














Perserteppich Nain 315 x 197 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 4260$1527$Aktueller Preis ist: 1527$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 315x197cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP Zustand
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000396
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt eine Knotendichte von 12La mit ca. 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Bezeichnung 12La steht bei Nain für eine feine Knüpfqualität und verweist auf die hohe Anzahl einzelner Knoten, mit denen das Muster aufgebaut wird. Die Florfläche besteht zu 100% aus Wolle mit Seide. Für die Kette wurde 100% Baumwolle verwendet. Damit sind die Materialien des Teppichs klar voneinander unterschieden: Wolle und Seide bilden den Flor, während Baumwolle die Grundlage des Knüpfgefüges bildet.
Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen traditionell für den Flor eingesetzt, weil sie sich zu belastbaren und zugleich formbaren Fäden verspinnen lässt. Ihre natürliche Faserstruktur nimmt Farbstoffe auf und unterstützt eine klar erkennbare Oberfläche. Die eingearbeitete Seide ergänzt den Wollflor durch ihre feine Faser und ihren eigenen Lichtreflex. Im Zusammenspiel bleiben die Materialien im Muster erkennbar, ohne dass die Konstruktion auf ein einziges Fasermaterial reduziert wird.
Beim Handknüpfen entsteht der Flor Knoten für Knoten auf der Kette. Jede Reihe wird von Hand aufgebaut und anschließend verdichtet. Die angegebene 12La-Knotung ermöglicht es, Linien, Konturen und kleine Ornamentformen differenziert auszuführen. Sie erklärt auch, warum ein Nain-Muster trotz seiner feinen Zeichnung eine geordnete und geschlossene Gesamtwirkung erhält. Die Baumwollkette bildet dabei das regelmäßige Gerüst, an dem die Woll- und Seidenfäden befestigt werden.
Die Kombination aus Wolle, Seide und Baumwolle gehört zur überlieferten Materialordnung vieler Nain-Teppiche. Sie verbindet einen wollenen Flor mit seidenen Akzenten und einer Baumwollkette. Bei diesem Einzelstück ist die Verarbeitung nicht industriell reproduziert, sondern als handgeknüpfter Teppich ausgeführt. Der Teppich trägt die Kennzeichnung W1(#396), die ihn innerhalb des Sortiments eindeutig bezeichnet.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in der Provinz Isfahan im zentralen Iran und ist als eigener Teppichort mit einer charakteristischen Knüpftradition bekannt. Die Stadt befindet sich in einer trockenen Landschaft zwischen wichtigen historischen Zentren des persischen Kulturraums. Diese Lage prägte nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch die Entwicklung einer Textil- und Teppichkultur, in der feine Handarbeit eine wichtige Rolle spielt.
Die Geschichte der persischen Teppichkunst reicht weit zurück. Für Nain wird eine lange Entwicklung der handwerklichen Tradition beschrieben, die bis in die Zeit der Safawiden zurückreicht. Die Safawiden förderten die Künste, die Gestaltung von Textilien und die Verbreitung persischer Ornamentik. Teppiche wurden in dieser Epoche zu bedeutenden Trägern von Mustern, Farben und kulturellen Vorstellungen. Nain knüpfte an diese umfassende persische Formensprache an und entwickelte daraus eine eigene, meist sehr fein gezeichnete Richtung.
Nain-Teppiche werden mit der Stadt und ihrer Umgebung verbunden, nicht mit einem einzelnen standardisierten Muster. Gemeinsam ist vielen Ausführungen die sorgfältige Zeichnung, die Verwendung feiner Materialien und eine ausgewogene Ordnung der Flächen. Medaillons, florale Ranken und gegliederte Bordüren können in unterschiedlichen Kombinationen erscheinen. Entscheidend ist dabei die handwerkliche Umsetzung: Das Muster wird nicht auf die Oberfläche gedruckt, sondern durch die Anordnung der Knoten im Flor gebildet.
Die Benennung Nain bezeichnet bei diesem Teppich die Herkunft aus der Stadt Nain. Sie ist von Musterbezeichnungen zu unterscheiden. Lachak-Toranj beschreibt hier die Gestaltung des Medaillons und nicht einen anderen Herkunftsort. Diese Unterscheidung ist bei persischen Teppichen wichtig, weil viele Muster Begriffe aus verschiedenen Regionen und Epochen aufnehmen. Ein Nain-Teppich kann daher Motive verwenden, die in der umfassenderen persischen Ornamenttradition an mehreren Orten bekannt sind.
Die Region Isfahan besitzt eine herausragende Stellung in der Geschichte persischer Kunst. Ihre Werkstätten entwickelten differenzierte Bildordnungen, in denen ein Zentrum, eine Bordüre und fein ausgearbeitete Pflanzenformen aufeinander bezogen werden. Nain steht innerhalb dieses kulturellen Umfelds für eine präzise, feine Knüpfweise. Die Verbindung aus regionaler Herkunft und persischer Ornamenttradition erklärt, weshalb Nain-Teppiche sowohl als Gebrauchsgegenstände als auch als textile Kunstformen betrachtet werden.
Die Weitergabe des Wissens erfolgt in der Teppichherstellung über mehrere Arbeitsschritte. Dazu gehören die Auswahl und Vorbereitung der Fasern, das Spinnen, Färben und Einrichten der Kette sowie das eigentliche Knüpfen und Scheren des Flors. Jede dieser Tätigkeiten beeinflusst die spätere Lesbarkeit des Musters. Bei einem fein geknüpften Teppich müssen die Knoten regelmäßig gesetzt werden, damit die Zeichnung in kleinen Maßstäben geschlossen bleibt. Die Tradition ist daher nicht nur eine Frage des Motivs, sondern ebenso eine Frage der Technik.
Design und Muster
Das zentrale Gestaltungselement dieses Teppichs ist ein Lachak-Toranj-Medaillon. Ein Toranj bezeichnet in der persischen Musterwelt eine mandelförmige oder länglich gerundete Medaillonform. Lachak verweist auf die zugehörigen Eck- oder Viertelmedaillons, die das zentrale Motiv ergänzen können. Zusammen bilden diese Elemente eine klassische persische Kompositionsidee: Ein klar bestimmtes Zentrum wird mit den Bereichen am Rand und in den Ecken in Beziehung gesetzt.
Das Nain-Medaillon ist in der Mitte der Fläche angeordnet. Von dort aus wird der Blick durch die innere Zeichnung und die umgebenden floralen Formen geführt. Die floralen Bordüren rahmen das Zentrum und sorgen für eine Abgrenzung zwischen Mittelfeld und Außenbereich. Eine Bordüre ist bei persischen Teppichen nicht lediglich ein Abschluss. Sie übernimmt auch eine ordnende Funktion, indem sie die rechteckige Fläche fasst und den Übergang zwischen Teppichmitte und Rand gestaltet.
Die Quelle beschreibt für dieses Stück sanfte Beigetöne, warme Rottöne und tiefes Blau. Diese Farbbereiche stehen in einem abgestimmten Verhältnis zueinander. Beige kann in einer persischen Komposition als ruhiger Grund- oder Übergangston wirken, während Rot und Blau Akzente und Tiefenunterschiede setzen. Die konkrete Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel der Farbfelder, der Florrichtung und der feinen Zeichnung. Seidenfasern können dabei Licht anders reflektieren als Wolle und einzelne Partien sichtbar hervorheben.
Florale Motive gehören zu den häufigsten Gestaltungsmitteln der persischen Teppichkunst. Ranken, Blätter und Blüten werden oft symmetrisch oder rhythmisch angeordnet. Sie können eine Fläche verbinden, ohne sie vollständig zu füllen, und schaffen dadurch ein Verhältnis von Ornament und Zwischenraum. In einem Medaillonteppich werden solche Formen häufig genutzt, um das zentrale Motiv einzurahmen und die Bordüren mit dem Mittelfeld zu verknüpfen. Die Muster sind dekorativ und zugleich Teil einer jahrhundertealten persischen Bildsprache.
Die feine Knotung unterstützt die Darstellung des Lachak-Toranj-Motivs. Konturen können sauber voneinander getrennt, Kurven gleichmäßig geführt und kleinere florale Einheiten abgestuft werden. Das Muster wird aus farbigen Knoten zusammengesetzt; erst aus einiger Entfernung verbinden sich die einzelnen Elemente zu einer geschlossenen Fläche. Aus der Nähe bleibt die handwerkliche Struktur des Flors erkennbar. Diese doppelte Lesbarkeit ist typisch für fein gearbeitete Orientteppiche.
Die Bezeichnung Medaillon bedeutet nicht, dass der gesamte Teppich nur aus einem einzigen Zeichen besteht. Vielmehr organisiert das Medaillon die Komposition. Es gibt der Fläche einen Schwerpunkt, während die Bordüren, Eckformen und floralen Details für Ausgleich sorgen. Das Lachak-Toranj-Prinzip verbindet dabei eine zentrale Form mit ergänzenden Seitenelementen. So entsteht eine Gestaltung, die auf Symmetrie, Wiederholung und ein kontrolliertes Verhältnis von Zentrum und Rand beruht.
Die im Muster verwendeten Farben und Formen sind Teil der persischen Kulturgeschichte. Bedeutungen können sich je nach Region, Werkstatt und Ausführung unterscheiden; bei diesem Teppich stehen jedoch vor allem die beschriebene Farbkombination, das Nain-Medaillon und die florale Rahmung im Vordergrund. Die Gestaltung folgt einer traditionellen persischen Ordnung, ohne dass daraus ein anderer Herkunftsort als Nain abzuleiten ist.
Besonderheiten
Der Teppich wird als neuwertig und im TOP Zustand beschrieben. Die Produktbeschreibung führt dazu aus, dass er noch nie benutzt wurde und keinerlei Abnutzungen oder Schäden aufweist. Diese Zustandsangabe gehört zu den besonderen Merkmalen des Einzelstücks. Zusätzlich ist der Teppich mit W1(#396) gekennzeichnet. Die Kombination aus der 12La-Knotung, dem Wollflor mit Seide, der Baumwollkette und dem Lachak-Toranj-Medaillon fasst die wesentlichen Eigenschaften dieses Nain zusammen.
Die Seide ist im Flor verarbeitet und nicht lediglich als dekorative Bezeichnung im Muster genannt. Dadurch verbindet das Stück seine wollene Grundstruktur mit feinen seidenen Fasern. Die handgeknüpfte Ausführung macht jeden einzelnen Knoten zu einem Bestandteil des individuellen Gesamtbildes. Zusammen mit dem neuwertigen Zustand ergibt sich ein Teppich, dessen dokumentierte Besonderheiten in Material, Technik, Design und Erhaltungszustand liegen.
FAQ
Wie pflege ich einen handgeknüpften Nain Teppich am besten?
Regelmäßiges Staubsaugen auf niedriger Stufe entfernt Staub und lose Verschmutzungen, ohne den Flor unnötig stark zu beanspruchen. Die Düse sollte kontrolliert über die Oberfläche geführt werden; rotierende Bürsten sind bei einem feinen Flor grundsätzlich zurückhaltend einzusetzen. Da dieser Teppich Wolle mit Seide verbindet, sollten Flecken nicht mit aggressiven Mitteln behandelt werden. Bei stärkerer Verschmutzung sind spezielle Teppichreiniger oder eine professionelle Reinigung sinnvoll. Fachkundige Reinigung berücksichtigt die unterschiedlichen Fasereigenschaften von Wolle und Seide und hilft, die Struktur sowie die Farbwirkung zu erhalten.
Kann ich den Teppich auf einer Fußbodenheizung verwenden?
Ja, der W1(#396) Nain kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Die Temperatur sollte nicht zu hoch eingestellt werden, damit die Fasern nicht unnötig belastet werden. Eine gleichmäßige, moderate Wärme ist dabei geeigneter als starke oder schnell wechselnde Hitze. Es ist außerdem ratsam, den Teppich regelmäßig zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit ansammelt. Ein trockener, sauberer Untergrund unterstützt die langfristige Erhaltung des neuwertigen Zustands. Bei der Platzierung sollte die Wärmeverteilung des Raumes berücksichtigt werden.
Wo sollte ich den Teppich am besten platzieren?
Der Nain eignet sich laut Produktbeschreibung für ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer oder als stilvolles Element in einem Foyer. Wichtig ist ein stabiler, ebener Untergrund, auf dem der handgeknüpfte Teppich gleichmäßig aufliegt. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Das gilt besonders für fein abgestimmte Beige-, Rot- und Blautöne. Eine passende Position lässt das zentrale Lachak-Toranj-Medaillon und die floralen Bordüren sichtbar werden, ohne den Teppich unnötiger Belastung durch Möbelkanten oder häufige Laufwege auszusetzen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |






















