









Perserteppich Tabriz 396 x 295 cm Wolle handgeknüpft
18446$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 550.000 Knoten/m² | Material: Flor 97% Schurwolle, 3% Seide | Größe: 396 x 295 cm | Muster: floral in Beige | Zustand: Neu mit Etikett
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Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die beiden Fasern verbinden die natürliche Elastizität der Wolle mit der glatteren und feineren Beschaffenheit der Seide. Schurwolle wird seit langer Zeit für handgeknüpfte Teppiche eingesetzt. Sie bietet eine weiche Oberfläche, ist formstabil und kann bei geeigneter Pflege den Anforderungen des täglichen Wohnens entsprechen. Seide ergänzt einen Wollflor durch eine geschmeidige Faserstruktur und kann die Zeichnung von feinen Ornamenten klarer erscheinen lassen.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet. Schussfäden sichern die Knoten und stabilisieren die jeweilige Reihe. Nach und nach entsteht so eine zusammenhängende textile Fläche. Anschließend wird der Flor auf eine gleichmäßige Höhe geschnitten und weiter ausgearbeitet. Dieser Prozess unterscheidet sich von einer maschinellen Fertigung, weil Muster, Knotenspannung und Farbwechsel während der Arbeit fortlaufend von Hand kontrolliert werden.
Die Knotendichte beträgt 550.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Dichte bietet eine kompakte Grundlage für die Darstellung von Ranken, Blättern und Blüten. Sie ermöglicht es, Linien und kleinere Übergänge innerhalb eines floralen Entwurfs differenziert auszuarbeiten. Die im Angebot genannte Dicke beträgt etwa 8 mm. Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Eine Materialangabe für die Kette liegt nicht vor; genannt wird die Zusammensetzung des Flors.
Wolle besitzt als Naturfaser Eigenschaften, die sie für Teppiche besonders geeignet machen. Ihre natürliche Rücksprungkraft hilft dem Flor, nach Belastung seine Struktur zu bewahren. Außerdem kann Wolle Wärme aufnehmen und zu einer angenehmen Haptik beitragen. Die Seide bringt eine glattere Oberfläche in die Zusammensetzung ein. Das Erscheinungsbild des Teppichs ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Faser, Knüpfung, Florhöhe, Farbverteilung und der handwerklichen Ausarbeitung.
Die Bezeichnung 50 Rag verweist im Tabriz-Kontext auf eine feine Knüpfung. In der Teppichkunde werden solche Angaben traditionell mit der Anzahl der Knoten auf einer bestimmten Strecke in Verbindung gebracht. Die genaue Beurteilung eines Teppichs hängt jedoch immer vom gesamten Aufbau ab. Knotendichte allein beschreibt weder Material noch Muster, sondern einen technischen Aspekt der Herstellung. Bei diesem Stück wird sie mit 550.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben.
Herkunft und Tradition
Tabriz liegt im Nordwesten des Iran und gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichknüpfkunst. Die Stadt und ihre Region haben eine lange Geschichte der Herstellung handgeknüpfter Teppiche. Diese Geschichte reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Unter den Safawiden entwickelte sich Tabriz zu einem wichtigen kulturellen und handwerklichen Mittelpunkt. Die dort gepflegten Formen beeinflussten die Entwicklung persischer Teppiche und wirkten über die Region hinaus.
Die Tabrizer Tradition verbindet einen sorgfältig geplanten Entwurf mit einer kontrollierten handwerklichen Ausführung. Bevor die Knoten geknüpft werden, wird die spätere Ordnung der Fläche festgelegt. Der Knüpfer muss dabei die Proportionen von Innenfeld und Bordüren, die Abfolge der Ornamente und die Verteilung der Farben berücksichtigen. Der Entwurf wird anschließend Knoten für Knoten in die textile Struktur übertragen. So entsteht eine Verbindung von zeichnerischer Planung und praktischer Arbeit am Webstuhl.
Teppiche aus Tabriz können sehr unterschiedliche Kompositionen zeigen. Zum regionalen Formenschatz gehören florale Muster, Medaillons, geschwungene Ranken, fein gegliederte Bordüren und dicht belegte Gesamtflächen. Auch die Farbpalette kann von kräftigen Kontrasten bis zu zurückhaltenden Nuancen reichen. Tabriz bezeichnet daher keine einzige festgelegte Musterform. Der Name steht für eine regionale Schule, deren Teppiche durch präzise Zeichnung, differenzierte Ornamentik und handwerkliche Kontrolle verbunden sind.
Die Entwicklung der Teppichkunst in Tabriz steht außerdem im Zusammenhang mit dem historischen Austausch von Waren, Motiven und technischem Wissen. Die Stadt lag an wichtigen Verkehrs- und Handelswegen. Dadurch konnten Einflüsse aus verschiedenen Gebieten aufgenommen und in eine eigene persische Formensprache integriert werden. In der Ornamentik zeigt sich dieser Austausch durch eine große Vielfalt an Pflanzenformen, Bordüren und kompositorischen Lösungen. Überlieferte Prinzipien wurden weitergegeben, ohne dass jeder Teppich gleich gestaltet werden musste.
Die Safawidenzeit wird in der Geschichte der persischen Kunst häufig mit einer starken Förderung von Architektur, Buchkunst, Textilien und Ornament verbunden. Für die Teppichproduktion bedeutete diese Epoche eine zunehmende Bedeutung ausgearbeiteter Entwürfe. Florale und höfische Bildsprachen wurden in geordnete Teppichkompositionen übertragen. Tabriz blieb auch später ein wichtiger Ort für die Weiterentwicklung dieser Tradition. Regionale Werkstätten konnten klassische Muster bewahren und zugleich neue Farb- und Formkombinationen ausarbeiten.
Florale Motive besitzen in der persischen Ornamentik eine lange Geschichte. Blüten, Blätter und Ranken werden nicht als naturkundliche Abbildung verwendet, sondern stilisiert und in ein rhythmisches Muster übersetzt. Die Natur erscheint dadurch geordnet und verfeinert. Solche Formen werden häufig mit Harmonie, Frieden und der Vorstellung eines kultivierten Gartens verbunden. Diese Bedeutungen gehören zum allgemeinen kulturellen Hintergrund floraler persischer Muster und sind nicht als zusätzliche Aussage über die konkrete Provenienz eines einzelnen Motivdetails zu verstehen.
Die Arbeit am Teppich erfordert die Abstimmung vieler einzelner Elemente. Ein Knoten ist Teil einer Reihe, eine Reihe ist Teil des Flors, und der Flor bildet gemeinsam mit den Bordüren die Gesamtkomposition. Bei einer feinen Knüpfung können Zeichner und Knüpfer Übergänge, Konturen und Wiederholungen genauer ausführen. Die technische Seite und die gestalterische Seite der Tabrizer Tradition sind deshalb eng miteinander verbunden. Die Herkunft beschreibt sowohl den Ort als auch das Wissen, das diese Art der Teppichgestaltung geprägt hat.
Ein Tabriz-Teppich kann in klassisch eingerichteten Räumen ebenso vorkommen wie in zeitgenössischen Interieurs. Das liegt an der Bandbreite der regionalen Muster und an der Fähigkeit floraler Ornamente, sich in unterschiedlichen Maßstäben und Farben zu zeigen. Die persische Tradition bleibt an der Linienführung und an der organisierten Flächenaufteilung erkennbar. Gleichzeitig kann die konkrete Farbwahl eine ruhigere oder lebhaftere Raumwirkung unterstützen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist floral und in Beige gehalten. Florale Kompositionen ordnen Blüten, Blätter und geschwungene Ranken zu einer zusammenhängenden Fläche. Die Linien bewegen sich organisch und unterscheiden sich dadurch von streng gerasterten geometrischen Mustern. Dennoch folgt die Anordnung einer bewussten Ordnung. Wiederkehrende Formen verbinden die einzelnen Bereiche miteinander, während Abstände und Größen für ein ausgewogenes Gesamtbild sorgen.
Beige ist ein zurückhaltender Farbton, der sich mit vielen Materialien und Einrichtungsfarben verbinden lässt. Helle und dunkle Holzflächen, neutrale Textilien und farbige Akzente können neben einer beigefarbenen Teppichfläche eingesetzt werden. Die Farbe verlangt keinen starken Kontrast und kann daher vorhandene Möbel miteinander verbinden. Sie gibt dem floralen Muster einen ruhigen Hintergrund, ohne die ornamentale Zeichnung vollständig zurückzunehmen.
In der Tabrizer Mustertradition werden Pflanzenformen häufig mit sorgfältig geführten Konturen dargestellt. Eine Ranke kann als verbindendes Element über die Fläche laufen. Blätter und Blüten setzen entlang dieser Bewegung einzelne Schwerpunkte. Wiederholungen sorgen für Rhythmus, leichte Veränderungen bewahren die handwerkliche und lebendige Wirkung. Eine hohe Knotendichte unterstützt die Ausarbeitung solcher Formen, weil Kurven, Verzweigungen und kleinere ornamentale Partien enger gezeichnet werden können.
Die florale Gestaltung kann als Ausdruck einer geordneten Naturvorstellung gelesen werden. In der persischen Kunst werden pflanzliche Formen häufig stilisiert, damit sie in ein symmetrisches oder rhythmisches Ornament passen. Die Motive sind somit dekorativ und kulturell geprägt. Sie bilden keine direkte Landschaftsdarstellung. Stattdessen wird die Idee von Blüte, Wachstum und Harmonie in eine textile Ordnung übertragen.
Die beige Farbgebung verändert die Wirkung eines floralen Musters gegenüber kräftigeren Farbkombinationen. Die Konturen und Formen treten differenziert hervor, ohne den Raum durch starke Farbkontraste zu dominieren. In einem klassischen Umfeld kann die Gestaltung die traditionelle Herkunft des Musters unterstützen. In einer modernen Einrichtung kann sie einen textilen Gegensatz zu geraden Linien und glatten Oberflächen bilden. Der Stil wird als traditionell orientalisch beziehungsweise persisch beschrieben.
Florale Muster sind in der Teppichkunst nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt. Ihre Grundformen können über viele Generationen weitergegeben und an neue Vorstellungen angepasst werden. Änderungen zeigen sich beispielsweise in der Größe der Blüten, der Dichte der Ranken oder der Zurückhaltung der Farbpalette. Die Verbindung von überliefertem Motiv und aktueller Raumverwendung ist ein wesentlicher Grund dafür, dass florale Teppiche in unterschiedlichen Einrichtungskonzepten eingesetzt werden.
Auch die Bordüre erfüllt bei einem Teppich eine gestalterische Aufgabe, selbst wenn sie nicht gesondert beschrieben ist. Sie begrenzt das Innenfeld und schafft einen Übergang zwischen dem Muster und dem äußeren Abschluss. In der persischen Gestaltung werden Bordüren oft aus wiederkehrenden Pflanzen- oder Linienmotiven gebildet. Innenfeld, Nebenbordüren und Hauptbordüre können dabei aufeinander abgestimmt werden. Das Prinzip der gerahmten Fläche gehört zum allgemeinen Aufbau vieler persischer Teppiche.
Besonderheiten
Der Teppich ist als neu mit Etikett beschrieben. Gleichzeitig wird sein Alter mit 15 Jahren angegeben und sein Zustand als unbenutzt bezeichnet. Die Angaben unterscheiden zwischen dem Alter des Stücks und seiner Nutzung. Neu bedeutet hier, dass der Teppich nicht benutzt wurde; die Altersangabe beschreibt die seit der Fertigung beziehungsweise Anschaffung vergangene Zeit. Beide Informationen gehören zur Zustandsbeschreibung dieses einzelnen Teppichs.
Zu den konkreten Merkmalen gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus 97% Schurwolle und 3% Seide, die Knotendichte von 550.000 Knoten pro Quadratmeter, das florale Muster und die beige Farbe. Zusätzlich ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet. Die Kombination aus feiner Knüpfung, Naturfasern und floraler Zeichnung ordnet ihn in die Tabrizer persische Teppichtradition ein.
Die neutrale Farbpalette erlaubt eine Verwendung in unterschiedlichen Wohnbereichen. Der Teppich kann in einem Wohnzimmer, einem Essbereich oder einem Schlafzimmer eingesetzt werden. Die jeweilige Einrichtung muss dabei nicht vollständig traditionell sein. Beige kann mit klassischen Möbeln ebenso verbunden werden wie mit moderneren, klar gestalteten Flächen. Die gestalterische Einordnung bleibt orientalisch und persisch, während die konkrete Raumwirkung von der Umgebung abhängt.
FAQ
Wie reinige ich den Tabriz Perserteppich richtig?
Für die regelmäßige Pflege eignet sich eine sanfte Staubabsaugung. Sie entfernt lose Verschmutzungen, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Bei Flecken sollte möglichst sofort mit kaltem Wasser und einem milden Reinigungsmittel gearbeitet werden. Starkes Reiben ist zu vermeiden, weil dadurch Fasern und Oberfläche belastet werden können. Bei stärkeren oder großflächigen Verschmutzungen kommt eine professionelle Teppichreinigung in Betracht. Eine fachkundige Reinigung kann die handgeknüpfte Struktur sowie die Kombination aus Schurwolle und Seide berücksichtigen und dadurch schonender mit Flor und Farben umgehen.
Woher stammt der Tabriz Perserteppich?
Der Teppich stammt aus Persien beziehungsweise aus der Tabriz-Region im Iran. Tabriz gehört zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichknüpfkunst. Die Herstellung von Teppichen hat dort eine lange Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Die regionale Tradition ist für sorgfältig geplante Kompositionen, florale Ornamente, Ranken, Medaillons und ausgearbeitete Bordüren bekannt. Die Herkunftsangabe beschreibt deshalb sowohl den iranischen Ursprung als auch die besondere handwerkliche und gestalterische Tradition von Tabriz.
Ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet?
Ja, der handgeknüpfte Tabriz Perserteppich ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Diese Eignung ist für den Teppich ausdrücklich angegeben. Wolle besitzt natürliche isolierende Eigenschaften und kann zu einer angenehmen Wärmeverteilung an der Oberfläche beitragen. Der Untergrund sollte sauber und eben sein, damit der Teppich gleichmäßig aufliegt. Die Eignung für Fußbodenheizung ersetzt nicht die schonende Pflege. Für den Flor aus Schurwolle und Seide bleiben vorsichtiges Staubsaugen und eine sachgerechte Fleckenbehandlung empfehlenswert.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















