













Perserteppich Tabriz 326 x 246 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2485$1101$Aktueller Preis ist: 1101$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 300000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 326 x 246 cm | Muster: Floral | Zustand: Sehr gut, mit minimaler Patina, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000329
Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die klar ausgewiesene Materialzusammensetzung beschreibt den Aufbau des Teppichs: Die Wolle bildet die sichtbare und begehbare Oberfläche, die Baumwolle dient als tragende Grundlage des Knüpfgewebes. Damit sind die beiden Bestandteile ihrer jeweiligen Funktion im Teppich zugeordnet.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 300000/Qm. Beim Handknüpfen entsteht das Muster Knoten für Knoten auf der Kette. Die Arbeit verlangt eine genaue Führung der Linien, eine gleichmäßige Verteilung der Farben und eine sorgfältige Ausarbeitung der Konturen. Gerade bei floralen Entwürfen müssen Blüten, Blätter und verbindende Ranken in einem zusammenhängenden Rapport angelegt werden.
Tabriz ist für eine ausgeprägte handwerkliche Kontrolle und eine große Bandbreite an Knüpfqualitäten bekannt. Die Knüpfer arbeiten traditionell in geordneten Werkstätten und setzen die Vorlage Abschnitt für Abschnitt um. Die Materialangabe dieses Einzelstücks bleibt dabei eindeutig: 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette. Der Teppich wurde außerdem professionell gewaschen, sodass seine Oberfläche gepflegt und für die weitere Nutzung vorbereitet ist.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Tabriz, einer historischen Stadt im Nordwesten Persiens an den Hängen des Sahand-Gebirges. Tabriz gehört zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über lange Zeit ein politischer und kultureller Mittelpunkt und wurde sowohl mit der Safawiden-Dynastie als auch mit der Qajar-Dynastie verbunden. Ihre Lage begünstigte den Austausch zwischen verschiedenen Regionen, Handelswegen und künstlerischen Traditionen.
Die Geschichte der Tabriz-Teppiche reicht bis in das fünfzehnte Jahrhundert zurück. Die Teppichweberei entwickelte sich dort zu einer eigenständigen städtischen Kunstform. Tabriz wurde für seine Meisterweber bekannt, die sowohl in der technischen Ausführung als auch in der Gestaltung über große Erfahrung verfügten. In den frühen Jahrhunderten blieben viele dieser Arbeiten zunächst in Tabriz und den angrenzenden Gebieten. Später wurden sie über Händler in westlichen Märkten bekannt.
Mit der wachsenden Anerkennung der Tabriz-Teppiche wurden die Arbeiten persischer Meisterweber außerhalb der Region stärker wahrgenommen. In diesem Zusammenhang werden Sheikh Safi, Kurban Dai und Haji Jalili als wichtige Namen genannt. Ihre Entwürfe und Werkstätten trugen dazu bei, die Tabriz-Tradition im internationalen Teppichhandel bekannt zu machen. Tabriz-Teppiche werden nicht ausschließlich innerhalb der Stadt geknüpft, sondern auch in umliegenden Dörfern, die seit langer Zeit mit der Teppichherstellung verbunden sind.
Die städtische Prägung unterscheidet Tabriz von vielen nomadischen Knüpftraditionen. In den Werkstätten der Stadt konnten sich Weber auf komplexe Vorlagen, kontrollierte Abläufe und eine detaillierte Ausarbeitung konzentrieren. Die Entwürfe reichen von figürlichen Darstellungen und Medaillons bis zu Herati- beziehungsweise Mahi-Kompositionen und floralen Anlagen. Diese Vielfalt ist ein charakteristischer Bestandteil der Tabriz-Tradition. Sie erklärt, warum der Name Tabriz mit unterschiedlichen Stilrichtungen und nicht mit nur einem einzigen Muster verbunden ist.
Auch die internationale Verbreitung gehört zur Geschichte dieser Herkunft. Händler brachten Tabriz-Teppiche in verschiedene westliche Märkte, wo ihre handwerkliche Ausführung und ihre differenzierten Zeichnungen Beachtung fanden. Die Stadt wurde dadurch zu einem Bezugspunkt für die Beurteilung persischer Werkstattteppiche. Der vorliegende Teppich ist dieser Herkunft Tabriz zugeordnet und steht damit in einer Tradition, die städtische Organisation, erfahrene Knüpfer und eine vielseitige Entwurfskultur miteinander verbindet.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als floral angegeben. Florale Tabriz-Entwürfe können Blüten, Blätter, Ranken und weitere pflanzliche Formen zu einem geordneten Gesamtbild verbinden. Die Motive werden nicht zufällig verteilt, sondern in der Regel nach einer Vorlage entwickelt. Dadurch entstehen wiederkehrende Beziehungen zwischen Hauptmotiv, Nebenformen und Bordüre. Bei einem handgeknüpften Teppich wird diese Zeichnung Knoten für Knoten in die textile Struktur übertragen.
Die Tabriz-Tradition umfasst eine ungewöhnlich breite Mustersprache. Neben floralen Kompositionen gehören Medaillons, komplexe Figuren, Herati- und Mahi-Designs sowie bildhafte Darstellungen zu den bekannten Entwurfsbereichen. Ein Mahi-Muster arbeitet häufig mit kleineren, ineinandergreifenden Formen, während ein Medaillon den Blick stärker auf eine zentrale Figur lenkt. Diese Beispiele beschreiben die allgemeine Gestaltungstradition von Tabriz; für dieses Einzelstück ist als Muster ausschließlich floral angegeben.
Die Liebe zum Detail ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Tabriz-Entwürfe. Feine Ranken können größere Flächen miteinander verbinden, Blattformen können als rhythmische Zwischenmotive dienen, und Blüten können entlang einer symmetrischen oder fortlaufenden Ordnung erscheinen. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel der einzelnen Elemente und nicht aus einem einzelnen isolierten Zeichen. Bei einem floralen Teppich bleibt die Lesbarkeit der Pflanzenformen mit der Genauigkeit des Knüpfens verbunden.
Zum kulturellen Hintergrund der Tabriz-Muster gehören außerdem literarische und historische Einflüsse. Dichter wie Rumi, Omar Khayyam, Ferdowsi, Hafez, Fizuli und Saadi haben die persische Kunst und damit auch die Bildwelt mancher Teppiche geprägt. Weber integrierten gelegentlich Verse in Bordüren, wählten einzelne poetische Zeilen als Anregung oder stellten Figuren aus bekannten Erzählungen dar. Genannt werden unter anderem Iskander und Layla, Shirin, Majnun und Khosrau. Solche figürlichen oder schriftbezogenen Arbeiten gehören zur umfassenden Tabriz-Tradition, während dieses Stück als floral beschrieben ist.
Die florale Gestaltung lässt sich deshalb als Teil einer größeren Tabriz-Entwurfskultur verstehen. In dieser Kultur können botanische Formen streng geordnet, dicht miteinander verbunden oder als wiederkehrender Rapport angelegt sein. Entscheidend ist stets die präzise Übertragung der Vorlage in die Knüpfstruktur. Das Muster dieses Teppichs wird durch die Herkunft Tabriz und die Angabe Floral klar eingeordnet, ohne ihm ein nicht genanntes Medaillon, eine bestimmte Farbfolge oder eine figürliche Szene zuzuschreiben.
Besonderheiten
Als besondere sachliche Merkmale dieses Einzelstücks sind seine Knotendichte von 300000/Qm, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle zu nennen. Der Teppich ist handgeknüpft und floral gestaltet. Sein Zustand wird als sehr gut beschrieben; zusätzlich wird minimale Patina genannt. Eine professionelle Wäsche wurde durchgeführt. Damit verbindet die Zustandsangabe die Erhaltung des Teppichs mit einer fachgerechten Reinigung, ohne weitere Restaurierungsmaßnahmen zu behaupten.
Die Kombination aus Tabriz-Herkunft, floraler Zeichnung, handgeknüpfter Ausführung und der angegebenen Materialzusammensetzung macht die Eigenschaften dieses Teppichs eindeutig nachvollziehbar. Jede dieser Angaben bezieht sich auf das vorliegende Einzelstück und nicht lediglich auf die allgemeine Tabriz-Tradition.
FAQ
Welche historischen Wurzeln haben Tabriz-Teppiche?
Tabriz-Teppiche haben eine Geschichte, die bis ins fünfzehnte Jahrhundert zurückreicht. Tabriz liegt im Nordwesten Persiens und wurde über Jahrhunderte als politisches, kulturelles und handwerkliches Zentrum wahrgenommen. Die Stadt war mit der Safawiden- und der Qajar-Dynastie verbunden und entwickelte eine ausgeprägte Tradition städtischer Teppichwerkstätten. Meisterweber aus Tabriz wurden für ihre technische Genauigkeit und ihre vielseitigen Entwürfe bekannt. Später gelangten die Teppiche durch Händler in westliche Märkte. Auch umliegende Dörfer gehören zur weiteren Tabriz-Tradition, da dort seit langer Zeit geknüpft wird.
Was zeichnet Tabriz als Zentrum der Teppichweberei aus?
Tabriz ist besonders für seine städtische Werkstatttradition, seine erfahrenen Weber und die große Vielfalt der Muster bekannt. Anders als bei vielen nomadischen Knüpftraditionen werden die Teppiche in geordneten städtischen Arbeitsumgebungen gefertigt. Dort können komplexe Vorlagen sorgfältig umgesetzt und Details gleichmäßig ausgearbeitet werden. Die Tabriz-Tradition umfasst florale Muster, Medaillons, Herati- und Mahi-Designs sowie figürliche Darstellungen. Beim vorliegenden Teppich sind die Herkunft Tabriz und ein florales Muster angegeben. Seine handgeknüpfte Ausführung und die ausgewiesene Materialkombination gehören ebenfalls zu den beschriebenen Eigenschaften.
Welcher kulturelle Einfluss ist in Tabriz-Mustern zu finden?
Ein wichtiger kultureller Einfluss ist die persische Literatur. Dichter wie Rumi, Omar Khayyam, Ferdowsi, Hafez, Fizuli und Saadi haben die Bildwelt mancher Tabriz-Teppiche geprägt. Einige Weber verwendeten Verse oder einzelne Zeilen in Bordüren, andere stellten Figuren aus bekannten Erzählungen dar. Zu den genannten Gestalten gehören Iskander und Layla, Shirin, Majnun und Khosrau. Diese literarischen und figürlichen Bezüge gehören zur allgemeinen Gestaltungsgeschichte von Tabriz. Der vorliegende Teppich ist jedoch ausdrücklich als floral beschrieben; eine bestimmte Szene oder Inschrift wird ihm nicht zugeschrieben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








