Perserteppich Nahawand 225 x 143 cm Wolle handgeknüpft

1077$

Handgeknüpfter Nahawand Perserteppich | Knotendichte: 120.000 Knoten/m² | Material: Flor glänzende Wolle | Größe: 225 x 143 cm | Muster: Medaillon mit floralen und geometrischen Motiven | Farben: Rot, Blau, Beige, Schwarz

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Beschreibung

Nahawand Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Nahawand ist handgeknüpft. Seine Knotendichte beträgt 120.000 Knoten pro Quadratmeter. Die handwerkliche Fertigung verbindet einzelne Knoten zu einer geschlossenen Teppichfläche und macht jedes Stück zu einem eigenständigen Einzelstück. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster nicht durch einen industriellen Druck, sondern Schritt für Schritt während des Knüpfens. Dadurch werden Farbe, Kontur und Aufbau des Entwurfs unmittelbar in der Struktur des Teppichs angelegt.

Als Material kommt weiche, glänzende Wolle zum Einsatz. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer Widerstandsfähigkeit verwendet. Der Flor dieses Teppichs ist hoch und besitzt einen sichtbaren Glanz. Die Kombination aus hohem Flor und glänzender Wolle prägt sowohl das Erscheinungsbild als auch das Gefühl beim Begehen. Das Material wirkt weich unter den Füßen und verleiht der Oberfläche eine ausgeprägte textile Tiefe.

Die Knotendichte unterstützt die Ausarbeitung des Medaillons sowie der floralen und geometrischen Formen. Eine feinere Folge von Knoten erlaubt es, Linien und Farbflächen kontrolliert aufzubauen, während der hohe Flor dem Teppich eine dichte, fühlbare Oberfläche gibt. Die Verarbeitung ist damit nicht von einem einzelnen Gestaltungselement zu trennen: Das zentrale Muster, die farbigen Partien und der Glanz der Wolle gehören zu einem gemeinsam geknüpften Aufbau.

Herkunft und Tradition

Nahawand liegt in der Provinz Hamadan in Persien. Die Stadt ist für eine jahrhundertealte Teppichknüpftradition bekannt, deren Wurzeln bis in die Antike zurückreichen. In dieser Region wurde das Wissen über das Knüpfen über Generationen weitergegeben. Es umfasst den Umgang mit Wolle, die Anlage eines Musters, die Auswahl von Farbtönen und die sorgfältige Ausführung einer Teppichfläche. Der Name Nahawand bezeichnet dabei die Herkunft aus der Stadt und ihrer gewachsenen Umgebung.

Die Teppichtradition von Nahawand steht innerhalb der vielfältigen persischen Knüpfkultur. Persische Teppiche werden in vielen Regionen mit jeweils eigenen Vorlieben für Zeichnung, Farben und Komposition hergestellt. Nahawand ist dabei mit der Provinz Hamadan verbunden, deren Teppichhandwerk für unterschiedliche Formen und lebendige Farbkombinationen steht. Die regionalen Arbeiten zeigen, wie sich lokale Überlieferung und die praktische Erfahrung der Knüpferinnen und Knüpfer in einem Gebrauchsgegenstand verbinden.

Wolle spielt in dieser Tradition eine zentrale Rolle. Sie ist ein natürliches Material, das sich für den Flor handgeknüpfter Teppiche eignet und wegen seiner Weichheit und Langlebigkeit geschätzt wird. Die sorgfältige Verarbeitung der Wolle bestimmt, wie dicht und angenehm eine Oberfläche erscheint. Bei einem Teppich aus Nahawand wird die handwerkliche Herkunft deshalb nicht nur durch den Namen, sondern auch durch die Verbindung von Material, Knüpfarbeit und überliefertem Musterverständnis sichtbar.

Aus der weiteren Region Hamadan stammen auch Teppiche, die unter den Bezeichnungen Hamadan, Sarough oder Bakhtiari bekannt sind. Diese Namen stehen für andere regionale Teppicharten und dürfen nicht mit der Herkunft dieses Stücks gleichgesetzt werden. Gemeinsam ist ihnen die Einbindung in die persische Teppichkultur, in der traditionelle Muster, kräftige Farbkombinationen und funktionale textile Qualität eine wichtige Rolle spielen. Nahawand bleibt die konkrete Herkunft dieses Teppichs.

Die Geschichte der Region erklärt auch, weshalb Nahawand-Teppiche sowohl als Einrichtungstextilien als auch als handwerkliche Arbeiten wahrgenommen werden. Das Knüpfen verlangt Zeit, Übung und eine sichere Umsetzung des Entwurfs. Die einzelnen Arbeitsschritte werden nicht an einem anonymen Druckträger ausgeführt, sondern von Hand in die textile Struktur übertragen. So bleibt die Verbindung zwischen Herkunftsort, überliefertem Wissen und fertigem Teppich erhalten.

Design und Muster

Das Zentrum dieses Teppichs bildet ein Medaillon. Es ordnet die Komposition und gibt dem Blick einen klaren Mittelpunkt. Um dieses zentrale Element liegen florale und geometrische Motive. Die beiden Motivwelten ergänzen einander: Florale Formen bringen geschwungene, organische Linien in die Zeichnung, während geometrische Elemente für abgegrenzte Flächen und eine regelhafte Ordnung sorgen.

Ein Medaillon ist in der persischen Teppichgestaltung ein klassisches Mittel, um die Fläche zu strukturieren. Es kann den zentralen Bereich betonen und die übrigen Ornamente auf diesen Mittelpunkt beziehen. Bei Nahawand-Teppichen gehört ein auffälliges zentrales Medaillon zu den typischen Gestaltungsmerkmalen. Die umgebenden Motive füllen den Raum nicht beliebig, sondern führen die Komposition aus dem Zentrum in die weiteren Musterbereiche.

Die Farbgebung dieses Teppichs umfasst Rot, Blau, Beige und Schwarz. Rot und Blau bilden dabei die markanten Farbbereiche der überlieferten Nahawand-Gestaltung, während Beige und Schwarz zusätzliche Kontraste setzen. Rot kann Flächen im Muster hervorheben, Blau schafft eine andersartige farbliche Tiefe, Beige bringt eine zurückhaltende Nuance ein und Schwarz dient der deutlichen Abgrenzung einzelner Formen. Diese Beschreibung bezieht sich auf die im Teppich vorhandenen Farben und nicht auf eine allgemeine Farbvorgabe für jedes Stück aus Nahawand.

Florale und geometrische Ornamente erfüllen im Teppich nicht nur eine dekorative Aufgabe. Sie teilen die Fläche in lesbare Bereiche und sorgen dafür, dass das Medaillon mit seiner Umgebung verbunden bleibt. Wiederkehrende Formen geben dem Entwurf Rhythmus, während Unterschiede in Linie und Farbe die einzelnen Partien voneinander abheben. Die handgeknüpfte Ausführung überträgt diese Ordnung in eine textile Oberfläche, in der Muster und Material gleichzeitig wahrgenommen werden.

Nahawand-Muster werden häufig mit einer klaren zentralen Anlage und einer lebendigen Ornamentik verbunden. Das bedeutet nicht, dass alle Teppiche aus der Region gleich gestaltet sind. Vielmehr zeigt die regionale Tradition eine Bandbreite, in der florale, geometrische und farblich kräftige Elemente unterschiedlich kombiniert werden. Dieses Stück folgt der beschriebenen Medaillon-Komposition und verbindet sie mit den vier genannten Farben.

Der Glanz der Wolle verändert die Wirkung der Farben je nach Blickrichtung und Lichteinfall. Auf dem hohen Flor erscheinen die farbigen Partien nicht vollkommen flach, sondern erhalten durch die textile Oberfläche eine wechselnde Lichtwirkung. Dadurch bleibt die Zeichnung klar erkennbar, während die Materialität des Teppichs sichtbar bleibt. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Medaillon, Ornamentik, Farbauswahl und Wolle.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Ausführung, die weiche und glänzende Wolle, der hohe Flor sowie das zentrale Medaillon. Hinzu kommen die floralen und geometrischen Motive und die Farbkombination aus Rot, Blau, Beige und Schwarz. Die angegebene Knotendichte von 120.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt die aufwendig gearbeitete textile Struktur.

Die Wolle verleiht dem Teppich eine weiche Oberfläche und einen sichtbaren Glanz. Der hohe Flor sorgt für ein angenehmes Gefühl unter den Füßen. Als handgeknüpfter Perserteppich verbindet dieses Stück traditionelle Fertigung mit einer Gestaltung, die in Wohnräumen ebenso als textiler Bodenbelag wie als dekoratives Element eingesetzt werden kann. Seine Oberfläche kann außerdem zur akustischen Dämpfung eines Raumes beitragen und eine warme Atmosphäre unterstützen.

Handwerkliche Fertigung und natürliche Materialien machen Nahawand-Teppiche auch für Menschen interessant, die Wert auf traditionelle und nachhaltige Einrichtungsgegenstände legen. Dieser Teppich verbindet diese Materialwahl mit einem klar erkennbaren regionalen Musteraufbau. Er ist ein Einzelstück; seine konkrete Kombination aus Herkunft, Knüpfarbeit, Wolle, Flor, Farben und Medaillon ist daher in dieser Form nicht beliebig wiederholbar.

FAQ

Was macht einen Perserteppich aus Nahawand besonders?

Typisch sind die Verbindung von handwerklicher Knüpfarbeit, hochwertiger Wolle und einer Gestaltung mit zentralem Medaillon. Bei diesem Stück kommen der hohe, glänzende Flor, die Knotendichte von 120.000 Knoten pro Quadratmeter sowie florale und geometrische Motive hinzu. Die Farben Rot, Blau, Beige und Schwarz prägen seine konkrete Erscheinung.

Wie pflege ich meinen Perserteppich aus Nahawand?

Regelmäßiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem hohen Flor zu entfernen und die Oberfläche gepflegt zu halten. Bei stärkerem Reinigungsbedarf sollte eine professionelle Teppichreinigung beauftragt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Eine fachgerechte Behandlung berücksichtigt die handgeknüpfte Struktur und die verwendete Wolle.

Wo kann ich einen originalen Nahawand-Teppich kaufen?

Originale Nahawand-Teppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften und bei Online-Händlern erhältlich, die sich auf handgeknüpfte Teppiche aus Persien konzentrieren. Beim Kauf können Zertifikate hilfreich sein, die Echtheit und Herkunft bestätigen. Wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen dem Herkunftsort Nahawand und bloßen Musterbezeichnungen, die nach anderen Regionen benannt sein können.

Zusätzliche Informationen
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