Perserteppich Nain 305 x 193 cm Wolle handgeknüpft

2219$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 90% Schurwolle, 10% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 305 x 193 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: 12946476

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 90% Schurwolle und 10% Seide; für die Kette wurde 100% Baumwolle verwendet. Die Materialangaben unterscheiden damit klar zwischen dem sichtbaren Flor und der tragenden Kette. Die Schurwolle bildet den hauptsächlichen Floranteil, während die Seide als ergänzendes Material in der Oberfläche vorkommt. Baumwolle dient als Grundlage, auf der die Knoten aufgebaut werden.

Beim Handknüpfen wird das Flor­material Knoten für Knoten an den Kettfäden befestigt. Die Kettfäden werden zunächst parallel auf dem Webstuhl gespannt. Danach werden einzelne Knoten in Reihen eingearbeitet. Ein Schussfaden kann die jeweilige Reihe sichern, bevor die nächste Knotenreihe folgt. Durch diese wiederholten Arbeitsschritte entsteht nach und nach die gesamte Fläche. Anders als bei einer maschinellen Herstellung wird das Muster während des Knüpfens Abschnitt für Abschnitt aufgebaut.

Die Verarbeitung verlangt eine gleichmäßige Spannung der Kette, eine kontrollierte Führung der Knoten und eine sorgfältige Orientierung an der Zeichnung. Nach dem Einsetzen mehrerer Reihen wird der Flor ausgerichtet und die Oberfläche bearbeitet. So können Konturen, Flächen und Ornamente über die gesamte Teppichfläche hinweg zusammengeführt werden. Die Handknüpfung ist bei diesem Teppich ausdrücklich als Herstellungsart angegeben.

Schurwolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer textilen Eigenschaften traditionell für den Flor eingesetzt. Sie lässt sich verspinnen, färben und in einzelne Knoten einarbeiten. Seide besitzt eine glattere Faserstruktur und wird in vielen Teppichtraditionen verwendet, um bestimmte Bereiche feiner zu zeichnen oder innerhalb einer Fläche einen anderen Oberflächeneindruck zu erzeugen. Bei diesem Teppich sind beide Materialien im Flor miteinander verbunden.

Die Kette aus Baumwolle bildet das regelmäßige Gerüst des Teppichs. Ihre Fäden geben den Reihen eine feste Orientierung und nehmen gemeinsam mit den Schussfäden die knotenweise aufgebaute Struktur auf. Der Aufbau aus Baumwollkette sowie Woll- und Seidenflor ist eine traditionelle Materialkombination der persischen Teppichknüpferei. Die angegebene Florhöhe beträgt etwa acht Millimeter. Der Teppich wird als neu beschrieben.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird als Perserteppich aus Persien beschrieben und der Nain-Tradition zugeordnet. Nain liegt in der Provinz Isfahan, die zu den wichtigen Regionen der persischen Teppichkunst gehört. Die Bezeichnung Nain verweist im Teppichhandel auf eine bestimmte Verbindung aus symmetrischem Aufbau, feiner Ornamentzeichnung und einer kontrollierten Farbgestaltung. Sie ist damit sowohl eine regionale Zuordnung als auch ein Hinweis auf eine überlieferte Gestaltungssprache.

Die Stadt Nain befindet sich in Zentralpersien, in einer Landschaft, in der sich über lange Zeit unterschiedliche Formen des Kunsthandwerks entwickelt haben. Teppichknüpfen beruht dort wie in anderen persischen Zentren auf der Weitergabe von Kenntnissen innerhalb von Werkstätten und Familien. Dazu gehören die Auswahl und Vorbereitung der Fasern, das Spinnen des Garns, das Färben, das Aufspannen der Kette und das Lesen eines Entwurfs. Jede dieser Tätigkeiten beeinflusst, wie die spätere Zeichnung im Gewebe erscheint.

Ein persischer Teppich wird traditionell auf einem senkrechten Webstuhl aufgebaut. Die Kettfäden verlaufen in Längsrichtung und bilden die Grundlage für die Knoten. Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet nach einem geordneten Entwurf, der die Position von Farben und Ornamenten vorgibt. Nach jeder Reihe wird die Struktur verdichtet und ausgerichtet. Auf diese Weise wächst der Teppich nicht als bedruckte Fläche, sondern als textiles Gefüge aus zahlreichen einzelnen Knoten.

In Nain entwickelte sich eine besondere Vorliebe für klar gegliederte Kompositionen. Häufig wird ein zentrales Medaillon von Ranken, Blüten und Blättern begleitet. Andere Entwürfe verteilen ein durchgehendes florales Muster über das Innenfeld. Eine oder mehrere Bordüren fassen die Fläche an den Seiten ein. Die Anordnung kann streng symmetrisch sein, wobei die Mittelachse und die Ecklösungen eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn diese Merkmale typisch für Nain sind, können einzelne Entwürfe in ihrer konkreten Gewichtung voneinander abweichen.

Die Provinz Isfahan ist für verschiedene Teppichzentren und Werkstatttraditionen bekannt. Neben den regionalen Besonderheiten existiert dort ein reger Austausch von Entwürfen, Farben und handwerklichen Verfahren. Nain wird innerhalb dieser Landschaft vor allem mit einer feinen, ordentlichen Zeichnung und einer ausgewogenen Verbindung von floralen und geometrischen Elementen verbunden. Die Tradition ist nicht auf ein einziges Muster beschränkt, sondern umfasst mehrere verwandte Kompositionsformen.

Die Bezeichnung Super Nain wird im Handel für eine besonders fein wirkende Ausprägung des Nain-Stils verwendet. Sie beschreibt die Einordnung innerhalb einer bekannten Designtradition und ersetzt nicht die Angaben zu Herkunft, Material oder Technik. Bei diesem Teppich treffen die Nain-Zuordnung, die persische Herkunft, die Handknüpfung und die angegebene Materialkombination zusammen. Die konkrete Ausführung bleibt trotz der regionalen Mustertradition ein einzelnes handgeknüpftes Stück.

Persische Teppiche verbinden dadurch regionale Überlieferung mit individueller Ausführung. Werkstätten greifen auf vertraute Formen zurück, setzen sie aber in einer jeweils eigenen Folge von Farben, Konturen und Wiederholungen um. Bei handgeknüpften Stücken entsteht jedes Motiv während des Arbeitsprozesses aus der Abfolge der Knoten. Herkunft und Tradition erklären daher die gestalterische Sprache, ohne die konkrete Fläche auf ein industriell identisches Muster zu reduzieren.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als orientalisch angegeben. Die Farbstellung besteht aus Dunkelblau und Weiß. Der dunkle Farbton und die helle Zeichnung bilden einen klaren Kontrast. Dadurch können Linien, Ranken und andere Ornamentbereiche deutlich voneinander unterschieden werden. Die Farbangabe beschreibt eine konkrete Eigenschaft dieses Stücks; die weiteren Erläuterungen beziehen sich auf die allgemeine Gestaltungstradition von Nain.

Nain-Teppiche sind häufig durch filigrane florale Muster geprägt. Blätter, Blüten und geschwungene Ranken werden stilisiert und in regelmäßigen Abständen angeordnet. Ein Motiv wird dabei nicht wie eine einzelne natürliche Pflanze wiedergegeben, sondern so gestaltet, dass es sich spiegeln, wiederholen oder in eine größere Ornamentstruktur einfügen lässt. Diese Stilisierung macht es möglich, große Flächen durchgehend und dennoch differenziert zu zeichnen.

Ein Medaillon kann als Mittelpunkt eines Nain-Entwurfs dienen. Es ordnet die zentrale Fläche und bildet einen Bezugspunkt für die umgebenden Ranken und Blüten. In anderen Kompositionen wird auf ein einzelnes Medaillon verzichtet und das Innenfeld mit einem fortlaufenden Muster ausgefüllt. Die Ecken werden häufig so gestaltet, dass sie auf die Mitte und die Bordüre reagieren. Symmetrie sorgt dabei für ein ruhiges Verhältnis der einzelnen Bereiche.

Die Bordüre übernimmt eine eigene gestalterische Aufgabe. Sie begrenzt das Innenfeld, wiederholt ausgewählte Motive und schafft einen Übergang zur Außenkante. Hauptbordüren können von schmaleren Nebenbordüren begleitet werden. In der persischen Teppichkunst werden Bordüren nicht nur als Rahmen verstanden, sondern als Teil der gesamten Komposition. Ihre Rhythmik kann die Richtung der Ranken aufnehmen und die Mittelachse des Innenfelds unterstützen.

Florale und geometrische Elemente werden in der Nain-Tradition häufig miteinander verbunden. Die Pflanzenformen geben dem Muster Beweglichkeit, während Achsen, Spiegelungen und Wiederholungen für Ordnung sorgen. Auch die Farbverteilung trägt zu dieser Ordnung bei. Beim vorliegenden Teppich ist die Kombination aus Dunkelblau und Weiß ausdrücklich genannt. Sie lässt die Beziehung zwischen Grund und Zeichnung als deutliches Hell-Dunkel-Verhältnis erscheinen.

Eine hohe Knotendichte kann grundsätzlich dazu beitragen, feine Linien, kleine Blüten und enge Konturen auszuführen. Je kleiner die einzelnen Knoten im Verhältnis zur Fläche sind, desto mehr Möglichkeiten bietet die Konstruktion für eine differenzierte Zeichnung. Die angegebene Knotendichte dieses Teppichs beträgt etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ist eine technische Angabe des konkreten Stücks und steht zugleich im Zusammenhang mit der feinen Ornamentik, die mit Nain-Teppichen verbunden wird.

Der traditionelle orientalische beziehungsweise persische Stil beruht auf dem Zusammenspiel von Innenfeld, Bordüre, Symmetrie und wiederkehrendem Ornament. Seine Wirkung entsteht aus der geordneten Verteilung der Formen und nicht aus einem einzelnen isolierten Motiv. In einem Nain-Entwurf können sich kleine florale Details, zentrale Ordnung und ein klarer Rahmen zu einer geschlossenen Gesamtfläche verbinden. Die dunkelblaue und weiße Farbgebung dieses Teppichs bildet dabei den ausdrücklich beschriebenen visuellen Schwerpunkt.

Besonderheiten

Die Knotendichte von etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter ist eine besondere technische Angabe dieses Teppichs. Sie bezeichnet die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Eine dichte Knüpfung ermöglicht grundsätzlich eine engere Führung von Linien und eine feinere Abstufung kleiner Ornamente. Sie steht deshalb in einem technischen Zusammenhang mit der detaillierten Zeichnung, die für die Nain-Tradition charakteristisch ist.

Der Teppich wird als neu angeboten und ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 90% Schurwolle und 10% Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Florhöhe wird mit etwa acht Millimetern angegeben. Hinzu kommen die dunkelblaue und weiße Farbgebung, das orientalische Muster und die Eignung für Fußbodenheizungen. Diese Merkmale beschreiben die konkrete Ausführung des Stücks.

Die Eignung für Fußbodenheizungen erweitert die möglichen Einsatzbereiche des Teppichs. Trotzdem bleibt seine Herstellung traditionell: Die Oberfläche wurde nicht gedruckt oder maschinell nachgebildet, sondern durch Handknüpfung aufgebaut. Die Verbindung aus persischer Herkunft, Nain-Zuordnung, dichter Knüpfung und der Kombination aus Schurwolle und Seide fasst die wichtigsten Besonderheiten dieses Orientteppichs zusammen.

FAQ

Wie pflege ich den Nain Perserteppich richtig?

Regelmäßiges und vorsichtiges Staubsaugen entfernt lose Partikel, bevor sie tiefer in den Flor gelangen. Verschüttete Flüssigkeiten und andere Flecken sollten möglichst sofort aufgenommen werden. Scharfe Reinigungsmittel sind nicht geeignet; bei kleinen Verschmutzungen kann eine milde Seifenlösung verwendet werden. Der Teppich sollte außerdem vor direkter, starker Sonneneinstrahlung geschützt werden, um ein unnötiges Verblassen der Farben zu vermeiden. Für eine vollständige Reinigung empfiehlt sich eine Fachreinigung, die mit handgeknüpften Teppichen arbeitet.

Ist der Teppich für Fußbodenheizungen geeignet?

Ja, dieser Nain Perserteppich ist für Fußbodenheizungen geeignet. Die Heizung sollte nicht zu hoch eingestellt werden. Eine moderate Temperatur unterstützt eine gleichmäßige Wärme und vermeidet eine unnötige Belastung des textilen Materials. Die Eignung für Fußbodenheizungen ist ausdrücklich als Eigenschaft dieses Teppichs angegeben.

Wo kann der Teppich eingesetzt werden?

Der Teppich kann in Wohn- und Schlafzimmern eingesetzt werden. Auch in einem Flur oder als Akzent in einem Büro ist seine Verwendung möglich. Das traditionelle orientalische Muster, die dunkelblaue und weiße Farbgebung sowie die Verbindung von Schurwolle und Seide prägen seine Wirkung im Raum. Durch die handgeknüpfte Ausführung ist er ein eigenständiges textiles Einrichtungselement für unterschiedliche Wohn- und Arbeitsbereiche.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen