













Perserteppich Nain 354 x 243 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 3195$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 200.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 354 x 243 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000387
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, die Kette aus 100% Baumwolle. Damit sind die Materialien des Teppichs klar voneinander unterschieden: Wolle und Seide bilden gemeinsam den Flor, während Baumwolle als Kettmaterial die Grundlage der Knüpfarbeit bildet. Bei einem handgeknüpften Teppich wird die Kette zunächst gespannt. Anschließend werden die einzelnen Knoten von Hand gesetzt und durch Schussfäden gesichert. So entsteht das Gewebe schrittweise aus vielen miteinander verbundenen Arbeitsvorgängen. Die Zeichnung wird nicht auf die fertige Oberfläche aufgebracht, sondern während des Knüpfens in den Flor eingearbeitet.
Die Knotendichte ist mit 12La angegeben und beträgt etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Bezeichnung 12La gehört zur Einordnung feiner Nain-Knüpfungen. Eine hohe Knotendichte ermöglicht es, Konturen eng zu führen und kleinere ornamentale Formen differenziert darzustellen. Sie ist zugleich Ausdruck eines aufwendigen Herstellungsverfahrens, bei dem die Ausführung der Musterzeilen eine gleichmäßige Arbeitsweise verlangt. Bei Medaillonmustern ist diese Genauigkeit besonders relevant, weil das Zentrum, die Eckbereiche und die Bordüren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen müssen.
Wolle und Seide werden in der persischen Teppichherstellung wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften miteinander verbunden. Wolle bildet einen körperreichen Flor und wird seit langer Zeit für textile Bodenbeläge verwendet. Seide kann in ornamentalen Bereichen feinere Linien und einen zurückhaltenden Glanz unterstützen. Die Kette aus Baumwolle dient als stabile textile Basis für die Knoten. Aus diesen Materialien entsteht kein flächig bedrucktes Muster, sondern eine strukturierte Oberfläche, deren Zeichnung durch die Anordnung der Knoten bestimmt wird. Die handgeknüpfte Herstellung macht jedes Stück zu einer eigenständigen Arbeit.
Die Verarbeitung eines solchen Teppichs umfasst neben dem Knüpfen auch das Ausarbeiten der Musterkonturen, das Sichern der Schussfäden und die abschließende Bearbeitung der Oberfläche. Bei feinen Knüpfungen müssen die einzelnen Formen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Das betrifft die Linien von Ranken und Blättern ebenso wie die Begrenzung eines Medaillons oder einer Bordüre. Der hier verwendete Flor aus Wolle mit Seide verbindet die textile Substanz der Wolle mit den Eigenschaften der Seide. Die Kette aus 100% Baumwolle bleibt dabei das tragende Element des handgeknüpften Aufbaus. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist ein wichtiger Ort der persischen Teppichkunst und hat einer eigenen Teppichtradition seinen Namen gegeben. Die Stadt liegt in der iranischen Kultur- und Handwerkslandschaft, in der die Herstellung von Teppichen über Generationen weiterentwickelt wurde. Nain-Teppiche werden mit einer feinen, kontrollierten Zeichnung, einer sorgfältigen Knüpfung und der Verwendung von Wolle und Seide verbunden. Diese Merkmale beschreiben die regionale Tradition und nicht nur eine einzelne Musterform.
Die Geschichte Nains reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Im Lauf der Zeit entwickelte sich dort eine Teppichkultur, in der überlieferte persische Gestaltungsideen mit jeweils zeitgemäßen Entwürfen verbunden werden konnten. Eine Tradition bleibt dadurch lebendig, ohne auf die unveränderte Wiederholung eines einzigen Musters beschränkt zu sein. Grundprinzipien wie die symmetrische Gliederung, die sorgfältige Ausarbeitung von Ornamenten und die manuelle Herstellung bleiben erhalten, während einzelne Kompositionen unterschiedlich gestaltet werden können. Die Stadt ist deshalb sowohl mit klassischen persischen Formen als auch mit einer klaren, fein ausgeführten Bildsprache verbunden.
Die manuelle Arbeit bildet einen wesentlichen Teil dieser Tradition. Kenntnisse über die Auswahl und Vorbereitung der Materialien, den Aufbau der Kette, das Einsetzen der Knoten und die Ausarbeitung der Zeichnung werden innerhalb des Handwerks weitergegeben. Ein Nain entsteht dabei nicht als identische industrielle Wiederholung. Jeder handgeknüpfte Teppich wird während des Arbeitsprozesses als eigenes Gewebe entwickelt. Kleine Unterschiede in der Spannung, der Knotung oder der Ausführung gehören zur Herstellung von Einzelstücken. Zugleich verlangt die feine Nain-Knüpfung eine genaue Orientierung an der vorgesehenen Musterzeichnung.
Nain ist besonders für Teppiche bekannt, bei denen feine Materialien eine differenzierte Gestaltung unterstützen. Wolle und Seide werden dabei nicht zufällig kombiniert, sondern erfüllen unterschiedliche textile Aufgaben. Die Wolle sorgt für einen substanziellen Flor, während Seide in der Gestaltung feine Akzente setzen kann. Die Baumwollkette schafft die Grundlage für die regelmäßige Knüpfarbeit. Diese Verbindung von Materialwahl, dichter Knotung und ornamentaler Präzision gehört zum handwerklichen Hintergrund, vor dem Nain-Teppiche betrachtet werden.
Die persische Teppichkunst hat über viele Jahrhunderte hinweg ein reiches Vokabular aus Medaillons, Ranken, Blüten, Blättern, geometrischen Formen und Bordüren entwickelt. Nain greift auf dieses Vokabular zurück und führt es in einer eigenen regionalen Ausprägung weiter. Dabei entsteht eine Gestaltung, die häufig auf eine klare Mitte, eine geordnete Feldaufteilung und fein gegliederte Randzonen setzt. Die Herkunft aus Nain verweist daher sowohl auf den Ort als auch auf eine handwerkliche und gestalterische Schule. Bei diesem Teppich zeigt sich diese Verbindung in der Bezeichnung Lachak-Toranj Nain-Medaillon.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Toranj ist die persische Bezeichnung für ein Medaillon. Lachak-Toranj beschreibt eine Komposition, bei der das zentrale Medaillon mit Eckmotiven beziehungsweise Eckfeldern in Beziehung steht. Das Zentrum bildet den Ausgangspunkt der Gestaltung. Von dort aus wird die Fläche durch das Innenfeld, die Eckbereiche und die Bordüren gegliedert. Eine solche Ordnung gibt dem Teppich eine erkennbare Achse und sorgt dafür, dass die verschiedenen Ornamentzonen als zusammengehörige Komposition gelesen werden.
Medaillonmuster gehören zu den bekannten Grundformen der persischen Teppichgestaltung. Ein zentrales Ornament kann rund, oval, länglich oder aus mehreren ineinandergreifenden Formen aufgebaut sein. Entscheidend ist nicht nur seine äußere Form, sondern auch sein Verhältnis zum übrigen Feld. Die Eckgestaltung nimmt häufig Linien oder florale Formen des Medaillons auf. Ranken können aus dem Zentrum herausführen oder die Übergänge zwischen den Bereichen verbinden. Bordüren rahmen die Komposition und schaffen eine visuelle Begrenzung. Durch diese Beziehungen entsteht ein Muster, das gleichzeitig konzentriert und über die gesamte Fläche fortgeführt ist.
Die Bezeichnung Lachak-Toranj verweist auf ein Motiv aus der persischen Kunst. Florale und geometrische Elemente treten darin gemeinsam auf. Blätter, Ranken und stilisierte Blüten bringen organische Formen in die Zeichnung. Geometrische Linien und symmetrische Anordnungen geben diesen Formen eine feste Struktur. Persische Ornamentik bildet die Natur dabei in der Regel nicht als naturgetreue Szene ab. Sie verwandelt Naturformen in wiederholbare Zeichen, die in einem rhythmischen Verhältnis zueinander stehen. Aus der Wiederholung entstehen Bewegungen im Muster, ohne dass die klare Ordnung der Gesamtkomposition verloren geht.
Bei feinen Nain-Medaillons ist die präzise Ausführung der Linien ein wichtiger Bestandteil der Wirkung. Eine schmale Ranke, ein Blatt oder eine kleine Blüte kann durch eng gesetzte Knoten deutlich voneinander abgegrenzt werden. Die hohe Dichte unterstützt die Wiedergabe solcher Einzelheiten, während die symmetrische Anordnung für Ausgewogenheit sorgt. Das Medaillon muss dabei nicht isoliert betrachtet werden. Seine Konturen, die ornamentalen Füllungen und die angrenzenden Feldbereiche bilden ein zusammenhängendes System. Die Gestaltung verbindet somit Detailarbeit mit einer übergeordneten, gut lesbaren Gliederung.
Die Farbgebung wird als subtil und harmonisch abgestimmt beschrieben. Sanfte Farben können die feinen Konturen begleiten, ohne die ornamentale Ordnung zu überlagern. In einer Medaillonkomposition hilft die Farbverteilung dabei, das Zentrum hervorzuheben und die Übergänge zu Feld, Ecken und Bordüren zu definieren. Harmonische Abstufungen können außerdem dazu beitragen, dass florale und geometrische Elemente miteinander verbunden wirken. Die zurückhaltende Farbwirkung gehört damit ebenso zur Beschreibung des Entwurfs wie das Medaillon selbst.
Das Medaillon besitzt in der persischen Gestaltungstradition neben seiner dekorativen Funktion auch eine symbolische Ebene. Es wird mit Harmonie, Gastfreundschaft und Wärme in Verbindung gebracht. Diese Deutungen ergänzen die formale Ordnung des Musters. Ein Teppich mit zentralem Medaillon kann daher zugleich als sorgfältig gegliederte textile Zeichnung und als Träger kulturell überlieferter Vorstellungen verstanden werden. Beim Nain-Lachak-Toranj treffen die regionale Feinarbeit, die persische Medaillontradition und die ruhige Farbgestaltung aufeinander.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, die feine 12La-Knotung, der Flor aus 100% Wolle mit Seide und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommt das Lachak-Toranj Nain-Medaillon als klar bestimmtes Muster. Die dichte Knüpfung unterstützt eine präzise Darstellung der ornamentalen Linien. Die Verbindung von Wolle und Seide prägt die Oberfläche durch unterschiedliche textile Eigenschaften. Die sanften Farben verleihen der Gestaltung eine ruhige Wirkung. Der Teppich ist in sehr gutem Zustand. Als handgeknüpftes Einzelstück verbindet er die regionale Tradition Nains mit einer klassischen persischen Medaillonkomposition. Seine dichte Knüpfung und die verwendeten Materialien werden außerdem mit Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit in Verbindung gebracht.
FAQ
Wie pflege ich meinen handgeknüpften Nain Teppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen entfernt Staub und lose Partikel aus dem Flor. Die Bürste sollte dabei entfernt werden, damit die feinen Fasern nicht unnötig belastet oder aufgeraut werden. Bei Flecken empfiehlt es sich, die betroffene Stelle sofort mit einem sauberen, feuchten Tuch abzutupfen. Reiben sollte vermieden werden, weil dadurch die Oberfläche stärker beansprucht und der Fleck tiefer in das Gewebe gearbeitet werden kann. Für eine gründliche Pflege wird eine professionelle Reinigung einmal jährlich empfohlen. Bei einem Flor aus Wolle mit Seide ist eine fachkundige Behandlung besonders geeignet, da die beiden Materialien unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Verschüttete Flüssigkeiten sollten möglichst rasch aufgenommen werden, ohne den Flor kräftig zu bearbeiten.
Ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet?
Ja, der handgeknüpfte Nain Teppich eignet sich für Räume mit Fußbodenheizung. Durch seine feine Knotung kann die Wärme gut durch den Teppich dringen, ohne dass der Teppich Schaden nimmt. Die Heizung sollte gleichmäßig betrieben werden, damit die Wärme sich im Raum und unter dem Teppich ausgewogen verteilt. Regelmäßiges Absaugen hält den Flor frei von Staub und unterstützt eine ungehinderte Wärmeübertragung. Bei der Einrichtung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Teppich plan liegt und nicht durch Möbel oder lose Kanten unnötig belastet wird. Die Eignung für Fußbodenheizung ändert nichts an der Empfehlung, den Woll-Seiden-Flor schonend zu pflegen.
Wie erkenne ich die Echtheit eines Nain Teppichs?
Ein echter Nain Teppich zeichnet sich durch eine feine Knotendichte, die Verwendung hochwertiger Wolle und Seide sowie traditionelle Muster aus. Auch die Art der Herstellung ist wichtig: Handgeknüpfte Teppiche zeigen eine von Hand aufgebaute Struktur, während maschinengeknüpfte Teppiche in der Verarbeitung niemals die gleiche Qualität erreichen wie handgeknüpfte Stücke. Zusätzlich werden häufig Details auf der Rückseite betrachtet. Aufgenähte Schurwolle kann dabei als Echtheitsmerkmal dienen. Für eine sachgerechte Einschätzung sollten mehrere Merkmale gemeinsam geprüft werden: die Dichte und Regelmäßigkeit der Knoten, die Materialkombination, die Ausführung des Medaillons, die Mustertradition und die handwerkliche Verarbeitung. Ein einzelnes Detail sollte nicht losgelöst von den übrigen Eigenschaften beurteilt werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |





















