









Perserteppich Tabriz 205×150 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
2406$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 400 bis 450.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle mit Seide | Größe: 205×150 cm | Muster: Heriz Design | Zustand: Neu mit Etikett
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 21A71411
Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% reiner Schurwolle mit Seide. Die Kombination dieser beiden Materialien verbindet die textile Fülle der Wolle mit der glatteren und lichtreflektierenden Wirkung der Seide. Der Flor erhält dadurch eine differenzierte Oberfläche, in der sich je nach Lichteinfall verschiedene Strukturen und Nuancen zeigen können. Die Angaben zur Materialzusammensetzung beziehen sich auf den Flor. Eine zusätzliche Angabe zur Kette liegt nicht vor.
Die Herstellung als handgeknüpfter Teppich bedeutet, dass die Knoten einzeln von Hand um die Kettfäden gelegt werden. Nach jeder Reihe werden Schussfäden eingetragen, um die Konstruktion zu stabilisieren. Die Oberfläche wird anschließend geschoren und ausgearbeitet, damit das geplante Muster sichtbar wird. Dieses Verfahren unterscheidet einen handgeknüpften Teppich grundsätzlich von einem maschinell gefertigten Bodenbelag. Das Muster entsteht nicht durch einen aufgedruckten Dekor, sondern durch die Anordnung der farbigen Garne innerhalb der Teppichstruktur.
Die im Angebot angegebene Knotendichte beschreibt eine sehr feine Ausarbeitung. Eine dichte Knüpfung erlaubt es, Linien, Konturen und kleine Ornamente enger zu setzen. Bei persischen Stadteppichen wird der Entwurf häufig auf einer detaillierten Vorlage vorbereitet. Die Knüpfer übertragen diese Zeichnung in vielen einzelnen Arbeitsschritten auf den Knüpfgrund. Dabei wirken Knotengröße, Garnstärke, Spannung der Kette und die spätere Schur des Flors zusammen. Die technische Feinheit beeinflusst deshalb sowohl die Zeichnung als auch die Haptik der fertigen Oberfläche.
Schurwolle wird bei Orientteppichen wegen ihrer belastbaren und zugleich elastischen Faser geschätzt. Sie kann die für einen Flor typische angenehme Griffigkeit und eine natürliche Oberflächenbewegung geben. Seide wird in persischen Teppichen häufig dort eingesetzt, wo feinere Details oder eine stärker glänzende Wirkung gewünscht sind. Bei einem Flor aus Wolle mit Seide ergänzen sich diese Eigenschaften, ohne dass die beiden Materialien ihre jeweils eigene textile Wirkung verlieren.
Das Stück wird als neu mit Etikett geführt. Außerdem ist es für Fußbodenheizung geeignet. Diese Angaben gehören zur Beschreibung dieses konkreten Teppichs. Die handgeknüpfte Herstellungsart, die Materialangabe und die beschriebene Beschaffenheit bleiben dabei voneinander zu unterscheiden: Die Materialien bestimmen den Flor, die Knüpftechnik bestimmt den Aufbau, und der angegebene Zustand beschreibt die Verkaufssituation.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Tabriz im Iran. Tabriz liegt im Nordwesten des Landes und gehört zu den bedeutenden historischen Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über viele Jahrhunderte ein Handels- und Kulturplatz zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und den westlichen Handelswegen. Durch diese Lage kamen unterschiedliche Formen der Ornamentik, Materialien und handwerkliche Kenntnisse zusammen. Die städtische Teppichproduktion entwickelte daraus eine vielseitige und präzise Werkstatttradition.
Tabrizer Teppiche werden im Allgemeinen mit einer sorgfältig geplanten Zeichnung und einer feinen Ausführung verbunden. In einer städtischen Werkstatt entsteht der Entwurf häufig vor dem eigentlichen Knüpfen. Er legt die Proportionen des Innenfeldes, die Anordnung der Bordüren und die Stellung der einzelnen Ornamente fest. Ein solcher Entwurf kann ein Medaillon, ein florales Rankenwerk, ein durchgehendes Muster oder eine streng gegliederte Komposition vorsehen. Die Aufgabe der Knüpfer besteht darin, die zweidimensionale Vorlage in eine textile Oberfläche zu übertragen.
Die Tradition von Tabriz ist nicht auf ein einziges Motiv beschränkt. Verschiedene klassische persische Muster werden in der Region in unterschiedlichen Werkstattstilen ausgeführt. Florale Zeichnungen, Ranken, Rosetten, Blattformen und geometrische Elemente können miteinander verbunden werden. Auch die Bordüre besitzt eine wichtige gestalterische Funktion. Sie fasst das Innenfeld ein, schafft einen Übergang zum Rand und kann die zentrale Komposition durch kleinere Gegenmotive ergänzen. Die klare Gliederung bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil vieler Tabrizer Entwürfe.
Die Bezeichnung 50 Raj wird im Teppichhandel zur Einordnung einer feinen Tabrizer Knüpfung verwendet. Raj ist eine traditionelle Bezeichnung, die sich auf die Feinheit beziehungsweise die Knotenzahl innerhalb einer festgelegten Strecke bezieht. Sie ist daher keine Herkunftsangabe und kein Materialbegriff. Eine höhere Feinheit schafft grundsätzlich mehr Möglichkeiten für kleine Konturen, eng gesetzte Ranken und differenzierte Nebenmotive. Die Bezeichnung erklärt somit den Zusammenhang zwischen technischer Ausarbeitung und der Fähigkeit, einen kleinteiligen Entwurf klar wiederzugeben.
Im ausführlichen Produkttext wird das Stück zusätzlich als Tabriz 50 Mahi bezeichnet. Mahi ist im Zusammenhang mit persischer Ornamentik eine Bezeichnung für eine bekannte Motivform, die häufig als kleine, fischähnlich wirkende Blattform verstanden wird. Solche Motive können in Ranken, Rapporten oder dicht gegliederten Musterfeldern erscheinen. Für dieses Angebot ist zugleich ausdrücklich Heriz Design als Muster angegeben. Die Begriffe Tabriz, 50 Raj, 50 Mahi und Heriz Design erfüllen daher unterschiedliche Funktionen: Tabriz bezeichnet die Herkunft, Raj die feine Knüpfung, Mahi eine im Text genannte Designbezeichnung und Heriz Design das angegebene Muster.
Die Geschichte der persischen Stadteppiche ist eng mit dem Austausch zwischen Entwerfern, Färbern und Knüpfern verbunden. Ein Muster wird nicht nur durch seine Linien bestimmt, sondern auch durch die Wirkung von Garn, Farbe, Knotung und Flor. Die Werkstatttradition von Tabriz verbindet diese Bereiche in einer kontrollierten Gesamtkomposition. Dabei bleibt die Arbeit handwerklich geprägt: Die Vorlage sorgt für Ordnung, während das einzelne Knoten und die Verarbeitung der Garne die textile Oberfläche entstehen lassen.
Im weiteren Umfeld der persischen Teppichkunst werden auch Heriz, Qom, Nain, Isfahan, Kerman und Kashan als eigenständige Herkunfts- oder Stiltraditionen genannt. Heriz ist für markante, häufig geometrisch gefasste Kompositionen bekannt. Qom wird mit feinen, oft floral geprägten Entwürfen verbunden. Nain, Isfahan, Kerman und Kashan besitzen jeweils eigene Entwicklungen hinsichtlich Zeichnung, Farbwirkung und Werkstattpraxis. Diese Namen erläutern die Vielfalt persischer Teppiche, ersetzen aber nicht die Herkunftsangabe dieses Stücks. Der vorliegende Teppich ist ein Tabriz Perserteppich aus dem Iran.
Design und Muster
Als Muster ist Heriz Design angegeben. Heriz-Muster gehören zu den bekannten Bildsprachen der persischen Teppichkunst. Sie werden häufig durch ein deutliches Zentrum, kräftig geführte Konturen und eine ausgewogene Verbindung von geometrischen und floralen Formen geprägt. Ein zentrales Medaillon kann von Eckornamenten, Ranken und einer umlaufenden Bordüre begleitet werden. Auch stärker durchgehende Muster mit wiederholten Blättern, Blüten oder stilisierten Nebenmotiven sind in dieser Tradition verbreitet.
Die Wirkung eines Heriz-Entwurfs entsteht aus dem Verhältnis von geraden Linien und geschwungenen Formen. Geometrische Umrisse geben den Ornamenten eine klare Begrenzung, während Ranken und Blätter die Komposition beleben. Die Motive sind häufig so angeordnet, dass die Blickführung vom Zentrum über die Ecklösungen bis in die Bordüre reicht. Eine sorgfältige Symmetrie sorgt für Zusammenhalt, ohne dass jedes Detail völlig gleichförmig erscheinen muss. Bei einem handgeknüpften Teppich wird der geplante Entwurf durch die individuelle Ausführung der Knoten in eine lebendige Oberfläche übertragen.
Die Produktbeschreibung ordnet den Stil als traditionell orientalisch beziehungsweise persisch ein. Diese Einordnung beschreibt die Gestaltungssprache und nicht eine zusätzliche Produktionsregion. Ein persisches Muster kann nach einer anderen Region benannt sein, ohne dass sich dadurch die Herkunft des Teppichs ändert. In diesem Fall ist Tabriz die angegebene Herkunft im Iran, während Heriz Design die angegebene Musterbezeichnung ist. Diese Unterscheidung ist bei der Beschreibung orientalischer Teppiche besonders wichtig.
Die feine Knüpfung unterstützt die Darstellung kleiner Musterteile. Linien können dichter nebeneinander liegen, Konturen lassen sich in mehreren Stufen ausarbeiten, und kleinere Füllornamente können innerhalb größerer Formen Platz finden. Die Schurwolle gibt dem Flor eine textile Dichte und eine eher matte, natürliche Garnwirkung. Seide kann einzelne Bereiche durch eine glattere Oberfläche und einen veränderten Lichteinfall differenzieren. Das Muster wird dadurch nicht auf die Oberfläche aufgetragen, sondern durch die verwendeten Garne konstruiert.
Der Name Mahi, der im ausführlichen Produkttext zusammen mit Tabriz verwendet wird, verweist auf eine weitere persische Designbezeichnung. In der Teppichsprache können Mahi-Motive als kleine, fischähnlich gelesene Blattformen auftreten, die in Ranken oder wiederholten Rapporten angeordnet werden. Da die Quelle gleichzeitig Heriz Design als Muster nennt, müssen beide Angaben nebeneinander bestehen bleiben. Aus der Mahi-Bezeichnung darf keine andere Herkunft abgeleitet werden. Die Musterangaben beschreiben unterschiedliche Aspekte der Gestaltung, während Tabriz den Ursprung des konkreten Teppichs bezeichnet.
Zu einer klassischen Teppichkomposition gehören neben dem Hauptfeld auch Nebenfelder und Bordüren. Eine äußere Bordüre kann ein Innenmuster einfassen und die Gesamtfläche optisch ordnen. Schmalere Nebenbordüren dienen als Übergang und wiederholen oft einzelne Formen des Hauptfeldes. Die genaue Wirkung hängt von der Zeichnung, der Farbverteilung und der handwerklichen Ausführung ab. Bei diesem Stück sind die genannten Musterangaben Heriz Design und Tabriz 50 Mahi; weitere konkrete Farbnamen oder einzelne Bildmotive sind in der Quelle nicht genannt und werden deshalb nicht ergänzt.
Besonderheiten
Zu den dokumentierten Eigenschaften dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Tabriz im Iran, die handgeknüpfte Herstellung und der Flor aus 100% reiner Schurwolle mit Seide. Angegeben sind außerdem eine feine Knotendichte, eine Florhöhe von 1,00 cm, der Zustand neu mit Etikett sowie die Eignung für Fußbodenheizung. Als Muster ist Heriz Design vermerkt. Diese Angaben beschreiben das konkrete Stück und werden nicht durch allgemeine Eigenschaften anderer Tabrizer oder Heriz-Teppiche ersetzt.
Besonders ist die Verbindung mehrerer klar benannter Ebenen: Tabriz steht für die iranische Herkunft, 50 Raj für die im Titel genannte feine Knüpfung, 50 Mahi für eine zusätzliche Bezeichnung aus dem ausführlichen Text und Heriz Design für das angegebene Muster. Material und Technik ergänzen diese Einordnung. Der Teppich ist damit als handgeknüpfter Perserteppich aus Tabriz mit einem Flor aus reiner Schurwolle und Seide beschrieben. Weitere Angaben zu Farben, Signatur, Alter oder Provenienz liegen nicht vor.
FAQ
Wie pflege ich den Tabriz Perserteppich richtig?
Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. So lassen sich lose Verschmutzungen entfernen, ohne den Flor unnötig durch rotierende oder harte Bürsten zu beanspruchen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Die betroffene Stelle wird vorsichtig abgetupft, statt sie kräftig zu reiben. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann zur gründlichen Pflege sinnvoll sein. Da der Flor aus reiner Schurwolle mit Seide besteht, sollte eine Reinigung die unterschiedlichen Eigenschaften beider Materialien berücksichtigen. Starke Nässe, aggressive Reinigungsmittel und ungeeignete Hausmittel sind zu vermeiden.
Woher stammt dieser Perserteppich?
Dieser Perserteppich stammt aus Tabriz im Iran. Tabriz ist eine historische Teppichstadt mit einer ausgeprägten städtischen Werkstatttradition. Die Region ist für sorgfältig gezeichnete und fein handgeknüpfte persische Teppiche bekannt. Die Produktbeschreibung nennt den Teppich Tabriz 50 Raj und bezeichnet ihn im ausführlichen Text zusätzlich als Tabriz 50 Mahi. Als Muster ist Heriz Design angegeben. Diese Musterbezeichnung ändert die Herkunft nicht. Es handelt sich um einen Tabriz Perserteppich aus dem Iran, nicht um einen Teppich aus Heriz.
Welche Vorteile bietet ein handgeknüpfter Teppich?
Ein handgeknüpfter Teppich wird Knoten für Knoten aufgebaut und erhält dadurch eine eigenständige textile Struktur. Die feine angegebene Knüpfung unterstützt eine detaillierte Zeichnung, während die Verbindung aus reiner Schurwolle und Seide unterschiedliche Oberflächenwirkungen ermöglicht. Handarbeit unterscheidet den Teppich von einem maschinell gefertigten Belag, dessen Struktur industriell wiederholt wird. Bei diesem Stück kommen die Tabrizer Herkunft, das angegebene Heriz Design, der neue Zustand mit Etikett und die Eignung für Fußbodenheizung als weitere dokumentierte Eigenschaften hinzu.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















