Perserteppich Tabriz 280 x 182 cm Korkwolle handgeknüpft

2839$

Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 500.000 Knoten/m² | Material: Flor Korkwolle, Kette Baumwolle | Größe: 280×182 cm² | Muster: Orientalisch | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 62991332

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Korkwolle, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Damit sind die beiden im Produkt angegebenen textilen Bestandteile klar benannt: Die Korkwolle bildet die sichtbare, knotengebundene Oberfläche, und die Baumwolle dient als Grundlage der Knoten. Die Ausführung als handgeknüpfter Teppich verweist auf eine Herstellung, bei der die einzelnen Knoten von Hand in die Kette eingebracht werden. Anschließend wird die Reihe verdichtet und der Flor gleichmäßig bearbeitet. So entsteht ein textiles Gewebe, dessen Muster aus der Folge der einzelnen Knoten hervorgeht.

Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Grundgerüst während der Arbeit Schritt für Schritt aufgebaut. Die Kette hält die Längsrichtung des Gewebes, während Schussfäden und Knoten die Fläche stabilisieren. Die verwendete Korkwolle gehört zur Wolle und wird als Flor sichtbar und fühlbar. Baumwolle in der Kette ist im vorliegenden Stück ausdrücklich ausgewiesen. Die Kombination aus Korkwolle und Baumwolle verbindet somit eine wollene Nutzschicht mit einem andersartigen, textilen Träger. Über die konkrete Färbung der einzelnen Fasern oder über weitere Bestandteile macht die Beschreibung keine Angaben.

Die handwerkliche Verarbeitung lässt sich auch an der genannten Knotendichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter einordnen. Eine hohe Knotenzahl erlaubt grundsätzlich eine eng gegliederte Oberfläche und die Ausarbeitung feiner Konturen. Sie beschreibt die Dichte der handgeknüpften Struktur, nicht die Größe oder ein bestimmtes Motiv dieses Teppichs. Der Herstellungszeitraum liegt zwischen 1970 und 1979. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Für die Pflege wird eine professionelle Reinigung empfohlen.

Herkunft und Tradition

Tabriz, auch Täbriz genannt, liegt im Nordwesten Irans und zählt zu den bekannten Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiger Ort des Handels, des kulturellen Austauschs und des Kunsthandwerks. Ihre Lage an historischen Verkehrswegen begünstigte den Austausch von Mustern, Materialien und technischen Kenntnissen. Dadurch entwickelte sich in Tabriz eine vielseitige Teppichtradition, die unterschiedliche Einflüsse aufnehmen und in eigenständige Entwürfe überführen konnte.

Die Geschichte der Tabrizer Knüpfkunst wird häufig bis in das 16. Jahrhundert zurückgeführt. In dieser Zeit gewann Tabriz als Zentrum persischer Kunst und Kultur an Bedeutung. Teppiche standen dabei nicht isoliert neben anderen Kunstformen, sondern gehörten zu einer größeren Tradition von Ornament, Zeichnung und farblicher Gestaltung. Muster wurden geplant, wiederholt, verfeinert und an die Möglichkeiten der Knüpftechnik angepasst. Die Region ist daher mit Teppichen verbunden, bei denen eine präzise Zeichnung und eine differenzierte Gliederung der Fläche eine wichtige Rolle spielen.

Typisch für Tabriz ist nicht ein einziges, unveränderliches Muster. Vielmehr umfasst die regionale Tradition eine breite Palette an Entwürfen. Medaillons, gegliederte Felder, florale Ranken, Boteh-Formen und geometrisch strukturierte Kompositionen können in Tabrizer Teppichen vorkommen. Auch Gebetsmotive und historisch inspirierte Darstellungen gehören zum bekannten Formenschatz. Welche dieser Möglichkeiten verwendet wird, hängt vom jeweiligen Entwurf ab. Bei diesem Teppich ist das Muster als orientalisch bezeichnet; eine detailliertere Motivbezeichnung ist nicht angegeben.

Die Tabrizer Tradition ist außerdem mit einer feinen und dichten Knüpfarbeit verbunden. Eine hohe Knotendichte unterstützt die Wiedergabe kleiner Linien, abgestufter Konturen und eng gesetzter Ornamente. Die Gestaltung entsteht nicht allein durch die Zeichnung, sondern ebenso durch die sorgfältige Abstimmung von Knoten, Flor und Farbe. In der persischen Teppichkunst werden solche Eigenschaften über Generationen weitergegeben, wobei regionale Werkstätten zugleich neue Farbstimmungen und zeitgemäße Kompositionen aufnehmen können.

Der vorliegende Teppich stammt aus Iran und gehört damit zur persischen Teppichtradition. Sein Herstellungszeitraum von 1970 bis 1979 ordnet ihn einer modernen Phase dieser langen Entwicklung zu. Das bedeutet nicht, dass er außerhalb der regionalen Tradition steht. Auch im 20. Jahrhundert wurden überlieferte Techniken, vertraute Entwurfsideen und die handwerkliche Organisation der Tabrizer Produktion weiter genutzt. Die Bezeichnung Tabriz verweist deshalb sowohl auf den iranischen Ursprung als auch auf den kunsthandwerklichen Zusammenhang, in dem solche Teppiche entstehen.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als orientalisch beschrieben. Diese Bezeichnung weist auf eine Gestaltung hin, die in der Tradition orientalischer Teppiche steht, ohne ein einzelnes Medaillon, eine bestimmte Bordüre oder ein konkret benanntes Dekor festzulegen. Eine solche sachliche Einordnung lässt Raum für die Vielfalt, die mit Tabrizer Entwürfen verbunden ist. Charakteristisch für die Region ist die Verbindung einer klaren Gesamtordnung mit fein ausgearbeiteten Einzelheiten.

In Tabrizer Musterwelten finden sich häufig florale Motive. Ranken können ein Feld verbinden, Blüten können als wiederkehrende Akzente erscheinen, und Blätter können den Rhythmus einer Komposition bestimmen. Daneben spielen geometrische Strukturen eine wichtige Rolle. Linien, Achsen und symmetrische Anordnungen geben einem Entwurf Halt, während kleinere Ornamente die Fläche beleben. Diese allgemeinen Gestaltungsmöglichkeiten erklären die stilistische Bandbreite der Region; sie sind keine zusätzliche Behauptung über ein einzelnes, nicht näher beschriebenes Motiv dieses Stücks.

Die Farbgebung des Teppichs ist mehrfarbig. Mehrfarbigkeit kann in der persischen Teppichkunst dazu dienen, Vordergrund und Hintergrund zu unterscheiden, Ränder zu gliedern und ornamentale Übergänge sichtbar zu machen. Tabrizer Werkstätten sind für die Verwendung abgestufter Farbtöne und für ein sorgfältiges Zusammenspiel von Grund- und Akzentfarben bekannt. Wie die einzelnen Farbtöne auf diesem Teppich verteilt sind, wird in der Produktbeschreibung nicht näher ausgeführt. Fest steht die Einordnung als mehrfarbig und orientalisch.

Viele orientalische Teppichmotive werden traditionell nicht nur als dekorative Formen verstanden. Blüten, Ranken und geordnete geometrische Zeichen können in verschiedenen Überlieferungen mit Glück, Wohlstand, Schutz oder Harmonie verbunden werden. Solche Deutungen gehören zur allgemeinen Symbolsprache der Teppichkunst und müssen nicht auf ein bestimmtes Zeichen in diesem Teppich bezogen werden. Die Wirkung eines Musters ergibt sich zudem aus dem Verhältnis von Wiederholung, Rhythmus, Farbkontrast und freier Fläche.

Ein Tabrizer Entwurf wird beim Knüpfen nicht gemalt, sondern Knoten für Knoten aufgebaut. Dadurch erhalten Linien und Konturen ihre Form aus der handwerklichen Ausführung. Eine dichte Knüpfstruktur kann feinere Übergänge und kleinere Ornamente ermöglichen, während die Farbfolge die Lesbarkeit des Gesamtentwurfs beeinflusst. In dieser Verbindung von Zeichnung, Material und Technik liegt ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Gestaltungstradition. Der vorliegende Teppich verbindet die Angaben orientalisches Muster und mehrfarbige Ausführung mit dieser Tabrizer Formensprache, ohne dass ein spezieller Dekortyp behauptet wird.

Besonderheiten

Zu den ausgewiesenen Besonderheiten gehören die handgeknüpfte Ausführung, die Korkwolle im Flor und die Baumwolle in der Kette. Hinzu kommt die genannte Knotendichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ist ein Merkmal der konstruktiven Feinheit und kann die Darstellung kleiner Musterdetails unterstützen. Sie ist zugleich ein Hinweis auf die aufwendige handwerkliche Arbeit, aus der die Oberfläche aufgebaut ist.

Der Teppich wurde im Zeitraum von 1970 bis 1979 hergestellt und wird als sehr gut erhalten beschrieben. Seine Farbgebung ist mehrfarbig, sein Muster orientalisch. Die Pflege ist grundsätzlich unkompliziert beschrieben; für eine gründliche Behandlung wird dennoch eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Regelmäßiges Staubsaugen, der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und die schnelle Entfernung von Flecken gehören zu einer sachgerechten Pflege. Die Kombination aus traditioneller Handknüpfung, ausgewiesenen Materialien und regionaler Herkunft macht die Einordnung dieses Stücks nachvollziehbar.

FAQ

Wie pflege ich meinen Tabriz Perserteppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor festsetzen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil eine langfristige, intensive Lichteinwirkung die Farben eines Teppichs beeinflussen kann. Frische Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch behandelt, ohne sie stark zu reiben. Für eine gründliche und materialgerechte Reinigung wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Diese Empfehlung ist besonders sinnvoll, wenn die Verschmutzung tiefer in den handgeknüpften Flor eingedrungen ist oder eine umfassende Pflege erforderlich wird.

Ist dieser Teppich für Fußbodenheizungen geeignet?

Ja, der Tabriz Perserteppich kann auf einer Fußbodenheizung verlegt werden. Die verwendeten Materialien werden als unempfindlich gegenüber Wärme beschrieben. Trotzdem sollte die Heizung nicht mit unnötig hohen Temperaturen betrieben werden. Eine maßvolle Einstellung unterstützt die langfristige Erhaltung des Teppichs und sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig durch den textilen Aufbau wirken kann. Bei der Verlegung sollte der Teppich flach und sicher liegen, damit die handgeknüpfte Fläche ihre vorgesehene Funktion im Raum erfüllt.

Wo kann ich den Teppich am besten einsetzen?

Der Teppich eignet sich für verschiedene Wohn- und Arbeitsbereiche. Im Wohnzimmer kann sein mehrfarbiges, orientalisches Muster eine klar abgegrenzte textile Fläche bilden. Auch im Schlafzimmer oder in einem Arbeitszimmer lässt sich ein Tabriz Teppich einsetzen. Die regionale Gestaltungstradition verbindet dekorative Ordnung mit einer handwerklich geprägten Oberfläche und kann sich deshalb in unterschiedliche Einrichtungsstile einfügen. Die konkrete Platzierung richtet sich nach der vorhandenen Raumaufteilung und der gewünschten Nutzung. Wichtig ist ein ebener Untergrund sowie eine Pflege, die dem handgeknüpften Flor aus Korkwolle entspricht.

Zusätzliche Informationen
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