Perserteppich Nain 92 x 64 cm Wolle handgeknüpft

559$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 500.000 Knoten/m² | Material: Flor 90% Schurwolle, 10% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 92 x 64 cm | Muster: traditionell orientalisch und persisch | Zustand: neu, sehr gut / perfekt

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Inventarnummer: 9494B1BF

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 90% Schurwolle und 10% Seide. Die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Damit verbindet der Teppich unterschiedliche textile Eigenschaften in einer klar benannten Materialzusammensetzung. Die Schurwolle steht für eine weiche, warme Oberfläche und verleiht dem Flor eine angenehme textile Anmutung. Die Seide ergänzt den Wollflor mit einem feinen Glanz, der die Oberfläche je nach Lichteinfall unterschiedlich erscheinen lässt.

Die Herstellung erfolgt vollständig durch Handarbeit am Knüpfstuhl. Jeder einzelne Knoten wird von Hand gesetzt und in das Trägergewebe eingebunden. Die Knüpferinnen und Knüpfer arbeiten dabei Reihe für Reihe, bis das vorgesehene Muster vollständig ausgeführt ist. Bei einer Knotendichte von etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter erfordert dieser Vorgang eine hohe Genauigkeit. Feine Konturen, kleine Ornamente und Übergänge zwischen den einzelnen Musterpartien können dadurch differenziert ausgearbeitet werden.

Wolle und Seide werden bei diesem Teppich gemeinsam im Flor eingesetzt, während die Baumwolle die Kette bildet. Diese Kombination ist bei feinen persischen Teppichen eine bewährte textile Lösung. Der Wollanteil bringt eine weiche und behagliche Oberfläche ein, die Seide sorgt für eine zurückhaltende Lichtwirkung. Die handgeknüpfte Verarbeitung macht jedes Exemplar zu einem eigenständigen Stück. Dieser Teppich ist als Unikat mit Teppich-Zertifikat ausgewiesen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien, dem heutigen Iran, und wird dem Gebiet Nain zugeordnet. Nain ist eine Stadt in der Provinz Isfahan. Die Region gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung und ist für fein gearbeitete Teppiche mit klarer Zeichnung und ausgewogener Farbwirkung bekannt. Nain liegt in einer Landschaft, in der sich historische Handelswege, städtische Handwerkskultur und eine lange textile Tradition verbinden. Diese Voraussetzungen prägten die Entwicklung einer eigenständigen Teppichsprache.

Die Nain-Tradition entwickelte sich besonders im Umfeld der Stadt und ihrer Werkstätten. Persische Teppiche wurden dort nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern auch als textile Formen der Ornamentkunst hergestellt. Das Wissen über Garn, Knoten, Webgrund, Proportionen und Musteraufbau wurde innerhalb der Werkstätten weitergegeben. Eine sorgfältige Vorbereitung des Entwurfs gehört ebenso zu dieser Tradition wie die präzise Ausführung am Knüpfstuhl. Das Ergebnis ist eine Gestaltung, bei der Linien, Blüten, Ranken und Flächen in einem geordneten Verhältnis zueinander stehen.

Typisch für Nain ist die Verbindung aus feiner handwerklicher Ausführung und einer übersichtlich gegliederten Komposition. Im Vergleich zu sehr dicht gedrängten Bildaufbauten wirken viele Nain-Muster klar lesbar und durch helle, ruhige Farbklänge gegliedert. Die regionale Tradition steht damit für eine Form persischer Ornamentik, in der Genauigkeit und Ausgewogenheit eine wichtige Rolle spielen. Der Name Nain bezeichnet bei diesem Teppich die Herkunfts- und Stilzuordnung; die Bezeichnung Perserteppich verweist auf seine persische Herstellung.

Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs verbindet mehrere Arbeitsschritte. Zunächst wird der Webgrund mit Kette und Schuss vorbereitet. Danach entsteht der Flor durch das Einsetzen der Knoten. Die Musterzeichnung dient dabei als Orientierung für die Abfolge der Farben und Formen. Nach dem Knüpfen wird die Oberfläche bearbeitet, damit das Muster klar hervortritt. Diese Arbeitsschritte verlangen Ausdauer und Erfahrung. In der Nain-Tradition wird diese technische Genauigkeit mit einer feinen, oft floralen Formensprache verbunden.

Design und Muster

Der Teppich ist dem traditionellen orientalischen und persischen Stil zugeordnet. Seine Gestaltung steht damit in der Tradition persischer Muster, die florale und geometrische Ordnungsprinzipien miteinander verbinden. Nain-Teppiche sind für feine, detaillierte Zeichnungen bekannt. Ranken, Blüten, Blätter und Arabesken können sich zu einem geschlossenen Ornamentgefüge verbinden, während geometrische Linien die Komposition strukturieren. Die Wirkung entsteht nicht durch ein einzelnes Motiv allein, sondern durch das Verhältnis von Hauptzeichnung, Nebenornamenten und freigelassenen Flächen.

Ein häufiges Merkmal der Nain-Ästhetik ist die klare Lesbarkeit des Musters. Feine Linien führen das Auge durch die Komposition und schaffen Übergänge zwischen den einzelnen Ornamenten. Florale Formen erscheinen dabei nicht zufällig verteilt, sondern folgen einer rhythmischen Ordnung. Wiederholungen und symmetrische Bezüge geben dem Entwurf Stabilität. Gleichzeitig sorgen kleinere Details dafür, dass die Oberfläche bei näherer Betrachtung weitere ornamentale Ebenen zeigt.

Die Verwendung von Seide im Flor unterstützt die differenzierte Darstellung feiner Muster. Seidenanteile können Licht anders aufnehmen und zurückwerfen als Wolle. Dadurch lassen sich innerhalb einer Zeichnung subtile Unterschiede in der Oberflächenwirkung wahrnehmen. Die Wolle bildet den überwiegenden Anteil des Flors und gibt dem Muster seine textile Fülle. Zusammen mit der hohen Knotendichte entsteht eine Ausführung, in der Konturen und kleine dekorative Elemente präzise angelegt werden können.

Persische Teppichmuster beruhen häufig auf einem Zusammenspiel von Zentrum, Rahmen und Nebenbordüren. Ein zentral gegliederter Aufbau kann von einem ornamentalen Rahmen gefasst werden, während schmalere Bordüren den Übergang zwischen Innenfeld und Außenkante ordnen. Andere Entwürfe arbeiten mit einer fortlaufenden Musterung oder mit einem wiederholten Rapport. Die Nain-Tradition nutzt solche Grundprinzipien, um eine ausgewogene und ruhige Gesamtwirkung zu schaffen. Der hier beschriebene Teppich ist als traditionell orientalisch und persisch eingeordnet.

Die Musterwelt persischer Teppiche ist eng mit der Geschichte der Ornamentik verbunden. Pflanzenformen wurden stilisiert, geometrisch geordnet und über viele Generationen weiterentwickelt. Blüten und Ranken können dabei für Wachstum und Ordnung stehen, ohne dass jedes einzelne Motiv eine festgelegte Bedeutung tragen muss. Entscheidend ist die handwerkliche Übersetzung des Entwurfs in Knoten und Farbfelder. Gerade bei einem fein geknüpften Nain zeigt sich diese Übersetzung in der Dichte der Linien und in der sorgfältigen Abstimmung der Details.

Besonderheiten

Eine zentrale Eigenschaft dieses Teppichs ist seine handgeknüpfte Herstellung. Die Knoten werden einzeln von Hand eingearbeitet, weshalb jedes Exemplar eine eigene textile Ausführung besitzt. Der Teppich ist als Unikat mit Teppich-Zertifikat ausgewiesen. Seine Materialzusammensetzung aus 90% Schurwolle und 10% Seide im Flor sowie einer Kette aus 100% Baumwolle ist eindeutig angegeben.

Der Teppich wird als neu und in sehr gutem beziehungsweise perfektem Zustand beschrieben. Er ist damit kein gebrauchtes Stück mit dokumentierter Alterung, sondern ein neuer handgeknüpfter Teppich. Die traditionelle Nain-Zuordnung, die feine Ausarbeitung und die Kombination von Wolle und Seide verbinden Herkunft, Technik und Material in einem einzelnen Exemplar.

FAQ

Wie pflege ich diesen Orientteppich?

Regelmäßiges Staubsaugen auf niedriger Stufe entfernt Staub und lose Verschmutzungen, ohne die Oberfläche unnötig zu beanspruchen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Flüssigkeiten und Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Aggressive Reinigungsmittel sollten nicht verwendet werden, da sie die textile Oberfläche und die Farben beeinträchtigen können.

Wo kann der Teppich platziert werden?

Der Nain Perserteppich eignet sich für Wohn- und Esszimmer ebenso wie für Schlafzimmer oder Flure. Er kann als textiles Gestaltungselement in die Raumordnung einbezogen werden. Für eine möglichst lange Erhaltung sollte er in einem Bereich liegen, der nicht übermäßig beansprucht wird. Eine passende Unterlage kann die Lage auf dem Boden stabilisieren und die tägliche Nutzung unterstützen.

Welche Größe passt in mein Zuhause?

Bei der Auswahl sollte der verfügbare Platz im Raum zuerst ausgemessen werden. Kleinere Teppiche können als Akzentstücke oder im Eingangsbereich eingesetzt werden, während größere Formate Wohn- und Essbereiche stärker gliedern. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Teppichfläche, Möbeln und freien Laufwegen. So lässt sich die vorhandene Größe sinnvoll in die Raumgestaltung einordnen.

Zusätzliche Informationen
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