




Perserteppich Nain 302 x 200 cm Wolle handgeknüpft
2123$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12-Lah (ca. 250.000 Knoten/m²) | Material: Flor Wolle und Seide | Größe: 302 x 200 cm | Muster: Klassisch floral mit Medaillon | Zustand: Sehr gut erhalten
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VERSANDPARTNERInventarnummer: E8DE2DA1
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus Wolle und Seide. Die Materialkombination gehört zu den prägenden Merkmalen der Nain-Teppiche: Wolle bildet eine belastbare textile Grundlage für den Flor, während Seide in der Gestaltung feine Akzente und einen zurückhaltenden Schimmer ermöglicht. Beide Materialien werden in der traditionellen Teppichkunst wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften eingesetzt. Wolle wirkt griffig und elastisch, Seide erscheint glatter und reflektiert das Licht stärker.
Die Knüpfdichte dieses Teppichs ist mit 12-Lah und ungefähr 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Lah bezeichnet bei Nain-Teppichen eine Qualitäts- und Dichteangabe. Die Einordnung macht sichtbar, wie fein die einzelnen Knoten gesetzt sind und in welchem Maß eine detaillierte Zeichnung im Flor ausgearbeitet werden kann. Eine sorgfältige Knüpfung ist besonders wichtig, wenn ein klassisches Medaillon von zahlreichen floralen Einzelheiten begleitet wird.
Die Verarbeitung als Handknüpfung entsteht Knoten für Knoten. Dabei wird das Muster schrittweise aufgebaut und anschließend durch Scheren und Nacharbeiten in eine gleichmäßige Oberfläche gebracht. Das Verfahren verlangt eine genaue Orientierung an der Musterzeichnung und eine kontrollierte Spannung des Gewebes. Bei der Kombination aus Wolle und Seide kommt außerdem der unterschiedliche Charakter der Fasern zur Geltung. Der Teppich ist sehr gut erhalten, sodass seine handwerkliche Ausführung und die Zeichnung klar wahrnehmbar bleiben.
Herkunft und Tradition
Nain ist eine Stadt in Zentralpersien und befindet sich in der Provinz Isfahan. Die Bezeichnung Nain verweist bei diesem Teppich auf diese Herkunft. Nain gehört zu den bekannten persischen Webzentren, deren Teppiche für eine präzise Knüpfarbeit, ausgewogene Kompositionen und eine fein gegliederte Ornamentik stehen. Die regionale Tradition verbindet handwerkliche Kontrolle mit einer Gestaltung, die auf klare Ordnung und elegante Linienführung ausgerichtet ist.
Die Teppichherstellung in Nain steht in engem Zusammenhang mit der persischen Kunst- und Handwerkstradition. In dieser Tradition wird ein Teppich nicht nur als Gebrauchsgegenstand verstanden, sondern auch als sorgfältig komponierte textile Arbeit. Entwurf, Farbauswahl, Knotenarbeit und abschließende Bearbeitung greifen ineinander. Das Ergebnis soll eine lesbare Gesamtordnung besitzen, in der Bordüren, Innenfeld und zentrale Ornamente aufeinander abgestimmt sind.
Für Nain-Teppiche ist die Einteilung nach Lah besonders charakteristisch. Die Bezeichnung dient dazu, unterschiedliche Knüpfdichten voneinander zu unterscheiden. Geringere Lah-Werte stehen traditionell für eine höhere Knotendichte, während höhere Werte eine weniger dichte Ausführung bezeichnen. Die hier angegebene 12-Lah-Qualität gehört damit zu einer klar definierten Nain-Klassifizierung. Die Dichte beeinflusst, wie fein Konturen, Blüten, Blätter und geschwungene Linien im Teppich wiedergegeben werden können.
Die Stadt Nain wird häufig im Zusammenhang mit der weiteren Teppichlandschaft der Provinz Isfahan betrachtet. Isfahan ist für kunstvolle persische Teppiche mit sorgfältig gezeichneten floralen und geometrischen Kompositionen bekannt. Auch Tabriz zählt zu den bedeutenden Zentren persischer Teppichkunst und steht für eine eigene, detailreiche Tradition. Diese regionalen Bezüge zeigen die Vielfalt der persischen Knüpfkunst, ohne die Herkunft dieses Stücks zu verändern: Dieser Teppich ist ein Nain aus Zentralpersien.
Die Weitergabe des Wissens erfolgt in der Teppichkunst über eingeübte Arbeitsschritte und über ein Verständnis für Proportion, Symmetrie und Ornament. Eine Musterzeichnung wird in einzelne Abschnitte gegliedert, damit sie während des Knüpfens zuverlässig umgesetzt werden kann. Die handwerkliche Tradition von Nain lebt deshalb sowohl von der technischen Fertigkeit als auch von der Fähigkeit, ein komplexes Muster über die gesamte Fläche in einem einheitlichen Rhythmus zu entwickeln.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist klassisch floral mit einem Medaillon. Ein Medaillon bildet den visuellen Mittelpunkt der Komposition und ordnet die übrigen Ornamente um eine zentrale Achse. Florale Motive ergänzen diesen Aufbau mit Blüten, Blättern, Ranken und arabesken Linien. Solche Elemente werden in der persischen Teppichkunst nicht zufällig verteilt, sondern in rhythmischen Wiederholungen und ausgewogenen Abständen miteinander verbunden.
Die arabeske Zeichnung lebt von geschwungenen Linien und fließenden Übergängen. Ranken können einander aufnehmen, Blätter spiegeln oder Blüten in den ornamentalen Zusammenhang einbinden. Dadurch entsteht ein Muster, das zugleich geordnet und bewegt wirkt. Bei einer feinen Knüpfdichte lassen sich die Konturen dieser Motive differenziert ausarbeiten. Kleine Veränderungen in der Linienführung können dabei die Wirkung einzelner Blüten oder der Einfassung des Medaillons bestimmen.
Das zentrale Medaillon schafft eine klare Orientierung innerhalb des Innenfeldes. Von ihm aus kann sich die Ornamentik symmetrisch oder in wiederkehrenden floralen Bezügen über die Fläche entwickeln. Die klassische Gestaltung beruht auf dem Zusammenspiel von Zentrum, Nebenmotiven und rahmenden Partien. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Ornament, sondern die Verbindung aller Teile zu einer geschlossenen Komposition.
Nain-Teppiche werden traditionell mit einer zurückhaltenden, eleganten Formsprache verbunden. In der überlieferten Gestaltung kommen häufig helle und ruhige Farbbereiche ebenso vor wie deutlich gesetzte Kontraste. Beige- und Blautöne können mit weiteren Farben kombiniert werden; auch kräftigere Rottöne gehören zum bekannten Farbspektrum persischer Teppichkunst. Für dieses konkrete Stück ist ein klassisch florales Medaillonmuster angegeben, nicht jedoch eine vollständige Farbliste. Deshalb stehen hier die Ornamentik und der Aufbau im Vordergrund.
Seide kann in floralen Zeichnungen eingesetzt werden, um bestimmte Linien oder Motive durch eine glattere Oberfläche hervorzuheben. Das Licht wird an diesen Partien anders aufgenommen als an der Wolle, wodurch innerhalb des Musters ein dezenter Wechsel der Textur entstehen kann. Diese Wirkung unterstützt die Lesbarkeit feiner Details, ohne die klassische Ordnung des Medaillonentwurfs aufzuheben.
Die Gestaltung fügt sich damit in die Tradition persischer Nain-Muster ein: ein deutliches Zentrum, florale Begleitornamente und eine sorgfältig kontrollierte Linienführung. Der Teppich steht nicht für ein freies, ungeordnetes Dekor, sondern für eine Komposition, bei der die einzelnen Motive aufeinander reagieren. Die Qualität der Zeichnung zeigt sich in den Übergängen zwischen Medaillon, Ranken, Blättern und den umgebenden Ornamentfeldern.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Einordnung als 12-Lah-Nain, die handgeknüpfte Ausführung, die Verwendung von Wolle und Seide sowie das klassische florale Muster mit Medaillon. Die genannte Knüpfdichte unterstützt eine differenzierte Darstellung der ornamentalen Einzelheiten. Dadurch lässt sich die Beziehung zwischen dem zentralen Medaillon und den floralen Motiven klar erkennen.
Der Teppich ist sehr gut erhalten. Dieser Zustand ist für die Beurteilung eines handgeknüpften Einzelstücks wesentlich, weil die Oberfläche, die Konturen und die Materialwirkung dadurch in einem gepflegten Gesamtbild erscheinen. Wolle und Seide verbinden dabei textile Robustheit mit einer feineren, lichtreflektierenden Note. Die Besonderheiten liegen somit in der Herkunft Nain, der klassifizierten Knüpfdichte, der Materialkombination und der erhaltenen floralen Komposition.
FAQ
Was zeichnet diesen Nain-Perserteppich aus?
Er verbindet die Herkunft Nain in Zentralpersien mit einer handgeknüpften Ausführung, Wolle und Seide, einer 12-Lah-Knüpfdichte und einem klassisch floralen Muster mit zentralem Medaillon. Der sehr gut erhaltene Zustand ergänzt diese Merkmale.
Wie pflege ich einen Nain-Teppich?
Regelmäßiges vorsichtiges Absaugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Für stärkere oder tief sitzende Verschmutzungen empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung, insbesondere wegen des Seidenanteils.
Wo kann ich einen authentischen Nain-Teppich kaufen?
Nain-Teppiche sind bei spezialisierten Teppichhändlern und vertrauenswürdigen Online-Anbietern erhältlich. Beim Kauf sollten Nachweise oder Zertifikate zur Herkunft verlangt werden. Wichtig ist, die Bezeichnung Nain auf die Herkunft aus Nain zu beziehen und sie nicht lediglich als Namen eines floralen Musters zu verwenden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













