




Perserteppich Moud 285 x 194 cm Wolle handgeknüpft
2277$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Schafwolle, Baumwolle | Größe: 285 x 194 cm | Muster: Medaillon, durchgemustert, Feldmuster mit floralen Motiven | Zustand: Exzellente Qualität
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Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Moud ist handgeknüpft. Seine Knotendichte beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Damit gehört er zu den fein geknüpften Moud-Teppichen, deren dichte Ausführung eine differenzierte Darstellung traditioneller Muster ermöglicht. Als Materialien sind hochwertige Schafwolle und Baumwolle angegeben. Die Schafwolle bildet den wesentlichen textilen Bestandteil des Flors; Baumwolle wird bei Moud-Teppichen außerdem für die Fransen verwendet.
Schafwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer Belastbarkeit, ihrer natürlichen Elastizität und ihrer angenehmen Oberfläche eingesetzt. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Struktur eingearbeitet. Anschließend wird der Flor auf eine einheitliche Höhe gebracht. Die Knüpfarbeit verlangt dabei ein gleichmäßiges Vorgehen, damit Linien, Konturen und wiederkehrende Ornamente klar erkennbar bleiben.
Die Baumwolle ergänzt die verwendete Schafwolle als bewährtes Material im Aufbau traditioneller Teppiche. Baumwollgarn wird bei dieser Teppichart für die Fransen genannt, während der Schuss aus hochwertiger Schafwolle besteht. Die Verbindung verschiedener Naturfasern gehört zur überlieferten Herstellungspraxis orientalischer Teppiche. Sie ermöglicht eine klare textile Gliederung und unterstützt die praktische Nutzbarkeit des Teppichs.
Die ausgewiesene Qualität dieses Stücks ist exzellent. Zusammen mit der Handknüpfung und der hohen Knotendichte beschreibt dies eine sorgfältig ausgeführte Moud-Arbeit. Die verwendeten Materialien und die Verarbeitung stehen dabei nicht für eine maschinelle Wiederholung, sondern für eine textile Arbeit, bei der das Muster Schritt für Schritt in den Teppich eingebunden wird.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Moud im Iran. Moud liegt südlich von Maschhad und ist als Herkunftsort für handgeknüpfte Teppiche bekannt. Die Teppiche aus dieser Stadt werden mit unterschiedlichen Musteraufteilungen gefertigt. Zu den im Zusammenhang mit Moud genannten Hauptvarianten gehören der Medaillon-Moud, die durchgemusterte Ausführung und das Feldmuster Moud.
Die Teppichtradition des Iran ist durch eine große regionale Vielfalt geprägt. Einzelne Orte entwickelten eigene Vorlieben bei der Anlage des Innenfeldes, bei der Gestaltung der Bordüre und bei der Auswahl floraler Ornamente. Moud steht innerhalb dieser Tradition für Teppiche, bei denen die Zeichnung des Musters eine zentrale Rolle spielt. Die handwerkliche Weitergabe von Entwürfen, Farbkombinationen und Knüpfwissen verbindet dabei die praktische Herstellung mit einer langen Kulturgeschichte.
Die Lage von Moud südlich von Maschhad verweist auf den weiteren historischen Teppichraum im Nordosten Irans. In dieser Region wurden Teppiche für den täglichen Gebrauch ebenso wie feinere Arbeiten mit sorgfältig ausgearbeiteten Ornamenten geknüpft. Das Wissen über die Einteilung eines Teppichs, die Wiederholung von Motiven und die Abstimmung von Grund und Zeichnung wird traditionell von Generation zu Generation weitergegeben.
Zu den bekannten iranischen Teppicharten, die in ihrer Mustertradition mit Moud verglichen werden, zählen Kashan-Teppiche mit aufwendigen floralen Zeichnungen und kräftigen Farben. Nain-Teppiche sind häufig mit Seide verwebt und für fein ausgearbeitete Designs bekannt. Auch Tabriz und Isfahan stehen für Teppiche mit traditionellen Mustern. Diese Orte sind jedoch eigenständige Herkunftsbezeichnungen und nicht die Herkunft dieses Moud-Teppichs.
Die Moud-Tradition lässt verschiedene gestalterische Lösungen zu. Ein Teppich kann ein deutlich abgegrenztes Zentrum besitzen, den gesamten Innenbereich mit einem fortlaufenden Ornament bedecken oder florale Elemente in Felder ordnen. Diese Einteilung schafft eine erkennbare Beziehung zwischen Zentrum, Innenfeld und Bordüre. Die vorliegende Bezeichnung nennt Medaillon, durchgemustertes Innenfeld und Feldmuster mit floralen Motiven als Mustermerkmale.
Design und Muster
Das Design dieses Moud-Teppichs wird durch drei Begriffe beschrieben: Medaillon, durchgemustert und Feldmuster mit floralen Motiven. Diese Angaben benennen die in der Mustertradition möglichen Gestaltungsformen. Ein Medaillon ordnet die Komposition um ein zentrales Ornament. Bei einer durchgemusterten Variante wird das Innenfeld von einem fortlaufenden Muster bestimmt. Ein Feldmuster teilt die Fläche dagegen in rechteckige oder klar gegliederte Bereiche, in denen florale Motive erscheinen.
Beim Medaillon-Moud befindet sich im Zentrum ein rundes Sternmedaillon. Es wird von einem Herati-Muster begleitet. Das Herati-Muster gehört zu den klassischen floralen Ornamenten der persischen Teppichkunst. Seine Zeichnung arbeitet mit Blättern, Blüten und geschwungenen Formen, die in rhythmischer Folge angeordnet werden. So entsteht eine strukturierte Beziehung zwischen dem zentralen Medaillon und dem übrigen Innenfeld.
Die Bordüre ergänzt die innere Komposition durch stilisierte Blüten- und Palmettenmotive. Palmetten sind fächer- oder blattartige Ornamente, die in vielen persischen Teppichmustern vorkommen. Zusammen mit Blütenmotiven können sie als wiederkehrende Elemente in einer Randzone angeordnet werden. Die Bordüre bildet dadurch einen Übergang zwischen dem Innenfeld und dem äußeren Abschluss des Teppichs.
Die durchgemusterte Moud-Variante unterscheidet sich von der Medaillon-Aufteilung durch ein vollständig vom Herati-Muster geprägtes Innenfeld. Anstelle eines einzelnen dominierenden Zentrums verteilt sich die Zeichnung über die gesamte Fläche. Das Auge folgt dann der Wiederholung des Ornaments, seinen Achsen und den Zwischenräumen. Diese Art der Anlage erzeugt eine fortlaufende Musterbewegung, ohne dass die Gestaltung auf ein einziges Zentrum konzentriert ist.
Das Feldmuster Moud wird auch als Gartenmuster bezeichnet. Dabei erscheinen florale Motive wie Lebensbäume und Blumen in rechteckigen Feldern. Die einzelnen Felder geben dem Innenbereich eine klare Ordnung. Lebensbäume stehen in der Teppichkunst häufig als bildhafte Pflanzendarstellungen, während Blumen und Blätter die Flächen ornamental füllen. In der Verbindung dieser Elemente entsteht eine gegliederte, florale Musterlandschaft.
Die Farben dieses Teppichs werden als kräftiges Rot, Rotbraun und Blau auf einem beige- oder rotfarbigen Grund beschrieben. Die kräftigen Töne setzen sich deutlich vom Grund ab. Rot und Rotbraun verleihen der Komposition eine warme Farbrichtung, während Blau einen kühleren Kontrast bildet. Die Wirkung der Farben hängt dabei eng mit der Verteilung der Motive und mit der Abgrenzung von Innenfeld und Bordüre zusammen.
Florale Moud-Muster sind nicht als naturgetreue Abbildung eines einzelnen Gartens zu verstehen. Sie beruhen auf stilisierten Formen, die vereinfacht, wiederholt und in eine textile Ordnung gebracht werden. Gerade die regelmäßige Wiederholung macht die Motive für die Handknüpfung geeignet. Kleine Abweichungen in der Ausführung gehören zur manuellen Entstehung, während die übergeordnete Komposition durch den Entwurf zusammengehalten wird.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die Handknüpfung, die Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter und die Verwendung hochwertiger Schafwolle sowie Baumwolle. Die Musterangabe verbindet ein Medaillon mit einer durchgemusterten und einer feldgegliederten, floralen Beschreibung. Genannt werden außerdem kräftiges Rot, Rotbraun und Blau auf einem beige- oder rotfarbigen Grund. Der Zustand ist als exzellente Qualität angegeben.
Für die Pflege eines handgeknüpften Wollteppichs empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen. Bei Bedarf sollte eine professionelle Reinigung erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Diese Hinweise beziehen sich auf die im Produkttext genannten Materialien und die kräftige Farbgestaltung.
FAQ
Was macht einen Moud-Perserteppich besonders?
Charakteristisch sind die hohe Knotendichte, die verwendeten Materialien und die unterschiedlichen traditionellen Musteraufteilungen. Moud-Teppiche können als Medaillon-Moud, durchgemusterte Variante oder Feldmuster mit floralen Motiven gestaltet sein. Beim Medaillon treten ein zentrales Sternmedaillon, ein Herati-Muster sowie florale und palmettenartige Bordürenelemente hervor. Die handgeknüpfte Ausführung verbindet diese Muster mit überliefertem iranischem Teppichhandwerk.
Wie pflege ich einen Moud-Perserteppich?
Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden. Eine professionelle Reinigung ist angebracht, wenn eine gründlichere Pflege erforderlich ist. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie zum Ausbleichen der Farben führen kann. Bei einem handgeknüpften Teppich aus Schafwolle und Baumwolle ist eine sachkundige Behandlung der geeignete Weg, um die textile Oberfläche und die kräftige Farbgebung zu schonen.
Woher stammen die Materialien für Moud-Teppiche?
Für Moud-Teppiche werden hauptsächlich Materialien aus der Region genannt. Die Schafwolle stammt von einheimischen Schafen, und die Baumwolle für die Fransen wird ebenfalls lokal bezogen. Im traditionellen Aufbau wird hochwertige Schafwolle außerdem für den Schuss verwendet. Die Kombination aus regionaler Wolle, Baumwolle und Handknüpfung gehört zur materiellen Grundlage dieser iranischen Teppichtradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












