Perserteppich Nain ca 266x165cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 3314$Aktueller Preis ist: 1065$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9La, ca. 500.000 Knoten/qm | Material: Flor ca. 97% Schurwolle mit ca. 3% Seidenanteil, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 266x165cm | Muster: Nain Floral Unikat | Zustand: Neuwertig

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Inventarnummer: 100120000272

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus ca. 97% Schurwolle und enthält ca. 3% Seidenanteil. Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Damit sind die im Teppich verwendeten Materialien klar gegliedert: Schurwolle bildet den überwiegenden Anteil des Flors, Seide ist als ergänzender Anteil vorhanden, und Baumwolle bildet die Kette. Die Materialangaben beziehen sich auf die Konstruktion dieses einzelnen Teppichs.

Die Bezeichnung 9La beschreibt eine Einteilung innerhalb der Nain-Teppiche. La steht für Garnschicht; die 9La-Ausführung wird im Ausgangstext mit neun Garnschichten bezeichnet. Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte entsteht durch viele kleine, von Hand gesetzte Knoten und gehört bei Nain zur feineren Einordnung. Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs erfolgt nicht auf einer vollautomatischen Maschine. Der Knüpfer arbeitet Knoten für Knoten am Webstuhl und baut auf diese Weise Flor, Kette und Schuss zu einem festen Teppichaufbau auf.

Bei handgeknüpften Teppichen sind die Fransen eine Verlängerung der Kettfäden. Sie werden nicht wie bei einem Maschinenteppich nachträglich angenäht. Auch die Webkante wird von Hand ausgeführt. Sie entsteht an der Längsseite durch das Verdrehen und Fixieren der Schussfäden. Handarbeit kann dazu führen, dass eine Kante nicht vollkommen gleichmäßig und mathematisch gerade erscheint. Auf der Rückseite lassen sich bei einem handgeknüpften Teppich die Knoten und das Webmuster erkennen; ihre Anordnung ist nicht zwingend über die gesamte Fläche vollkommen identisch.

Herkunft und Tradition

Nain ist eine Kleinstadt in Persien, die etwa 140 Kilometer östlich von Isfahan liegt. Der Ort ist für eine eigene Teppichtradition bekannt, deren Einteilung besonders mit den Bezeichnungen 4La, 6La, 9La und 12La verbunden ist. Diese Begriffe dienen dazu, unterschiedliche Feinheiten innerhalb der Nain-Produktion zu beschreiben. Die Zahl vor La bezieht sich auf die Garnschichten der Kette. Dadurch wird die Bezeichnung nicht lediglich zu einem Namen für ein Muster, sondern zu einem Hinweis auf die textile Konstruktion und die Einordnung der Knüpfung.

Nain-Teppiche werden häufig über ihre Knotendichte pro Quadratmeter klassifiziert. Für 9La wird eine Kapazität von 400.000 bis 550.000 Knoten pro Quadratmeter genannt. Die hier angegebene Dichte von ca. 500.000 Knoten pro Quadratmeter liegt in diesem Bereich. Zum Vergleich wird für Nain-Muster, die in Kashmar in der Region Khorasan gewebt wurden, eine niedrigere Dichte von etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter genannt. Kashmar ist dabei eine Herkunfts- und Webtradition, die im Zusammenhang mit Nain-Mustern erwähnt wird; sie ist nicht die Herkunftsangabe dieses Teppichs. Dieser Teppich wird als Nain aus der Stadt Nain in Persien bezeichnet.

Die Nain-Klassifikation ermöglicht eine Orientierung innerhalb einer vielfältigen regionalen Produktion. Die Stufen 4La, 6La, 9La und 12La stehen für unterschiedliche Konstruktionsweisen und Feinheiten. Im Ausgangstext wird erläutert, dass eine geringere Zahl mit einer höheren Knotendichte und einer komplexeren Ausführung verbunden sein kann. 4La wird dort als besonders seltene Ausführung beschrieben, die mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter erreichen kann und nur von sehr erfahrenen Webern hergestellt wird. 6La und 9La folgen als weitere bekannte Einordnungen, während 12La ebenfalls zur Nain-Systematik gehört.

Die Teppichkultur Persiens umfasst zahlreiche Regionen mit eigenen technischen und gestalterischen Merkmalen. Dazu zählen unter anderem Isfahan, Ardebil, Afshar, Bidjar, Gabbeh, Ghom, Hamadan, Heriz, Kerman, Koliai, Mashhad, Moud, Nain, Tabriz und weitere Zentren. Nain steht innerhalb dieser Landschaft für eine klar erkennbare Tradition, bei der feine Knüpfung, helle Farbwirkungen und florale Kompositionen häufig zusammen betrachtet werden. Die Nähe zu Isfahan ist dabei historisch und geographisch relevant, bedeutet jedoch nicht, dass Nain-Teppiche mit Isfahan-Teppichen gleichzusetzen sind.

Die Einordnung eines handgeknüpften Teppichs beruht nicht allein auf seinem Namen. Herkunft, Knüpfart, Feinheit, Material, Farbe, Muster, Alter und Zustand werden gemeinsam betrachtet. Auch Originalität, Stil, ästhetische Wirkung, Kreativität sowie Seltenheit und die Nachfrage am Markt können eine Rolle spielen. Für dieses Stück sind die Herkunft aus Nain, die 9La-Einordnung, die genannte Knotendichte, die Materialzusammensetzung, das florale Muster, der Unikat-Charakter und der neuwertige Zustand dokumentiert.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als Nain Floral Unikat bezeichnet. Florale Nain-Kompositionen gehören zu den klassisch orientalischen Entwürfen. Ein zentrales Medaillon kann von Blüten, Ranken und Arabesken umgeben sein. Solche Elemente ordnen die Fläche, ohne dass der Entwurf auf ein einzelnes Motiv beschränkt sein muss. Die Bezeichnung Floral weist auf die pflanzliche Ornamentik hin; Unikat kennzeichnet dieses einzelne, nicht mehrfach identische Stück.

Arabesken sind geschwungene, ineinanderlaufende Linien, die Blätter, Blüten und Ranken miteinander verbinden. In einem Teppichentwurf können sie als verbindendes Gerüst zwischen Medaillon, Innenfeld und Bordüre dienen. Florale Muster werden häufig symmetrisch aufgebaut, doch die handwerkliche Ausführung kann kleine Abweichungen zeigen. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das kein Hinweis auf ein maschinell erzeugtes Rapportmuster. Der Knüpfer kann nach einer Vorlage arbeiten oder Teile des Entwurfs aus der Erinnerung und nach dem fortlaufenden Aufbau der Fläche ausführen.

Ein Nain-Muster wird oft durch ein zentrales Zentrum und eine umlaufende Bordürenordnung gegliedert. Das Medaillon lenkt den Blick in die Mitte, während Ranken und Blüten die Übergänge in das Feld gestalten. Bordüren fassen die Komposition an den Seiten ein. Im Ausgangstext wird außerdem erwähnt, dass Bordüren mit Seide verziert sein können. Bei diesem Teppich ist ein Seidenanteil von ca. 3% im Flor angegeben. Die florale Gestaltung und die Materialangabe werden damit gemeinsam beschrieben, ohne dem Teppich zusätzliche Farbtöne oder Ornamente zuzuschreiben.

Die Wirkung orientalischer Muster entsteht aus dem Zusammenspiel von Wiederholung, Rhythmus und Hierarchie. Kleine Blattformen können größere Blüten begleiten, Ranken können den Raum zwischen den Hauptmotiven füllen, und eine Bordüre kann das gesamte Feld zusammenhalten. Bei Nain werden diese Prinzipien mit einer feinen Knüpfung verbunden. Die Knotendichte erlaubt eine detaillierte Darstellung von Linien und Ornamenten, während die handwerkliche Ausführung dem Muster die für handgefertigte Teppiche typische individuelle Zeichnung gibt.

Ein maschinell hergestelltes Muster ist gewöhnlich sehr präzise und von einer Seite zur anderen gespiegelt. Bei einem handgeknüpften Teppich können dagegen geringe Unstimmigkeiten oder charmante Asymmetrien auftreten. Diese entstehen durch die manuelle Umsetzung des Entwurfs und durch die Arbeit mit einzelnen Knoten. Auch die Rückseite zeigt häufig, dass Knoten nicht vollkommen identisch aneinandergereiht sind. Bei der Betrachtung eines Nain-Teppichs gehören deshalb Musteraufbau, Knotenbild, Webkante und Fransen zu den Merkmalen, die gemeinsam verstanden werden sollten.

Besonderheiten

Die Besonderheiten dieses Einzelstücks liegen in seiner Nain-Herkunft, der 9La-Einordnung, der angegebenen Knotendichte von ca. 500.000 Knoten pro Quadratmeter, dem floralen Unikat-Muster und der Kombination aus Schurwolle und Seide im Flor. Die Kette aus 100% Baumwolle ergänzt den beschriebenen Aufbau. Der Teppich wird als neuwertig bezeichnet. Diese Angaben beschreiben das angebotene Stück und werden nicht durch allgemeine Eigenschaften anderer Nain-Teppiche erweitert.

Die 9La-Bezeichnung macht die textile Klassifikation sichtbar. Bei Nain ist die Zahl vor La mit den Garnschichten der Kette verbunden. Die Knotendichte ergänzt diese Bezeichnung um einen konkreten Wert. Gemeinsam geben beide Angaben Auskunft über die Feinheit der Ausführung. Der Unikat-Charakter bezieht sich auf die Einmaligkeit dieses floralen Entwurfs. Er bedeutet, dass dieses Stück als einzelnes Exemplar angeboten wird und nicht als Serie mit identischer Ausführung.

Die handgeknüpfte Fertigung lässt sich grundsätzlich an mehreren Merkmalen nachvollziehen. Dazu zählen die aus der Kette gebildeten Fransen, die von Hand gearbeitete Webkante, das nicht vollkommen gleichförmige Knotenbild auf der Rückseite und mögliche kleine Abweichungen innerhalb des Musters. Diese Merkmale erklären die handwerkliche Arbeitsweise, ohne zusätzliche Aussagen über die Nutzungsgeschichte dieses Teppichs zu machen. Für das Stück selbst ist der Zustand als neuwertig angegeben.

FAQ

Wovon hängt der Wert eines handgeknüpften Teppichs ab?

Der Wert wird durch mehrere Merkmale bestimmt. Dazu gehören die Herkunft, die Art und Feinheit der Knüpfung, das Material, die Farben und das Design, das Alter und der Zustand. Ebenso können Originalität, Stil, Ästhetik und Kreativität des Musters eine Rolle spielen. Rarität sowie Angebot und Nachfrage auf dem Markt wirken sich ebenfalls aus. Bei diesem Nain sind insbesondere die Herkunft aus Persien, die 9La-Einordnung, die genannte Knotendichte, die Materialzusammensetzung, das florale Unikat-Muster und der neuwertige Zustand relevant.

Wie erkennt man einen handgeknüpften Teppich?

Ein handgeknüpfter Teppich wird auf einem Webstuhl Knoten für Knoten von Hand gefertigt. Die Fransen bilden dabei eine Verlängerung der Kette und sind nicht nachträglich angenäht. Die Webkante ist handgearbeitet und kann etwas uneben erscheinen. Auf der Rückseite sind Knoten und Webmuster meist nicht vollkommen gleichmäßig angeordnet. Auch Muster und Form können kleine Abweichungen zeigen, weil die Arbeit manuell ausgeführt wird. Maschinenteppiche entstehen dagegen auf automatisierten Webmaschinen, zeigen häufig ein sehr regelmäßiges Knoten- und Musterbild und können stärker von synthetischen Materialien geprägt sein.

Was bedeutet 9La bei einem Nain-Teppich?

9La ist eine Qualitäts- und Konstruktionsbezeichnung innerhalb der Nain-Tradition. La bedeutet Garnschicht; die Zahl verweist auf die Einteilung der Garne beziehungsweise Garnschichten in der Kette. Nain-Teppiche werden unter anderem in 4La, 6La, 9La und 12La gegliedert. Für 9La wird eine Knotendichte von 400.000 bis 550.000 Knoten pro Quadratmeter genannt. Dieser Teppich ist mit 9La und ca. 500.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Bezeichnung dient daher als Hinweis auf seine textile Feinheit und nicht als Name eines zusätzlichen Herkunftsortes.

Zusätzliche Informationen
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