











Perserteppich Moud ca. 238 x 238 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2130$675$Aktueller Preis ist: 675$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 238 x 238 cm | Muster: Fischmuster Mahi | Zustand: Sehr guter Zustand mit minimaler Patina an Rand und Ecken
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000374
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollgrund bildet die im Ausgangstext beschriebene traditionelle Materialbasis der Moud-Teppiche. Wolle wird für den Flor verwendet, weil sie sich von Hand gut verarbeiten lässt und den geknüpften Mustern eine klare, textile Oberfläche gibt. Die Baumwollkette bildet das Fundament, an dem die Knoten befestigt werden.
Bei Moud-Teppichen wird der asymmetrische persische Knoten verwendet. Diese Knotenart ermöglicht es erfahrenen Knüpfern, feine und komplizierte Zeichnungen präzise auszuführen. Die einzelnen Knoten entstehen von Hand und werden Reihe für Reihe in das Grundgewebe eingearbeitet. Dadurch unterscheidet sich ein handgeknüpfter Teppich grundsätzlich von einem maschinengefertigten Stück, bei dem eine automatisierte Webmaschine die Herstellung übernimmt.
Die im Datensatz angegebene Knotendichte beträgt ca. 200.000 Knoten/qm. Eine solche Angabe beschreibt die Dichte der handgeknüpften Struktur und steht im Zusammenhang mit der Ausarbeitung von Details. Moud-Teppiche werden mit zwei Schussfäden hergestellt. Der Schuss verläuft quer durch die Kette und stabilisiert gemeinsam mit ihr das Teppichgewebe.
Bei der Beurteilung handgefertigter Teppiche können Fransen, Rückseite und Knotenbild wichtige Hinweise geben. Fransen sind bei einem handgeknüpften Teppich eine Fortsetzung der Kette. Auf der Rückseite lässt sich das handgearbeitete Knotenbild erkennen, während maschinengefertigte Teppiche häufig eine gleichförmige, anders aufgebaute Rückseite besitzen. Diese allgemeinen Merkmale erklären die handwerkliche Konstruktion, ohne zusätzliche Eigenschaften dieses einzelnen Moud zu behaupten.
Herkunft und Tradition
Moud ist eine Stadt in der Provinz Khorassan und liegt südlich von Mashad. Die Stadt blickt auf eine lange Knüpftradition zurück. Im Zusammenhang mit Moud wird auch Mashad als großes Weberei- und Handelszentrum genannt. Dort werden nicht nur Teppiche aus der Stadt selbst gehandelt, sondern auch Stücke aus benachbarten Städten und Dörfern. Diese regionale Verflechtung erklärt, warum Moud-Teppiche sowohl eigene Merkmale als auch Ähnlichkeiten mit Teppichen aus anderen Orten Khorassans zeigen.
Moud-Teppiche sind im Antiquitätenhandel seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt. Ein großer Teil der Produktion entstand in Werkstätten der Stadt. Daneben gibt es auch Moud-Teppiche, die auf Heimwebstühlen gefertigt wurden. Werkstatt und Heimarbeit gehören damit beide zur überlieferten Herstellungsgeschichte dieser Region. Die handwerkliche Ausführung blieb dabei das verbindende Merkmal: Der Teppich entsteht durch das Knüpfen von Hand und nicht durch eine vollständig automatisierte Fertigung.
In der regionalen Teppichgeschichte werden Moud-Teppiche häufig in Beziehung zu den Erzeugnissen von Birjand und Mashad gesetzt. Ihre Gestaltung kann deshalb Einflüsse aus dem weiteren Khorassan aufnehmen, ohne dass jeder Moud dieselben Muster oder dieselbe Ausführung zeigt. Frühe Knüpfungen werden im Ausgangstext gegenüber Meshad-Khorasan-Teppichen als von zweitrangiger Qualität beschrieben. Zugleich wurden Moud-Teppiche in großen Mengen für die heimische und die westliche Mittelklasse hergestellt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wichen einige Knüpfer von den traditionellen Moud-Mustern ab. Sie fertigten auch Teppiche, die den Erzeugnissen anderer Knüpfregionen Persiens ähnelten. Der Grund dafür lag in der Nachfrage inländischer und ausländischer Exportkunden. Moud steht damit sowohl für eine eigenständige regionale Tradition als auch für eine Entwicklung, in der Muster benachbarter und anderer persischer Gebiete aufgenommen wurden.
Die im Ausgangstext beschriebene Farbwelt der Moud-Teppiche umfasst vor allem Rot-, Blau- und Beigetöne. Als typisches Feld wird Granatapfelrot genannt, das mit Cochenille gefärbt sein kann; bei einem kleineren Teil der Teppiche ist das Feld stattdessen dunkelblau. In Bordüren, Konturen und Musterelementen kommen außerdem Gold, Grün, Zimt, Braun und Grau vor. Seide kann bei bestimmten Moud-Teppichen verwendet werden, um den Glanz des Flors zu verstärken, ist aber kein notwendiges Merkmal aller Stücke.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Fischmuster Mahi bezeichnet. Mahi ist die Bezeichnung für ein Herati-Muster, das in der persischen Teppichkunst zu den bekannten floralen und pflanzlich geprägten Kompositionen gehört. Die Bezeichnung Fischmuster bezieht sich auf die charakteristischen Formen innerhalb des Musterrapports. In Moud-Teppichen nimmt das Herati-Muster häufig einen großen Teil der Fläche ein und gilt als ein besonders typisches Gestaltungselement.
Beim Herati-Muster werden pflanzliche Formen in einen regelmäßig gegliederten Rapport eingebunden. Blätter, Ranken und Blütenelemente ordnen sich um die wiederkehrenden Motive. Die Zeichnung kann dicht und kleinteilig wirken, weil der asymmetrische persische Knoten eine präzise Ausarbeitung unterstützt. Die Mustertradition ist deshalb eng mit der technischen Fähigkeit der Knüpfer verbunden, viele kleine Formen in einem zusammenhängenden Feld anzuordnen.
Moud-Teppiche erscheinen traditionell sowohl mit zentralem Medaillon als auch als Allover-Komposition. Ein Medaillon kann an einen Stern oder an ein Sechseck erinnern. Bei Allover-Mustern verteilt sich der Rapport über das gesamte Feld, ohne dass ein einzelnes Zentrum die Komposition beherrscht. Daneben werden für Moud Boteh-, Herati-, Gitter- und Minakhani-Muster genannt. Minakhani-Kompositionen verbinden Rosetten mit Spalieren, während die Boteh-Form auch als Paisley bezeichnet wird.
Die Bordüren greifen traditionelle Muster aus Khorassan auf. Große Palmetten, Blätter und Ranken bilden dabei wiederkehrende Gestaltungselemente. In kleinen rechteckigen Bordüren können außerdem Motive aus persischen Gärten erscheinen. Der Ausgangstext weist darauf hin, dass solche Gartenmotive auch aus Bachtiari-Teppichen bekannt sind. Damit verbinden Moud-Kompositionen regionale Khorassan-Motive mit Formen, die in anderen persischen Knüpfgebieten ebenfalls verwendet werden.
Farbe und Zeichnung arbeiten in dieser Tradition eng zusammen. Kräftige Rot- und Blautöne können durch einen kontrastierenden elfenbeinfarbenen Hintergrund deutlich hervortreten. Beige, Gold, Grün, Zimt, Braun und Grau ergänzen die Palette in Bordüren, Umrissen und einzelnen Musterelementen. Die Mahi-Zeichnung bleibt dabei als strukturierendes Fisch- und Herati-Motiv erkennbar. Diese Beschreibung betrifft die Moud-Mustertradition; für das vorliegende Stück ist als Muster ausdrücklich das Fischmuster Mahi angegeben.
Besonderheiten
Der vorliegende Teppich wird als Moud Perserteppich geführt und besitzt eine handgeknüpfte Ausführung. Seine angegebene Materialkombination besteht aus einem Flor aus 100% Schurwolle und einer Kette aus 100% Baumwolle. Als Muster ist das Fischmuster Mahi vermerkt. Die Knotendichte wird mit ca. 200.000 Knoten/qm angegeben.
Der Zustand ist als sehr gut beschrieben. An Rand und Ecken weist der Teppich minimale Patina auf; zur Beurteilung dieses Details wird auf die Fotos verwiesen. Diese Zustandsangabe gehört zur Beschreibung dieses Einzelstücks. Sie sagt nichts über den allgemeinen Zustand anderer Moud-Teppiche aus, deren Erhaltung je nach Alter, Nutzung und Pflege unterschiedlich sein kann.
Die Kombination aus regionaler Moud-Zuordnung, Herati-Fischmuster und traditioneller persischer Knüpftechnik fasst die wesentlichen Merkmale dieses Einzelstücks zusammen. Moud-Teppiche können in ihrer Qualität und Gestaltung variieren. Bei diesem Teppich sind die genannten Material-, Dichte-, Muster- und Zustandsangaben maßgeblich.
FAQ
Wie viel ist ein handgeknüpfter Teppich wert?
Der Wert eines handgeknüpften Teppichs hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Herkunft, die Art und Feinheit der Knüpfung, das Material, die Farben und das Design. Ebenso wichtig sind Alter und Zustand. Auch die Originalität, der Stil, die Ästhetik und die Kreativität des Musters können den Wert beeinflussen. Schließlich wirken sich Rarität, Angebot und Nachfrage auf dem Markt aus. Bei einem Moud kommen daher die regionale Einordnung, die handgeknüpfte Ausführung, die verwendeten Materialien, die Knotendichte, das Mahi-Muster und der dokumentierte Zustand zusammen. Eine einzelne Eigenschaft entscheidet nicht allein über den Wert.
Wie erkennt man einen handgeknüpften Teppich?
Ein handgeknüpfter Teppich entsteht auf einem Webstuhl, an dem die Knoten von Hand in das Grundgewebe eingearbeitet werden. Bei einem maschinengefertigten Teppich übernimmt dagegen eine automatisierte, computergesteuerte Webmaschine die Herstellung. Die maschinelle Produktion kann dadurch deutlich schneller erfolgen. Handgefertigte Teppiche werden außerdem häufig aus Wolle gefertigt, während bei maschinengefertigten Stücken öfter Kunststoffmaterialien eingesetzt werden. Zur Prüfung betrachtet man die Rückseite, das Knotenbild und die Fransen. Bei einem handgeknüpften Teppich sind die Fransen eine Verlängerung der Kette. Das Knotenbild auf der Rückseite wirkt handgearbeitet und nicht wie eine vollständig gleichförmige Maschinenstruktur.
Welche Bedeutung hat das Mahi-Muster?
Mahi bezeichnet das Fisch- beziehungsweise Herati-Muster. Es gehört zu den bekannten Mustertraditionen persischer Teppiche und nimmt bei vielen Moud-Teppichen einen großen Teil des Feldes ein. Das Motiv verbindet wiederkehrende pflanzliche Formen mit einer geordneten, meist dicht ausgeführten Komposition. Blätter, Ranken und Rosetten können in den Rapport eingebunden werden. Moud-Teppiche können zusätzlich ein Medaillon, eine Allover-Anordnung oder andere traditionelle Feldmuster zeigen. Beim vorliegenden Teppich ist ausdrücklich das Fischmuster Mahi angegeben. Die Bezeichnung beschreibt daher sein dokumentiertes Design und stellt zugleich den Bezug zu einer wichtigen Moud- und Khorassan-Tradition her.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








