




Perserteppich Tabriz 300 x 200 cm Wolle handgeknüpft
2130$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: über 500.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle mit Seide, Kette Baumwolle | Größe: 300 x 200 cm | Muster: Florales Muster mit Medaillon in klassischem Beige | Zustand: Gebraucht, gründlich geprüft und gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: BBB38273
Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft. Als Flor ist Wolle mit Seide angegeben, während die Kette aus Baumwolle besteht. Die Materialien übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben: Wolle bildet den wesentlichen textilen Körper des Flors, Seide kann die Oberfläche durch ihre glatte Faserstruktur und ihre besondere Lichtwirkung verfeinern, und Baumwolle dient als tragendes Material innerhalb des Grundgewebes. Die Kombination ist bei fein gearbeiteten orientalischen Teppichen eine traditionelle Möglichkeit, Oberfläche und innere Konstruktion voneinander abzustimmen.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um Kettfäden gelegt und anschließend verdichtet. Die Schussfäden stabilisieren die geknüpften Reihen und bilden gemeinsam mit der Kette das Grundgewebe. Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren und ausgerichtet, damit die Zeichnung klar erkennbar bleibt. Im Unterschied zu maschinell gefertigten Bodenbelägen entsteht ein handgeknüpfter Teppich durch zahlreiche aufeinanderfolgende Arbeitsschritte. Die Handarbeit ermöglicht es, einen gezeichneten Entwurf in kleine, genau gesetzte Farbfelder und Konturen zu übertragen.
Für diesen Teppich ist eine Knotendichte von über 500.000 Knoten pro Quadratmeter genannt. Eine hohe Knotendichte bedeutet im Allgemeinen, dass auf einer bestimmten Fläche besonders viele einzelne Knoten liegen. Dadurch können Kurven, Blätter, Blüten und andere kleine Ornamente eng gegliedert dargestellt werden. Die Knotenzahl allein beschreibt jedoch nicht die gesamte Qualität eines Teppichs; auch die Gleichmäßigkeit der Knüpfung, die Ausarbeitung des Entwurfs, die verwendeten Fasern und die sorgfältige Fertigstellung spielen bei der fachlichen Betrachtung eine Rolle.
Die Florhöhe beträgt sieben Millimeter. Eine solche Angabe beschreibt die Länge des sichtbaren Flors und ist von der Knotendichte zu unterscheiden. Die Knotendichte betrifft die Zahl der Knoten innerhalb einer Fläche, während die Florhöhe die Höhe der aufgerichteten Fasern bezeichnet. Wolle mit Seide kann dadurch sowohl eine textile, griffige Wirkung als auch eine glattere Lichtreflexion zeigen. Die Baumwollkette bleibt überwiegend Teil des inneren Aufbaus und ist nicht mit dem sichtbaren Flor gleichzusetzen.
Die handwerkliche Verarbeitung eines Tabriz-Teppichs beruht traditionell auf einer Vorlage oder einer sorgfältig geplanten Musterzeichnung. Knüpfer setzen die einzelnen Knoten in farblich abgestimmten Bereichen und orientieren sich an den Konturen des Entwurfs. Nach jeder Arbeitsphase wird die Oberfläche kontrolliert, damit die Linienführung und die Wiederholung der Motive zusammenpassen. Die bei diesem Stück genannte hohe Knotendichte, der Woll-Seiden-Flor, die Baumwollkette und die angegebene Florhöhe bilden gemeinsam sein technisches Profil.
Herkunft und Tradition
Tabriz liegt im Nordwesten Irans und ist die Hauptstadt der Provinz Ost-Aserbaidschan. Die Stadt gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Ihre Lage in einer historisch bedeutenden Handelsregion begünstigte den Austausch von Wolle, Seide, Farbstoffen, Musterzeichnungen und handwerklichem Wissen. Aus diesem Umfeld entwickelte sich eine urbane Teppichtradition, die unterschiedliche Kompositionsformen und eine präzise Ausführung miteinander verbindet.
Die Geschichte persischer Teppiche reicht weit zurück. Eine besonders wichtige Entwicklungsphase war die Safawidenzeit, in der Teppiche an Höfen und in wohlhabenden Haushalten als Gebrauchsgegenstände, repräsentative Ausstattung und eigenständige Kunstwerke geschätzt wurden. In dieser Epoche wurden Entwürfe mit zentralen Medaillons, stilisierten Pflanzen, Ranken und gegliederten Bordüren weiterentwickelt. Viele spätere Stadtteppiche greifen auf diese Bildsprache zurück, ohne dass jeder einzelne Entwurf identisch mit einem historischen Vorbild sein muss.
Tabriz war und ist ein Ort, an dem Zeichner, Färber, Knüpfer und Händler zusammenwirken. Die Arbeit an einem Teppich beginnt traditionell mit der Planung der Komposition. Eine Musterzeichnung kann die Anordnung des Mittelfeldes, die Proportionen eines Medaillons, die Richtung der Ranken und den Aufbau der Bordüren festlegen. Die Knüpfer übertragen diese Vorgaben anschließend in eine textile Struktur. Bei komplexen Entwürfen ist eine enge Abstimmung zwischen Zeichnung und Ausführung erforderlich, damit die Symmetrie und die feinen Übergänge erhalten bleiben.
Die Bezeichnung Tabriz verweist bei diesem Teppich auf die persische Herkunft. Sie ist nicht lediglich ein Hinweis auf ein beliebiges florales Motiv, sondern ordnet das Stück einer iranischen regionalen und städtischen Knüpftradition zu. Tabriz-Teppiche können verschiedene Muster, Farben und Materialkombinationen aufweisen. Gemeinsam ist ihnen nicht ein einziges verbindliches Ornament, sondern die Einordnung in eine traditionsreiche Werkstatt- und Handelslandschaft, in der genaue Zeichnung und differenzierte Ausführung eine wichtige Rolle spielen.
In der iranischen Teppichkultur werden Musterwissen und technische Verfahren über Generationen weitergegeben. Gleichzeitig werden Entwürfe an neue Räume, Farbvorlieben und textile Möglichkeiten angepasst. Die Verwendung von Wolle, Seide und Baumwolle lässt sich im Zusammenhang mit dieser langen Materialtradition verstehen. Wolle ist für den Flor wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer guten Farbaufnahme verbreitet. Seide wird wegen ihrer feinen Faser und ihrer reflektierenden Oberfläche eingesetzt. Baumwolle eignet sich als gleichmäßiges Material für Kette und Grundgewebe.
Stadtteppiche aus Tabriz werden häufig mit einer klaren Zeichnung und einer sorgfältig gegliederten Fläche verbunden. Das bedeutet nicht, dass alle Stücke gleich aussehen. Vielmehr können zentrale Medaillonmuster, durchlaufende Blumenfelder, Gebetsentwürfe oder andere traditionelle Kompositionen vorkommen. Die regionale Tradition zeigt sich im Zusammenspiel von Entwurf, Knüpftechnik, Materialwahl und handwerklicher Organisation. Genau dieses Zusammenspiel bildet den kulturellen Hintergrund für den hier beschriebenen Tabriz Perserteppich.
Die persische Teppichherstellung ist zudem eng mit der Weiterentwicklung von Färbetechniken verbunden. Historisch wurden natürliche Farbstoffe aus Pflanzen, Insekten und Mineralien verwendet; später kamen weitere Färbemittel hinzu. Für die Wirkung eines Teppichs ist nicht nur der einzelne Farbton wichtig, sondern auch seine Abstufung, seine Verteilung und sein Verhältnis zu den übrigen Farben. Ein klassisches Beige kann in einer Komposition als verbindender Grundton auftreten und den Wechsel zwischen Medaillon, floralem Feld und Rahmung unterstützen.
Design und Muster
Das Design dieses Teppichs ist als florales Muster mit Medaillon in klassischem Beige beschrieben. Ein Medaillon bildet in der Regel das visuelle Zentrum einer Komposition. Es kann rund, oval, polygonal oder aus mehreren ineinandergreifenden Formen aufgebaut sein. Um dieses Zentrum werden häufig Blüten, Blätter und geschwungene Ranken angeordnet. Die floralen Elemente stellen Verbindungen zwischen dem Mittelpunkt und den umgebenden Feldern her und geben der gesamten Fläche einen wiederkehrenden Rhythmus.
Florale Muster gehören zu den wichtigsten Themen der persischen Teppichgestaltung. Ihre Formen sind meist stilisiert und ornamentale Übersetzungen von Pflanzen, nicht naturwissenschaftliche Abbildungen einzelner Gewächse. Eine Blüte kann mehrfach in unterschiedlichen Größen erscheinen, Blätter können spiegelbildlich oder rhythmisch versetzt angeordnet werden, und Ranken können die Blickrichtung innerhalb des Feldes bestimmen. Durch diese Regeln entsteht eine idealisierte Garten- und Pflanzenwelt, die auf Ordnung, Wiederholung und ausgewogene Verteilung ausgerichtet ist.
Die Idee des Gartens besitzt in der persischen Kultur eine lange Bedeutung. Der Garten kann als geordneter, geschützter Raum verstanden werden, in dem Wasserläufe, Wege und Pflanzen eine harmonische Einheit bilden. Teppichentwürfe greifen diese Vorstellung häufig in abstrakter Form auf. Dabei wird die Natur nicht direkt kopiert, sondern in ein System aus geometrischer Ordnung und vegetabiler Bewegung überführt. Ein Medaillon kann den Mittelpunkt markieren, während die floralen Motive den übrigen Raum beleben und zusammenhalten.
Die Farbangabe klassisches Beige beschreibt die Grundwirkung dieses konkreten Stücks. Beige kann eine zurückhaltende, warme Fläche bilden und den floralen Zeichnungen einen ruhigen Hintergrund geben. In Verbindung mit einem Medaillon entsteht eine Komposition, bei der das Auge zwischen Zentrum und Umgebung wechseln kann. Die Farbe ist dabei nicht vom Muster zu trennen: Helligkeit und Kontrast beeinflussen, wie deutlich Konturen, Blüten und Ranken wahrgenommen werden. Die konkrete Beschreibung nennt Beige als klassisches Farbfeld und nicht eine frei erfundene Palette weiterer Farbtöne.
Eine dichte Knüpfung unterstützt bei floralen Entwürfen die Darstellung kleiner Einzelheiten. Kurven können in feineren Abstufungen angelegt werden, und die Konturen von Blättern oder Blüten lassen sich genauer voneinander abgrenzen. Auch bei einem zentralen Medaillon ist die Beziehung zwischen innerer Zeichnung, äußerem Umriss und umliegenden Ranken wichtig. Je besser die einzelnen Bereiche aufeinander abgestimmt sind, desto klarer erscheint die Gesamtkomposition. Die Knotendichte ist deshalb ein technisches Mittel zur Umsetzung eines detaillierten Entwurfs, nicht selbst das Muster.
Die Gestaltung eines persischen Stadtteppichs wird häufig durch mehrere Ebenen aufgebaut. Auf ein Mittelfeld können Zwischenbordüren und eine Hauptbordüre folgen. Diese rahmen das Zentrum und geben dem Teppich einen Abschluss. Bei floralen Mustern können die Motive innerhalb der Bordüren kleiner und regelmäßiger wiederholt werden als im Mittelfeld. Welche Bordüren und Einzelornamente ein bestimmtes Stück besitzt, muss am jeweiligen Teppich betrachtet werden. Für dieses Stück sind ausdrücklich das florale Muster, das Medaillon und die klassische beige Farbwirkung genannt.
Die Wirkung des Designs verändert sich mit dem Abstand. Aus der Nähe treten einzelne Knoten, Materialunterschiede und feine Linien hervor. Von weiter entfernt verbindet sich die Vielzahl der kleinen Formen zu einem zusammenhängenden Gesamtbild. Diese doppelte Lesbarkeit ist eine typische Stärke fein gezeichneter Teppichmuster. Sie erklärt auch, warum eine hohe Knotendichte bei komplexen floralen Kompositionen eine technische Bedeutung hat: Sie schafft mehr Möglichkeiten für die gestalterische Unterteilung der Fläche.
Besonderheiten
Der Teppich ist gebraucht und wurde gründlich geprüft und gewaschen. Diese Angaben beschreiben den dokumentierten Zustand und die durchgeführte Aufbereitung. Als weitere Besonderheit ist seine Eignung für Fußbodenheizung genannt. Die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus Wolle mit Seide, die Baumwollkette, die Florhöhe von sieben Millimetern und die Knotendichte von über 500.000 Knoten pro Quadratmeter ergänzen die Beschreibung dieses einzelnen Stücks.
Für die Nutzung auf Fußbodenheizung wird eine moderate Heiztemperatur empfohlen. Bei der Pflege sollte der Teppich regelmäßig mit einer sanften Bürste abgesaugt werden. Flecken sollten möglichst zeitnah behandelt werden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann die sachgerechte Pflege unterstützen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Die Pflegehinweise sind besonders bei einem Flor mit Seidenanteil und bei einer gebrauchten, bereits gewaschenen Ware mit der nötigen Sorgfalt anzuwenden.
FAQ
Wie pflege ich den Tabriz Perserteppich?
Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich Staubsaugen mit einer sanften Bürste. Dadurch wird loser Schmutz entfernt, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Flecken sollten sofort behandelt werden, weil eingedrungene Verschmutzungen schwieriger zu entfernen sind. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre unterstützt die gründliche Pflege. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht unnötig verblassen. Da der Flor aus Wolle mit Seide besteht, sind aggressive Reinigungsmittel, starke Reibung und harte Bürsten zu vermeiden. Bei größeren Flecken oder Unsicherheit über das geeignete Verfahren ist eine Fachreinigung die sichere Wahl.
Woran erkenne ich, ob der Teppich echt ist?
Die Echtheit eines Teppichs sollte nicht anhand eines einzigen sichtbaren Merkmals beurteilt werden. Bei diesem Stück sind die handgeknüpfte Ausführung, die Knotendichte von über 500.000 Knoten pro Quadratmeter, der Flor aus Wolle mit Seide und die Herkunftsbezeichnung Tabriz relevante Angaben. Zusätzlich können Zertifikate und Kaufnachweise eines Fachhändlers bei der Einordnung helfen. Für eine verbindliche Prüfung müssen Material, Rückseite, Knotenstruktur, Muster, Farben und Verarbeitung gemeinsam untersucht werden. Eine fachkundige Begutachtung kann außerdem unterscheiden, ob die regionale Bezeichnung, die technische Ausführung und die verwendeten Materialien zusammenpassen.
Kann ich den Teppich in Räumen mit Fußbodenheizung verwenden?
Ja, dieser Perserteppich ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Die Heiztemperatur sollte moderat bleiben, damit das textile Material keiner unnötig hohen Wärmebelastung ausgesetzt wird. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung und eine gute Belüftung des Raumes sind für die Nutzung hilfreich. Der Teppich sollte weiterhin regelmäßig schonend gepflegt werden. Falls sich Veränderungen an Flor, Farbe oder Untergrund zeigen, sollte die Heizung überprüft und fachlicher Rat eingeholt werden. Die Eignung für Fußbodenheizung ist ausdrücklich als Besonderheit dieses Teppichs angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












