














Perserteppich Nain 296 x 195 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2130$1740$Aktueller Preis ist: 1740$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9La, ca. 400.000-500.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 296 x 195 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP Zustand, professionelle Handwäsche durchgeführt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003851
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide; die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Damit sind die im Teppich verwendeten Materialien für Flor und Kette klar voneinander unterschieden. Die Wollbasis des Flors gehört zu den typischen Grundlagen persischer Knüpfarbeiten, während Seide innerhalb des Flors für eine feinere Ausarbeitung und eine differenzierte Wirkung in den Musterpartien eingesetzt werden kann.
Die Bezeichnung 9La beschreibt bei Nain-Teppichen eine feine Knüpfqualität. Für dieses Stück ist eine Knotendichte von etwa 400.000-500.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche Einordnung verweist auf eine engmaschige handwerkliche Arbeit, bei der kleine Gestaltungselemente sauber in das Knüpfbild übertragen werden können. Der Flor wird Knoten für Knoten aufgebaut; die Kette aus Baumwolle bildet dabei das tragende Gerüst des Teppichs.
Handgeknüpfte Teppiche entstehen nicht in einem durchgehenden industriellen Arbeitsschritt. Die Ausführung folgt einem geknüpften Aufbau, bei dem die einzelnen Knoten und die Schusslagen schrittweise miteinander verbunden werden. Die Feinheit eines 9La-Nain wird deshalb nicht allein durch das Material bestimmt, sondern ebenso durch die sorgfältige Abstimmung von Knüpfung, Zeichnung und gleichmäßiger Florausarbeitung.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in Zentralpersien und ist als eigenständiges Zentrum der Teppichherstellung bekannt. Die dortige Knüpftradition entwickelte eine klare, feine Formensprache, die häufig mit sorgfältig ausgearbeiteten Medaillons und einer ausgewogenen Ornamentik verbunden wird. Nain-Teppiche werden in unterschiedlichen Feinheitsstufen hergestellt; die Bezeichnung 9La steht für eine besonders feine Qualitätsklasse innerhalb dieser Tradition.
Die Nainer Teppichkunst steht in der persischen Stadtkultur. Anders als bei nomadischen Knüpfungen, deren Muster oft unmittelbar aus einer regionalen Stammestradition heraus entstehen, arbeiten städtische Werkstätten mit geplanten Entwürfen und einer bewusst gegliederten Gesamtkomposition. Ein zentraler Aufbau, regelmäßig gesetzte Ranken und fein ausgeführte Details sind typische Mittel, um ein geschlossenes Teppichbild zu schaffen. Diese Beschreibung bezieht sich auf die Tradition des Nain-Teppichs; für das vorliegende Stück ist als konkretes Muster das Lachak-Toranj Nain-Medaillon angegeben.
Die historische Entwicklung von Nain als Teppichort ist eng mit der persischen Stadtkultur und der Weitergabe von Entwürfen innerhalb von Werkstätten verbunden. Muster werden nicht zufällig verteilt, sondern nach einem Plan aufgebaut. Das zentrale Medaillon bildet dabei häufig den Ausgangspunkt der Komposition, von dem aus sich Nebenformen und Rahmenelemente aufeinander beziehen. Die hohe Knotendichte unterstützt die Möglichkeit, solche Beziehungen fein und regelmäßig auszuarbeiten, ohne daraus allein eine bestimmte Zeichnung dieses einzelnen Teppichs abzuleiten.
Persische Teppiche aus Nain werden traditionell über ihre Herkunft, ihre Knüpfqualität und ihren Musteraufbau beschrieben. Die Verbindung von Baumwollkette, Wollflor und Seide im Flor gehört zu den Materialkombinationen, die eine feine städtische Knüpfarbeit ermöglichen. Baumwolle bietet ein stabiles Kettmaterial, Wolle bringt einen belastbaren Flor ein, und Seide kann in der Gestaltung als feineres Material eingesetzt werden. Beim vorliegenden Teppich sind diese Materialien ausdrücklich für Kette und Flor ausgewiesen.
Die Einordnung als Perserteppich bezeichnet hier die Herkunft aus Persien und nicht lediglich eine Musterbezeichnung. Nain ist in diesem Fall der genannte Herkunftsort. Das unterscheidet den Teppich von Stücken, die nur ein Nain-ähnliches Medaillon oder eine nach Nain benannte Zeichnung verwenden. Herkunft und Muster werden in der Beschreibung daher getrennt genannt: Stadt Nain in Persien einerseits und Lachak-Toranj Nain-Medaillon andererseits.
Design und Muster
Das Muster ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj verbindet zwei Begriffe der persischen Ornamentik: Lachak verweist auf die Eckformen, Toranj auf das zentrale Medaillon. In einem solchen Entwurf stehen Mitte und Ecken in einem bewussten Verhältnis zueinander. Das Medaillon bildet den Schwerpunkt, während die Eckelemente den Übergang zur umlaufenden Fläche gestalten und den Teppich optisch in seiner rechteckigen Form ordnen.
Ein Medaillonmuster ist grundsätzlich anders aufgebaut als eine rein durchgehende Allover-Komposition. Bei einer Allover-Zeichnung wiederholen sich die Ornamente über die gesamte Fläche; beim Medaillonentwurf richtet sich die Wahrnehmung stärker auf die Mitte. Die Lachak-Toranj-Tradition verbindet diese zentrale Konzentration mit einer Rahmung durch die Ecken. So entsteht eine Komposition, in der zentrale und seitliche Ornamentbereiche miteinander korrespondieren.
Die Nainer Formensprache wird häufig durch feine Linien, Ranken und symmetrische Beziehungen geprägt. Solche Gestaltungsmittel sind allgemeine Merkmale der regionalen Tradition und keine zusätzliche Zustands- oder Ausstattungsangabe für dieses Einzelstück. Sie erklären jedoch, weshalb eine feine Knüpfqualität wie 9La bei Nain-Entwürfen eine wichtige Rolle spielt: Kleine Linienführungen, Blattformen und Übergänge können dichter aufgelöst werden, wenn der Entwurf in vielen Knoten umgesetzt wird.
Bei einem Lachak-Toranj-Entwurf ist die Symmetrie ein wichtiges Ordnungsprinzip. Die beiden Eckformen werden in der Regel so angelegt, dass sie aufeinander reagieren, während das zentrale Toranj die Hauptachse des Teppichs bestimmt. Die Bordüre fasst die Komposition ein und bildet einen Übergang zwischen dem inneren Feld und dem äußeren Abschluss. Welche Farben, Einzelformen und konkreten Bordüren dieses Stück im Detail zeigt, ist in der Produktbeschreibung nicht weiter ausgeführt; deshalb werden hierzu keine zusätzlichen Angaben gemacht.
Das Wort Medaillon bezeichnet in der Teppichkunde nicht nur eine einzelne geometrische Form, sondern eine gesamte Bildordnung. Es kann oval, rund, länglich oder mehrgliedrig gestaltet sein und wird durch Anhänger, Ranken oder Eckzwickel ergänzt. Beim vorliegenden Nain ist die Musterbezeichnung ausdrücklich Lachak-Toranj Nain-Medaillon. Die Bezeichnung hält somit sowohl den regionalen Stilbezug als auch den Aufbau mit Eckformen und Zentrum fest.
Die Kombination aus feiner Knüpfqualität und Medaillonkomposition ist ein Beispiel dafür, wie in der persischen Stadteppichkunst technische Ausführung und Entwurf zusammenwirken. Der Karton oder Musterplan gibt die Ordnung vor, die Knüpfarbeit überträgt sie in den Flor. Dadurch kann ein kleines Ornament nicht nur als Linie, sondern als abgestufte Form erscheinen. Bei diesem Teppich bleibt die konkrete Farbpalette offen; sicher angegeben sind Herkunft, Material, Knüpfqualität und die Bezeichnung des Musters.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Einzelstücks ist die ausgewiesene 9La-Qualität mit einer Knotendichte von etwa 400.000-500.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen der Flor aus 100% Wolle mit Seide und die Kette aus 100% Baumwolle. Die Kombination aus feiner Knüpfung, Nainer Herkunft und Lachak-Toranj-Medaillon beschreibt den Teppich in seinen wesentlichen technischen und gestalterischen Merkmalen.
Der Teppich befindet sich in TOP Zustand. Außerdem wurde eine professionelle Handwäsche durchgeführt. Diese Angabe beschreibt die Behandlung und den ausgewiesenen Zustand des Teppichs; weitere Restaurierungen, das genaue Alter oder eine Signatur sind nicht angegeben. Es handelt sich um ein Einzelstück, dessen Material- und Musterdaten in dieser Kombination nur für dieses Exemplar gelten.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist ein bekanntes Zentrum der persischen Stadteppichknüpfung und steht für fein ausgearbeitete, planvoll aufgebaute Entwürfe. Die Herkunft Nain beschreibt bei diesem Stück den genannten Herstellungsort. Das Muster wird zusätzlich als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet; diese Musterangabe ersetzt nicht die Herkunftsangabe, sondern ergänzt sie.
Was bedeutet 9La bei einem Nain-Teppich?
9La bezeichnet eine feine Knüpfqualität bei Nain-Teppichen. Für dieses Exemplar ist eine Knotendichte von etwa 400.000-500.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Bezeichnung erklärt die technische Feinheit der Knüpfung und die Möglichkeit, kleine Ornamentdetails präzise auszuarbeiten. Sie ist nicht mit einer Materialangabe gleichzusetzen: Der Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, die Kette aus 100% Baumwolle.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Teppich ist als TOP Zustand ausgewiesen. Eine professionelle Handwäsche wurde durchgeführt. Diese Angaben beziehen sich auf den beschriebenen Pflege- und Erhaltungszustand. Weitere Informationen zu Alter, Signatur oder eventuellen früheren Arbeiten liegen für dieses Stück nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |






















