Perserteppich Tabriz 198×144 cm Wolle handgeknüpft

2050$

Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: handgeknüpft | Material: Wolle und Baumwolle | Größe: 198 cm x 144 cm | Muster: orientalisch mit Blumenmotiven | Zustand: neu ohne Etikett, top sauber

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Inventarnummer: 6E1B4D3E

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Täbriz besteht aus hochwertiger Wolle und Baumwolle. Die Materialangabe beschreibt die beiden im Teppich verwendeten Naturfasern, ohne ihnen hier eine nicht genannte Funktion zuzuschreiben. Wolle wird bei Orientteppichen traditionell für ihre textile Belastbarkeit, ihre natürliche Griffigkeit und ihre Fähigkeit geschätzt, Farbtöne klar aufzunehmen. Baumwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer gleichmäßigen, stabilen Faser eingesetzt. Welche Faser im einzelnen Konstruktionsbereich dieses Stücks verwendet wurde, ist nicht näher ausgewiesen; festgehalten sind Wolle und Baumwolle als Materialien.

Der Teppich ist handgeknüpft. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Fäden eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht dadurch eine textile Fläche, deren Aufbau von der konzentrierten Arbeit der Knüpfer geprägt ist. Nach dem Einbringen der Knoten werden die Fäden verdichtet und die Oberfläche weiterbearbeitet. Diese traditionelle Technik unterscheidet einen geknüpften Teppich von einem flach gewebten Kelim, bei dem keine Florfläche durch einzelne Knoten entsteht.

Die Florhöhe ist als Hochflor angegeben. Hochflor bezeichnet eine deutlich ausgeprägte, weiche Oberfläche, die das Erscheinungsbild eines geknüpften Teppichs bestimmt. Bei der Nutzung wirken die Florfäden zusammen mit der darunterliegenden Konstruktion als textile Oberfläche. Die konkrete Ausführung bleibt dabei handwerklich individuell. Für diesen Teppich sind außerdem eine rechteckige Form und die Eignung für Fußbodenheizung angegeben. Die Verwendung auf einer Fußbodenheizung sollte mit einer fachgerechten Unterlage und einer geeigneten Temperatureinstellung erfolgen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Iran und wird Täbriz zugeordnet. Täbriz, international auch Tabriz geschrieben, liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den historisch bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über Jahrhunderte ein Handels- und Kulturort, an dem sich unterschiedliche künstlerische Einflüsse begegneten. Diese Lage unterstützte die Entwicklung einer vielseitigen Werkstatttradition, in der Zeichnung, Farbordnung und präzise Knüpfarbeit einen hohen Stellenwert erhielten.

Tabriz-Teppiche werden in der Fachwelt mit einer klar gegliederten Komposition und einer differenzierten Ornamentik verbunden. In den Werkstätten wurden Entwürfe häufig sorgfältig vorbereitet und anschließend in wiederholbaren Rapporten oder zentralen Gesamtkompositionen umgesetzt. Das Wissen um Proportionen, Bordüren, florale Formen und die Verteilung der Motive wurde innerhalb der Teppichtradition weitergegeben. Ein handgeknüpfter Tabriz ist deshalb nicht nur als Gebrauchsgegenstand zu verstehen, sondern auch als Ergebnis einer regional geprägten Entwurfs- und Arbeitspraxis.

Die iranische Teppichkultur umfasst zahlreiche regionale Ausprägungen. Tabriz steht dabei für eine städtische Tradition, die sich von nomadischen Knüpfstilen ebenso unterscheidet wie von flach gewebten Kelims. Städtische Werkstätten arbeiten traditionell mit geplanten Mustern und einer kontrollierten Wiederholung von Ornamenten. Das bedeutet nicht, dass jeder Teppich aus Täbriz gleich aussieht. Vielmehr können Zeichnung, Farbwahl, Knotung und die Gewichtung einzelner Motive innerhalb der regionalen Sprache variieren.

Die Herkunftsbezeichnung Iran verweist auf den kulturellen Raum, in dem sich die persische Knüpfkunst entwickelt hat. Tabriz zählt neben Orten wie Isfahan und Kashan zu den bekannten Namen dieser Tradition. Jeder dieser Orte wird mit eigenen Gestaltungsschwerpunkten verbunden. Tabriz ist besonders für die Verbindung aus strukturiertem Aufbau, floraler Zeichnung und handwerklicher Präzision bekannt. Die Herkunft ergänzt daher die konkrete Beschreibung dieses Teppichs, ersetzt sie aber nicht: Für dieses Stück sind Täbriz, Iran, die Handknüpfung, die Materialangabe und das Blumenmuster dokumentiert.

Persische Teppiche wurden historisch in privaten Räumen, repräsentativen Gebäuden und im internationalen Handel verwendet. Ihre Herstellung vereinte die Auswahl geeigneter Fasern, das Spannen der Kette, das Eintragen des Schusses, das Knüpfen des Flors und die abschließende Bearbeitung. Die Bedeutung von Tabriz innerhalb dieser Geschichte beruht auf der Verbindung von Werkstattorganisation, überliefertem Musterwissen und regionaler Gestaltung. Diese Hintergründe erklären, weshalb der Name Tabriz in der Teppichkunde als Herkunfts- und Stilbezeichnung eine feste Rolle einnimmt.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als orientalisch mit Blumenmotiven beschrieben. Florale Ornamente gehören zu den prägenden Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Blätter, Blüten, Ranken und stilisierte Pflanzenelemente können zu fortlaufenden Linien verbunden oder in einzelnen Gruppen angeordnet werden. Durch die Wiederholung entsteht ein Zusammenhang über die gesamte Fläche. Bei einem handgeknüpften Teppich werden solche Formen Knoten für Knoten aufgebaut, wodurch die Zeichnung eine textile, nicht gedruckte Struktur erhält.

In der Tabriz-Tradition wird ein Muster häufig über mehrere Ebenen organisiert. Eine zentrale Komposition kann von einer Hauptbordüre und schmaleren Nebenbordüren begleitet werden. Alternativ kann ein durchgehendes Muster die Fläche bestimmen. Welche dieser Ordnungen bei einem bestimmten Stück verwendet wird, lässt sich nur anhand seiner sichtbaren Gestaltung beurteilen. Für diesen Teppich ist die allgemeine Beschreibung eines orientalischen Blumenmusters festgehalten; eine zusätzliche Bezeichnung wie Medaillon, Allover, Herati oder Boteh ist nicht angegeben und wird daher nicht ergänzt.

Florale persische Muster sind meist keine naturgetreuen botanischen Abbildungen. Die Formen werden vereinfacht, rhythmisiert und in ein festgelegtes Ornamentvokabular übertragen. Eine Ranke kann als verbindende Linie dienen, während Blätter und Blüten den Rhythmus akzentuieren. Die Maßstäblichkeit einzelner Elemente, ihre Richtung und ihre Wiederholung beeinflussen die optische Ordnung. In städtischen Teppichentwürfen wird die Zeichnung häufig so angelegt, dass sie aus größerer Entfernung als zusammenhängende Fläche und aus der Nähe als Folge einzelner Details lesbar ist.

Der Begriff orientalisch bezeichnet in der Produktbeschreibung die stilistische Ausrichtung. Er ist nicht mit einer zusätzlichen Herkunftsangabe gleichzusetzen. Die Herkunft dieses Teppichs ist Iran, Täbriz. Das florale Thema verweist auf die breite Tradition persischer Ornamentik, in der Pflanzenformen seit langer Zeit in Teppichentwürfen verwendet werden. Neben floralen Mustern finden sich in der persischen Kunst auch geometrische, figürliche und architektonisch inspirierte Formen. Dieses Stück wird jedoch ausdrücklich über sein orientalisches Blumenmuster charakterisiert.

Die Farbwirkung eines Teppichmusters entsteht im Zusammenspiel von Faser, Knotung, Flor und Zeichnung. Da für dieses Stück keine einzelnen Farbtöne genannt sind, werden keine bestimmten Farben behauptet. Allgemein können florale Ornamente durch Kontraste zwischen Grundfläche und Bordüre gegliedert werden. Eine sorgfältige Verteilung der Motive verhindert, dass einzelne Elemente unabhängig voneinander wirken. Das Muster erhält dadurch einen visuellen Zusammenhang, der für viele persische Teppiche kennzeichnend ist.

Ähnliche Gestaltungsideen begegnen auch bei anderen iranischen Teppicharten. Gabbeh-Teppiche arbeiten häufig mit einfacheren, stärker reduzierten Formen. Kelims sind flach gewebt und unterscheiden sich deshalb in ihrer Oberfläche von einem handgeknüpften Hochflor. Teppiche aus Kashan oder Isfahan werden ebenfalls mit floralen und fein gegliederten Entwürfen verbunden. Diese Vergleiche dienen der Einordnung der Mustertradition; sie ändern nichts an der Herkunftsangabe Täbriz für dieses Einzelstück.

Besonderheiten

Der Teppich wird als neu ohne Etikett und top sauber beschrieben. Diese Zustandsangabe bezieht sich auf das konkrete Stück. Ein fehlendes Etikett bedeutet, dass kein Etikett vorhanden ist; es wird dadurch keine zusätzliche Information zu Alter, Werkstatt oder Signatur gemacht. Ebenso ist für diesen Teppich keine Signatur genannt. Die Beschreibung des Zustands bleibt daher bei den vorhandenen Angaben.

Als weitere Eigenschaft ist die Eignung für Fußbodenheizung angegeben. Bei einer solchen Nutzung sollte die Wärme gleichmäßig verteilt werden. Eine rutschhemmende, für Teppiche geeignete Unterlage kann den Teppich stabilisieren und die Belüftung zwischen Boden und Teppich unterstützen. Die Pflege sollte sich an der Wolle, der Baumwolle, der Hochfloroberfläche und den Empfehlungen eines spezialisierten Teppichfachbetriebs orientieren.

Die rechteckige Form und der Hochflor bestimmen die praktische Verwendung im Raum. Eine rechteckige Fläche kann vor Sitzgruppen, unter einem Tisch oder in einem Schlafbereich eingesetzt werden, sofern Raumaufteilung und Untergrund dafür geeignet sind. Diese möglichen Einsatzbereiche sind allgemeine Nutzungssituationen und keine zusätzliche Aussage über die bisherige Verwendung dieses Teppichs.

FAQ

Was macht einen Perserteppich aus Tabriz besonders?

Ein Tabriz-Teppich steht für eine iranische, städtisch geprägte Knüpftradition. Typisch für die regionale Einordnung sind geplante Kompositionen, eine differenzierte Ornamentik und die Verbindung von floralen Formen mit klar gegliederten Flächen. Bei diesem Stück kommen die Angaben zur Herkunft Iran, Täbriz, zur Handknüpfung, zu Wolle und Baumwolle sowie zum orientalischen Blumenmuster hinzu. Die Besonderheit liegt somit in der Verbindung seiner konkret beschriebenen Eigenschaften mit dem historischen Hintergrund der Tabrizer Teppichkunst.

Wie pflege ich diesen Perserteppich?

Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Absaugen in Richtung des Flors. Harte Bürsten, aggressive Reinigungsmittel und starkes Reiben können eine Hochfloroberfläche unnötig belasten. Verschüttete Flüssigkeiten sollten möglichst rasch mit einem saugfähigen Tuch aufgenommen werden, ohne den Flor zu durchnässen. Eine gründliche Reinigung sollte bei Bedarf durch einen Fachbetrieb erfolgen, der Erfahrung mit handgeknüpften Wollteppichen hat. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ungleichmäßig ausbleichen.

Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?

Der Teppich ist als für Fußbodenheizung geeignet angegeben. Für einen sicheren und gleichmäßigen Betrieb sollte die Heizung nicht mit unnötig hoher Temperatur betrieben werden. Eine geeignete, luftdurchlässige Teppichunterlage kann verhindern, dass der Teppich verrutscht, und den Kontakt zum Boden ordnen. Vor der Nutzung sollte geprüft werden, ob Unterlage, Bodenbelag und Heizsystem miteinander verträglich sind. Die Wärme sollte sich gleichmäßig verteilen können; eine fachkundige Beratung ist besonders bei empfindlichen Bodenoberflächen sinnvoll.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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