




Perserteppich Shiraz 308 x 208 cm Wolle handgeknüpft
1431$
Handgeknüpfter Shiraz Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% natürliche Wolle | Größe: 308 x 208 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 5E264341
Beschreibung
Shiraz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Shiraz-Perserteppich ist aus 100% natürlicher Wolle handgeknüpft. Wolle ist ein traditionelles Material der iranischen Teppichherstellung und wird wegen ihrer belastbaren, zugleich angenehm weichen Faser verwendet. Beim Handknüpfen entsteht der Flor Knoten für Knoten. Jeder einzelne Knoten wird in das Grundgewebe eingearbeitet und anschließend verdichtet. Dadurch erhält der Teppich seine charakteristische textile Struktur und eine Oberfläche, die sich deutlich von maschinell gefertigten Belägen unterscheidet.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 100.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der eingearbeiteten Knoten und gibt Aufschluss über die Ausarbeitung des Gewebes. Eine höhere Knotenzahl ermöglicht grundsätzlich eine feinere Darstellung kleiner Formen und klarer Konturen. Bei einem handgeknüpften Stück bleibt dabei die individuelle Arbeit der Knüpfer sichtbar. Der Teppich entsteht nicht als vollständig identisches Serienprodukt, sondern durch die wiederholte handwerkliche Verbindung von Knoten, Schuss und Kette.
Die im Flor verwendete natürliche Wolle verbindet die handwerkliche Konstruktion mit einer traditionsreichen Materialwahl. Wollfasern können Farben gut aufnehmen und unterstützen dadurch die deutliche Wirkung geometrischer Ornamente. Ihre natürliche Griffstruktur passt zu Teppichen, die im Alltag verwendet werden und zugleich eine klar erkennbare handwerkliche Oberfläche besitzen. Die Herstellung unter freiem Himmel und häufig ohne vorherige Planung, wie sie für Shiraz-Teppiche beschrieben wird, unterstreicht den eigenständigen Charakter dieser Webtradition.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Shiraz im Iran. Shiraz ist die Hauptstadt der Provinz Fars und ein wichtiger Bezugspunkt für die Teppichkultur dieser Region. Fars liegt im Süden Irans und ist historisch mit verschiedenen nomadischen und sesshaften Webtraditionen verbunden. Die Teppiche aus dieser Gegend stehen deshalb nicht für nur ein einziges festgelegtes Muster, sondern für eine regionale Vielfalt, in der handwerkliche Erfahrung, verfügbare Wolle und überlieferte Formen zusammenwirken.
Shiraz-Teppiche werden traditionell mit der Kultur und den Lebensformen der Region Fars in Verbindung gebracht. In dieser Umgebung entwickelten sich Teppiche, deren Gestaltung oft unmittelbarer und weniger streng schematisch wirkt als die höfisch geprägter Manufakturarbeiten. Geometrische Formen konnten aus überlieferten Vorstellungen, aus der Erinnerung der Knüpfer und aus der praktischen Arbeit am Webstuhl entstehen. Das Ergebnis ist eine Teppichtradition, in der die regionale Herkunft durch Material, Technik und Ornamentik zusammen gelesen wird.
Die Herstellung eines Shiraz-Teppichs beruht auf einer handwerklichen Abfolge, die Geduld und Übung verlangt. Die Knüpfer setzen die Knoten fortlaufend in das Grundgewebe und bauen so nach und nach die Fläche auf. Bei vielen Shiraz-Teppichen geschieht dies ohne vollständig ausgearbeiteten Entwurf. Formen werden aus dem Gedächtnis, aus Vorlagen oder aus der unmittelbaren Erfahrung der jeweiligen Knüpfer entwickelt. Diese Arbeitsweise erklärt, weshalb regionale Muster vertraut wirken können, ohne bei jedem Teppich in exakt derselben Form wiederzukehren.
Die Nähe zu Ghashghai-Teppichen gehört ebenfalls zum kulturellen Zusammenhang der Teppiche aus Fars. Ghashghai-Arbeiten sind für ihre Qualität bekannt und werden häufig mit einer bewegten, nomadisch geprägten Gestaltung verbunden. Shiraz-Teppiche können diese regionale Verwandtschaft erkennen lassen, bleiben jedoch häufig bei einer einfacheren und unmittelbareren Ornamentik. Der Unterschied liegt nicht in einer festen Rangordnung, sondern in der jeweiligen Gestaltungstradition und in der Art, wie Muster überliefert und umgesetzt werden.
Die iranische Teppichgeschichte umfasst zugleich zahlreiche weitere regionale Zentren. Isfahan ist für filigrane Muster und hohe Knotendichten bekannt, während Tabriz häufig mit komplexen floralen Entwürfen und lebendigen Farben verbunden wird. Diese Beispiele zeigen die Bandbreite iranischer Knüpfkunst, ohne die Herkunft dieses Teppichs zu verändern: Er ist ein Shiraz-Perserteppich aus Shiraz in der Provinz Fars. Jede Region entwickelte eigene Vorlieben für Aufbau, Ornament und Farbwirkung, wobei handgeknüpfte Wolle eine wiederkehrende Grundlage vieler Teppiche bildet.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Gestaltung arbeitet mit Linien, Winkeln, Rauten, Polygonen, wiederholten Feldern und rhythmisch angeordneten Formen. Solche Elemente können ein Muster klar gliedern und dem Auge eine erkennbare Ordnung geben. Anders als ein streng naturalistisches Blumenbild ist die Geometrie nicht auf die genaue Nachahmung einer einzelnen Pflanze oder Landschaft angewiesen. Sie verdichtet Motive zu Zeichen, die über die Fläche hinweg variiert und wiederholt werden können.
In der Shiraz-Tradition stehen geometrische Ornamente häufig für eine direkte, handwerklich überlieferte Bildsprache. Ein Motiv kann in seiner Grundform mehrfach erscheinen und dennoch durch kleine Abweichungen lebendig bleiben. Beim Knüpfen aus der Erinnerung oder ohne vollständig vorausgeplanten Entwurf entstehen nicht zwangsläufig mathematisch identische Wiederholungen. Unterschiedliche Abstände, leicht veränderte Konturen und individuelle Proportionen gehören zur Wirkung vieler handgearbeiteter Teppiche. Die Geometrie bleibt dabei lesbar, ohne den Charakter einer industriellen Reproduktion anzunehmen.
Für Shiraz-Teppiche werden kräftige Farben beschrieben, besonders lebhafte Rottöne und warme Brauntöne. Rot kann in persischen Teppichtraditionen als dominanter Grund- oder Akzentton eingesetzt werden, während Braun eine erdige Verbindung zwischen Ornamenten und Fläche herstellt. Die konkrete Farbwirkung hängt vom Zusammenspiel der verwendeten Töne, von der Wolle und vom Aufbau des Musters ab. Bei einem Teppich mit geometrischen Formen tragen Kontraste dazu bei, Kanten und Felder deutlich voneinander abzugrenzen.
Geometrische Muster lassen sich in unterschiedlichen Anordnungen gestalten. Ein Teppich kann ein großes Mittelfeld, wiederkehrende Streifen oder ineinandergreifende Motive zeigen; welche dieser Möglichkeiten verwendet wird, ist nicht aus der Bezeichnung des Musters allein abzuleiten. Sicher ist bei diesem Stück die geometrische Ornamentik. Sie verbindet die regionale Shiraz-Tradition mit einer Gestaltung, deren Formen auch aus größerer Entfernung klar erkennbar bleiben. Die Musterwirkung entsteht aus der Beziehung zwischen Knotenfolge, Farbflächen und Kontur.
Die Einfachheit, die Shiraz-Teppichen im Vergleich zu komplexer ausgearbeiteten Ghashghai-Mustern zugeschrieben wird, bedeutet keine fehlende Gestaltung. Sie verweist vielmehr auf eine konzentrierte Ornamentik, bei der einzelne Formen eine tragende Rolle übernehmen. Der handwerkliche Charakter zeigt sich darin, dass ein Motiv nicht nur als grafische Linie erscheint, sondern durch viele einzelne Wollknoten aufgebaut wird. So verbindet die Oberfläche die Lesbarkeit des geometrischen Entwurfs mit der materiellen Struktur des geknüpften Teppichs.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% natürlicher Wolle, die Knotendichte zwischen 100.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter sowie die geometrischen Ornamente. Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Diese Merkmale beschreiben das Stück sachlich: Es verbindet die regionale Zuordnung zu Shiraz mit einer natürlichen Wollqualität und einer klaren geometrischen Gestaltung.
Shiraz-Teppiche werden als pflegeleicht und strapazierfähig beschrieben. Regelmäßiges Staubsaugen unterstützt die Entfernung von losem Staub. Bei stärkerem Reinigungsbedarf wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Diese Hinweise beziehen sich auf die Pflege handgeknüpfter Wollteppiche und ergänzen die Angaben zu diesem Stück, ohne weitere Eigenschaften vorauszusetzen.
FAQ
Was macht den Shiraz-Perserteppich besonders?
Besonders ist die Verbindung aus Herkunft, Technik und Muster. Der Teppich stammt aus Shiraz in der Provinz Fars und ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% natürlicher Wolle. Geometrische Ornamente und kräftige, lebhafte Farbtöne mit Rot und warmem Braun entsprechen der beschriebenen Shiraz-Tradition. Die Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter und macht die aufwendig geknüpfte Struktur nachvollziehbar. Der Zustand ist als sehr gut angegeben.
Wie pflege ich einen Shiraz-Perserteppich?
Ein Shiraz-Perserteppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich Staub nicht dauerhaft in der Wolloberfläche festsetzt. Für eine gründliche Behandlung ist eine professionelle Teppichreinigung geeignet. Nässe, aggressive Reinigungsmittel und unsachgemäße Behandlung können die natürliche Wolle und die Farbwirkung beeinträchtigen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Bei Flecken empfiehlt sich eine fachgerechte Prüfung, bevor selbst Reinigungsmittel eingesetzt werden.
Woher stammen Shiraz-Teppiche?
Shiraz-Teppiche stammen aus der Stadt Shiraz in der Provinz Fars im Iran. Die Region besitzt eine tief verwurzelte Teppichtradition, in der handgeknüpfte Wollteppiche mit geometrischen Formen eine wichtige Rolle spielen. Die Herkunft steht außerdem in Verbindung mit Ghashghai-Teppichen, die für ihre Qualität bekannt sind. Shiraz-Arbeiten werden dabei häufig als einfacher und unmittelbarer gestaltet beschrieben. Sie gehören zur vielfältigen iranischen Knüpfkunst und sind klar von ihrer regionalen Herkunft geprägt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













