









Perserteppich Nain 236 x 155 cm Korkwolle handgeknüpft
6692$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 850.000 – 1.000.000 Knoten/m² | Material: Flor 80% Korkwolle, 20% Naturseide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 236 x 155 cm | Muster: Traditionell Orientalisch | Zustand: Neu, sehr gut
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Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und als Super Nain 6 La bezeichnet. Seine Grundlage bilden Korkwolle und Naturseide im Flor; die Kette besteht aus Baumwolle. Die Kombination der beiden Florfasern verbindet die weiche, feine Anmutung der Korkwolle mit dem charakteristischen Glanz der Naturseide. Der Flor wirkt dadurch fein und besitzt eine textile Oberfläche, in der sich die unterschiedlichen Eigenschaften der verwendeten Materialien gemeinsam zeigen.
Die Korkwolle wird in der Beschreibung als weich und robust charakterisiert. Naturseide ergänzt sie um eine glatte Haptik und einen sichtbaren Schimmer. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet. Anschließend wird das Gewebe verdichtet, der Flor gleichmäßig ausgearbeitet und die Oberfläche fein vollendet. Diese Arbeitsweise unterscheidet den Teppich von maschinell hergestellten Bodenbelägen, bei denen die Rückseite meist regelmäßiger erscheint und die Knoten nicht in derselben Weise sichtbar sind.
Die genannte Knotendichte steht für eine sehr feine Knüpfung. Viele eng gesetzte Knoten erlauben eine differenzierte Ausarbeitung kleiner Ornamente und klarer Konturen. Sie machen die Herstellung arbeitsintensiv, weil jeder einzelne Knoten Teil des späteren Musters wird. Die handwerkliche Verarbeitung ist damit nicht nur eine Herstellungsart, sondern auch ein sichtbarer Bestandteil des Charakters dieses Einzelstücks.
Herkunft und Tradition
Perserteppiche stammen aus der iranischen Teppichkultur, die über Jahrhunderte hinweg unterschiedliche regionale Formen, Techniken und Gestaltungsweisen entwickelt hat. Die Bezeichnung Nain verweist auf eine bedeutende Teppichtradition, die mit feiner Knüpfung, sorgfältig ausgearbeiteten Flächen und einer kontrollierten Zeichnung verbunden wird. Nain liegt in Zentraliran und wurde besonders für Teppiche bekannt, deren Gestaltung auf Präzision und einer ausgewogenen Verbindung von Grundfläche und Ornament beruht.
Die Nain-Tradition entstand im Umfeld einer älteren iranischen Textilkultur und entwickelte sich zu einer eigenständigen Teppichform. Ihre Erzeugnisse werden häufig mit einer feinen, hell wirkenden Gestaltung und einer klar lesbaren Ornamentik verbunden. Die Bezeichnung Super Nain 6 La gehört zu einer im Handel verwendeten Einordnung besonders feiner Nain-Teppiche. Die Angabe 6 La bezieht sich auf die traditionelle Beurteilung der Knüpfung und dient Kennern als Hinweis auf die Feinheit der Ausführung.
Iranische Teppiche werden in vielen Regionen mit jeweils eigener Formensprache gefertigt. Isfahan ist für ausgewogene Kompositionen und eine ausgearbeitete Ornamentik bekannt, Tabriz für detailreiche Zeichnungen und vielfältige Farbbeziehungen, während Nain eine besonders feine und geordnete Wirkung entwickelt hat. Diese Ortsnamen beschreiben unterschiedliche Zentren einer gemeinsamen Teppichgeschichte; sie sind nicht austauschbar. Ein Nain-Teppich steht in der Tradition Nains und wird nicht allein durch ein allgemeines orientalisches Muster einem anderen Herkunftsort zugeordnet.
Die Herstellung eines handgeknüpften Perserteppichs verbindet praktische Textilarbeit mit überliefertem Wissen. Das Muster wird in eine Knüpfvorlage oder in eine überlieferte Gestaltungssprache übertragen. Die Knüpferinnen und Knüpfer setzen die Knoten Reihe für Reihe, prüfen die Spannung der Kette und arbeiten die Konturen schrittweise heraus. Danach werden Flor und Oberfläche bearbeitet, damit die Zeichnung lesbar bleibt. Dieses Vorgehen erklärt, weshalb traditionelle Teppiche zugleich Gebrauchsgegenstände und Zeugnisse regionaler Handwerksgeschichte sind.
Perserteppiche werden in iranischen Haushalten, Werkstätten und Sammlungen seit langer Zeit geschätzt. Ihre Muster bewahren Formen, die von Generation zu Generation weitergegeben, angepasst und neu interpretiert werden. Der Teppich verbindet dabei die Funktion eines Bodenbelags mit einer eigenständigen textilen Gestaltung. Die Herkunft Persien und die Einordnung als Nain machen ihn zu einem Vertreter dieser iranischen Knüpftradition, ohne ihm eine nicht genannte Werkstatt oder ein bestimmtes Herstellungsjahr zuzuschreiben.
Design und Muster
Die Gestaltung ist dem traditionellen orientalischen Stil zugeordnet. Orientalische Teppichmuster arbeiten häufig mit einer klar gegliederten Fläche, wiederkehrenden Ornamenten und einer Beziehung zwischen Zentrum, Rand und Übergängen. Bei Nain-Teppichen werden florale Motive, Ranken, Blüten und fein gezeichnete Arabesken oft so angeordnet, dass ein ruhiger, geschlossener Gesamteindruck entsteht. Geometrische Ordnung und organische Formen können dabei miteinander verbunden werden.
Florale Ornamente stehen in der iranischen Teppichkunst vielfach für die Nähe zur Natur und für die schöpferische Ordnung, die aus wiederkehrenden Formen entsteht. Ranken leiten das Auge durch die Fläche, während Blüten und Blätter den Rhythmus der Komposition bestimmen. Geometrische Elemente geben dem Muster Halt und sorgen für eine erkennbare Struktur. Solche Motive sind Teil einer langen visuellen Tradition; ihre Bedeutung kann je nach Region, Vorlage und Ausführung unterschiedlich verstanden werden.
Ein traditionelles Teppichdesign entsteht nicht nur durch einzelne Zeichen, sondern durch deren Verhältnis zueinander. Ein zentraler Aufbau kann die Fläche sammeln, ein umlaufender Bordürenbereich kann das Innere fassen, und kleinere Zwischenmotive können die Übergänge verbinden. Bei feinen Knüpfungen lassen sich Konturen, Blattspitzen und Linien besonders differenziert ausarbeiten. Die hohe Feinheit dieses Teppichs steht deshalb in enger Verbindung mit der Möglichkeit, komplexe Details in einer geordneten Zeichnung wiederzugeben.
In der persischen Ornamentik begegnen außerdem Motive wie der Lebensbaum, stilisierte Blüten und verschlungene Ranken. Der Lebensbaum wird häufig als Zeichen für Wachstum, Verbindung und fortdauerndes Leben gedeutet. Symmetrische Wiederholungen können Harmonie und Ausgewogenheit vermitteln. Diese Deutungen gehören zum kulturellen Hintergrund persischer Muster und sind nicht als konkrete Aussage über jedes einzelne Ornament zu verstehen. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel der Motive innerhalb der jeweiligen Komposition.
Auch die Farbgestaltung ist ein wesentlicher Teil orientalischer Teppiche. Traditionelle Paletten verbinden häufig zurückhaltende Grundtöne mit ausgewählten Akzenten. Dadurch können florale Linien deutlich hervortreten, ohne dass die Fläche ihre Geschlossenheit verliert. Die Beschreibung ordnet diesen Teppich einem traditionell orientalischen Stil zu und hebt seine feine Ausarbeitung hervor. Das Zusammenspiel von Korkwolle und Naturseide kann die Oberfläche zusätzlich differenzieren, weil der Seidenanteil das Licht anders reflektiert als die Wollfasern.
Die Ornamentik eines handgeknüpften Teppichs wird in vielen Arbeitsschritten aufgebaut. Ein Muster wird nicht auf die fertige Oberfläche gedruckt, sondern entsteht aus der Folge einzelner Knoten. Jede Farbfläche, jede Linie und jede Kontur wird durch die Anordnung des Materials gebildet. So bleibt die Gestaltung unmittelbar mit der Technik verbunden. Die traditionelle orientalische Formensprache erhält dadurch eine textile Tiefe, die bei einer Betrachtung aus der Nähe ebenso lesbar ist wie in der Gesamtansicht.
Besonderheiten
Der Teppich ist ein Unikat und nur einmal auf Lager. Er wird als neu und sehr gut erhalten beschrieben. Zu seinen ausdrücklich genannten Eigenschaften gehören die feine Ausführung, die handgeknüpfte Herstellung und die Eignung für Räume mit Fußbodenheizung. Damit verbindet er die traditionelle Herstellung eines Perserteppichs mit einer Nutzung, die auch in zeitgemäßen Wohnsituationen möglich ist.
Die Kombination aus Korkwolle und Naturseide, die feine Knüpfung und die Einordnung als Super Nain 6 La bestimmen seine besondere Ausführung. Er kann in Wohnräumen, Büros oder Ausstellungsbereichen eingesetzt werden. Der traditionelle orientalische Stil lässt sich mit klassischen ebenso wie mit moderneren Einrichtungskonzepten verbinden. Für die alltägliche Pflege werden regelmäßiges Staubsaugen und bei Bedarf eine professionelle Reinigung genannt.
Ein handgeknüpfter Teppich sollte bei der Pflege schonend behandelt werden. Staub und lose Verschmutzungen lassen sich durch vorsichtiges Saugen entfernen. Bei einem Fleck wird empfohlen, eine milde Seifenlauge zu verwenden und die betroffene Stelle abzutupfen, statt sie kräftig zu reiben. Eine professionelle Reinigung kann den Erhalt der Oberfläche unterstützen. Der Teppich bleibt dabei das einzelne, neu beschriebene Stück mit seiner eigenen handwerklichen Ausführung.
FAQ
Wie reinige ich diesen Perserteppich richtig?
Regelmäßiges, vorsichtiges Staubsaugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen. Bei einem frischen Fleck sollte eine milde Seifenlauge verwendet und die Stelle behutsam abgetupft werden. Reiben kann die feine Oberfläche unnötig beanspruchen und sollte vermieden werden. Für eine gründliche Pflege wird eine gelegentliche professionelle Reinigung genannt. Da der Flor aus Korkwolle und Naturseide besteht, ist ein zurückhaltender Umgang mit Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln sinnvoll. Aggressive Mittel oder starkes Bürsten gehören nicht zur empfohlenen Pflege. Bei Unsicherheit sollte die Reinigung einem Fachbetrieb überlassen werden, der Erfahrung mit handgeknüpften Perserteppichen und empfindlichen Naturfasern hat.
Woran erkenne ich, dass ein Teppich handgeknüpft ist?
Bei einem handgeknüpften Teppich zeigt die Rückseite in der Regel eine unregelmäßige, handwerklich geprägte Struktur. Die einzelnen Knoten können sichtbar sein, weil sie direkt in die Kette eingearbeitet wurden. Ein maschinell gefertigter Teppich weist dagegen meist eine gleichförmigere Rückseite auf; die Knoten sind dort häufig nicht auf dieselbe Weise erkennbar. Auch kleine Abweichungen in der Struktur sind bei Handarbeit kein Widerspruch zur Qualität, sondern können die individuelle Herstellung erkennen lassen. Bei diesem Stück wird die Herstellung ausdrücklich als handgeknüpft beschrieben.
Warum sind Perserteppiche häufig aufwendig in der Herstellung?
Der Aufwand entsteht durch die Verbindung von Handarbeit, Materialauswahl und traditioneller Musterentwicklung. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln gesetzt. Eine feine Knüpfung erfordert besonders konzentriertes Arbeiten, weil viele kleine Knoten zu einer klaren Kontur und einer differenzierten Ornamentik zusammengefügt werden. Hinzu kommen das Vorbereiten der Kette, das Ordnen der Farben, das Bearbeiten des Flors und die abschließende Ausarbeitung der Oberfläche. Hochwertige Naturmaterialien wie Korkwolle und Naturseide prägen außerdem Haptik und Erscheinung. Jeder Teppich entsteht als eigenes Stück und kann deshalb als textiles Handwerksobjekt betrachtet werden.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















