Perserteppich Nain 135 x 92 cm Wolle handgeknüpft

691$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 90 % Schurwolle, 10 % Seide | Größe: 135 x 92 cm | Muster: Traditionelles orientalisches Design, dunkelblau | Zustand: Neu, sehr gut

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: 1F27D992

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus 90 % Schurwolle und 10 % Seide. Die beiden Materialien verbinden unterschiedliche textile Eigenschaften. Schurwolle bildet den überwiegenden Anteil des Flors und sorgt für eine weiche, elastische Oberfläche. Seide ergänzt diese Struktur mit einer glatteren Haptik und einem charakteristischen Lichtreflex. Je nach Lichteinfall können seidige Partien dadurch heller und klarer erscheinen als die wollenen Bereiche.

Handknüpfen ist ein schrittweiser Arbeitsprozess. Jeder Knoten wird einzeln von Hand gesetzt und mit den angrenzenden Knoten in eine fortlaufende Reihe eingebunden. Die Knüpfer orientieren sich an einer Vorlage oder an einer eingeprägten Musterordnung und bauen den Teppich Abschnitt für Abschnitt auf. Anders als bei einer maschinellen Fertigung entsteht dabei keine vollständig identische Wiederholung. Kleine Unterschiede in Spannung, Farbverteilung und Linienführung gehören zur handwerklichen Herstellung.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotenzahl ermöglicht grundsätzlich eine feine Ausarbeitung von Konturen und kleinen Ornamenten. Sie ist jedoch nicht allein für die Wirkung eines Teppichs verantwortlich. Ebenso wichtig sind die Gleichmäßigkeit der Knoten, die Qualität der verwendeten Fasern, die genaue Umsetzung der Zeichnung und die sorgfältige Ausarbeitung der Oberfläche. Bei fein geknüpften Nain-Teppichen greifen diese Faktoren ineinander.

Schurwolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer natürlichen Elastizität und Widerstandsfähigkeit verwendet. Ihre Faser kann sich nach einer Belastung teilweise wieder aufrichten, während die leicht unregelmäßige Oberfläche Licht eher gedämpft reflektiert. Seide besitzt dagegen eine glatte Faserstruktur und kann dem Flor einen sichtbaren Glanz verleihen. In einer gemeinsamen Oberfläche entsteht so ein Wechsel zwischen matteren und stärker reflektierenden Bereichen.

Der Teppich ist neu und in sehr gutem Zustand. Seine Dicke beträgt etwa 8 mm. Er ist für Fußbodenheizung geeignet und haustierfreundlich. Diese Eigenschaften beschreiben die Verwendung im Wohnbereich und ergänzen die Angaben zu Material und Herstellung. Die handgeknüpfte Ausführung bleibt dabei das zentrale technische Merkmal dieses einzelnen Teppichs.

Herkunft und Tradition

Nain liegt im Iran und ist der Herkunftsort dieses Perserteppichs. Die Stadt befindet sich im zentralen Teil des Landes und ist für handgeknüpfte Teppiche mit präziser Zeichnung bekannt. Die Nainer Teppichtradition reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. In dieser langen Entwicklung wurden Kenntnisse über Musteraufbau, Knüpftechnik, Farbordnung und die Behandlung des Materials innerhalb von Werkstätten weitergegeben.

Die regionale Teppichkunst entstand nicht unabhängig von ihrer Umgebung. Handelswege, verfügbare Materialien, Werkstatttraditionen und der Austausch mit anderen Kulturkreisen beeinflussten, wie Muster entworfen und ausgeführt wurden. Auch einzelne Künstler und Werkstätten trugen dazu bei, bestimmte Formen weiterzuentwickeln. Deshalb bezeichnet Nain eine gewachsene regionale Tradition und nicht nur ein starres, unveränderliches Muster.

Ein Nain-Teppich wird häufig über seine klare Linienführung und seine geordnete Komposition erkannt. Das Muster wird in ein Hauptfeld, begleitende Ornamente und eine oder mehrere Bordüren gegliedert. Diese Bereiche stehen in einem sorgfältig abgestimmten Verhältnis. Die Bordüre begrenzt das zentrale Feld, während Nebenmotive Übergänge schaffen und die Fläche rhythmisch verbinden. Die Gestaltung kann symmetrisch angelegt sein, ohne dass jede Ausführung gleich aussieht.

In der iranischen Teppichkunst wird ein Entwurf gewöhnlich nicht nur als lose Sammlung einzelner Motive verstanden. Er beruht auf einer durchdachten Verteilung von Linien, Flächen und Ornamenten. Der Knüpfer arbeitet diese Ordnung von Reihe zu Reihe aus. Dabei müssen die Proportionen des Entwurfs, die Farbwechsel und die Konturen über die gesamte Fläche hinweg nachvollziehbar bleiben. Die handwerkliche Qualität zeigt sich daher sowohl in den einzelnen Knoten als auch in ihrer Beziehung zum Gesamtbild.

Nain-Teppiche stehen häufig für eine feine, kontrollierte Ausführung. Florale Formen werden stilisiert und in eine regelmäßige Ordnung gebracht. Geometrische Elemente können diese Ordnung verstärken, indem sie Achsen, Wiederholungen oder klare Begrenzungen schaffen. Die Verbindung aus floraler Zeichnung und geometrischer Struktur gehört zu den wichtigen Gestaltungsmitteln der regionalen Tradition.

Die Bezeichnung Perserteppich verweist bei diesem Stück auf seine iranische Herkunft. Persische Teppiche werden traditionell nach Orten, Regionen, Werkstatttraditionen und technischen Merkmalen beschrieben. Ein Ortsname wie Nain benennt dabei den regionalen Zusammenhang der Herstellung. Er ist nicht lediglich eine Farbangabe und auch nicht nur die Bezeichnung eines einzelnen Ornaments. Die Herkunft verbindet das Stück mit einer bestimmten Geschichte des iranischen Knüpfhandwerks.

Die Weitergabe des Wissens erfolgte in Werkstätten und innerhalb von Familien. Erfahrene Knüpfer lernten, wie ein Entwurf gelesen, eine Reihe korrekt begonnen und ein Ornament über mehrere Abschnitte hinweg fortgeführt wird. Solche Kenntnisse umfassen auch den Umgang mit Spannung, Knotenrichtung und Abschlussarbeiten. Das Ergebnis ist eine Verbindung aus festgelegter Gestaltung und manueller Ausführung. Jeder Teppich bleibt dadurch ein Einzelstück, obwohl er einer erkennbaren regionalen Formensprache folgt.

Die Geschichte der Nainer Teppichherstellung ist somit sowohl eine Geschichte von Formen als auch eine Geschichte von Arbeitsmethoden. Tradition bedeutet hier nicht, dass jede Generation dieselbe Zeichnung unverändert wiederholt. Vielmehr werden Grundprinzipien wie Klarheit, Ausgewogenheit und feine Detailarbeit in neue Kompositionen übertragen. Diese Verbindung erklärt, warum Nain-Teppiche innerhalb der persischen Teppichkultur eine eigene Wiedererkennbarkeit besitzen.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird als traditionelles orientalisches Design beschrieben. Als Farbe ist Dunkelblau angegeben. Diese dunkle Grundfarbe bestimmt die erste visuelle Wirkung der Oberfläche und bildet den Hintergrund für die ornamentale Gestaltung. In einem Nain-Entwurf werden Farben nicht isoliert betrachtet, sondern auf das Hauptfeld, die Bordüren und die darin angeordneten Motive bezogen.

Typisch für die regionale Gestaltung sind florale Elemente, die an Blätter, Blüten und Ranken erinnern können. In der persischen Ornamentik werden solche Pflanzenformen meist stilisiert. Eine Blüte wird nicht als naturgetreue Einzelansicht wiedergegeben, sondern in eine wiederholbare Form übersetzt. Ranken können Felder miteinander verbinden, während kleinere Blätter oder Blüten Zwischenräume ausfüllen. Durch Wiederholung und Symmetrie entsteht ein zusammenhängender Musterfluss.

Geometrische Formen geben einer solchen Gestaltung zusätzliche Ordnung. Sie können als Achsen, Rahmen, Medaillonformen oder klar abgegrenzte Flächen erscheinen. Geometrie und Florales stehen dabei nicht zwangsläufig im Gegensatz. Die geometrische Struktur kann die Platzierung der floralen Motive bestimmen, während die Pflanzenformen die Linien weicher und bewegter wirken lassen. Dieses Zusammenspiel ist ein häufiges Prinzip in der persischen Teppichgestaltung.

Die klare Linienführung ist bei Nain-Teppichen von besonderer Bedeutung. Konturen trennen benachbarte Farbflächen und machen auch kleine Ornamente lesbar. Je feiner ein Teppich geknüpft ist, desto genauer können schmale Linien, kleine Wiederholungen und Übergänge ausgearbeitet werden. Die hohe Knotendichte unterstützt deshalb die Darstellung eines detaillierten Musters, ohne dass die regionale Formensprache auf eine bestimmte einzelne Zeichnung reduziert werden muss.

Dunkelblau kann in einer Teppichkomposition als ruhiger, geschlossener Grund wirken. Helle oder stärker reflektierende Partien setzen dazu Kontraste. Der Seidenanteil im Flor kann einzelne Bereiche durch seinen Glanz betonen, während die Wolle eine weichere und gedämpftere Lichtwirkung erzeugt. Die Wahrnehmung des Musters verändert sich dadurch je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel. Die textile Oberfläche wirkt nicht überall gleich, obwohl ihre Farb- und Musterordnung festgelegt ist.

Ein ausgewogenes Teppichdesign benötigt sowohl dicht belegte als auch ruhigere Flächen. Zu viele Ornamente ohne Zwischenräume können die Lesbarkeit beeinträchtigen; zu große ungestaltete Bereiche können die Verbindung der Motive unterbrechen. Nainer Kompositionen lösen dieses Verhältnis durch eine geplante Gliederung von Hauptfeld, Nebenmotiven und Rahmen. Die Muster wirken dadurch geordnet, auch wenn sie aus vielen kleinen Einzelheiten bestehen.

Die ornamentale Sprache besitzt außerdem eine symbolische Ebene. Blumen, Ranken und geometrische Formen werden in der persischen Kunst häufig mit Vorstellungen von Natur, Wachstum, Ordnung und dem Verhältnis zwischen begrenztem Raum und fortlaufender Bewegung verbunden. Solche Bedeutungen gehören zur allgemeinen Tradition der Muster. Sie sind nicht als zusätzliche konkrete Aussage über die Entstehung dieses einzelnen Teppichs zu verstehen.

Aus der Verbindung von dunkelblauer Farbgebung, orientalischer Ornamentik, feiner Knüpfung sowie Wolle und Seide ergibt sich die sichtbare Eigenart dieses Stücks. Das Design bleibt in der Nainer Tradition verankert, während die konkrete Farbwirkung und die handwerkliche Ausführung den einzelnen Teppich bestimmen. Je nach Abstand erscheinen zunächst die großen Flächen und Bordüren; aus der Nähe treten die feineren Linien und Materialreflexe hervor.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören seine handgeknüpfte Herstellung, die Knotendichte von etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter und die Zusammensetzung aus 90 % Schurwolle und 10 % Seide. Die feine Knüpfung unterstützt die detaillierte Darstellung des traditionellen orientalischen Designs. Die Kombination der beiden Fasern verbindet eine überwiegend wollene Oberfläche mit seidigem Glanz.

Der Teppich ist neu und in sehr gutem Zustand. Er ist etwa 8 mm dick, für Fußbodenheizung geeignet und haustierfreundlich. Zusammen mit der Herkunft aus Nain, der dunkelblauen Farbe und der Einzelanfertigung durch Handarbeit ergeben diese Angaben ein klar bestimmtes textiles Einzelstück.

FAQ

Wie pflege ich diesen Nain Perserteppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Staubsaugen mit einer sanften Bürste. Dadurch lassen sich lose Verschmutzungen entfernen, ohne den Flor unnötig stark zu beanspruchen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft und nicht gerieben werden. Reiben kann die Fasern aufrauen oder die Oberfläche verändern. Da dieser Teppich Schurwolle und Seide enthält, sollte eine professionelle Reinigung die unterschiedlichen Eigenschaften beider Materialien berücksichtigen. Eine Reinigung in größeren zeitlichen Abständen hilft, die Oberfläche und die Farbwirkung zu erhalten.

Wo kann der Teppich am besten platziert werden?

Der Teppich eignet sich für Wohn- und Esszimmer. Dort kann er als textile Fläche unter Möbeln oder in einem gut sichtbaren Bereich eingesetzt werden. Auch ein Arbeitszimmer ist als Platzierung möglich und kann durch den Teppich eine warme Atmosphäre erhalten. Direkte, andauernde Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die dunkelblaue Farbwirkung möglichst gleichmäßig bleibt. Da der Teppich für Fußbodenheizung geeignet und haustierfreundlich ist, kann er in entsprechend ausgestatteten Wohnräumen verwendet werden.

Was macht diesen Nain zu einem einzigartigen Kunstwerk?

Sein Einzelcharakter beruht zunächst auf der handgeknüpften Herstellung. Jeder Knoten wird von Hand gesetzt, sodass die Oberfläche nicht als vollkommen gleichförmiges Serienprodukt entsteht. Die hohe Knotendichte ermöglicht eine feine Ausarbeitung von Linien und Details. Hinzu kommen die Zusammensetzung aus Schurwolle und Seide, die dunkelblaue Farbgebung und die traditionelle Nainer Formensprache. Diese Verbindung aus iranischer Herkunft, manueller Technik, Material und Design macht den Teppich zu einem eigenständigen Stück persischer Teppichkunst.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen