die regionale Gestaltungstradition stehen dadurch in einem unmittelbaren Zusammenhang.

Das Wissen der Teppichherstellung wird in den iranischen Knüpfregionen häufig innerhalb von Familien und Werkstätten vermittelt. Dazu gehören der Umgang mit den Werkzeugen, das Lesen eines Entwurfs, die Auswahl und Abstimmung der Farben sowie die Ausführung wiederkehrender Motive. Die Weitergabe erfolgt über praktische Erfahrung und wiederholte Arbeit. Auf diese Weise bleiben traditionelle Musterordnungen erhalten, während einzelne Teppiche in ihrer konkreten Farbgebung und Komposition unterschiedlich ausfallen können.

Die Bezeichnung Perserteppich beschreibt bei diesem Stück die Herkunft aus Persien beziehungsweise dem Iran. Tabriz bezeichnet dabei nicht nur den Ort, sondern auch die damit verbundene Tradition des Teppichknüpfens. Klassische Tabriz-Entwürfe können Medaillons, florale Formen, Ranken und sorgfältig aufgebaute Randzonen miteinander verbinden. Die regionale Identität zeigt sich somit in der Kombination aus technischer Präzision und ornamentaler Ordnung.

Persische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Zentren, deren Muster und Herstellungsverfahren jeweils eigene Schwerpunkte besitzen. Tabriz ist besonders für fein ausgearbeitete Zeichnungen und eine kontrollierte Gesamtkomposition bekannt. Der zentrale Aufbau eines Entwurfs wird mit den umgebenden Details in Beziehung gesetzt, sodass die Fläche trotz ihrer Ornamentfülle zusammenhängend wirkt. Diese Tradition bildet den kulturellen und handwerklichen Hintergrund für den Tabriz-Teppich.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Medaillon ausgeführt und floral gestaltet. Ein Medaillon bildet den Mittelpunkt eines Teppichentwurfs und ordnet die umgebenden Flächen. Blumen, Blätter, Ranken und ornamentale Linien können sich auf diesen Mittelpunkt beziehen und die Komposition nach außen weiterführen. Dadurch entsteht eine klare visuelle Hierarchie: Das Zentrum gibt die Orientierung vor, während die kleineren Formen den Entwurf ausarbeiten.

Die Farbgebung liegt in sanften Beigetönen. Beige erzeugt eine zurückhaltende und zusammenhängende Farbstimmung. Innerhalb eines Medaillonmusters kann eine solche Farbpalette dazu beitragen, das zentrale Motiv deutlich erkennbar zu halten und zugleich die floralen Einzelheiten miteinander zu verbinden. Die Wirkung des Musters entsteht dabei nicht nur durch die Farbe, sondern auch durch Konturen, Wiederholungen, Zwischenräume und die Anordnung der Motive.

Florale Muster gehören zu den klassischen Gestaltungselementen persischer Teppiche. Die verwendeten Blüten und Blätter sind in der Regel stilisiert und in ein ornamentales System übertragen. Sie stellen keine zufällige Ansammlung einzelner Pflanzenformen dar. Vielmehr werden sie rhythmisch wiederholt, in ihrer Größe abgestimmt und durch Ranken oder geschwungene Linien miteinander verbunden. So entsteht ein kontinuierlicher Musterfluss über die Fläche.

Der florale Charakter steht in einem ausgewogenen Verhältnis zur geometrischen Ordnung des Medaillons. Das Zentrum kann durch symmetrische Formen gegliedert sein, während die pflanzlichen Motive eine bewegtere Zeichnung in die Komposition bringen. Achsen und Spiegelungen sorgen für Zusammenhalt. Wiederholte Ornamente schaffen Rhythmus, während kleinere Abweichungen verhindern, dass die Gestaltung rein schematisch erscheint.

In der Tabrizer Teppichkunst werden Innenfeld und Rand traditionell als miteinander verbundene Bereiche geplant. Ein Medaillon setzt einen Schwerpunkt, das umgebende Feld nimmt seine Formen auf, und Bordüren können die Komposition nach außen abschließen. Auch bei einer detailreichen Gestaltung ist die Verteilung von Ornamenten und freien Flächen entscheidend. Sie bestimmt, wie deutlich die einzelnen Motive wahrgenommen werden und wie der Blick über die Fläche geführt wird.

Die beige Farbgebung verbindet das traditionelle florale Vokabular mit einer ruhigen Gesamtwirkung. Dadurch kann das Muster sowohl im Zusammenhang mit klassischen als auch mit moderneren Einrichtungsformen gelesen werden. Diese Einordnung bezieht sich auf die Gestaltung des Teppichs. Das zentrale Medaillon bleibt als klassisches Motiv sichtbar, während die sanften Beigetöne den Entwurf weniger kontrastreich erscheinen lassen.

Eine hohe Knotendichte ist für die Wiedergabe feiner ornamentaler Zeichnungen von Bedeutung. Je enger die Knoten gesetzt werden, desto mehr Möglichkeiten bestehen, Linien und kleine Formen differenziert auszuführen. Das gilt besonders für Blütenblätter, schmale Ranken und Übergänge zwischen benachbarten Ornamenten. Die Musterwirkung dieses Teppichs beruht daher auf dem Zusammenspiel von Medaillon, floraler Zeichnung, beige Farbgebung und dichter handwerklicher Ausarbeitung.

Florale persische Muster sind nicht als naturgetreue botanische Abbildungen zu verstehen. Die Formen werden vereinfacht, geordnet und an die rechteckige Teppichfläche angepasst. Aus einzelnen Pflanzenmotiven entsteht ein wiederholbares Ornament, das sich in eine symmetrische Gesamtstruktur einfügt. Bei einem Tabriz-Medaillon treffen diese stilisierten Pflanzenformen auf die klare Orientierung eines zentralen Motivs. So verbindet der Entwurf regionale Tradition mit einer eindeutig lesbaren Komposition.

Besonderheiten

Der Teppich ist neu und handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die Knotendichte beträgt 550.000 Knoten pro Quadratmeter, die Dicke circa 8 mm und das Gewicht circa 3 kg pro Quadratmeter. Diese Angaben fassen die wesentlichen Merkmale von Material, Herstellung und Aufbau dieses einzelnen Teppichs zusammen.

Zu den gestalterischen Besonderheiten gehören das florale Medaillon und die sanften Beigetöne. Außerdem ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet. Damit verbinden sich die ausdrücklich genannten technischen Eigenschaften mit einer klassischen Tabriz-inspirierten Musterordnung und einer zurückhaltenden Farbgestaltung.

FAQ

Wie pflege ich meinen handgeknüpften Tabriz Perserteppich?

Regelmäßiges vorsichtiges Staubsaugen oder Fegen entfernt losen Staub von der Oberfläche. Bei Flecken sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Starkes Reiben sollte vermieden werden, damit Flor und Farben nicht unnötig belastet werden. Der Teppich sollte außerdem nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, da die Farben dadurch verblassen können. Eine behutsame, regelmäßige Pflege trägt dazu bei, Oberfläche und Muster zu erhalten.

Kann der Teppich gewaschen werden?

Handgeknüpfte Teppiche sollten nicht in der Waschmaschine gereinigt werden. Die mechanische Bewegung, die Feuchtigkeit und die verwendeten Reinigungsmittel können die Knotentechnik und die Farbintensität beeinträchtigen. Bei intensiven Verschmutzungen empfiehlt es sich, den Teppich durch eine Fachkraft reinigen zu lassen. Eine professionelle Reinigung kann die handgeknüpfte Konstruktion berücksichtigen und die Belastung für Flor, Farben und Struktur verringern.

Wo kann ich den Teppich verwenden?

Der Tabriz Perserteppich eignet sich für Wohnräume, Esszimmer und Foyers. Sein florales Design, das Medaillon und die beige Farbgebung lassen sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden. Er kann als Bodenbelag verwendet oder als dekoratives Textilelement an der Wand betrachtet werden. Zusätzlich ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet. Diese Einsatzmöglichkeiten ergeben sich aus der beschriebenen Gestaltung und der ausdrücklich genannten technischen Eignung.

Zusätzliche Informationen
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