Perserteppich Sarough 305 x 208 cm Wolle handgeknüpft

2897$

Handgeknüpfter Sarough Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 305 x 208 cm | Muster: Floral mit Medaillon | Zustand: Neu, unbenutzt

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Inventarnummer: 4BD29075

Beschreibung

Sarough Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Sarough Farahan Sherkat Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Damit sind die Materialien für Flor und tragende Grundstruktur klar voneinander unterschieden. Bei einem handgeknüpften Teppich wird die Kette zunächst auf dem Webstuhl gespannt. Die Florfäden werden anschließend Knoten für Knoten an dieser Kette befestigt. Schussfäden und das Verdichten der einzelnen Arbeitsreihen stabilisieren die Konstruktion.

Die Schurwolle besitzt eine natürliche, griffige Faserstruktur und wird im Teppichhandwerk wegen ihrer Strapazierfähigkeit verwendet. Ein Wollflor kann sich angenehm unter den Füßen anfühlen und trägt zu einer warmen Ausstrahlung der Oberfläche bei. Wolle verfügt außerdem über wärmeregulierende Eigenschaften. Sie kann Wärme aufnehmen und wieder abgeben, wodurch ein Teppich aus Wolle sowohl in der warmen als auch in der kalten Jahreszeit als angenehm empfunden werden kann.

Die Baumwolle der Kette bildet das Gerüst, in dem die Knoten verankert sind. Ihre Aufgabe unterscheidet sich damit von der des sichtbaren Flors. Während die Kette für die Stabilität und Form des Teppichs wichtig ist, bestimmt der Flor den Griff, die Optik und das Laufgefühl. Die handwerkliche Verbindung beider Materialien ist ein grundlegendes Merkmal vieler handgeknüpfter Teppiche. Das Muster entsteht dabei nicht nachträglich durch einen Aufdruck, sondern wird während der Arbeit aus farbigen Garnen aufgebaut.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine dichte Knüpfung erlaubt bei entsprechender Zeichnung die Ausarbeitung feiner Konturen und kleiner Ornamente. Die Knotenzahl ist jedoch immer gemeinsam mit Garnstärke, Flor und handwerklicher Ausführung zu betrachten. Bei der Handarbeit wird jeder Knoten einzeln gesetzt. Dadurch können innerhalb einer überlieferten Mustertradition individuelle Linien, Übergänge und kleine Abweichungen entstehen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird als Sarough Farahan Sherkat bezeichnet. Sarough ist eine bekannte Teppichregion im Iran. Persische Teppiche werden nach regionalen Traditionen, ihrer Zeichnung und ihrer handwerklichen Ausführung unterschieden. Eine Herkunftsbezeichnung beschreibt deshalb nicht nur einen geografischen Raum, sondern verweist auch auf eine gewachsene Formensprache und auf bestimmte Vorstellungen von Feldaufbau, Ornament und Bordüre.

Die persische Teppichherstellung entwickelte sich in unterschiedlichen Städten und Dörfern zu jeweils eigenen Ausprägungen. Werkstätten und Knüpfer übernahmen überlieferte Entwürfe, passten sie aber an die verfügbare Wolle, die gewünschte Größe und die jeweilige Gestaltung an. So entstanden innerhalb einer Region verwandte Muster mit individuellen Varianten. Die Weitergabe des Wissens erfolgte über viele Generationen. Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Einsetzen der Knoten, die Farbverteilung und das Nacharbeiten der Oberfläche gehören zu diesem handwerklichen Zusammenhang.

Bei einem traditionellen Knüpfteppich beginnt die Arbeit mit der Vorbereitung des Webstuhls. Die Kettfäden werden in gleichmäßiger Anordnung befestigt. Danach werden die Knoten in Reihen eingearbeitet. Zwischen den Knotenreihen liegen Schussfäden, die den Aufbau zusammenhalten. Mit einem Werkzeug werden die Fäden verdichtet. Nach und nach wächst so aus der Grundstruktur eine textile Fläche. Die Zeichnung wird dabei aus vielen kleinen Entscheidungen aufgebaut: Ein einzelner Knoten kann Teil einer Blüte, einer Ranke, eines Medaillons oder einer Bordüre sein.

Sarough-Teppiche sind mit einer geordneten, häufig floralen Gestaltung verbunden. Die regionale Tradition verbindet dekorative Motive mit einer klaren Gesamtkomposition. Farahan steht innerhalb der persischen Teppichkunde für eine weitere regionale und stilistische Einordnung. Sherkat ist Bestandteil der im Titel genannten Bezeichnung dieses Teppichs. Die Namen Sarough, Farahan und Sherkat bilden somit die überlieferte Benennung des vorliegenden Modells und ordnen es in den Zusammenhang persischer Knüpfkunst ein.

Persische Teppiche wurden über lange Zeit durch Handel und kulturellen Austausch bekannt. Ihre Muster wurden in unterschiedlichen Regionen aufgenommen, verändert und neu kombiniert. Dabei blieben viele Grundideen erhalten: ein gegliedertes Innenfeld, ein betonter Mittelpunkt, ornamentale Ranken und eine rahmende Bordüre. Die regionale Ausführung zeigt sich in den Proportionen, der Linienführung und dem Verhältnis zwischen großen und kleinen Formen. Handgeknüpfte Teppiche sind deshalb zugleich Gebrauchsgegenstände und textile Zeugnisse einer überlieferten Gestaltungskultur.

Auch die Farben gehören zur Geschichte persischer Teppiche. Färber und Knüpfer ordneten Farbtöne so an, dass Pflanzenformen, Medaillons und Bordüren voneinander lesbar blieben. Ein ruhiger Grundton kann größere Ornamente zusammenfassen, während kontrastierende Farben einzelne Konturen hervorheben. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Garn, Knoten, Zeichnung und Licht. Nicht ein einzelnes Element, sondern die gesamte Ordnung der Fläche bestimmt den Charakter einer regionalen Komposition.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist floral mit Medaillon. Ein Medaillon bezeichnet in der persischen Teppichgestaltung ein hervorgehobenes Ornament im Zentrum des Innenfeldes. Es kann rund, oval, rautenförmig oder aus verschachtelten Konturen aufgebaut sein. Seine Aufgabe besteht darin, der Fläche einen Mittelpunkt und eine erkennbare Ordnung zu geben. Von diesem Zentrum aus können weitere Ornamente symmetrisch, spiegelbildlich oder rhythmisch über das Feld verteilt werden.

Florale Muster verwenden stilisierte Blüten, Blätter, Ranken und Zweige. Sie sind keine naturgetreue botanische Darstellung, sondern eine ornamentale Sprache. Eine Blüte kann durch wenige geometrisch geordnete Formen angedeutet werden; eine Ranke kann den Blick durch das Feld führen und verschiedene Motive miteinander verbinden. Wiederholungen schaffen Rhythmus, während Größenunterschiede und Richtungswechsel die Komposition gliedern.

Bei einer floral-medallionartigen Gestaltung arbeiten Mittelpunkt und Umgebungsornament zusammen. Das Auge nimmt zunächst das zentrale Medaillon wahr und folgt anschließend den floralen Formen in das Innenfeld. Nebenmotive können den Übergang zwischen Mitte und Rand gestalten. Eine Bordüre fasst den Teppich nach außen und stellt einen Abschluss für die innere Zeichnung her. So entsteht ein Aufbau aus Zentrum, Feld und Rahmen, der in vielen persischen Teppichtraditionen vorkommt.

Die beige Farbgebung dieses Teppichs bestimmt seinen Grundcharakter. Beige kann als ruhiger Hintergrund dienen oder als verbindender Ton zwischen mehreren Ornamentfarben eingesetzt werden. Bei einem Medaillonmuster unterstützt ein zurückhaltender Grund die Unterscheidung zwischen zentralem Motiv und floraler Umgebung. Die Farbe wirkt dabei nicht unabhängig von der Knüpfung: Die Oberfläche des Wollflors, die Richtung der Knoten und die Dichte der Fäden beeinflussen, wie ein Farbton im Raum erscheint.

Persische Muster verbinden häufig organische Formen mit geometrischer Ordnung. Blätter und Ranken wirken weich und geschwungen, werden aber durch Achsen, Wiederholungen und symmetrische Bezüge kontrolliert. Auch ein florales Muster kann deshalb eine klare Geometrie besitzen. Die Knüpfer übertragen die Zeichnung Schritt für Schritt in einzelne Knoten. Bei höherer Knotendichte lassen sich Konturen, kleine Blätter und Übergänge differenzierter ausführen, sofern der Entwurf entsprechend angelegt ist.

Die traditionelle persisch-orientalische Stilrichtung beruht auf dieser Verbindung aus dekorativer Pflanzensymbolik, geordnetem Aufbau und handwerklicher Ausführung. Ein Medaillon kann die Komposition konzentrieren, während die floralen Elemente für Bewegung innerhalb des Feldes sorgen. Dadurch bleibt das Muster dekorativ und strukturiert zugleich. Die Bezeichnung floral mit Medaillon beschreibt bei diesem Teppich daher sowohl das zentrale Gestaltungselement als auch die Art der umgebenden Ornamentik.

Besonderheiten

Der Teppich ist neu und unbenutzt. Er hat eine beige Farbgebung, ein florales Muster mit Medaillon und eine traditionelle persisch-orientalische Stilrichtung. Als Sarough Farahan Sherkat ist er handgeknüpft und mit einem Flor aus 100% Schurwolle sowie einer Kette aus 100% Baumwolle ausgeführt. Die Produktbeschreibung nennt ihn als für Fußbodenheizung geeignet.

Für Wohn- und Schlafräume wird der Teppich als geeignet beschrieben. Zur Pflege gehören regelmäßiges Staubsaugen und das sofortige Abwischen von Flecken. Eine professionelle Teppichreinigung alle paar Jahre kann dazu beitragen, Farbe und Struktur zu bewahren. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Bei der Nutzung auf Fußbodenheizung sollte die Temperatur nicht zu hoch eingestellt werden, um die Lebensdauer des Teppichs zu unterstützen.

FAQ

Was ist ein Perserteppich?

Ein Perserteppich ist ein handgeknüpfter Teppich aus dem Iran, der früher auch Persien genannt wurde. Kennzeichnend sind die Verbindung aus regionaler Knüpftradition, sorgfältig aufgebauten Mustern und Materialien wie Wolle oder Seide. Häufige Gestaltungselemente sind florale Ornamente, Medaillons, Ranken und Bordüren. Eine hohe Knotendichte kann eine detaillierte Zeichnung ermöglichen. Bei diesem Teppich verweisen die Herkunft Persien, die Bezeichnung Sarough Farahan Sherkat, die Handknüpfung und das florale Muster mit Medaillon auf die persische Tradition.

Wie pflege ich meinen Sarough Farahan Sherkat Teppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor festsetzen. Frische Flecken sollten sofort vorsichtig abgewischt werden. Reiben kann Flüssigkeiten und Schmutz tiefer in die Wollfasern einarbeiten und sollte deshalb vermieden werden. Eine professionelle Teppichreinigung alle paar Jahre hilft dabei, Farbe und Struktur zu erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden, da sie zum Ausbleichen der Farben beitragen kann. Eine gründliche Reinigung sollte auf die handgeknüpfte Konstruktion und den Wollflor abgestimmt sein.

Ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet?

Ja, der Sarough Farahan Sherkat Orientteppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Die hochwertige Wolle sorgt für ein angenehmes Wärmegefühl und besitzt wärmeregulierende Eigenschaften. Die Temperatur sollte nicht zu hoch eingestellt werden, damit die Nutzung die Lebensdauer des Teppichs nicht unnötig belastet. Eine gleichmäßige Wärme und eine sachgerechte Pflege unterstützen den Erhalt von Flor, Farbe und Struktur.

Zusätzliche Informationen
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