




Perserteppich Sirjan 208 x 153 cm Wolle handgeknüpft
1030$
Handgeknüpfter Sirjan Perserteppich | Material: Wolle und Baumwolle | Größe: 208 x 153 cm | Muster: Kombination aus gewebtem Kelim und geknüpftem Teppich | Zustand: Exzellenter Zustand | Ursprung: Südpersien, Region Fars
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: A766E1AF
Beschreibung
Sirjan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Sirjan Perserteppich besteht aus Wolle und Baumwolle. Seine Verarbeitung verbindet zwei textile Techniken: gewebte Kelimbereiche treten neben geknüpfte Teppichpartien. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die nicht ausschließlich aus einem gleichmäßig geknüpften Flor besteht, sondern unterschiedliche textile Strukturen miteinander vereint. Der Teppich ist handgeknüpft und als Nimbaf-Typ bezeichnet.
Wolle ist bei persischen Teppichen ein traditionell verwendetes Material. Sie kann eine weiche Haptik und eine ausgeprägte Farbtiefe vermitteln. Baumwolle wird bei der Herstellung von Teppichen ebenfalls traditionell eingesetzt und kann der Konstruktion Stabilität geben. Bei diesem Stück werden beide Materialien gemeinsam genannt; ihre Verbindung gehört damit zu seiner beschriebenen Materialausstattung.
Die Handarbeit ist ein wesentlicher Teil der Verarbeitung. Beim Knüpfen wird jede einzelne Reihe in einem fortlaufenden Arbeitsprozess aufgebaut. Gewebte Kelimpartien entstehen dagegen durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Das Nebeneinander dieser Techniken erklärt die abwechselnde Wirkung von flacheren und höheren Bereichen. Die Herstellung ist aufwendig, und jeder handgefertigte Teppich wird dadurch zu einem Unikat.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Sirjan in der Region Fars im Süden Irans. Fars wird mit der südpersischen Teppichkunst verbunden und umfasst eine vielfältige Landschaft textiler Traditionen. In dieser Region treffen städtische, dörfliche und nomadisch geprägte Einflüsse aufeinander. Die Bezeichnung Sirjan verweist dabei auf den genannten Herkunftsort und nicht lediglich auf ein allgemeines persisches Muster.
Die Teppichkultur von Fars ist durch unterschiedliche Web- und Knüpfweisen geprägt. Neben geknüpften Teppichen gehören flach gewebte Textilien wie Kelims zu den wichtigen Formen persischer Handarbeit. Ein Kelim besitzt keinen geschnittenen Flor; sein Muster entsteht durch die eingewebten Schussfäden. Beim geknüpften Teppich wird dagegen ein Flor aufgebaut. Die Verbindung beider Verfahren greift somit zwei eigenständige Traditionen auf.
Handwerkliche Teppiche aus Südpersien stehen häufig für eine direkte Beziehung zwischen Material, Arbeitsweise und Gestaltung. Wolle lässt sich spinnen, färben und zu einem strapazierfähigen Flor verarbeiten. Baumwolle kann in der Konstruktion für Halt und regelmäßige Spannung sorgen. Entscheidend ist nicht nur das Rohmaterial, sondern auch die kontrollierte Arbeit am Webstuhl oder an der Knüpfvorrichtung. Die Herstellung verlangt Geduld, Erfahrung und eine genaue Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte.
Sirjan wird im Zusammenhang mit Teppichen aus Fars als eigene regionale Bezeichnung verwendet. Regionale Teppichnamen helfen dabei, handwerkliche Traditionen, Gestaltungsvokabular und Herstellungsweisen einzuordnen. Sie sind nicht mit einer einheitlichen Schablone gleichzusetzen: Innerhalb einer Region können Farben, Motive, Proportionen und textile Verfahren variieren. Der Nimbaf-Typ steht hier für eine Ausführung, bei der die Verbindung von Kelim und geknüpften Teppichpartien im Mittelpunkt steht.
Die südpersische Teppichtradition ist außerdem Teil einer größeren Geschichte iranischer Textilkunst. Persische Teppiche werden in vielen Regionen mit unterschiedlichen Techniken hergestellt. Qashqai-Teppiche aus dem weiteren Umfeld Fars sind beispielsweise für geometrische Gestaltungen und kräftige Farben bekannt. Kerman wird häufig mit floralen Motiven und detaillierten Kompositionen verbunden, während Nain und Tabriz eigene, ebenfalls weithin bekannte Traditionen besitzen. Diese Namen bezeichnen jeweils eigenständige Herkunfts- oder Stilzusammenhänge und sind nicht als Herkunft dieses Sirjan-Teppichs zu verstehen.
Design und Muster
Das zentrale Gestaltungsmerkmal dieses Nimbaf-Sirjan ist die Kombination aus gewebtem Kelim und geknüpftem Teppich. Dadurch wird das Muster nicht nur über Farbe und Zeichnung wahrgenommen, sondern auch über die unterschiedliche Oberflächenhöhe. Flachere Kelimabschnitte und geknüpfte Bereiche erzeugen einen Wechsel in Struktur und Lichtaufnahme. Die beschriebene Hoch- und Niedrigflor-Wirkung verleiht der Oberfläche eine dreidimensionale Anmutung.
Bei persischen Teppichen entsteht ein Muster traditionell aus dem Zusammenspiel von Grundfläche, Bordüren und einzelnen Ornamenten. Je nach regionalem Zusammenhang können geometrische Formen, florale Elemente, stilisierte Pflanzen oder weitere Zeichen verwendet werden. Die Musterwelt von Fars ist vielfältig und umfasst sowohl klar gegliederte als auch freier wirkende Kompositionen. Für Sirjan-Teppiche werden traditionelle persische Motive und Bezüge zur Natur als charakteristische Gestaltungsmöglichkeiten genannt.
Auch die Farbwirkung gehört zur persischen Teppichgestaltung. In der Region Fars reicht die überlieferte Palette von zurückhaltenden Erdtönen bis zu lebendigen, kräftigen Farben. Farben können eine Bordüre abgrenzen, ein zentrales Feld ordnen oder einzelne Ornamente hervorheben. Bei einem Textil mit unterschiedlichen Florhöhen verändert sich die Wahrnehmung zusätzlich durch Schatten und Licht. Ein und derselbe Farbton kann auf einer flachen Webfläche anders erscheinen als auf einem geknüpften Flor.
Die Kelimtechnik bringt eine eigene grafische Klarheit in das Design. Weil die Zeichnung durch eingewebte Fäden aufgebaut wird, können Konturen und Farbflächen einen flächigeren Eindruck vermitteln. Geknüpfte Partien ergänzen diese Wirkung um Relief und Tiefe. Die Verbindung der beiden Techniken ist deshalb nicht nur eine konstruktive Besonderheit, sondern auch ein Gestaltungsmittel. Das Muster wird über textile Übergänge gegliedert und erhält eine fühlbare Dimension.
Die Bezeichnung Nimbaf beschreibt in diesem Zusammenhang eine besondere Sirjan-Ausführung mit dieser kombinierten Wirkung. Sie steht nicht für eine zusätzliche Herkunft, sondern für den im Angebot genannten Typ. Die Gestaltung lässt sich damit sowohl über die regionale Einordnung in Fars als auch über die technische Verbindung von Kelim und Knüpfarbeit verstehen. Diese beiden Ebenen gehören bei der Betrachtung des Teppichs zusammen.
Vergleiche mit anderen persischen Teppichtraditionen können die gestalterische Vielfalt einordnen. Qashqai-Muster werden oft mit geometrischen Formen und kräftiger Farbgebung in Verbindung gebracht. Kerman-Kompositionen zeigen häufig florale Themen und eine detaillierte Zeichnung. Nain ist für feine Materialien und die Verwendung von Seide bekannt, Tabriz für komplexe Designs und eine große Musterbreite. Diese allgemeinen Stilbeschreibungen dienen der Orientierung; sie ändern nichts an der Einordnung dieses Stücks als Sirjan-Perserteppich aus Fars.
Besonderheiten
Die besondere Eigenschaft dieses Teppichs ist die dreidimensionale Wirkung durch Hoch- und Niedrigflor. Sie entsteht aus dem Wechsel zwischen gewebten Kelimflächen und geknüpften Teppichbereichen. Die Oberfläche besitzt dadurch unterschiedliche Höhen und eine abwechslungsreiche Struktur. Das Licht trifft auf die flachen und erhöhten Partien jeweils anders, wodurch die textile Gliederung sichtbar wird.
Als weiterer Bestandteil der Beschreibung wird der exzellente Zustand genannt. Gemeinsam mit der handgefertigten Ausführung, der Verwendung von Wolle und Baumwolle sowie der Verbindung zweier Techniken prägt dieser Zustand die Einordnung des Einzelstücks. Die Kombination aus regionaler Herkunft, Nimbaf-Typ und reliefartiger Oberfläche unterscheidet es von einem Teppich, der ausschließlich flach gewebt oder vollständig gleichmäßig geknüpft ist.
FAQ
Wie pflege ich meinen Sirjan Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen hilft dabei, Staub und Schmutz aus dem Teppich zu entfernen. Dabei sollte die Oberfläche behutsam behandelt werden, damit die unterschiedlichen Florhöhen und die gewebten Kelimbereiche nicht unnötig belastet werden. Verschüttete Flüssigkeiten oder andere Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Fasern und die Struktur stärker beanspruchen als vorsichtiges Tupfen. Für eine gründliche Behandlung ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Bei einem Teppich, der gewebte und geknüpfte Partien verbindet, sollte das Reinigungsverfahren die unterschiedlichen textilen Bereiche berücksichtigen. Die regelmäßige, schonende Pflege bewahrt die Oberfläche und unterstützt die langfristige Nutzung.
Wo kann ich einen authentischen Sirjan Perserteppich kaufen?
Authentische Sirjan Perserteppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften und auf Online-Plattformen zu finden, die sich auf orientalische Teppiche konzentrieren. Beim Kauf ist es sinnvoll, die Angaben zu Herkunft, Material, Verarbeitung und Typ genau zu prüfen. Ein Zertifikat kann die Echtheit eines Teppichs bestätigen und zusätzliche Informationen zur Einordnung liefern. Bei einem Sirjan Nimbaf ist außerdem die beschriebene Verbindung aus gewebtem Kelim und geknüpften Partien ein wichtiges Merkmal. Die Herkunft aus Sirjan in der Region Fars sollte klar von bloßen Musterbezeichnungen unterschieden werden. Eine nachvollziehbare Produktbeschreibung und aussagekräftige Detailaufnahmen erleichtern die Beurteilung der Oberfläche.
Was macht Sirjan Teppiche einzigartig?
Die Besonderheit liegt in der Verbindung von gewebten Kelims und geknüpften Teppichbereichen. Diese Kombination erzeugt eine dreidimensionale Wirkung, weil flachere und höhere Partien aufeinandertreffen. Der Wechsel der Florhöhen verleiht der Oberfläche eine eigene textile Struktur und beeinflusst zugleich die Wahrnehmung von Licht und Muster. Hinzu kommt die handgefertigte Herstellung: Jeder Teppich wird in einem aufwendigen Arbeitsprozess gefertigt und ist dadurch ein Unikat. Bei diesem Stück verbinden sich diese Eigenschaften mit der Herkunft Sirjan in der südpersischen Region Fars, dem Nimbaf-Typ sowie den Materialien Wolle und Baumwolle. Die Einzigartigkeit beruht damit auf Herkunft, Handarbeit und der besonderen Konstruktion.
Zusätzliche Informationen
| Grösse | |
|---|---|
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |













