





Perserteppich Tabriz 128 x 77 cm Wolle handgeknüpft
1512$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 500.000 Knoten/m² | Material: Flor 97% Schurwolle, 3% Seide | Größe: 128 x 77 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Perfekt, neu und unbenutzt
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Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die Materialkombination verbindet die Eigenschaften zweier traditioneller Fasern der Teppichherstellung. Schurwolle wird wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer angenehmen textilen Oberfläche und ihrer guten Aufnahme von Farbstoffen verwendet. Seide ergänzt den Flor um eine glattere und feinere Faser, die bei der Ausarbeitung einzelner Bereiche eine differenzierte Wirkung ermöglichen kann.
Die angegebene Knotendichte ist hoch. Eine dichte Knüpfung erlaubt eine sorgfältige Ausarbeitung von Konturen, kleinen Ornamenten und Übergängen zwischen verschiedenen Musterpartien. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln am Webstuhl gesetzt. Die Arbeit folgt einem vorbereiteten Entwurf, entsteht jedoch Schritt für Schritt durch die Hände der Knüpferin oder des Knüpfers. Regelmäßigkeit, Spannung und Genauigkeit der Knoten erfordern Erfahrung und kontinuierliche Aufmerksamkeit.
Wolle bildet im Flor den überwiegenden Materialanteil und verleiht der Oberfläche ihre textile Substanz. Ihre natürliche Struktur wird bei traditionellen Teppichen auch deshalb geschätzt, weil sie den Flor belastbar und zugleich angenehm in der Berührung macht. Der Seidenanteil setzt einen feineren Akzent. Je nach Anordnung im Entwurf kann Seide die Zeichnung klarer abgrenzen oder einzelne Partien durch ihre glattere Oberfläche hervorheben.
Die handgeknüpfte Herstellung unterscheidet diesen Teppich von maschinell erzeugten Bodenbelägen. Ein industrielles Verfahren wiederholt ein Muster technisch, während beim Knüpfen jeder Arbeitsgang an die vorherige Reihe anschließt. Dadurch entsteht ein Gewebe, dessen Erscheinungsbild aus dem Zusammenspiel von Entwurf, Fasern, Farbanordnung und manueller Ausführung hervorgeht. Handgeknüpfte Teppiche werden deshalb als eigenständige Einzelstücke betrachtet.
Eine hohe Knotendichte steht außerdem in engem Zusammenhang mit der möglichen Detailtiefe eines Entwurfs. Feine Linien können enger nebeneinander liegen, kleine Blätter lassen sich klarer voneinander trennen und Bordüren können in mehreren Ordnungen aufgebaut werden. Die technische Qualität eines Teppichs wird jedoch nicht allein durch die Knotenzahl bestimmt. Ebenso wichtig sind die Auswahl und Verarbeitung der Fasern, die Gleichmäßigkeit der Knüpfung und die sorgfältige Ausführung des gesamten Aufbaus.
Herkunft und Tradition
Tabriz gehört zu den bekanntesten Teppichzentren Irans. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes und war über Jahrhunderte ein bedeutender Handelsplatz. An einem solchen Ort begegnen sich Waren, Entwürfe, Farben und handwerkliche Kenntnisse aus unterschiedlichen Gegenden. Diese historische Rolle trug dazu bei, dass sich in Tabriz eine vielseitige Stadttapisserie entwickelte, die persische Mustertraditionen aufnahm, ordnete und in neuen Kompositionen weiterführte.
Die Teppichtradition von Tabriz reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ihre Entwicklung ist mit der langen Geschichte persischer Kunst, höfischer Gestaltung und städtischer Handwerkskultur verbunden. Kenntnisse über das Spinnen und Färben von Wolle, die Vorbereitung des Webstuhls, die Berechnung von Musterfeldern und die Ausführung einzelner Knoten wurden über Generationen weitergegeben. Eine regionale Teppichbezeichnung verweist deshalb nicht nur auf einen Ort, sondern auch auf eine überlieferte Verbindung von Technik und Gestaltung.
Tabriz-Teppiche sind für ihre sorgfältige Zeichnung und ihre häufig hohe Knotendichte bekannt. In der Stadt und ihrem Umfeld entstanden sowohl klassische als auch freier entwickelte Entwürfe. Viele Kompositionen beruhen auf einer klaren Ordnung von Innenfeld, Hauptbordüre und Nebenbordüren. Diese Gliederung schafft einen Rahmen für florale, geometrische oder figürliche Motive. Auch wenn einzelne Teppiche unterschiedlich gestaltet sind, bleibt die Verbindung von Präzision und komplexem Aufbau ein wichtiges Merkmal der Tradition.
Die Lage im Nordwesten Irans prägte die Geschichte der Stadt. Tabriz war ein Verbindungspunkt zwischen verschiedenen Regionen und Handelswegen. Über diesen Austausch gelangten Musterideen und gestalterische Einflüsse in die örtliche Produktion. Das erklärt, weshalb Tabriz nicht mit nur einem einzigen Muster gleichgesetzt werden kann. Zur Tradition gehören vielfältige Entwürfe, deren Gemeinsamkeit eher in der kontrollierten Zeichnung, der handwerklichen Ausarbeitung und der geordneten Gesamtwirkung liegt.
Die persische Teppichkunst entwickelte sich in unterschiedlichen regionalen Zentren jeweils mit eigenen Schwerpunkten. Tabriz wurde besonders für urbane Entwürfe mit feinen Linien, differenzierten Bordüren und einer großen Zahl sorgfältig gesetzter Ornamente bekannt. Solche Muster konnten nach Vorlagen geplant und von erfahrenen Knüpferinnen und Knüpfern in textile Flächen übertragen werden. Der Übergang vom zeichnerischen Entwurf zur geknüpften Oberfläche erforderte ein genaues Verständnis von Proportion, Farbbeziehung und Knotenanordnung.
Die lange Geschichte der Tabriz-Teppiche zeigt sich auch in der Verbindung von Tradition und Anpassungsfähigkeit. Überlieferte florale Formen konnten in streng symmetrischen Kompositionen erscheinen, aber auch mit geometrischen oder bildhaften Elementen verbunden werden. Handelskontakte führten nicht zu einer Auflösung der regionalen Identität, sondern erweiterten das verfügbare Repertoire. Tabriz steht daher für eine Schule, die klassische persische Gestaltung bewahrt und zugleich verschiedene Einflüsse in geordnete Entwürfe einarbeiten kann.
Bei der Einordnung eines Tabriz-Teppichs werden Herkunft, Fertigungsweise und Muster gemeinsam betrachtet. Die Ortsbezeichnung kennzeichnet die iranische Tradition, die Handknüpfung beschreibt die Herstellung und die Musterangabe benennt die gestalterische Richtung. Diese Begriffe erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht miteinander verwechselt werden. Ein orientalisches Muster kann viele regionale Formen aufnehmen, ohne die konkrete Herkunftsbezeichnung zu ersetzen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als orientalisch angegeben. Der Begriff beschreibt eine weit gefasste Musterwelt, die in der Teppichkunst zahlreiche überlieferte Formen umfasst. Dazu zählen stilisierte Blüten, Ranken, Blätter, geometrische Figuren, symmetrische Anordnungen und unterschiedlich aufgebaute Bordüren. Die Bezeichnung legt nicht ein einzelnes Ornament fest, sondern ordnet den Entwurf in den größeren Zusammenhang traditioneller orientalischer Teppichgestaltung ein.
Bei Tabriz-Teppichen wird die Musterfläche häufig sorgfältig gegliedert. Ein Innenfeld kann von einer Hauptbordüre und schmaleren Nebenbordüren umgeben sein. Diese Bereiche übernehmen verschiedene gestalterische Aufgaben: Das Innenfeld trägt die zentrale Zeichnung, die Hauptbordüre fasst sie zusammen, und die Nebenbordüren schaffen Übergänge zur Außenkante. Eine solche Aufteilung erzeugt Orientierung und ermöglicht es, viele Einzelmotive in eine zusammenhängende Fläche einzubinden.
Florale Motive werden in der persischen Teppichkunst meist stilisiert dargestellt. Eine Blüte muss nicht als naturgetreue Abbildung erscheinen, sondern kann aus vereinfachten Linien, wiederholten Formen und symmetrisch angeordneten Blättern bestehen. Ranken verbinden einzelne Elemente miteinander und führen das Auge durch die Komposition. Geometrische Formen geben dieser organischen Bewegung Halt. Aus dem Verhältnis von Wiederholung und Abweichung entsteht der typische Rhythmus vieler orientalischer Entwürfe.
Die Tabriz-Tradition ist für eine präzise Linienführung bekannt. Kleine Ornamente werden in ein übergeordnetes Muster eingebettet, statt unabhängig voneinander auf der Fläche zu stehen. Konturen grenzen Blüten, Blätter oder geometrische Felder voneinander ab. Bei komplexeren Entwürfen können mehrere Ebenen gleichzeitig wirken: eine Hauptform, kleinere Füllmotive und ein Rahmen aus wiederkehrenden Ornamenten. Die hohe Dichte einer feinen Knüpfung unterstützt eine solche Detailarbeit, weil auch schmale Linien und kleine Formen differenziert ausgeführt werden können.
Orientalische Teppichmuster beruhen häufig auf ausgewogenen Beziehungen zwischen Farben. Helle und dunkle Partien können das Innenfeld von der Bordüre unterscheiden, während nahe Farbtöne innerhalb eines Ornaments für Übergänge sorgen. Eine geordnete Farbverteilung unterstützt die Lesbarkeit eines Entwurfs. In der traditionellen persischen Gestaltung stehen Farben daher nicht isoliert, sondern werden im Verhältnis zu benachbarten Flächen, Linien und Motiven eingesetzt.
Viele Motive besitzen außerdem einen kulturellen Hintergrund. Ranken werden häufig mit fortlaufendem Wachstum und Bewegung verbunden, Blüten mit Fruchtbarkeit oder Erneuerung. Geometrische Wiederholungen können Ordnung, Ausgewogenheit und Beständigkeit vermitteln. Diese symbolischen Deutungen gehören zur Geschichte der Mustertradition und sind nicht als zusätzliche Beschreibung einzelner, hier nicht näher benannter Motive zu verstehen. Sie erklären, warum orientalische Teppiche neben ihrer dekorativen Funktion auch ideelle Bedeutung tragen können.
Das Repertoire von Tabriz umfasst neben floralen Kompositionen auch geometrische Entwürfe, Tierdarstellungen und Landschaftsszenen. Manche Muster wirken streng symmetrisch, andere entwickeln eine freiere Bewegung über das Feld. Entscheidend ist die Verbindung von zeichnerischer Planung und handwerklicher Umsetzung. Ein Entwurf wird nicht einfach auf eine fertige Fläche gedruckt, sondern durch die Folge einzelner Knoten aufgebaut. Dadurch erhalten Linien, Farbflächen und Konturen ihre textile Form.
Die Musterbezeichnung und die Herkunftsbezeichnung haben dabei unterschiedliche Bedeutungen. Orientalisch beschreibt den gestalterischen Charakter dieses Teppichs, während Tabriz auf die regionale iranische Tradition verweist. Aus dem Musterwort darf keine andere Provinz als Ursprung abgeleitet werden. Die klare Trennung dieser Angaben bewahrt die sachliche Einordnung: Es handelt sich um einen iranischen Tabriz-Perserteppich mit orientalischer Musterangabe.
Besonderheiten
Zu den hervorgehobenen Eigenschaften dieses Teppichs gehört seine hohe Knotendichte. Sie unterstützt eine eng gearbeitete Oberfläche und eine detaillierte Ausführung von Ornamenten. Ebenfalls ausdrücklich angegeben ist die Materialzusammensetzung aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Der Teppich ist perfekt, neu und unbenutzt. Damit beschreibt der Zustand ein Stück, das noch nicht gebraucht wurde.
Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Als handgeknüpfter Tabriz Perserteppich verbindet er eine traditionelle iranische Herkunft mit einer handwerklichen Fertigung und einem orientalischen Muster. Diese Eigenschaften bilden die sachliche Grundlage seiner Einordnung. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Färbung oder besonderer Provenienz liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
FAQ
Wie reinige und pflege ich diesen Tabriz Perserteppich?
Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich schonendes Staubsaugen. Die Reinigung sollte mit einer angemessenen Einstellung erfolgen, damit der Flor nicht unnötig mechanisch beansprucht wird. Bei einer stärkeren Verschmutzung kann ein spezieller Teppichreiniger verwendet werden. Ein Reinigungsmittel sollte zunächst an einer unauffälligen Stelle geprüft und sparsam eingesetzt werden. Das ist besonders sinnvoll, weil der Flor aus Schurwolle und Seide besteht und beide Materialien eine sorgfältige Behandlung benötigen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht unnötig belastet werden und nicht verblassen. Bei einer umfassenden Reinigung ist eine fachkundige Teppichwäsche vorzuziehen. Ein professioneller Betrieb kann die handgeknüpfte Konstruktion und die Materialkombination berücksichtigen. Verschüttete Flüssigkeiten sollten möglichst rasch aufgenommen werden, ohne den Fleck stark zu reiben. Die Pflege sollte insgesamt darauf ausgerichtet sein, Flor, Knoten und Farbwirkung zu schonen.
Wo kann ich Tabriz-Teppiche kaufen?
Tabriz-Teppiche werden in spezialisierten Teppichgeschäften und auf Online-Plattformen angeboten. Beim Kauf eines Einzelstücks ist es sinnvoll, die Angaben zu Herkunft, Knüpftechnik, Knotendichte, Material und Zustand getrennt zu prüfen. Die regionale Bezeichnung Tabriz sollte dabei nicht mit einer bloßen Musterbezeichnung verwechselt werden. Ein seriös beschriebenes Angebot nennt die Eigenschaften des konkreten Teppichs und macht nachvollziehbar, ob es sich um einen handgeknüpften Perserteppich handelt. Bei der Auswahl sind außerdem die genaue Faserzusammensetzung und der Nutzungszustand wichtig. Vertrauenswürdige Quellen stellen diese Informationen klar dar und vermeiden nicht belegte Ergänzungen. So lässt sich ein Tabriz-Teppich anhand seiner tatsächlichen technischen und gestalterischen Merkmale beurteilen. Bei einem Online-Kauf sollten die Produktangaben, die Abbildungen und die Bedingungen des Anbieters sorgfältig miteinander verglichen werden.
Wie unterscheidet sich ein Tabriz-Teppich von anderen Perserteppichen?
Tabriz-Teppiche sind besonders für ihre häufig hohe Knotendichte, ihre feine Zeichnung und ihre komplexen Muster bekannt. Die Tradition verbindet ein sorgfältig aufgebautes Innenfeld mit Haupt- und Nebenbordüren. Florale Ornamente, geometrische Formen und andere stilisierte Darstellungen können in klar gegliederten Kompositionen zusammenwirken. Im Vergleich zu Perserteppichen aus Isfahan oder Nain kann ein Tabriz-Teppich einen eigenen Stil zeigen, der durch die Geschichte und die kulturellen Einflüsse des iranischen Nordwestens geprägt ist. Die Tabriz-Tradition ist dennoch vielseitig und folgt nicht nur einem einzigen Muster. Für die Einordnung zählen daher das Zusammenspiel aus regionaler Herkunft, Handknüpfung, Material, Knotendichte und Musteraufbau. Ein einzelnes Ornament allein macht einen Teppich nicht zu einem Tabriz-Teppich. Entscheidend ist die Verbindung der verschiedenen Merkmale innerhalb der jeweiligen regionalen Handwerkstradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














