Perserteppich Nain 234 x 170 cm Wolle handgeknüpft

1505$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 90% Schurwolle, 10% Seide | Größe: 234 x 170 cm | Muster: Traditionell orientalisch/persisch | Zustand: Neu, sehr gut

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: 88B1B36E

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 90% Schurwolle und 10% Seide. Die Verbindung beider Fasern entspricht der Materialangabe dieses Einzelstücks. Schurwolle bildet den tragenden Anteil des Flors und bringt die Eigenschaften einer natürlichen Tierfaser in den Teppich ein. Sie kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben, ohne sich unmittelbar feucht anzufühlen. Außerdem besitzt Wolle eine gewisse natürliche Elastizität. Die Fasern richten sich nach einer Belastung teilweise wieder auf und tragen dadurch zur Formstabilität des Flors bei.

Die Seide ergänzt die Wolle mit ihrer glatten Faserstruktur. In einem Woll-Seide-Flor kann sie die Oberfläche feiner wirken lassen und den Lichteinfall differenzierter reflektieren. Je nach Blickwinkel entstehen dadurch leichte Veränderungen in der Farbwahrnehmung. Die Seide ist hier kein eigenständiger Hauptflor, sondern mit ihrem ausgewiesenen Anteil Bestandteil der Materialkomposition. Der Teppich verbindet damit eine wollene Grundstruktur mit den optischen und haptischen Eigenschaften der Seide.

Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte verlangt beim Knüpfen eine präzise Führung der Knoten und erlaubt grundsätzlich eine differenzierte Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Ornamenten. Beim Handknüpfen entsteht der Flor Knoten für Knoten auf einem senkrechten oder waagerechten Knüpfstuhl. Nach jeder Reihe werden die Knoten verdichtet und der Flor wird regelmäßig geschoren, damit eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. Anders als bei einem maschinell gefertigten Teppich ist die Herstellung unmittelbar an die Arbeit der Knüpferin oder des Knüpfers gebunden.

Für die Pflege handgeknüpfter Woll-Seide-Teppiche ist ein schonender Umgang wichtig. Regelmäßiges Absaugen mit niedriger Saugstärke entfernt lose Partikel, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Für eine gründliche Reinigung eignet sich ein Fachbetrieb mit Erfahrung in der Behandlung handgeknüpfter Teppiche und empfindlicher Fasermischungen. Die angegebene Dicke von ca. 9 mm beschreibt den Aufbau dieses Teppichs. Sein Zustand ist mit neu, sehr gut angegeben.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien beziehungsweise Iran und wird als Nain bezeichnet. Nain liegt im zentralen Iran, in einer Region, die durch ein trockenes Klima, weite Landschaften und die Nähe zu wichtigen historischen Verkehrswegen geprägt ist. Die Stadt entwickelte sich im zwanzigsten Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Teppichherstellung. Ihre Teppiche wurden außerhalb der Region bekannt, weil dort eine besonders kontrollierte Knüpfarbeit mit klar gegliederten Ornamenten verbunden wurde.

Die Nain-Tradition steht in engem Zusammenhang mit der persischen Teppichkunst. Persische Teppiche sind nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch textile Ausdrucksformen, in denen Zeichnung, Farbordnung und handwerkliche Ausführung zusammenwirken. Ein Teppich entsteht in diesem Umfeld nicht durch einen einzelnen Arbeitsschritt. Vom Entwurf über die Auswahl und Vorbereitung der Garne bis zum Knüpfen, Scheren und Nacharbeiten greifen mehrere Tätigkeiten ineinander. Das überlieferte Wissen wird in Werkstätten und Familien weitergegeben, wobei sich regionale Eigenheiten über lange Zeit erhalten können.

Typisch für Nain ist eine sorgfältig organisierte Gestaltung mit einem gut lesbaren Zentrum und einer darum aufgebauten Ornamentik. Viele Nain-Teppiche arbeiten mit einem zentralen Medaillon, andere mit einer durchgehenden, symmetrisch angelegten Komposition. Häufig werden fein gezeichnete Ranken, Blüten und Arabesken in ein geordnetes Feld eingebunden. Diese Merkmale sind Bestandteile der regionalen Stilgeschichte und erklären, weshalb Nain-Teppiche auch bei hoher Musterdichte meist klar und ausgewogen wirken.

Die Herstellung hochwertiger Nain-Teppiche setzt eine genaue Vorbereitung voraus. Der Entwurf wird in ein Knüpfdiagramm übertragen, das die Abfolge und Farbverteilung der Knoten vorgibt. Die Knüpfer arbeiten Reihe für Reihe und orientieren sich dabei an den Konturen des Musters. Je feiner die Zeichnung, desto wichtiger sind gleichmäßige Knoten, ein kontrollierter Flor und eine sorgfältige Nachbearbeitung. Die hohe Knotendichte dieses Teppichs ist daher nicht nur eine technische Angabe, sondern steht im Zusammenhang mit der für Nain bekannten Präzision.

Zur Geschichte der Region gehört außerdem die Verbindung von traditionellen Formen und zeitgemäßer Wohnkultur. Nain-Muster können klassische persische Bildsprache bewahren und zugleich so proportioniert sein, dass sie in unterschiedliche Räume passen. Entscheidend bleibt dabei die regionale Herkunft: Der Name Nain verweist auf eine iranische Teppichtradition und nicht lediglich auf ein allgemeines orientalisches Dekor. Dieses Stück ist als Perserteppich aus Persien beziehungsweise Iran ausgewiesen.

Design und Muster

Der Stil dieses Teppichs ist als traditionell orientalisch beziehungsweise persisch angegeben. Damit steht er in einer Gestaltungssprache, die auf gegliederte Flächen, wiederkehrende Ornamente und ein ausgewogenes Verhältnis von Hauptmotiv und Umrandung setzt. Bei persischen Teppichen wird das Muster nicht zufällig verteilt. Ein Entwurf bestimmt, wie sich das Zentrum, die Seitenfelder und die Bordüren zueinander verhalten. Diese Ordnung unterstützt die Lesbarkeit des Gesamtbildes und lässt die Zeichnung auch aus einiger Entfernung zusammenhängend erscheinen.

In der Nain-Tradition begegnen häufig florale und geometrisch geordnete Elemente. Blüten, Blattranken und Arabesken werden mit feinen Linien verbunden und können ein Medaillon umgeben oder ein vollständig überzogenes Feld bilden. Geometrische Strukturen zeigen sich etwa in der Symmetrie der Anordnung, in der Wiederholung von Rankenachsen oder in der klaren Abgrenzung der Bordüren. Solche Motive sind nicht als einzelne Symbole isoliert zu betrachten. Ihre Wirkung entsteht vor allem aus Rhythmus, Spiegelung, Maßstab und dem Wechsel zwischen dichter Zeichnung und ruhigeren Flächen.

Eine zentrale Rolle spielt die Bordüre. Sie fasst das innere Feld und gibt dem Teppich einen textilen Rahmen. Neben einer breiteren Hauptbordüre können schmalere Nebenbordüren liegen, die den Übergang ordnen. In traditioneller persischer Gestaltung werden diese Zonen aufeinander abgestimmt, sodass das Auge vom Rand in das Innere geführt wird. Bei Nain-Teppichen unterstützt die feine Ausarbeitung der Linien diesen Aufbau. Die hohe Knotendichte bietet die technische Voraussetzung, kleine Konturen und wiederkehrende Details sauber zu differenzieren.

Wolle und Seide beeinflussen die Wahrnehmung des Musters auf unterschiedliche Weise. Die Wolle wirkt in der Oberfläche eher weich und matt, während Seidenanteile Licht stärker zurückwerfen können. Dadurch können einzelne Partien je nach Beleuchtung heller oder bewegter erscheinen. Diese Wirkung ist ein allgemeines Merkmal einer Woll-Seide-Komposition und ergänzt die zeichnerische Struktur, ohne das Muster zu verändern. Bei Tageslicht und künstlicher Beleuchtung kann sich deshalb der Eindruck feiner Nuancen ergeben.

Die persische Teppichkunst verwendet traditionell Farbordnungen, die auf Kontrasten und abgestuften Übergängen beruhen. Eine zurückhaltende Grundfarbe kann mit Akzentfarben in den Ornamenten kombiniert werden; dunklere Konturen schaffen Abgrenzung, während hellere Partien Tiefe erzeugen. Die genaue Farbpalette dieses Einzelstücks ist in den Produktangaben nicht genannt und wird daher nicht näher bestimmt. Fest steht der traditionelle orientalisch-persische Stil sowie die Einordnung als Nain-Teppich. Die Gestaltung verbindet damit regionale Mustertradition und die für handgeknüpfte Teppiche typische individuelle Ausführung.

Ein handgeknüpftes Muster zeigt außerdem die textile Herkunft des Bildes. Die Zeichnung ist nicht auf eine glatte Druckfläche aufgebracht, sondern entsteht aus farbigen Knoten und der anschließenden Bearbeitung des Flors. Kleine Abweichungen in der handwerklichen Ausführung sind bei dieser Technik Teil des Herstellungsprozesses. Sie unterscheiden ein handgeknüpftes Einzelstück von einer industriell vollkommen wiederholten Ware und machen sichtbar, dass Muster und Material in einem gemeinsamen Arbeitsgang entstanden sind.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die hohe Knotendichte, die Materialkombination aus 90% Schurwolle und 10% Seide sowie die handgeknüpfte Ausführung. Der Teppich ist als Unikat beziehungsweise Einzelstück ausgewiesen. Zusätzlich ist ein Echtheitszertifikat vorhanden. Diese Angaben beziehen sich auf die Identität und Ausführung dieses Teppichs und unterscheiden ihn von einer serienmäßig verfügbaren Ware.

Die Verbindung von Schurwolle und Seide vereint zwei unterschiedliche Fasercharaktere in einem Flor. Wolle bringt eine belastbare, elastische Grundlage mit, während Seide die Oberfläche glatter erscheinen lassen und Licht akzentuieren kann. Die angegebene Dicke von ca. 9 mm gehört zum Aufbau dieses Stücks. Der Zustand ist neu, sehr gut. Für die langfristige Erhaltung bleiben eine regelmäßige, vorsichtige Pflege und eine fachgerechte Reinigung wichtig.

FAQ

Wie reinige ich meinen Nain Perserteppich?

Für die laufende Pflege genügt ein vorsichtiges Absaugen mit niedriger Saugstärke, um lose Staub- und Schmutzpartikel zu entfernen. Bürsten, starkes Reiben und aggressive Reinigungsmittel können die Fasern unnötig beanspruchen, besonders bei einem Flor mit Seidenanteil. Bei Flecken sollte nicht unkontrolliert durchnässt werden. Eine gründliche Reinigung sollte ein Fachbetrieb übernehmen, der Erfahrung mit handgeknüpften Woll-Seide-Teppichen besitzt. So können Material, Flor und Farben passend behandelt werden.

Woran erkenne ich die Echtheit eines Perserteppichs?

Ein handgeknüpfter Teppich lässt sich meist an der Struktur seiner Rückseite erkennen. Dort werden die einzelnen Knoten und die Entwicklung des Musters sichtbar, während ein maschinell gefertigter Teppich eine gleichförmigere Rückseitenstruktur aufweist. Auch die Materialangaben und die handwerkliche Ausführung sind wichtige Hinweise. Für dieses Stück ist ein Echtheitszertifikat vorhanden. Eine abschließende Beurteilung sollte bei Zweifeln durch eine fachkundige Person erfolgen, die Herkunft, Technik und Materialien gemeinsam prüft.

Ist der Nain Teppich für Fußbodenheizungen geeignet?

Die Produktbeschreibung weist den Teppich als geeignet für Fußbodenheizungen aus. Wolle besitzt natürliche wärmedämmende Eigenschaften, während der angegebene Aufbau die Wärmeleitung nicht grundsätzlich ausschließt. Die Heizung sollte dennoch nicht mit überhöhten Temperaturen betrieben werden. Wichtig ist außerdem, dass der Teppich plan liegt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird. Bei besonderen technischen Anforderungen der Heizungsanlage empfiehlt sich eine Abstimmung mit dem Fachbetrieb.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen