Perserteppich Nain 305 x 195 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2982$Aktueller Preis ist: 1172$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12la, 37 Radj, 270.000/qm | Material: Flor Schurwolle und Seide, Kette Baumwolle | Größe: 305 x 195 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Neuwertig, frisch gewaschen

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 100120000167 Kategorien: , , , ,

Inventarnummer: 100120000167

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Schurwolle und Seide auf einer Kette aus Baumwolle. Die Verbindung dieser Materialien gehört zu den prägenden Merkmalen des Stücks: Schurwolle bildet den wollenen Anteil des Flors, während Seide im Flor für einen anderen Glanz und eine feinere optische Zeichnung sorgt. Die Baumwolle liegt als Kette im Grundaufbau und bildet damit die textile Basis, in die der Flor eingeknüpft ist. Es handelt sich nicht um einen maschinell gefertigten Teppich, sondern um eine von Hand ausgeführte Knüpfarbeit.

Die Knotendichte ist mit 12la, 37 Radj und 270.000 Knoten je Quadratmeter angegeben. 12la bezeichnet bei Nain eine Einteilung der Garnschichten und wird in der Teppichbeschreibung ausdrücklich als zwölf Garnschichten erläutert. Radj ist eine bei persischen Teppichen gebräuchliche Angabe zur Knüpfdichte. Solche Angaben beschreiben die Feinheit der Konstruktion und helfen dabei, die handwerkliche Ausführung einzuordnen. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht die sichtbare Zeichnung Knotenknoten für Knotenknoten; die Gestaltung wird dadurch unmittelbar mit dem Aufbau des Flors verbunden.

Der Teppich wird als neuwertig und frisch gewaschen beschrieben. Diese Zustandsangabe gehört ebenso zu seiner Produktbeschreibung wie die Materialangabe und die Knüpfdichte. Die Kombination aus Schurwolle, Seide und Baumwollkette verbindet unterschiedliche textile Eigenschaften in einem einzigen Aufbau. Für die Beurteilung eines solchen Teppichs sind deshalb sowohl die sichtbare Musterarbeit als auch die Ausführung des Flors und der Grundstruktur relevant.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist ein bedeutender Ort der iranischen Teppichknüpferei und steht für eine klar erkennbare Tradition fein gearbeiteter Orientteppiche. Die Stadt liegt in einer trockenen Region Zentralpersiens, deren textile Kultur sich unter besonderen klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen entwickelt hat. Nain-Teppiche werden mit einer sorgfältigen, detailorientierten Gestaltung verbunden, bei der ein geordnetes Gesamtbild und eine präzise Ausführung eine wichtige Rolle spielen.

Die moderne Nain-Tradition entwickelte sich besonders im zwanzigsten Jahrhundert und knüpft an die lange Geschichte persischer Muster, Bordüren und Medaillonkompositionen an. In Nain wurden Erfahrungen der regionalen Handarbeit mit Formen verbunden, die in der persischen Teppichkunst bereits weit verbreitet waren. Dabei entstand kein einheitliches, unveränderliches Schema, sondern eine Gruppe von Teppichen mit wiederkehrenden gestalterischen Prinzipien: ein kontrollierter Aufbau, eine fein gegliederte Fläche und eine auf das Zentrum sowie die Einfassung abgestimmte Ornamentik.

Die Herkunftsbezeichnung Nain verweist daher nicht allein auf einen geografischen Ort. Sie steht auch für eine bestimmte Schule des persischen Teppichhandwerks. Dazu gehören die Beschäftigung mit feinen Linien, die sorgfältige Ausarbeitung von Blüten- und Rankenformen sowie die Verbindung von zentraler Ordnung und umlaufender Bordüre. In der iranischen Teppichkultur werden solche Arbeiten sowohl als Gebrauchsgegenstände als auch als textile Kunstwerke verstanden. Ihre Herstellung bewahrt Kenntnisse über Materialauswahl, Knoten, Floraufbau und Musterübertragung.

Bei einem Nain mit Schurwolle und Seide auf Baumwolle treffen traditionelle Werkstoffe und eine auf Feinheit ausgerichtete Ausführung zusammen. Die verwendeten Materialien sind in der persischen Teppichherstellung nicht zufällig gewählt: Wolle eignet sich als vielseitiger Florwerkstoff, Seide ermöglicht eine besonders differenzierte Wirkung innerhalb der Zeichnung, und Baumwolle wird als stabile Kette verwendet. Die konkrete Materialkombination dieses Teppichs verbindet somit drei textile Funktionen in einer regional verankerten Knüpftradition.

Nain-Teppiche werden häufig anhand ihrer Konstruktion, ihrer Musterordnung und ihrer regionalen Einordnung betrachtet. Die Angabe von 12la und 37 Radj ergänzt bei diesem Stück die Herkunftsbezeichnung um technische Informationen. Sie macht sichtbar, dass die Einordnung nicht nur über das Dekor erfolgt, sondern auch über die Art, wie der Teppich aufgebaut und geknüpft ist. Die Stadt Nain bleibt dabei der maßgebliche Herkunftsort dieses persischen Einzelstücks.

Design und Muster

Als Muster ist ein Lachak-Toranj Nain-Medaillon angegeben. Das Medaillon bildet in dieser Bezeichnung den zentralen Ordnungsbegriff. In der persischen Teppichkunst strukturiert ein Medaillon die Fläche, indem es einen Mittelpunkt schafft und die übrigen Ornamente auf diesen Schwerpunkt bezieht. Toranj bezeichnet dabei eine Medaillonform, während Lachak auf die dazugehörigen Eckelemente verweist. Zusammengenommen beschreiben diese Begriffe eine Komposition, in der Zentrum und Ecken gestalterisch miteinander verbunden sind.

Ein Medaillonteppich wird in der Regel von innen nach außen gelesen. Das zentrale Ornament bildet den Ausgangspunkt, die Eckzwickel führen die Komposition zu den vier Seiten, und die Bordüre fasst das Feld abschließend ein. Diese Ordnung verleiht dem Muster eine klare Orientierung. Bei einem Nain-Medaillon steht nicht die zufällige Verteilung einzelner Motive im Vordergrund, sondern das Verhältnis zwischen Mitte, Ecken, Feld und Rand. Dadurch kann die Zeichnung trotz vieler kleiner Details geschlossen und ausgewogen wirken.

Die Bezeichnung Lachak-Toranj verweist auf ein klassisches Vokabular der persischen Ornamentik. Medaillon, Eckmotive und Bordüre sind keine voneinander unabhängigen Elemente. Sie werden so aufeinander abgestimmt, dass Linien, Pflanzenformen und dekorative Übergänge den Blick durch die Fläche führen. In der Nain-Tradition können Ranken, Blüten, Blätter und feine Arabesken in eine solche Struktur eingebunden werden. Für dieses Stück ist das Muster als Lachak-Toranj Nain-Medaillon benannt; eine weitergehende Aussage zu einzelnen Farben oder zusätzlichen Motiven wird nicht getroffen.

Die Seide im Flor beeinflusst die optische Lesbarkeit eines solchen Designs. Je nach Blickwinkel kann sie feinere Partien hervorheben und Unterschiede zwischen angrenzenden Ornamenten sichtbar machen. Dabei entsteht die Wirkung nicht durch ein aufgedrucktes Bild, sondern durch die Anordnung der geknüpften Florfäden. Die Musterzeichnung ist somit Teil der Konstruktion. Die hohe angegebene Knotendichte erlaubt bei Nain-Teppichen grundsätzlich eine differenzierte Wiedergabe kleiner Formen; bei diesem Teppich ist diese technische Eigenschaft durch die konkrete Dichteangabe dokumentiert.

Das Design verbindet regionale Benennung und überlieferte persische Formensprache. Nain bezeichnet die Herkunft und die zugehörige Knüpftradition, während Lachak-Toranj die Komposition näher beschreibt. Das Wort Medaillon macht die zentrale Gestaltungsidee verständlich. So lässt sich das Muster zugleich geografisch, technisch und formal einordnen, ohne den Teppich mit einer anderen Provenienz oder einem anderen Dekortyp zu verwechseln. Die Ordnung des Musters ist ein wesentlicher Bestandteil seiner handwerklichen Identität.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus Schurwolle und Seide, die Baumwollkette, die feine Knotendichte sowie das Lachak-Toranj Nain-Medaillon. Hinzu kommt der als neuwertig bezeichnete und frisch gewaschene Zustand. Die Kennzeichnung W1 mit der Nummer 167 dient der Identifikation des Einzelstücks. Da jeder handgeknüpfte Teppich in einzelnen Arbeitsschritten entsteht, sind Herkunft, Aufbau, Muster und Zustand gemeinsam für seine Beschreibung maßgeblich.

Die Seide hebt sich innerhalb des Materialaufbaus von der Schurwolle ab und kann die Zeichnung durch ihre Lichtwirkung differenzieren. Gleichzeitig bleibt die Baumwolle als Kette ein klar benannter Bestandteil der Konstruktion. Die Verbindung dieser Materialien, die Nain-Herkunft und die Medaillonkomposition machen den Teppich zu einem spezifisch bestimmbaren Orientteppich. Sein Zustand wird nicht allgemein, sondern konkret als neuwertig und frisch gewaschen angegeben.

FAQ

Wie pflege ich diesen Nain-Perserteppich?

Für die Pflege sollte der Teppich regelmäßig und schonend abgesaugt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Oberfläche nicht unnötig stark mechanisch beansprucht wird, insbesondere weil der Flor aus Schurwolle und Seide besteht. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst umgehend behandelt werden. Bei einer erforderlichen Reinigung empfiehlt sich ein Fachbetrieb, der Erfahrung mit handgeknüpften Perserteppichen und mit Seide im Flor hat. Aggressive Haushaltsreiniger oder eine eigenständige Nassbehandlung sind nicht die geeignete Vorgehensweise. Der Teppich ist als frisch gewaschen beschrieben; diese Zustandsangabe ersetzt keine regelmäßige, materialgerechte Pflege.

Woher stammt der Nain-Perserteppich?

Dieser Perserteppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist für seine eigene Tradition der persischen Teppichknüpferei bekannt. Typisch für die Einordnung sind die regionale Musterwelt, die sorgfältige Ausarbeitung und die Beschäftigung mit fein gegliederten Medaillon- und Bordürenkompositionen. Die Herkunft Nain ist nicht mit einer bloßen Musterbezeichnung gleichzusetzen: Sie benennt den Ort, an dem dieser Teppich geknüpft wurde. Das Lachak-Toranj-Medaillon beschreibt dagegen seine Gestaltung. Zusätzlich geben 12la und 37 Radj technische Hinweise auf den Aufbau und die Knüpfdichte dieses konkreten Stücks.

Was macht handgeknüpfte Teppiche besonders?

Bei einem handgeknüpften Teppich wird der Flor von Hand in die Kette eingearbeitet. Die Musterzeichnung entsteht dadurch unmittelbar aus der Abfolge der einzelnen Knoten und nicht durch einen maschinellen Druck- oder Webvorgang. Jeder Teppich besitzt deshalb seine eigene Verbindung aus Material, Knüpfdichte, Farb- und Musteranordnung sowie Zustand. Bei diesem Stück kommen Schurwolle und Seide im Flor, Baumwolle in der Kette, die Nain-Herkunft und das Lachak-Toranj-Medaillon zusammen. Die handwerkliche Technik erklärt, warum die Konstruktion eines solchen Teppichs sowohl über seine sichtbare Ornamentik als auch über technische Angaben wie 12la, 37 Radj und die Knoten je Quadratmeter beschrieben wird.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen