








Perserteppich Nain ca. 300 x 200 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3195$1420$Aktueller Preis ist: 1420$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12la (12 Garnschichten), ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 97% Schurwolle 3% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 300 x 200 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000313
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 97 Prozent Schurwolle und 3 Prozent Seide, während die Kette aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt ist. Damit verbindet der Teppich einen wollenen Flor mit einem feinen Seidenanteil und einer textilen Grundlage aus Baumwolle. Die Materialangaben beziehen sich auf den Flor und die Kette und beschreiben den Aufbau dieses einzelnen Stücks.
Die Bezeichnung 12la steht bei Nain-Teppichen für zwölf Garnschichten. Sie verweist auf eine feine, sorgfältig aufgebaute Knüpfung. Eine solche Dichte ermöglicht es, Konturen, Medaillonlinien und florale Einzelheiten klar auszuarbeiten. Beim Handknüpfen entsteht das Muster Knoten für Knoten. Jede Reihe wird von Hand gesetzt und anschließend in den weiteren Aufbau des Teppichs eingebunden.
Schurwolle wird bei persischen Teppichen traditionell wegen ihrer belastbaren und zugleich formbaren Faser verwendet. Im Flor kann sie eine ruhige, geschlossene Oberfläche bilden. Seide wird hier als kleiner Materialanteil genannt; sie kann innerhalb eines Wollflors feine Akzente und eine veränderte Lichtwirkung schaffen. Die Baumwollkette bildet die tragende textile Struktur, an der die Knoten befestigt werden. Entscheidend bleibt die handwerkliche Verbindung dieser Materialien zu einem zusammenhängenden Teppichgewebe.
Die Handknüpfung unterscheidet sich grundsätzlich von maschineller Herstellung. Der Knüpfer arbeitet abschnittsweise, richtet die Farben und Linien aus und verdichtet das Gefüge fortlaufend. Dadurch wird das Muster direkt in die Konstruktion eingearbeitet. Die feine Knotendichte und das beschriebene Verhältnis von Wolle und Seide gehören zu den technischen Merkmalen dieses Nain-Teppichs.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in Zentralpersien und gehört zur Provinz Isfahan. Die Stadt befindet sich auf der zentralen Hochebene des Landes, in einer trockenen Landschaft, deren Klima und Lebensweise die regionale Handwerkstradition geprägt haben. Nain wird auch Naeen genannt. Der Ortsname bezeichnet hier die Herkunft des Teppichs und nicht nur ein dekoratives Thema.
Nain entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der persischen Teppichherstellung, obwohl die Stadt nicht auf eine ebenso lange Teppichgeschichte wie manche ältere Webregionen zurückblickt. Einen wichtigen Einfluss hatte das benachbarte Isfahan, dessen Kunsthandwerk und Teppichtradition in Nain aufgenommen und eigenständig weitergeführt wurden. So entstand eine regionale Form, die mit der höfisch geprägten und fein gezeichneten Ästhetik Zentralpersiens verbunden ist.
Vor der modernen Teppichproduktion war Nain für handgefertigte Wollstoffe bekannt. Diese Stoffe dienten unter anderem der Herstellung traditioneller Kleidung und eleganter Wollmäntel. Als sich die Nachfrage nach dieser Art von Bekleidung veränderte, wurden die vorhandenen Kenntnisse der Textilverarbeitung auf die Herstellung handgeknüpfter Teppiche übertragen. Die Erfahrung mit Garnen, Geweben und präziser Materialbearbeitung bildete damit eine wichtige Grundlage für den Aufstieg Nains als Teppichzentrum.
Die Nain-Tradition verbindet lokale Textilarbeit mit Einflüssen aus Isfahan. Ihre Teppiche werden wegen ihrer kontrollierten Zeichnung, ihrer feinen Ausarbeitung und ihrer formellen Erscheinung eingeordnet. In den Werkstätten werden überlieferte Kenntnisse von Generation zu Generation weitergegeben. Das betrifft nicht nur das Knüpfen selbst, sondern auch den Umgang mit Garn, Farbanordnung, Kontur und der regelmäßigen Entwicklung eines zentralen Teppichentwurfs.
Die Stadt Nain ist historisch älter als ihre moderne Stellung als Teppichort. Schriftliche Hinweise auf den Ort finden sich bereits in frühen geografischen Werken der islamischen Zeit. Zu den bekannten historischen Relikten der Stadt zählt das Narenj- oder Narin-Schloss. Die Wüstenlandschaft, die Architektur und die überlieferte Lebensweise bilden den kulturellen Hintergrund, vor dem sich das regionale Kunsthandwerk entwickelt hat.
Als persischer Teppich steht Nain für eine zentraliranische Knüpftradition, deren Gestaltung häufig geordnet und repräsentativ wirkt. Die Herkunft aus Nain erklärt die Verbindung von feiner Knüpfung, klarer Ornamentik und einer auf ruhige Farbflächen ausgerichteten Gesamtwirkung. Bei diesem Einzelstück ist die Herkunft ausdrücklich mit der Stadt Nain in Persien angegeben.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj verbindet Eckzwickel mit einem zentralen Toranj, also einem Medaillon. Der Entwurf gliedert die Fläche durch ein deutliches Zentrum und ordnet die übrigen Ornamentbereiche darauf aus. Das Medaillon bildet den visuellen Mittelpunkt, während die Zwickel die Ecken in die Gesamtkomposition einbinden.
Ein Medaillonmuster schafft bei persischen Teppichen eine klare Hierarchie. Das Auge findet zuerst die zentrale Form und nimmt anschließend die Linien, Blätter und Ranken in ihrer Beziehung zu diesem Zentrum wahr. Beim Lachak-Toranj stehen die Eckelemente und das mittlere Medaillon nicht unabhängig nebeneinander. Sie bilden ein abgestimmtes Schema, das die Teppichfläche zusammenhält und ihr eine formelle Ordnung gibt.
Nain-Teppiche sind für fein gezeichnete, geschwungene Arabesken und florale Ornamente bekannt. Ranken können sich verzweigen, Blätter aufnehmen und den Raum zwischen größeren Formen füllen. Die Linienführung bleibt dabei kontrolliert, damit auch kleine Motive in einer dichten Knüpfung lesbar bleiben. Die präzise Florarbeit unterstützt diese Art der Gestaltung, weil Konturen und Übergänge sorgfältig ausgeführt werden können.
Typische Nain-Entwürfe arbeiten häufig mit Blau, Grün und Weiß auf warmen beigen oder elfenbeinfarbenen Grundflächen. Auch Babyblau, Marineblau und Bordeauxrot gehören zum überlieferten Farbspektrum der Nain-Teppiche. Diese Farben werden in der Tradition eingesetzt, um Medaillons, Ranken und Blüten voneinander abzugrenzen. Die konkrete Musterbezeichnung dieses Teppichs lautet Lachak-Toranj Nain-Medaillon; daraus folgt die Einordnung in die Nain-Medaillontradition, nicht eine zusätzliche Herkunftsangabe.
Die formelle Gestaltung macht Nain-Muster grundsätzlich für Räume geeignet, in denen eine geordnete, klassische Teppichzeichnung gefragt ist. Ein zentral aufgebautes Design kann sich in Wohnräumen, Esszimmern, Schlafzimmern, Eingangshallen, Fluren oder Treppenhäusern einfügen. Diese Eignung beschreibt die traditionelle Wirkung des Mustertyps. Sie ersetzt keine Aussage über eine konkrete Raumplanung und macht keine Behauptung über die Verwendung dieses einzelnen Teppichs.
Bei der Betrachtung eines Lachak-Toranj-Entwurfs sind die Beziehungen zwischen Zentrum, Eckzwickeln und floraler Binnenzeichnung entscheidend. Die Knoten setzen die Linien nicht bloß auf die Oberfläche, sondern bauen das Muster in das Gewebe ein. So entsteht die charakteristische Verbindung aus Ornament und Konstruktion, die Nain-Teppiche in der persischen Teppichkunst erkennbar macht.
Besonderheiten
Als Besonderheit dieses Einzelstücks sind die feine Ausführung mit 12la, der Schurwollflor mit Seidenanteil und die Baumwollkette zu nennen. Die Knotendichte ist mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Bezeichnung 12la ergänzt diese Angabe um die Information von zwölf Garnschichten. Gemeinsam beschreiben diese Daten die feine technische Anlage des Teppichs.
Der Zustand ist als neuwertig angegeben. Diese Zustandsbeschreibung gehört zu diesem konkreten Teppich und wird nicht aus der allgemeinen Nain-Tradition abgeleitet. Seine Herkunft ist mit der Stadt Nain in Persien bezeichnet, sein Muster mit Lachak-Toranj Nain-Medaillon. Damit sind Herkunft, Materialaufbau, Knüpfart, Zustand und Muster klar voneinander unterschieden.
Der Teppich ist als verkauft gekennzeichnet. Die Bezeichnung weist auf den Verkaufsstatus dieses Einzelstücks hin und ist Teil der Produktangabe.
FAQ
Woher stammt dieser Perserteppich?
Dieser Perserteppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in Zentralpersien und gehört zur Provinz Isfahan. Die Angabe bezeichnet die Herkunft des Teppichs. Nain ist ein bekanntes Zentrum persischer Teppichherstellung und hat seine Tradition unter anderem aus der regionalen Textilkunst und aus Einflüssen des benachbarten Isfahan entwickelt. Der Ortsname Nain ist daher die Herkunftsbezeichnung dieses Stücks und nicht lediglich der Name eines Musters.
Was bedeutet Lachak-Toranj Nain-Medaillon?
Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet den Musteraufbau. Toranj steht für ein zentrales Medaillon, während Lachak die Einbindung von Eckzwickeln beschreibt. Das Zentrum und die vier Eckbereiche bilden eine geordnete Komposition. Florale Arabesken, geschwungene Ranken und feine Linien gehören zum gestalterischen Umfeld von Nain-Medaillonmustern. Die Bezeichnung erklärt also das Design dieses Teppichs; sie verändert nicht seine Herkunftsangabe aus Nain.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht aus 97 Prozent Schurwolle und 3 Prozent Seide. Die Kette besteht aus 100 Prozent Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft, und die Knotendichte ist mit 12la sowie etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Schurwolle bildet den Hauptanteil des Flors, Seide ergänzt ihn, und Baumwolle bildet die Kette. Der Zustand dieses Einzelstücks ist neuwertig.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








