Perserteppich Moud 295 x 200 cm Seide handgeknüpft

2953$

Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: Handgeknüpft | Material: 100% Wolle, 100% Baumwolle | Größe: 295 x 200 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Neu ohne Etikett, Top Zustand

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Inventarnummer: B5800D0F

Beschreibung

Moud Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft. Die Herstellung von handgeknüpften Teppichen beruht auf dem schrittweisen Verknüpfen einzelner Knoten mit den Kettfäden. Dadurch entsteht eine textile Fläche, deren Muster nicht aufgedruckt, sondern in die Struktur des Teppichs eingearbeitet ist. Die Handarbeit verbindet Material, Farbe und Zeichnung in einem eigenständigen Stück.

Im Produkttitel wird Seide als Material genannt. Die Materialangabe der Kurzbeschreibung nennt 100% Wolle und 100% Baumwolle. Diese Angaben werden hier unverändert zusammengeführt. Wolle ist für Perserteppiche ein traditionell verwendetes Material. Baumwolle wird im Teppichhandwerk ebenfalls eingesetzt. Beide Fasern unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit und übernehmen je nach Aufbau unterschiedliche textile Aufgaben.

Die handgeknüpfte Verarbeitung macht jeden Teppich zu einem Einzelstück. Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, während die Zeichnung laufend kontrolliert wird. Geometrische Formen lassen sich auf diese Weise klar in einer geordneten Fläche anlegen. Anders als bei einem industriell bedruckten Bodenbelag entsteht die Musterwirkung aus der Verbindung von Knoten, Garnen und Farben.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus dem Iran und ist damit ein Perserteppich. Die iranische Teppichkunst gehört zu den traditionsreichen Formen des Orientteppichs. In vielen Regionen werden Kenntnisse über Knüpftechnik, Musteraufbau und Farbordnung über Generationen weitergegeben. Ein Teppich entsteht dabei nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern auch als textile Darstellung von Ordnung, Rhythmus und regionaler Gestaltung.

Moud ist eine iranische Teppichregion, die mit handgeknüpften Teppichen aus dem Osten des Landes verbunden wird. Die dortige Teppichtradition steht in einem Umfeld, in dem sorgfältige Zeichnung und eine kontrollierte Flächenaufteilung eine wichtige Rolle spielen. Wie bei vielen iranischen Teppichen werden Muster zunächst als Entwurf oder über überlieferte Vorlagen entwickelt und anschließend Knoten für Knoten umgesetzt. Die Herkunftsbezeichnung Moud verweist deshalb auf eine regionale Einordnung und nicht lediglich auf einen allgemeinen Einrichtungsstil.

Iranische Knüpfer arbeiten traditionell mit einem Webstuhl, auf dem Kettfäden gespannt werden. Quer dazu verlaufen Schussfäden, während die Florfäden durch die Knoten befestigt werden. Nach dem Knüpfen wird die Oberfläche geschoren, damit der Flor eine gleichmäßige Höhe erhält. Danach können Waschen, Trocknen und eine abschließende Bearbeitung folgen. Die einzelnen Arbeitsschritte verlangen Erfahrung, weil schon kleine Abweichungen die Linienführung eines Musters verändern können.

Die persische Teppichkunst hat sich über viele Regionen hinweg entwickelt. Isfahan ist für fein gegliederte Kompositionen und ausgeprägte Symmetrie bekannt, Tabriz für vielseitige Entwürfe mit einer differenzierten Zeichnung, und Kashan für klassisch florale Teppichbilder. Diese Orte sind eigenständige Herkunftstraditionen und nicht mit der Herkunft dieses Moud-Teppichs gleichzusetzen. Gemeinsam ist ihnen die Verbindung aus Entwurf, handwerklicher Ausführung und einer über längere Zeit gewachsenen Ornamentensprache.

Die Herstellung eines Teppichs ist zugleich Teil einer sozialen und wirtschaftlichen Tradition. Wissen über das Spannen der Kette, das Einsetzen der Knoten, das Wechseln der Farben und das Nacharbeiten der Oberfläche wird praktisch weitergegeben. Auch die Auswahl der Muster folgt häufig regionalen Gewohnheiten. So bleibt die iranische Knüpfkunst wandelbar, ohne den Bezug zu ihren überlieferten Verfahren zu verlieren.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch. Geometrische Teppichmuster beruhen auf Linien, Winkeln, Wiederholungen, Spiegelungen und klar abgegrenzten Flächen. Sie können ein regelmäßiges Rapportmuster bilden oder aus einzelnen Formen aufgebaut sein. Durch die handgeknüpfte Umsetzung erhalten selbst geradlinige Ornamente eine textile Tiefe, weil jede Form aus vielen einzelnen Knoten entsteht.

Geometrische Gestaltung gehört zu den ältesten Ausdrucksformen der Teppichkunst. Dreiecke, Rauten, Sterne, Hakenformen und gestufte Linien können als eigenständige Ornamente auftreten oder zu größeren Einheiten verbunden werden. In traditionellen Entwürfen werden solche Formen oft in Bordüren, Mittelfeldern und Zwischenfeldern angeordnet. Eine Bordüre fasst die Komposition ein, während das Mittelfeld den zentralen Bereich der Zeichnung bildet.

Die Wirkung geometrischer Muster entsteht durch Rhythmus und Wiederholung. Ein Ornament kann über die Fläche weitergeführt, gespiegelt oder in abgewandelter Form wiederholt werden. Dadurch entsteht eine lesbare Ordnung, die sowohl aus der Nähe als auch aus größerer Entfernung erkennbar bleibt. Die Knüpftechnik unterstützt diese Wirkung, weil Farbflächen und Linien dauerhaft in der Teppichstruktur angelegt sind.

Persische Teppichmuster greifen neben geometrischen Formen auch florale, figürliche und symbolische Elemente auf. Bei einem geometrischen Entwurf steht jedoch nicht die naturgetreue Darstellung eines Blattes oder einer Blüte im Vordergrund, sondern die Vereinfachung in Linien und Flächen. Diese Abstraktion kann Ornamente kompakt, streng oder beweglich wirken lassen. Welche genaue Form einzelne Motive annehmen, hängt vom jeweiligen Entwurf und von der regionalen Tradition ab.

Der Art-déco-Stil ist in der Kurzbeschreibung als Stil angegeben. Art déco arbeitet in der Gestaltung häufig mit klaren Konturen, geometrischen Grundformen, abgestuften Flächen und einer ausgewogenen Symmetrie. Diese Merkmale können mit der traditionellen persischen Knüpftechnik verbunden werden. So entsteht eine Gestaltung, in der ein überliefertes handwerkliches Verfahren mit einer modernen, von Geometrie geprägten Formensprache zusammensteht.

Die dekorative Funktion eines Teppichs ergibt sich nicht allein aus einzelnen Motiven. Entscheidend ist das Verhältnis von Fläche, Rand, Wiederholung und Farbverteilung. Ein geometrischer Teppich kann dadurch eine Einrichtung strukturieren, Bereiche voneinander abgrenzen oder als zusammenhängendes textiles Bild wirken. Der Moud-Teppich verbindet diese geometrische Musterangabe mit der handgeknüpften iranischen Herstellung.

Besonderheiten

Der Zustand ist als neu ohne Etikett und als Top Zustand angegeben. Damit wird der Artikel als unbenutzt beziehungsweise neu beschrieben, obwohl kein Etikett vorhanden ist. Zusätzlich ist der Teppich als waschbar ausgewiesen. Für die Reinigung eines handgeknüpften Teppichs ist eine fachgerechte Vorgehensweise wichtig, damit Flor, Farben und Form geschont werden.

Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Damit kann er in Räumen eingesetzt werden, in denen die Wärme über eine Fußbodenheizung abgegeben wird. Als weitere Eigenschaft ist er als umweltfreundlich angegeben. Er ist für alle Zimmer geeignet und lässt sich dadurch in unterschiedlichen Wohnbereichen verwenden. Der Herstellungszeitraum wird mit 1980 bis 1989 angegeben.

Als Einrichtungsstil ist Art déco genannt. Die geometrische Musterung passt zu einer Gestaltung, die auf klare Linien und geordnete Formen setzt. Zugleich bleibt die Oberfläche ein handgeknüpftes Textil aus iranischer Tradition. Diese Verbindung erklärt, warum der Teppich sowohl als Bodenbelag als auch als dekoratives Element eingesetzt werden kann.

FAQ

Wie pflege ich einen handgeknüpften Perserteppich?

Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz hilft, lose Verschmutzungen zu entfernen, ohne die Fasern unnötig zu beanspruchen. Für eine gründliche Pflege wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Sie kann dazu beitragen, Farben und Struktur des Teppichs zu bewahren. Da dieser Teppich als waschbar angegeben ist, sollte das Waschen fachgerecht erfolgen und auf die handgeknüpfte Verarbeitung abgestimmt sein.

Woher stammen die Muster eines Perserteppichs?

Persische Teppichmuster unterscheiden sich je nach Herkunftsregion und überlieferter Gestaltung. Sie können von der Natur, historischen Ereignissen oder kulturellen Symbolen beeinflusst sein. Bei diesem Teppich ist das Muster als geometrisch beschrieben. Linien, Winkel, Wiederholungen und symmetrische Anordnungen gehören zu den typischen Mitteln geometrischer Entwürfe. Der Stil ist als Art déco angegeben.

Wie lange hält ein handgeknüpfter Perserteppich?

Bei richtiger Pflege und regelmäßiger Wartung kann ein handgeknüpfter Perserteppich viele Jahrzehnte und unter geeigneten Bedingungen sogar länger erhalten bleiben. Seine Haltbarkeit hängt unter anderem von der Nutzung, der Reinigung und dem Umgang mit dem Flor ab. Die handwerkliche Knüpfung und die verwendeten textilen Materialien bilden die Grundlage für eine lange Nutzungsdauer.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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