















Perserteppich Nain ca. 345 x 208 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4260$1136$Aktueller Preis ist: 1136$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9la (9 Garnschichten), ca. 420.000-490.000 Knoten/qm | Material: Flor 97% Schurwolle, 3% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 345 x 208 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Sehr gut, gewaschen, Fransen eingenäht
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000295
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 97 Prozent Schurwolle und 3 Prozent Seide, während die Kette aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Schurwolle und Seide gehört zu den kennzeichnenden Materialkonzepten feiner Nain-Teppiche: Wolle gibt dem Flor Körper, Griff und Widerstandsfähigkeit, während Seide für eine glatte Oberfläche und feine Akzente eingesetzt wird. Die Baumwollkette bildet die textile Grundlage, in der die einzelnen Knoten verankert sind.
Die angegebene Knotendichte beträgt 9la, also neun Garnschichten, mit etwa 420.000 bis 490.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Konstruktion verlangt eine sorgfältige Einteilung des Musters und eine präzise Führung des Knüpfmaterials. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes einzelne Florbüschel in einem eigenen Arbeitsschritt. Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren und ausgerichtet, damit Konturen, Flächen und Farbwechsel klar lesbar bleiben. Die feine Ausarbeitung unterstützt den formellen Charakter, der Nain-Teppichen zugeschrieben wird.
Der Teppich wurde gewaschen. Sein Zustand ist als sehr gut angegeben. Die Fransen wurden eingenäht. Diese Angaben beschreiben die Ausführung und den gegenwärtigen Zustand dieses einzelnen Stücks, ohne darüber hinausgehende Aussagen über seine Herstellungsgeschichte zu machen. Die Materialkombination bleibt dabei klar erkennbar: ein überwiegend aus Schurwolle bestehender Flor mit einem kleinen Seidenanteil auf einer Baumwollkette.
Herkunft und Tradition
Nain-Teppiche stammen aus der Stadt Nain und ihrer Umgebung in der Provinz Isfahan im Zentraliran. Nain liegt auf der zentralen iranischen Hochebene in einer heißen und trockenen Landschaft. Die Stadt ist für ihre Textiltradition und für ihre Teppiche bekannt. Die Herstellung von Wolltüchern und anderen Textilien reicht dort deutlich weiter zurück als die moderne Teppichproduktion. Gerade diese textile Grundlage erklärt, weshalb Nain heute mit einer kontrollierten, feinen und regelmäßig wirkenden Knüpfweise verbunden wird.
Die Teppichherstellung in Nain entwickelte sich vergleichsweise spät. Die Weber konnten dabei auf Kenntnisse zurückgreifen, die in der lokalen Tuch- und Textilherstellung über Generationen weitergegeben worden waren. Als sich westliche Kleidungsformen verbreiteten und der Absatz traditioneller Wolltextilien zurückging, wurden die vorhandenen Fertigkeiten zunehmend auf handgefertigte Teppiche übertragen. So entstand eine eigenständige Nain-Tradition, die textile Präzision mit den Gestaltungsvorstellungen der persischen Teppichkunst verbindet.
Ein wichtiger Bezugspunkt für Nain ist Isfahan. Die benachbarte Stadt besitzt eine lange und einflussreiche Tradition der persischen Teppichkunst, und Nain übernahm zahlreiche gestalterische und technische Anregungen aus diesem Umfeld. Nain-Teppiche sind Isfahan-Teppichen deshalb häufig ähnlich, bleiben aber durch ihre eigene Farbwirkung, den glatt geschnittenen Flor und die charakteristische Zeichnung unterscheidbar. Die Herkunft aus Nain bezeichnet somit nicht nur einen geografischen Ort, sondern auch eine bestimmte Verbindung von feiner Knüpfarbeit, klarer Ornamentik und ausgewogener Farbgestaltung.
Die Landschaft Nains hat ebenfalls ihren Einfluss auf die lokale Kultur. Die trockene Hochebene, die historischen Siedlungsstrukturen und die überlieferten Formen des Handwerks prägen den Hintergrund, vor dem sich die Teppichproduktion entwickelte. Nain wird als historische Stadt mit vorislamischen Spuren beschrieben. Gleichzeitig ist die Teppichherstellung dort im Vergleich zur sehr langen Geschichte der Stadt ein jüngerer Wirtschaftszweig. Ihre Bedeutung beruht auf der Übertragung älterer Textilkenntnisse in ein spezialisiertes Handwerk.
Bei Nain-Knüpfungen werden traditionell asymmetrische persische Knoten verwendet. Wolle im Flor und Baumwolle in der Kette gehören zu den typischen Konstruktionsmerkmalen; in feineren Ausführungen kann zusätzlich Seide eingesetzt werden. Der Flor wird häufig kurz und gleichmäßig geschnitten, damit die Zeichnung präzise hervortritt. Seide kann dabei nicht nur als Materialanteil im Flor, sondern in der regionalen Tradition auch als feine Betonung von Blumen, Arabesken und Konturen erscheinen. Diese technischen Entscheidungen machen die Nain-Herkunft im Erscheinungsbild nachvollziehbar, ohne jedes Stück auf dieselbe Gestaltung festzulegen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj verbindet Eckzwickel mit einem zentralen Toranj, also einem Medaillon. Das Medaillon gibt dem Feld eine klare Mitte, während die Zwickel die Ecken ordnen und den Übergang zwischen Zentrum und Bordüre vermitteln. Diese Art der Anlage gehört zu den klassischen Prinzipien persischer Teppichkompositionen: Ein zentrales Motiv schafft Orientierung, und die umliegenden Ranken sowie Nebenformen führen den Blick kontrolliert durch die Fläche.
Das Toranj-Medaillon kann rund, oval oder in einer stärker gegliederten Form gestaltet sein. Entscheidend ist seine Funktion als Schwerpunkt der Komposition. Bei Nain-Mustern wird ein solches Zentrum häufig von fein gezeichneten floralen Ranken, Blättern und Arabesken begleitet. Die Linien wirken dabei nicht zufällig verteilt, sondern folgen einer symmetrischen oder streng ausgewogenen Ordnung. Durch die feine Knüpfung lassen sich schmale Konturen und kleine Binnenformen differenziert ausarbeiten.
Arabeske Formen beruhen auf geschwungenen Linien, die sich verzweigen, ineinander übergehen und wieder in Blüten oder Blätter zurückführen. In der persischen Teppichkunst schaffen sie eine Verbindung zwischen geometrischer Ordnung und pflanzlicher Anmutung. Bei einem Nain-Medaillon steht das florale Rankenwerk oft in einem geregelten Verhältnis zum Zentrum. Die Zeichnung kann dadurch zugleich fein gegliedert und geschlossen wirken. Die Bezeichnung des vorliegenden Musters legt die Komposition fest, ohne zusätzliche Farbangaben für dieses Stück vorauszusetzen.
Nain-Teppiche werden häufig mit einer formellen Farbwelt aus Blau, Beige, Elfenbein, Grün oder Bordeaux in Verbindung gebracht. Diese Farben bilden in der regionalen Gestaltungstradition Kontraste zwischen Grund, Ornament und Kontur. Blau kann dem Medaillon Tiefe geben, während helle Fondfarben die Zeichnung deutlich absetzen. Dunklere Linien helfen, Ranken und Blüten voneinander zu trennen. Welche Farben an einem einzelnen Teppich tatsächlich verwendet wurden, richtet sich jedoch immer nach seiner eigenen Ausführung. Für dieses Stück ist die Musterbezeichnung Lachak-Toranj Nain-Medaillon überliefert.
Die Bordüre übernimmt bei einer Medaillonkomposition eine wichtige ordnende Aufgabe. Sie fasst das Innenfeld ein und bildet einen visuellen Abschluss an den Längs- und Querseiten. In Nain-Entwürfen werden dafür häufig wiederkehrende Blüten, Ranken und schmale Nebenbordüren verwendet. Ein sorgfältig geknüpftes Muster hält die Abstände zwischen den Motiven gleichmäßig und lässt die innere Zeichnung trotz ihrer Feinheit zusammenhängend erscheinen. Das Prinzip der Wiederholung sorgt dafür, dass sich das Ornament über die Fläche hinweg als einheitliches Ganzes lesen lässt.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die angegebene 9la-Ausführung mit neun Garnschichten, die feine Knotendichte sowie der Flor aus Schurwolle mit Seidenanteil. Die Kette aus Baumwolle ergänzt diese Konstruktion. Zusammen ergeben diese Angaben ein klares Bild der technischen Anlage, ohne die Materialien auf eine andere Zusammensetzung zu erweitern.
Der Zustand ist als sehr gut beschrieben. Der Teppich wurde gewaschen, und die Fransen wurden eingenäht. Damit sind auch die im Ausgangstext ausdrücklich genannten Pflege- und Ausführungsmerkmale berücksichtigt. Die Bezeichnung Lachak-Toranj Nain-Medaillon verweist zugleich auf die Verbindung von zentralem Medaillon und Eckzwickeln, die das Muster dieses Nain-Teppichs bestimmt.
FAQ
Woher stammt dieser Nain-Teppich?
Dieser Perserteppich stammt aus der Stadt Nain in Persien, in der Provinz Isfahan im Zentraliran. Nain ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichproduktion und zugleich für eine ältere Textiltradition bekannt. Die regionale Knüpfkunst verbindet feine Ausarbeitung mit einer formal geordneten floralen Gestaltung.
Was bedeutet Lachak-Toranj Nain-Medaillon?
Lachak-Toranj bezeichnet eine Komposition mit einem zentralen Toranj-Medaillon und Zwickeln in den Ecken. Das Medaillon bildet den Mittelpunkt des Innenfelds, während die Eckmotive und floralen Ranken die Fläche ausbalancieren. Die Bezeichnung beschreibt somit den Aufbau des Musters dieses Teppichs.
Aus welchen Materialien besteht der Teppich?
Der Flor besteht aus 97 Prozent Schurwolle und 3 Prozent Seide. Die Kette ist aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt. Die feine Ausführung ist mit 9la, also neun Garnschichten, angegeben. Der Teppich ist handgeknüpft, gewaschen und befindet sich in sehr gutem Zustand; die Fransen sind eingenäht.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








