





Perserteppich Nain 137 x 91 cm Schurwolle handgeknüpft
521$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 137 x 91 cm | Muster: traditionell orientalisch und persisch, floral und geometrisch | Zustand: neu, unbenutzt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: B7351FD7
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während für die Kette 100% Baumwolle angegeben ist. Damit werden die Materialien nach ihrer jeweiligen Funktion benannt: Die Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche, die Baumwolle gehört zum tragenden Grundaufbau. Schurwolle ist ein natürlicher Rohstoff mit einer weichen, angenehm griffigen Textur. Sie ist atmungsaktiv und kann Wärme isolieren. Die Faserstruktur von Wolle wird traditionell für Teppiche genutzt, weil sie eine belastbare und zugleich komfortable Oberfläche ermöglicht.
Bei der Handknüpfung wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingesetzt. Die Knoten entstehen in fortlaufenden Reihen und werden durch Schussfäden im Gefüge gehalten. Auf diese Weise wächst das Muster Schritt für Schritt. Nach dem Knüpfen wird der Flor auf eine gleichmäßige Oberfläche gebracht. Die Ausführung verlangt eine kontrollierte Knotenspannung und Aufmerksamkeit für die Konturen des Entwurfs. Anders als bei industriell hergestellten Bodenbelägen entsteht kein vollständig identisches Serienbild, sondern ein von Hand aufgebautes Einzelstück.
Die im Angebot genannte Knotendichte von ca. 300.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt eine feine und dicht aufgebaute Knüpfung. Eine solche Dichte ermöglicht grundsätzlich eine differenzierte Wiedergabe kleiner Ornamente, feiner Linien und abgestufter Übergänge. Die Florhöhe wird mit 8 mm angegeben. Beide Angaben gehören zur technischen Beschreibung dieses Teppichs und ergänzen die Information über seine handgeknüpfte Herstellung.
Handgeknüpfte Teppiche werden auf einem Knüpfstuhl aufgebaut. Die Kette wird zunächst gespannt, danach werden Knoten und Schussfäden in einem wiederkehrenden Arbeitsablauf eingearbeitet. Der Flor wird regelmäßig verdichtet und später geschoren. Bei feineren Knüpfungen müssen die Abstände zwischen den Knoten und die Ausrichtung der Reihen sorgfältig kontrolliert werden. Die verwendete Technik verbindet dadurch Material, Muster und Konstruktion unmittelbar miteinander.
Dieses Stück wird als Unikat beziehungsweise eindeutiges Stück angeboten. Zum Lieferumfang gehört ein Echtheitszertifikat. Der Zustand ist als neu und unbenutzt beschrieben. Die Kombination aus Schurwollflor, Baumwollkette, Handknüpfung und feiner Knüpfung gibt dem Teppich sein im Angebot beschriebenes technisches Profil.
Herkunft und Tradition
Nain ist eine Stadt im Iran und eine bekannte Herkunftsregion für Perserteppiche. Die Stadt liegt in Zentraliran, in einer trockenen Landschaft zwischen wichtigen historischen Siedlungs- und Handelsräumen. Das regionale Umfeld hat die Entwicklung einer eigenständigen Teppichtradition begünstigt. Nain-Teppiche werden mit sorgfältiger Ausführung, feiner Zeichnung und einer kontrollierten Farbwirkung verbunden. Ihre Tradition reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Die iranische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Schulen. Jede dieser Schulen entwickelte eigene Vorstellungen von Proportion, Ornament, Farbgebung und technischer Ausführung. Nain bildet innerhalb dieser Vielfalt einen klar erkennbaren Bezugspunkt. Die Bezeichnung Nain steht daher nicht nur für ein dekoratives Aussehen, sondern für eine regionale Tradition der Herstellung. Ein Nain Perserteppich gehört zur iranischen Knüpfkunst und wird von den überlieferten Arbeitsweisen und Gestaltungsvokabeln dieser Region geprägt.
Die Herstellung persischer Teppiche beruht auf Wissen, das über lange Zeiträume weitergegeben wurde. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Garne, das Einrichten der Kette, die Berechnung und Wiederholung von Musterelementen sowie die Bearbeitung der Oberfläche. Ein Entwurf wird nicht einfach auf eine fertige Fläche gedruckt. Er entsteht durch die Anordnung einzelner Knoten, die gemeinsam Farben, Konturen und Flächen bilden. Die Qualität der Ausführung hängt deshalb von vielen aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten ab.
In Nain werden traditionell feine und ausgewogene Kompositionen gepflegt. Charakteristisch ist häufig eine klare Ordnung des Teppichfeldes, in der ein Zentrum, umlaufende Bordüren und kleinere Ornamente miteinander verbunden sind. Auch wenn einzelne Entwürfe unterschiedlich aufgebaut sein können, bleibt die Verbindung aus Präzision, Eleganz und feiner Musterzeichnung ein wichtiger Bestandteil der regionalen Bildsprache. Flor- und Grundfarben werden so kombiniert, dass ein zusammenhängender Gesamteindruck entsteht.
Die Geschichte der iranischen Teppichherstellung ist eng mit dem Alltag, der Architektur und der Ornamentik des Landes verbunden. Teppiche wurden für Wohnräume gefertigt, als textile Ausstattungsstücke verwendet und innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Gleichzeitig entwickelten sich sie zu bedeutenden Handelswaren. In den Entwürfen treffen praktische Anforderungen an eine belastbare Oberfläche auf eine reiche dekorative Tradition. Die regionale Herkunft bleibt dabei ein wichtiges Merkmal zur Einordnung.
Die Bezeichnung Perserteppich verweist auf die lange Teppichgeschichte Irans. Im internationalen Handel wird auch der historische Name Persien verwendet, wenn die kulturelle Tradition des Landes beschrieben wird. Nain bezeichnet innerhalb dieser Tradition den konkreten regionalen Bezug. Die Einordnung als traditionell orientalisch und persisch verbindet somit die iranische Herkunft mit einer Gestaltung, die aus der Geschichte persischer Knüpfkunst hervorgegangen ist.
Das technische Wissen der Knüpfer zeigt sich besonders in der Beziehung zwischen Kette, Schuss und Flor. Die Kette bildet die Längsstruktur, die Schussfäden stabilisieren die Reihen, und die Knoten erzeugen die sichtbare Zeichnung. Je feiner ein Entwurf gegliedert ist, desto genauer müssen die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt werden. Die Handarbeit ist dadurch zugleich konstruktiv und gestalterisch: Jeder Abschnitt trägt zur Stabilität und zum Erscheinungsbild des fertigen Teppichs bei.
Nain-Teppiche werden oft mit hellen, sanften und zurückhaltenden Farbtönen in Verbindung gebracht. Diese Farbidee unterstützt eine ruhige Ordnung und lässt feine Ornamente deutlich hervortreten. Sie ist Teil der allgemeinen regionalen Tradition und beschreibt nicht automatisch jede einzelne Farbverteilung. Gemeinsam mit floralen und geometrischen Formen bildet sie jedoch eine typische Grundlage, anhand derer Nain-Entwürfe kunsthistorisch und im Handel eingeordnet werden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als traditionell orientalisch und persisch beschrieben. Genannt werden florale und geometrische Elemente. Florale Motive können in der persischen Ornamentik als Blüten, Blätter, Ranken oder stilisierte Pflanzenformen auftreten. Geometrische Elemente ergänzen diese Formen durch Linien, Achsen, Wiederholungen und klar abgegrenzte Flächen. Beide Formensprachen lassen sich zu einer geordneten Gesamtkomposition verbinden.
Ein persisches Teppichmuster besteht aus mehr als einer Sammlung einzelner Zeichen. Entscheidend ist die Beziehung zwischen dem Hauptfeld, einem möglichen Zentrum, den Bordüren und den kleineren Füllmotiven. Ein Mittelmotiv kann die Komposition bündeln. Wiederkehrende Ornamente schaffen Rhythmus und verbinden verschiedene Bereiche miteinander. Eine Bordüre bildet den äußeren Rahmen und grenzt das Hauptfeld vom Abschluss des Teppichs ab. Diese Ordnung hilft dem Auge, auch eine detailreiche Zeichnung als zusammenhängendes Ganzes wahrzunehmen.
Florale Formen werden in persischen Entwürfen meist stilisiert. Sie sind keine naturgetreuen botanischen Darstellungen, sondern werden in eine dekorative Sprache übertragen. Eine Blüte kann in mehreren Größen erscheinen, eine Ranke kann als verbindende Linie dienen, und Blätter können spiegelbildlich oder rhythmisch angeordnet werden. Die Stilisierung erlaubt es, natürliche Anregungen mit der Geometrie des Teppichfeldes zu verbinden. So entsteht eine Gestaltung, die organische und strukturierte Eigenschaften zugleich besitzt.
Geometrische Muster beruhen auf Wiederholung und Verhältnis. Symmetrien, diagonale Verbindungen und klar begrenzte Formen geben dem Teppich eine erkennbare Ordnung. In der persischen Tradition werden geometrische Strukturen oft nicht isoliert verwendet, sondern mit Pflanzenmotiven und feineren Zwischenornamenten kombiniert. Dadurch können Linien präzise wirken, ohne die dekorative Fülle der floralen Zeichnung zu verdrängen.
Die feine Knüpfung ist für die Darstellung eines detailreichen Musters von Bedeutung. Kleine Knoten können kurze Linien, schmale Konturen und abgestufte Farbflächen bilden. Je sorgfältiger die Knoten in Reihen gesetzt werden, desto kontrollierter lässt sich ein Entwurf ausführen. Die Musterwirkung entsteht daher aus dem Zusammenspiel von Material, Farbwahl, Knotenstruktur und zeichnerischer Planung. Nicht ein einzelnes Ornament, sondern die gesamte Anordnung bestimmt den Charakter.
Nain-Teppiche werden häufig mit sanften und beruhigenden Farben verbunden. Eine zurückhaltende Farbpalette kann dazu beitragen, dass florale Einzelheiten und geometrische Ordnungen miteinander harmonieren. Die Gegenüberstellung von Flor- und Grundfarben macht die Zeichnung lesbar. Zugleich kann ein ruhiges Farbfeld verschiedene Einrichtungsstile aufnehmen. Die traditionelle Formensprache bleibt dabei sichtbar, ohne dass die Komposition ausschließlich an einen historischen Raumtyp gebunden ist.
In der Geschichte persischer Teppiche werden florale und geometrische Motive gelegentlich symbolisch gedeutet. Pflanzenformen können mit Natur, Wachstum oder den Jahreszeiten in Verbindung gebracht werden. Geordnete Zentren und wiederholte Ornamente werden teilweise auf kosmologische oder spirituelle Vorstellungen bezogen. Solche Bedeutungen gehören zur allgemeinen Kulturgeschichte der Muster und lassen sich nicht pauschal jedem einzelnen Zeichen zuschreiben. Für die Beschreibung dieses Teppichs maßgeblich sind die genannten floralen und geometrischen Elemente sowie die traditionelle orientalisch-persische Gestaltung.
Die regionale Nain-Tradition zeigt, wie ein Entwurf durch feine Linien, abgestimmte Farbtöne und eine klare Flächenordnung verfeinert werden kann. Das Muster wirkt nicht unabhängig von der Technik. Die Handknüpfung setzt die Gestaltung aus einzelnen Knoten zusammen, während Schurwolle die sichtbare Oberfläche bildet. So stehen Material und Ornament in einem direkten Zusammenhang. Die Musterwelt gehört zur iranischen Tradition und wird durch die handwerkliche Ausführung konkret sichtbar.
Besonderheiten
Zu den besonderen Angaben gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle und die genannte feine Knotendichte. Auch die Florhöhe von 8 mm ist Teil der technischen Beschreibung. Der Teppich wird als Unikat beziehungsweise eindeutiges Stück angeboten. Ein Echtheitszertifikat ist inklusive. Diese Merkmale verbinden die materielle Ausstattung mit der regionalen Einordnung als Nain Perserteppich.
Der Zustand wird als neu und unbenutzt bezeichnet. Das Stück wird daher ohne Nutzungsgeschichte in diesem Zustand angeboten. Die hohe Knotendichte und die Verwendung von Schurwolle werden als Grundlage für Strapazierfähigkeit beschrieben. Dadurch kann der Teppich auch in stärker frequentierten Bereichen eingesetzt werden. Eine schonende Pflege und der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung unterstützen den Erhalt von Flor und Farben.
FAQ
Wie pflege ich meinen Nain Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürsten entfernt lose Verschmutzungen, ohne den Wollflor unnötig mechanisch zu beanspruchen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Gelegentliches Ausklopfen kann den Teppich auffrischen. Für eine gründliche Reinigung wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Dabei sollte das Verfahren auf Schurwolle und die handgeknüpfte Konstruktion abgestimmt sein. Scharfe Reinigungsmittel, Nässe ohne fachgerechte Behandlung und starke Reibung sind zu vermeiden.
Kann ich den Teppich in einem stark frequentierten Bereich verwenden?
Ja. Die hohe Knotendichte und der Flor aus hochwertiger Schurwolle werden als strapazierfähig beschrieben. Deshalb kann der Teppich auch in einem stärker frequentierten Wohnbereich verwendet werden. Regelmäßiges, schonendes Staubsaugen hilft, lose Partikel zu entfernen und die Oberfläche zu pflegen. Der Teppich sollte eben liegen und vor dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Eine geeignete Unterlage kann zusätzlich dazu beitragen, die handgeknüpfte Struktur gleichmäßig zu belasten.
Warum sind Perserteppiche so wertvoll?
Perserteppiche verdanken ihre Bedeutung der handwerklichen Herstellung, der Qualität der verwendeten Materialien und der langen Tradition der Teppichproduktion im Iran. Ein handgeknüpftes Stück entsteht in vielen einzelnen Arbeitsschritten und ist dadurch ein Unikat. Bei einem Nain kommen die regionale Herkunft, die feine Knüpfung, der Schurwollflor und die traditionelle Musterwelt hinzu. Perserteppiche sind tief in der iranischen Kultur verwurzelt und können für Sammler oder Liebhaber feiner Wohnaccessoires interessant sein. Eine allgemeine Wertsteigerung lässt sich jedoch nicht versprechen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













