Perserteppich Sarough 325x244cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2485$Aktueller Preis ist: 1065$

Handgeknüpfter Sarough Farahan Perserteppich | Knotendichte: ca. 160.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 325x244cm | Muster: Sarough Farahan Medaillon | Zustand: Guter Zustand

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Inventarnummer: 1001200003821

Beschreibung

Sarough Farahan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Sarough Farahan ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette zu 100% aus Baumwolle gefertigt ist. Die beiden Materialien erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben. Die Wolle bildet die sichtbare, weiche Floroberfläche. Die Baumwolle bildet die Kettstruktur, in die die Knoten eingearbeitet werden. Diese Verbindung gehört zu den traditionellen Grundlagen der persischen Teppichherstellung und schafft die textile Basis für ein klar aufgebautes Muster.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die Kette gesetzt. Die Arbeit erfolgt Reihe für Reihe und erfordert eine gleichmäßige Spannung der Kettfäden sowie eine sorgfältige Führung des Musters. Nach einer Reihe werden Schussfäden eingetragen und verdichtet. Dadurch wird die Konstruktion stabilisiert, bevor die nächsten Knoten folgen. Die Oberfläche entsteht somit unmittelbar aus dem Aufbau des Teppichs und wird nicht nachträglich auf ein fertiges Gewebe aufgebracht.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt ca. 160.000 Knoten/qm. Allgemein bezeichnet die Knotendichte die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Sie ist ein technisches Merkmal, anhand dessen sich die Feinheit und Detailfähigkeit einer Knüpfarbeit beschreiben lassen. Eine höhere Dichte kann engere Linien, feinere Konturen und eine differenziertere Darstellung kleiner Ornamente ermöglichen. Entscheidend bleibt dabei immer das Zusammenspiel aus Material, Knüpftechnik und Musteraufbau.

Der Teppich ist in natürlichen Farben gehalten. Bei einer solchen Farbgestaltung liegt der Schwerpunkt auf einer zurückhaltenden, ausgewogenen Tonwirkung. Naturtöne können die Gliederung eines Medaillons und seiner begleitenden Ornamente ruhig miteinander verbinden. Zusammen mit dem Wollflor entsteht eine textile Oberfläche, deren Wirkung sowohl durch die Farbe als auch durch die handwerkliche Struktur bestimmt wird.

Handgeknüpfte Teppiche werden nicht als vollständig identische Serienprodukte hergestellt. Die Ausführung entsteht durch die Arbeit an einem einzelnen Knüpfstuhl und durch die fortlaufende Umsetzung der Vorlage in Knotenreihen. Dadurch ist jeder Teppich ein Unikat. Bei diesem Stück treffen die handwerkliche Fertigung, der Wollflor, die Baumwollkette, die natürliche Farbgebung und das Sarough-Farahan-Medaillon in einer konkreten Ausführung zusammen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Zentral-Persien und ist als Sarough Farahan bezeichnet. Sarough und Farahan gehören zu den traditionsreichen Namen der persischen Teppichwelt. Die Bezeichnung verweist auf eine regionale Knüpftradition innerhalb Irans und zugleich auf eine Gestaltungssprache, die mit bestimmten Aufteilungen, Ornamenten und Farbkonzepten verbunden wird. Sarough wird auch als Farahan bezeichnet, weshalb beide Namen in der Herkunftsangabe gemeinsam erscheinen.

Die Knüpftradition dieser Region reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Wie in vielen persischen Teppichgebieten wurden Kenntnisse über die Vorbereitung der Kette, den Umgang mit Wolle, die Einteilung des Feldes und die Ausführung von Bordüren über Generationen weitergegeben. Tradition bedeutet dabei nicht nur die Wiederholung eines einzelnen Entwurfs. Sie umfasst auch die Beherrschung des Webstuhls, die Auswahl geeigneter Materialien und die Fähigkeit, ein Muster in fortlaufenden Knotenreihen umzusetzen.

Sarough-Farahan-Teppiche sind für eine Verbindung aus floralen Mustern, geometrischen Formen und traditionellen Symbolen bekannt. Diese Elemente können in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander auftreten. Ein Mittelfeld kann durch ein zentrales Ornament bestimmt sein, während Nebenmotive, Ecklösungen und Bordüren die Fläche ordnen. Die regionale Herkunft beschreibt daher einen Formenschatz und eine handwerkliche Tradition, nicht nur eine einzige festgelegte Zeichnung.

Die persische Teppichherstellung entwickelte sich in engem Zusammenhang mit dem häuslichen und regionalen Gebrauch von Textilien. Teppiche konnten Räume schmücken, den Boden bedecken und zugleich die Fähigkeiten einer Knüpferin oder eines Knüpfers sichtbar machen. Muster wurden aus Vorlagen, überlieferten Bildideen und regionalen Gewohnheiten weiterentwickelt. Die Wirkung eines Teppichs entstand aus der Verbindung von Funktion, Material und Ornament. Diese Verbindung prägt die historische Bedeutung persischer Knüpfarbeiten bis heute.

Technisch beginnt ein handgeknüpfter Teppich mit der Kette. Die parallel gespannten Kettfäden bilden das Gerüst. In dieses Gerüst werden die Florfäden geknotet. Je nach Knüpftechnik wird der Knoten um bestimmte Kettfäden gelegt und anschließend festgezogen. Schussfäden halten die Reihen zusammen und werden mit einem Werkzeug verdichtet. Danach wird der Flor bearbeitet, damit sich eine gleichmäßige Oberfläche und eine lesbare Zeichnung entwickeln können.

Die Wahl von Wolle und Baumwolle hat in dieser Tradition eine lange Geschichte. Wolle eignet sich für den Flor, weil sie eine elastische, griffige Faser mit natürlicher Widerstandsfähigkeit ist. Baumwolle kann als Kettmaterial eine gleichmäßige Grundlage bilden. Die konkreten Materialien dieses Teppichs entsprechen damit einer verbreiteten technischen Verbindung in der persischen Knüpfkunst. Die Herkunft wird nicht allein durch den Namen, sondern auch durch die handwerkliche Konstruktion und die überlieferte Musterordnung erfahrbar.

Die Region Sarough Farahan steht außerdem für eine große Bandbreite innerhalb eines gemeinsamen Stils. Werkstätten und Knüpfende konnten traditionelle Formen unterschiedlich ausarbeiten. Mal steht ein Medaillon deutlich im Mittelpunkt, mal nimmt ein Allover-Muster die gesamte Fläche ein. Florale Ranken können streng symmetrisch oder freier angeordnet sein. Diese Vielseitigkeit erklärt, warum regionale Teppichnamen sowohl als Herkunftsbezeichnung als auch als Hinweis auf eine bestimmte gestalterische Tradition verwendet werden.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Sarough Farahan Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon ist ein betontes Zentralmotiv im Mittelfeld. Es bildet den visuellen Schwerpunkt und ordnet die umgebenden Formen. Je nach Entwurf kann es rund, oval, polygonal oder aus mehreren ineinandergreifenden Formen aufgebaut sein. Entscheidend ist die Funktion als Zentrum der Komposition. Das übrige Muster steht mit diesem Zentrum in Beziehung und führt den Blick über die Fläche.

Eine Medaillonkomposition besteht häufig aus mehreren klar unterscheidbaren Bereichen. Das zentrale Feld wird von Seitenzonen, Eckmotiven und einer oder mehreren Bordüren begleitet. Solche Übergänge schaffen eine hierarchische Ordnung: Das Auge erkennt zunächst die Mitte, nimmt anschließend die ergänzenden Ornamente auf und folgt schließlich dem Rahmen. Symmetrie unterstützt dabei die Balance, während kleinere Abweichungen und handwerkliche Eigenheiten die Ausführung eines handgeknüpften Teppichs prägen können.

Sarough-Muster greifen traditionell auf florale und geometrische Formen zurück. Blüten, Blätter und Ranken können stilisiert dargestellt und zu wiederkehrenden Ornamenten verbunden werden. Geometrische Konturen geben diesen Formen Halt und erzeugen einen regelmäßigen Rhythmus. Traditionelle Symbole erweitern den Bildvorrat um Zeichen, die in der persischen Ornamentik über lange Zeit weitergegeben wurden. Das Ergebnis ist eine Gestaltung, in der Naturformen und Ordnung zusammenwirken.

Die natürlichen Farben dieses Stücks unterstützen die geschlossene Wirkung des Medaillons. Zurückhaltende Farbtöne können die einzelnen Musterzonen miteinander verbinden und die Konturen sanft statt hart erscheinen lassen. Bei traditionellen Teppichen ist Farbe nicht nur Dekoration. Sie hilft, Vordergrund und Hintergrund voneinander zu unterscheiden, betont die Richtung von Ranken und macht die Gliederung von Feld und Bordüre lesbar. Eine natürliche Palette lenkt die Aufmerksamkeit auf diese Beziehungen.

Die Musterwirkung entsteht bei einem handgeknüpften Teppich aus der Folge vieler einzelner Knoten. Linien werden nicht gezeichnet, sondern aus der Anordnung farbiger Florfäden aufgebaut. Kleine Formen benötigen deshalb eine genaue Abstimmung zwischen Vorlage, Knotenfolge und Farbwechsel. Die Knotendichte trägt zur möglichen Detailausarbeitung bei, während die Wolle der Oberfläche eine eigene textile Tiefe gibt. Das Design ist somit untrennbar mit der technischen Herstellung verbunden.

In der persischen Gestaltungstradition können Medaillons sowohl streng geordnet als auch reich mit Nebenmotiven ausgearbeitet sein. Wiederholte Ranken führen von der Mitte zu den Seiten, Eckmotive vermitteln zwischen Feld und Bordüre, und Rahmenornamente schließen die Komposition ab. Die Bordüre hat dabei nicht nur eine begrenzende, sondern auch eine verbindende Funktion. Sie nimmt Formen aus dem Mittelfeld auf und führt sie in einem umlaufenden Rhythmus weiter.

Die Bezeichnung Sarough Farahan Medaillon beschreibt daher mehrere Ebenen zugleich: die regionale Tradition, den Aufbau mit einem zentralen Motiv und die Verbindung von floraler sowie geometrischer Ornamentik. Sie sagt nicht, dass jedes Stück derselben Vorlage exakt gleich folgt. Vielmehr verweist sie auf eine Gruppe von Gestaltungsprinzipien, die in unterschiedlichen handgeknüpften Teppichen jeweils eigenständig umgesetzt werden. Dieses Stück verbindet diese Mustertradition mit natürlichen Farben.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus Zentral-Persien, die Bezeichnung Sarough Farahan und das Sarough Farahan Medaillon. Hinzu kommen die natürlichen Farben sowie die klar ausgewiesene Materialkombination aus 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette. Die handgeknüpfte Herstellung und die angegebene Knotendichte vervollständigen die Beschreibung seiner konkreten Ausführung.

Der Teppich befindet sich in gutem Zustand. Als handgeknüpftes Einzelstück ist er nicht als vollkommen identische Serienware entstanden. Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz empfohlen. Bei Flecken kann ein feuchtes Tuch mit milder Seife verwendet werden. Aggressive Chemikalien sollten vermieden werden, da sie die Farben beschädigen können. Die natürliche Farbgebung und die handwerkliche Oberfläche machen eine schonende Behandlung besonders sinnvoll.

FAQ

Wie pflege ich diesen Perserteppich?

Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz hält die Oberfläche sauber und behandelt den Flor schonend. Bei einem Fleck kann ein feuchtes Tuch mit milder Seife verwendet werden. Stark reibende Mittel und aggressive Chemikalien sollten vermieden werden, weil sie die Farben beschädigen können. Eine vorsichtige Reinigung erhält die natürliche Farbwirkung und unterstützt den gepflegten Zustand des handgeknüpften Teppichs.

Woher stammt der Sarough Farahan und was zeichnet ihn aus?

Dieser Teppich stammt aus Zentral-Persien und ist als Sarough Farahan bezeichnet. Sarough beziehungsweise Farahan gehört zu den bekannten persischen Teppichregionen mit einer über mehrere Jahrhunderte gewachsenen Knüpftradition. Charakteristisch für die regionale Gestaltung sind die Verbindung von floralen Mustern, geometrischen Formen und traditionellen Symbolen. Bei diesem Stück kommt dazu ein Sarough Farahan Medaillon in natürlichen Farben.

Was kennzeichnet einen handgeknüpften Perserteppich?

Bei einem handgeknüpften Perserteppich wird der Flor Knoten für Knoten in die Kette eingearbeitet. Schussfäden stabilisieren und verdichten die einzelnen Reihen, sodass Gewebe, Oberfläche und Muster allmählich entstehen. Die Technik erlaubt eine detailreiche, individuell ausgeführte Ornamentik und macht jeden Teppich zu einem Unikat. Dieses Stück besitzt einen Flor aus 100% Wolle, eine Kette aus 100% Baumwolle, eine Knotendichte von ca. 160.000 Knoten/qm und ein Sarough Farahan Medaillon.

Zusätzliche Informationen
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