









Perserteppich Moud 305 x 210 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3314$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: ca. 350.000/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 305 x 210 cm | Muster: Herati Fischmuster Mahi | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000266
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollgrundlage gehört zu den überlieferten Merkmalen von Moud-Teppichen. Wolle wird im Flor eingesetzt, weil sie sich für die Ausbildung einer belastbaren, dicht geknüpften Oberfläche eignet. Die Baumwolle bildet das Fundament, auf dem die Knoten aufgebaut werden. Dadurch entsteht die textile Grundlage, auf der das Muster in einzelnen, von Hand gesetzten Knoten ausgearbeitet wird.
Bei Moud-Teppichen wird der asymmetrische persische Knoten verwendet. Dieser Knotentyp ermöglicht es erfahrenen Knüpfern, auch kleinteilige und verschachtelte Zeichnungen präzise auszuführen. Die Herstellung erfolgt nicht auf einer vollautomatischen Maschine, sondern an einem Webstuhl in handwerklichen Arbeitsschritten. Moud-Teppiche werden traditionell mit zwei Schussfäden hergestellt. Die handwerkliche Technik verbindet Kette, Schüsse und Flor zu einem zusammenhängenden Gewebe.
Die im kurzen Datensatz genannte Knüpfdichte beträgt etwa 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Im langen Beschreibungstext wird der Bereich von 220.000 bis 450.000 Knoten pro Quadratmeter für Moud-Teppiche als hoch beschrieben. Die konkrete Dichte dieses Stücks ist im Kurztext mit etwa 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Material, Knüpfart und Konstruktionsweise machen die technische Ausführung des Teppichs nachvollziehbar, ohne weitere Eigenschaften des einzelnen Stücks hinzuzufügen.
Herkunft und Tradition
Moud ist eine Stadt in der persischen Provinz Khorassan. Die Moud-Knüpftradition wird im Ausgangstext mit Mashhad verbunden; Mashhad ist ein großes Weberei- und Handelszentrum für Teppiche aus der Stadt selbst sowie aus benachbarten Städten und Dörfern. Moud liegt südlich von Birdjan und Mashhad. Die Region blickt auf eine lange Geschichte der Teppichherstellung zurück und hat eine eigene, gut erkennbare Formensprache entwickelt. Moud-Teppiche sind im Antiquitätenhandel seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt.
In Mashhad werden Teppiche sowohl in Werkstätten als auch gelegentlich auf Heimwebstühlen hergestellt. Diese Verbindung von städtischer Werkstatt und häuslicher Produktion gehört zum weiteren handwerklichen Umfeld der Region. Moud-Erzeugnisse weisen einzelne Merkmale auf, die auch bei Teppichen aus Birjand zu finden sind. Zugleich bilden sie eine eigenständige Gruppe innerhalb der Khorassan-Tradition. Die Herstellung war auf den heimischen und den westlichen Markt ausgerichtet; Moud-Teppiche wurden in größeren Mengen für die Mittelklasse gefertigt.
Die persische Knüpftradition arbeitet mit regional überlieferten Mustern, festen technischen Verfahren und der Weitergabe von Erfahrung innerhalb der Werkstätten und Familien. Beim Moud-Knüpfen kommt der asymmetrische persische Knoten zum Einsatz, weil er eine genaue Ausarbeitung komplizierter Ornamente unterstützt. Die Dichte des Knotengefüges entsteht in einem langsamen manuellen Prozess. Sie ist deshalb ein wichtiger technischer Gesichtspunkt bei der Einordnung eines Teppichs, neben Material, Muster, Farben, Alter und Erhaltungszustand.
Frühe Moud-Knüpfungen werden im Ausgangstext im Vergleich zu Meshad-Khorassan-Teppichen als von zweitrangiger Qualität beschrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg entfernten sich einige Knüpfer in Moud von den traditionellen Mustern. Sie fertigten auch Teppiche an, die den Erzeugnissen anderer persischer Knüpfregionen ähnelten, um die Nachfrage in- und ausländischer Exportkunden zu bedienen. Diese Entwicklung erklärt, warum die Bezeichnung Moud sowohl traditionelle florale Kompositionen als auch Varianten mit Anleihen aus anderen persischen Regionen umfasst.
Die Größen von Moud-Khorassan-Teppichen reichen laut der allgemeinen Beschreibung von kleinen Formaten bis zu Teppichen für große Räume. Das Grundprinzip bleibt dabei die Verbindung einer Baumwollkette mit einem Wollflor und die Ausführung im persischen, asymmetrischen Knoten. Seide kann bei manchen Moud-Teppichen eingesetzt werden, um den Glanz des Flors hervorzuheben; sie ist jedoch kein notwendiger Bestandteil. Für dieses Stück sind ausschließlich Schurwolle im Flor und Baumwolle in der Kette angegeben.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Herati-Fischmuster, auch Mahi genannt, bezeichnet. Das Herati-Muster gilt als dominantes und unmittelbar erkennbares Muster der Moud-Teppiche. In vielen Ausführungen nimmt es einen großen Teil der Fläche ein. Sein Name verweist auf die charakteristischen Fischformen, die in der Ornamentik zwischen Blättern, Ranken und weiteren pflanzlichen Elementen erscheinen. Die Bezeichnung Mahi wird im persischen Zusammenhang für diese Fischmustertradition verwendet.
Herati-Kompositionen gehören zu den floralen Musterwelten persischer Teppiche. Ein zentraler Aufbau kann mit einem Medaillon gestaltet sein, während andere Varianten das Ornament über die gesamte Fläche verteilen. Bei Moud kommen außerdem Schah-Abbas-Palmetten mit Blättern und Ranken, Boteh- beziehungsweise Paisley-Motive, Gitterstrukturen und Minakhani-Kompositionen vor. Minakhani verbindet Rosetten durch spaliere oder rankenartige Linien. Diese allgemeinen Moud-Merkmale erklären den ornamentalen Kontext des Herati-Motivs, ohne dem einzelnen Teppich weitere nicht angegebene Muster zuzuschreiben.
Auch die Bordüre folgt bei Moud häufig traditionellen Khorassan-Mustern. Große Palmetten, Blätter und Ranken können dort in geregelten Bahnen angeordnet werden. Manche Moud-Teppiche zeigen in kleinen rechteckigen Bordüren Motive aus persischen Gärten; solche Darstellungen werden im Ausgangstext außerdem mit Bachtiari-Teppichen in Verbindung gebracht. Ein Teil der Moud-Erzeugnisse besitzt ein zentrales Medaillon, das an einen Stern oder ein Sechseck erinnert. Für diesen Teppich ist jedoch allein das Herati-Fischmuster als Musterangabe festgehalten.
Die Farbwelt der Moud-Tradition ist häufig von Granatapfelrot im Feld geprägt. Dieses Rot wird mit Cochenille in Verbindung gebracht. Daneben kommen in Bordüren, Musterelementen und Konturen verschiedene Rot-, Blau-, Beige-, Gold-, Grün-, Zimt-, Braun- und Grautöne vor. Andere Moud-Teppiche können ein dunkelblaues Feld besitzen. Kräftige Blau- und Rottöne werden in der regionalen Musterwelt auch mit einem kontrastierenden elfenbeinfarbenen Grund kombiniert. Diese Angaben beschreiben die typischen Gestaltungsmöglichkeiten der Herkunft und nicht zusätzliche Farbangaben zu diesem einzelnen Stück.
Das Herati-Muster ist innerhalb der Moud-Tradition besonders verbreitet, weil es eine regelmäßige, flächige Ordnung mit pflanzlicher Bewegung verbindet. Wiederkehrende Blätter, Ranken und Fischformen können den Blick über das Feld führen, während eine Bordüre die Komposition fasst. Die Wirkung entsteht durch das Verhältnis von Grundfläche, Ornament und Linienführung. Die handgeknüpfte Ausführung erlaubt es, solche Details schrittweise und präzise in den Flor zu setzen.
Besonderheiten
Als besondere Angaben zu diesem Stück sind die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle, die Knüpfdichte von etwa 350.000 Knoten pro Quadratmeter und das Herati-Fischmuster Mahi festgehalten. Der Zustand ist als neuwertig beschrieben. Die Materialkombination entspricht der traditionellen Moud-Konstruktion aus Baumwollfundament und Wollflor. Der asymmetrische persische Knoten und die Herstellung mit zwei Schussfäden gehören zur technischen Tradition der Moud-Teppiche.
Bei der Beurteilung eines handgeknüpften Teppichs werden allgemein Herkunft, Knüpfdichte, Material, Farben, Muster, Alter, Zustand, Originalität und die Marktnachfrage berücksichtigt. Diese Kriterien helfen dabei, ein Einzelstück sachlich einzuordnen. Die Herkunft Moud, die technische Ausführung und das Herati-Muster bilden bei diesem Teppich die maßgeblichen beschriebenen Merkmale.
FAQ
Wie viel ist ein handgeknüpfter Teppich wert?
Der Wert eines handgeknüpften Teppichs hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Herkunft und die regionale Tradition, die Art und Feinheit der Knüpfung, die verwendeten Materialien, Farben und Muster sowie Alter und Zustand. Auch Originalität, Stil, Ästhetik und handwerkliche Ausarbeitung des Designs spielen eine Rolle. Zusätzlich beeinflussen Rarität, Angebot und Nachfrage den Marktwert. Bei diesem Moud-Teppich gehören die angegebene Knüpfdichte, die Schurwolle im Flor, die Baumwollkette, das Herati-Muster und der neuwertige Zustand zu den relevanten beschriebenen Merkmalen.
Wie erkennt man einen handgeknüpften Teppich?
Ein handgeknüpfter Teppich entsteht an einem speziell entwickelten Webstuhl, an dem die Knoten von Hand gesetzt werden. Die Knoten bilden den Flor und werden Reihe für Reihe mit Kette und Schuss verbunden. Ein maschinengefertigter Teppich entsteht dagegen auf einer vollautomatischen Webmaschine, die computer- oder mechanisch gesteuert wird. Handgefertigte Teppiche bestehen häufig aus Wolle, während maschinell gefertigte Ware öfter Kunststoffmaterialien enthält. Die Konstruktion, die Unregelmäßigkeiten der Handarbeit und die Verbindung von Knoten, Kette und Schüssen sind wichtige Anhaltspunkte. Bei diesem Stück ist die handgeknüpfte Herstellung ausdrücklich angegeben.
Welche Materialien werden bei Moud-Teppichen verwendet?
Moud-Teppiche besitzen traditionell eine Baumwollgrundlage und einen Wollflor. Für manche Ausführungen kann Seide verwendet werden, um den Glanz des Flors zu verstärken; sie ist jedoch kein zwingendes Merkmal der Moud-Tradition. Bei diesem Teppich besteht der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Die Angabe beschreibt die Materialien klar und unterscheidet zwischen dem sichtbaren Flor und dem tragenden Grundgewebe. Zusammen mit dem asymmetrischen persischen Knoten und den zwei Schussfäden ergibt sich die typische technische Einordnung innerhalb der Moud-Knüpftradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








