









Perserteppich Shiraz 202 x 110 cm Wolle handgeknüpft
1591$
Handgeknüpfter Shiraz Perserteppich | Knotendichte: Hochwertige Handarbeit | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 202 x 110 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Top, gewaschen und gebraucht
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Beschreibung
Shiraz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Shiraz Perserteppich besteht aus 100% Wolle. Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der orientalischen Teppichherstellung. Sie besitzt eine natürliche, griffige Faserstruktur und wird seit langer Zeit für den Flor handgeknüpfter Teppiche verwendet. Beim Knüpfen wird die Oberfläche nicht in einem industriellen Vorgang erzeugt, sondern Knoten für Knoten aufgebaut. Dadurch entsteht ein textiles Einzelstück, dessen Ausführung unmittelbar mit der Arbeit der knüpfenden Person verbunden ist.
Der Flor dieses Teppichs ist kurz und die Stärke beträgt 1 cm. Ein kurzer Flor lässt die Oberfläche kompakt erscheinen und kann die Konturen eines geometrischen Musters klar zur Geltung bringen. Die Knotendichte wird als hochwertige Handarbeit angegeben. Damit steht die traditionelle Fertigung im Mittelpunkt der Beschreibung: Die Wolle bildet den Flor, die Gestaltung entsteht während des Knüpfens, und die fertige Fläche zeigt die Merkmale einer von Hand ausgeführten Technik.
Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer praktischen und haptischen Eigenschaften geschätzt. Die Fasern können eine strapazierfähige Oberfläche bilden und fühlen sich zugleich angenehm an. Je nach Verarbeitung, Garn und Nutzung entwickelt ein Wollteppich eine eigene textile Struktur. Diese allgemeinen Eigenschaften erklären, weshalb Wolle in vielen Knüpfregionen des Iran eine wichtige Rolle spielt. Bei diesem Stück ist ausschließlich 100% Wolle als Material angegeben.
Handknüpfen unterscheidet sich vom Weben und von maschineller Fertigung durch den Aufbau aus einzelnen Knoten. Die Knoten werden in Reihen gesetzt und anschließend durch Schussfäden und weitere Arbeitsschritte stabilisiert. Die genaue Ausführung kann je nach regionaler Tradition variieren. Unregelmäßigkeiten, die aus der Handarbeit entstehen, gehören dabei zur Herstellung eines individuellen Teppichs. Sie sind nicht mit einer industriell reproduzierten Gleichförmigkeit gleichzusetzen.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Ursprungsregion Schiras in Persien. Schiras, international meist Shiraz geschrieben, liegt im Süden des Iran und ist ein bedeutender Bezugspunkt für die Teppichkultur dieser Region. Die Stadt und ihr weiteres Umfeld stehen für eine vielfältige Verbindung aus städtischen Werkstätten, dörflichen Arbeiten und nomadisch geprägten Traditionen. Deshalb kann der Begriff Shiraz unterschiedliche gestalterische und technische Einflüsse innerhalb der südiranischen Teppichlandschaft umfassen.
Die Geschichte der Teppiche aus der Region ist eng mit der Weitergabe von Wissen innerhalb von Familien und Gemeinschaften verbunden. Kenntnisse über Wolle, Färbung, Knüpftechnik und Muster wurden häufig praktisch vermittelt und über Generationen bewahrt. Bei nomadischen Gruppen konnten Teppiche zugleich Gebrauchsgegenstände und Träger gemeinsamer Gestaltungstraditionen sein. Ihre Muster mussten nicht zwingend nach einer vollständig ausgearbeiteten Zeichnung entstehen, sondern konnten aus einem überlieferten Formenschatz entwickelt und während der Arbeit angepasst werden.
Mit Shiraz ist die Tradition der Ghashghai besonders verbunden. Die Ghashghai sind eine im südlichen Iran beheimatete turksprachige Gemeinschaft mit einer ausgeprägten Web- und Knüpfkultur. Ghashghai-Teppiche werden häufig durch klar gegliederte, geometrische Kompositionen charakterisiert. Rauten, gestufte Linien, Hakenformen, Streifen und wiederholte Felder können in solchen Gestaltungssprachen eine Rolle spielen. Die Bezeichnung verweist damit nicht nur auf ein Muster, sondern auf einen kulturellen und handwerklichen Zusammenhang innerhalb des südlichen Iran.
Nomadisch geprägte Teppiche werden traditionell mit transportablen Webstühlen und den Materialien hergestellt, die in der jeweiligen Lebensumgebung verfügbar sind. Wolle kann aus der eigenen Tierhaltung oder aus regionalem Handel stammen. Die Arbeitsweise muss praktisch, flexibel und an die Größe des Webstuhls angepasst sein. Aus diesen Bedingungen entwickelten sich Muster, die sich in klaren geometrischen Einheiten aufbauen lassen. Die regionale Tradition erklärt also sowohl bestimmte Formen als auch die Bedeutung der handwerklichen Ausführung.
Die Teppichkultur Persiens umfasst viele unterschiedliche Zentren und Arbeitsweisen. In städtischen Manufakturen entstanden häufig Entwürfe mit komplexen floralen Ornamenten, zentralen Medaillons und fein gegliederten Bordüren. In dörflichen und nomadischen Traditionen finden sich dagegen oft stärker abstrahierte Formen und eine eigenständige, rhythmische Flächengliederung. Diese Einordnung beschreibt die allgemeine Entwicklung persischer Teppiche und macht nicht aus jeder regionalen Arbeit ein identisches Muster. Für dieses Stück sind Schiras, Persien und die Ghashghai-Tradition als Herkunftsbezug angegeben.
Die Epoche wird als spätes 20. Jahrhundert von 1970 bis 1999 angegeben. Diese Zeit gehört zur jüngeren Geschichte der iranischen Teppichherstellung. Traditionelle Handknüpfung wurde weiterhin in Familien, Werkstätten und regionalen Produktionszusammenhängen ausgeübt, während persische Teppiche zugleich international gehandelt wurden. Die Datierung zeigt, dass die Technik auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als lebendige Handwerkstradition fortbestand.
Persische Teppiche wurden über Handelswege aus verschiedenen Regionen in andere Länder gebracht. Dadurch verbreiteten sich nicht nur die Teppiche selbst, sondern auch Kenntnisse über ihre Muster und Herstellungsweisen. Dennoch bleibt die regionale Herkunft ein wichtiger Bestandteil ihrer Einordnung. Namen wie Shiraz oder Ghashghai können auf Landschaft, Gemeinschaft, Überlieferung und Arbeitsweise verweisen. Sie sollten nicht ausschließlich als dekorative Stilbezeichnungen verstanden werden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch. Geometrische Kompositionen beruhen auf Linien, Winkeln, abgegrenzten Flächen und wiederkehrenden Formen. Anstelle einer naturalistischen Darstellung entsteht die Bildwirkung durch Ordnung, Wiederholung und Abstraktion. Rauten, Zacken, Haken, Streifen, gestufte Konturen oder miteinander verbundene Felder können zu einer geschlossenen Fläche zusammengesetzt werden. Welche Elemente tatsächlich verwendet werden, gehört zur individuellen Zeichnung dieses Teppichs.
Geometrische Muster passen besonders gut zur handwerklichen Arbeitsweise vieler nomadischer und dörflicher Knüpftraditionen. Ein Motiv kann aus einzelnen Grundformen aufgebaut und Reihe für Reihe in Knoten umgesetzt werden. Dabei kann die knüpfende Person auf Erinnerungen, überlieferte Muster oder eine einfache Vorlage zurückgreifen. Das Ergebnis ist nicht notwendigerweise eine mathematisch vollkommen gleichmäßige Wiederholung. Die handgearbeitete Umsetzung verleiht der Ordnung eine individuelle Struktur.
Im Titel wird der Farbeindruck als edles Gold beschrieben. Goldene Töne können in einer geometrischen Komposition als Grundfarbe, als Akzent oder als verbindendes Element zwischen verschiedenen Musterbereichen erscheinen. Helle und warme Farbbereiche können die Linienzeichnung hervorheben, während kontrastierende Partien die Gliederung der Fläche verstärken. Die konkrete Verteilung der Farben und ihre Beziehung zu den einzelnen Formen sind Teil der individuellen Gestaltung dieses Teppichs.
In orientalischen Teppichen erfüllen Muster mehrere Funktionen. Sie strukturieren die Fläche, geben dem Blick einen Rhythmus und unterscheiden Innenfeld, Umrandung und Bordüre. Ein wiederkehrendes Motiv kann als verbindendes Zeichen über die gesamte Komposition geführt werden. Andere Formen werden an den Rand gesetzt, um einen Übergang zwischen Teppichfläche und Umgebung zu schaffen. Bei geometrischen Entwürfen entsteht die Wirkung häufig aus dem Wechsel zwischen geraden Linien, Winkeln, Zwischenräumen und geschlossenen Formen.
Viele Motive der persischen Teppichkunst haben historische Vorbilder. Formen können aus Pflanzen, Tieren, Sternen, Landschaften, Alltagsgegenständen oder älteren Ornamenten abgeleitet werden. Durch die Vereinfachung während der Überlieferung werden sie zu abstrakten Zeichen. Ihre genaue Bedeutung ist nicht bei jedem Teppich eindeutig festgelegt. Ein Motiv kann je nach Region, Gemeinschaft und Zusammenhang unterschiedlich gelesen werden. Deshalb sollte ein geometrisches Muster als Teil einer regionalen Gestaltungssprache betrachtet werden, ohne ihm automatisch eine einzige feste Botschaft zuzuschreiben.
Die Ghashghai-Tradition wird häufig mit kräftigen geometrischen Formen und einer klaren Flächenaufteilung verbunden. Diese Gestaltungsweise kann ein zentrales Feld, mehrere kleinere Felder oder eine fortlaufende Musterung nutzen. Auch Bordüren können aus wiederholten geometrischen Elementen bestehen. Die Handarbeit erlaubt dabei kleine Unterschiede in Kontur, Abstand und Ausrichtung. So verbinden sich überlieferte Formensprache und die individuelle Ausführung der jeweiligen Arbeit.
Ein geometrischer Teppich lässt sich in unterschiedlichen Einrichtungszusammenhängen einsetzen, weil seine Wirkung nicht von einer naturalistischen Szene abhängt. Klare Formen können mit traditionellen Möbeln ebenso wie mit schlichteren modernen Flächen kombiniert werden. Diese allgemeine gestalterische Eigenschaft sagt nichts über eine bestimmte Raumwirkung dieses einzelnen Stücks aus. Sie beschreibt lediglich, weshalb geometrische Muster in der Innenraumgestaltung vielseitig verwendet werden.
Besonderheiten
Der Teppich wird als Top, gewaschen und gebraucht beschrieben. Der gebrauchte Zustand gehört zu seiner Geschichte als textiles Einzelstück. Die Angabe gewaschen bezeichnet eine bereits erfolgte Reinigung. Zusätzlich wird der Teppich als für Fußbodenheizung geeignet, rutschsicher und umweltfreundlich angegeben. Diese Eigenschaften sind Teil der Produktbeschreibung und ergänzen die Angaben zu Material, Flor und Herstellung.
Als handgeknüpfter Perserteppich aus Schiras verbindet dieses Stück 100% Wolle, einen kurzen Flor, ein geometrisches Muster und einen goldenen Farbeindruck mit dem Ghashghai-Traditionsbezug. Es wird dem späten 20. Jahrhundert zugeordnet und als gewaschener, gebrauchter Teppich in Top-Zustand beschrieben. Die Kombination aus Herkunft, Material und Handarbeit macht die Identität dieses einzelnen Teppichs aus. Da handgeknüpfte Arbeiten nicht industriell identisch reproduziert werden, bleibt jedes Stück in seiner konkreten Zeichnung eigenständig.
FAQ
Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?
Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Ruhige, gleichmäßige Bewegungen helfen dabei, Staub und lose Partikel aus dem kurzen Wollflor zu entfernen, ohne die Oberfläche unnötig zu beanspruchen. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ist ebenfalls empfehlenswert. Fachleute können die Wollfasern, die Knüpftechnik und den Zustand des Teppichs bei der Wahl der Reinigungsmethode berücksichtigen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Bei stärkeren Verschmutzungen oder Feuchtigkeit ist eine fachkundige Reinigung geeigneter als ungeprüfte Haushaltsmittel.
Woher stammen die Muster auf einem Perserteppich?
Die Muster persischer Teppiche sind häufig regional geprägt. Sie spiegeln die kulturellen, historischen und handwerklichen Hintergründe der jeweiligen Herkunftsregion wider. Formen können aus der Natur, dem täglichen Leben oder älteren Ornamenttraditionen stammen. Im Lauf der Zeit werden sie vereinfacht, neu angeordnet und innerhalb von Familien oder Werkstätten weitergegeben. Im Umfeld von Shiraz und Ghashghai nehmen geometrische Formen einen wichtigen Platz ein. Ihre Bedeutung ist jedoch nicht immer eindeutig festgelegt. Sie entsteht oft aus dem Zusammenspiel von Form, Farbe, Anordnung und regionaler Überlieferung.
Wie erkenne ich die Qualität eines Perserteppichs?
Die Qualität eines Perserteppichs lässt sich nicht an einem einzigen Merkmal ablesen. Eine Rolle spielen die Knotenzahl pro Quadratmeter, die Beschaffenheit der verwendeten Wolle oder Seide sowie die Klarheit und Komplexität des Musters. Auch die handwerkliche Ausführung, die Struktur des Flors und der Erhaltungszustand müssen gemeinsam betrachtet werden. Ein hochwertiger Teppich ist in der Regel handgeknüpft und zeigt deutliche Merkmale traditioneller Handarbeit. Bei diesem Stück sind 100% Wolle, hochwertige Handarbeit, ein kurzer Flor, ein geometrisches Muster sowie ein gewaschener und gebrauchter Top-Zustand angegeben. Diese Eigenschaften bilden zusammen die Grundlage für seine Einordnung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |

















