











Perserteppich Moud 254 x 193 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4260$1846$Aktueller Preis ist: 1846$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 360000/Qm | Material: Flor 100% Wolle und Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 254 x 193 cm | Muster: Florales Fischmuster mit Medaillon, sehr seltene Farbe | Zustand: Top-Zustand, in unserer Werkstatt renoviert und professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000356
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle und Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung dieser Materialien gehört zu den überlieferten Eigenschaften von Moud-Teppichen. Wolle bildet einen belastbaren Flor und nimmt die Farben klar auf. Seide wird bei Moud häufig eingesetzt, um einzelnen Partien mehr Glanz zu geben und feine Musterteile sichtbar hervorzuheben. Die Baumwollkette bildet das Fundament, auf dem die Knoten aufgebaut werden.
Moud-Teppiche werden mit dem persischen, asymmetrischen Knoten hergestellt. Dieser Knoten bietet den Knüpfern bei kleinteiligen floralen Zeichnungen eine präzise Arbeitsweise. Die Knotenzahl dieses Teppichs beträgt 360000/Qm. Eine solche Dichte erlaubt eine differenzierte Ausarbeitung von Blüten, Blättern, Ranken und den kleinen Formen des Herati-Musters. Bei Moud kommen außerdem zwei Schussfäden zum Einsatz, was zur überlieferten Konstruktion dieser Teppiche gehört.
Die Verarbeitung verbindet damit einen Woll- und Seidenflor mit einem Baumwollfundament und einer für Perserteppiche typischen Knüpftechnik. Der Teppich wurde in unserer Werkstatt renoviert und professionell gewaschen. Er befindet sich in Top-Zustand. Diese Angaben beschreiben sowohl den Aufbau als auch die ausgeführten Arbeiten an diesem Einzelstück.
Herkunft und Tradition
Moud-Teppiche werden in Moud in der Provinz Khorassan geknüpft. Moud liegt südlich von Birdjan und Mashad und blickt auf eine lange Knüpftradition zurück. Im Handel werden diese Teppiche auch mit der Region Mesched verbunden. Mashad, die bedeutende Stadt in Khorassan, ist zugleich ein großes Weberei- und Handelszentrum. Dort werden Teppiche aus der Stadt selbst sowie aus benachbarten Städten und Dörfern zusammengeführt und gehandelt.
Die Moud-Tradition ist deshalb nicht nur mit einzelnen Werkstätten, sondern mit einem größeren regionalen Umfeld verbunden. Die meisten Moud-Teppiche entstehen in städtischen Werkstätten. Daneben gibt es auch Stücke, die auf einem Heimwebstuhl gefertigt wurden. Diese Verbindung von Werkstattarbeit und häuslicher Produktion erklärt die Vielfalt, die bei Moud-Teppichen in Zeichnung, Ausführung und Qualität zu finden ist. Gemeinsam bleibt die Orientierung an den floralen Mustern und an der persischen Knüpftechnik.
Im Antiquitätenhandel sind Moud-Teppiche seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt. Sie wurden in größeren Mengen für die einheimische Mittelschicht und für westliche Märkte hergestellt. Frühere Knüpfungen werden im Vergleich zu Meshad-Khorasan-Teppichen als von zweitrangiger Qualität beschrieben. Gleichzeitig reicht die Qualität innerhalb der Moud-Produktion deutlich weiter, weshalb die Ausführung des einzelnen Teppichs betrachtet werden muss. Die Knotendichte, die Materialwahl und die Genauigkeit der Zeichnung sind dabei wichtige Orientierungspunkte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entfernten sich einige Knüpfer von den traditionellen Moud-Mustern. Sie fertigten auch Teppiche an, die den Erzeugnissen anderer persischer Knüpfregionen ähnelten. Damit reagierten sie auf die Nachfrage inländischer und ausländischer Exportkunden. Neben Moud werden als weitere Teppichorte der Region Birdshand und Kashmar genannt. Die lange Handelstradition von Khorassan hat dazu beigetragen, dass regionale Muster in unterschiedlichen Werkstätten aufgenommen und weitergeführt wurden.
Moud-Teppiche sind durch eine charakteristische Verbindung aus sorgfältiger Knüpfung, floraler Ornamentik und regionalen Farben geprägt. Ihre Herstellung beruht auf dem persischen asymmetrischen Knoten, einem Baumwollfundament und einem Wollflor; bei feineren Ausführungen ergänzt Seide den Flor. Diese Merkmale bilden den traditionellen Rahmen, in dem einzelne Moud-Teppiche ihre eigene Zeichnung und Farbwirkung erhalten.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als florales Fischmuster mit Medaillon beschrieben. Das Fischmuster ist die bei Moud besonders bekannte Herati-Ornamentik. Sie gehört zu den dominierenden Moud-Mustern und nimmt bei vielen Teppichen einen großen Teil des Feldes ein. Herati verbindet Blätter, Ranken und kleine Blütenformen mit dem charakteristischen Fischmotiv. In der persischen Teppichsprache bezeichnet Fisch dabei eine stilisierte Ornamentform und keinen naturalistischen Bildgegenstand.
Ein weiteres verbreitetes Moud-Thema ist das zentrale Medaillon. Es kann an einen Stern oder an ein Sechseck erinnern und gliedert das Feld in eine klare Mitte und umlaufende Musterbereiche. Andere Moud-Teppiche sind als Allover-Komposition angelegt und verzichten auf eine hervorgehobene Mitte. Beim vorliegenden Muster treffen das florale Herati-Thema und ein Medaillon zusammen. Die Beschreibung nennt außerdem eine sehr seltene Farbe, wodurch die Farbgestaltung dieses Einzelstücks besonders eigenständig eingeordnet ist.
Zu den traditionellen Feldmustern von Moud gehören neben Herati auch Boteh, Gitter und Minakhani. Boteh ist als Paisleyform bekannt. Beim Minakhani-Muster verbinden sich Rosetten durch Spaliere, während Gittermuster das Feld mit wiederkehrenden geometrischen Strukturen ordnen. Die Schah-Abbas-Palmette mit Blättern und Ranken ist ebenfalls ein beliebtes Moud-Motiv. Diese floralen Formen können einzeln auftreten oder miteinander verbunden werden.
Auch die Bordüre folgt der regionalen Bildsprache von Khorassan. Große Palmetten, Blätter und Ranken bilden traditionelle Bordürenmotive. Bei manchen Moud-Teppichen erscheinen in kleinen rechteckigen Bordüren Motive aus persischen Gärten. Solche Gartendarstellungen werden auch mit Bachtiari-Teppichen in Verbindung gebracht. Die Bordüre begrenzt das Feld nicht nur, sondern führt die florale Bewegung des Mittelmotivs an den Rand weiter.
Granatapfelrot ist die für Moud häufig genannte Grundfarbe des Feldes und wird mit Cochenille verbunden. Ein kleinerer Teil der Teppiche zeigt anstelle von Rot ein dunkelblaues Feld. Zusätzlich kommen verschiedene Rot-, Blau-, Beige-, Gold-, Grün-, Zimt-, Braun- und Grautöne in Bordüren, Musterelementen und Konturen vor. Kräftige Blau- und Rottöne werden häufig mit einem elfenbeinfarbenen Hintergrund kontrastiert. Die Farbauswahl dieses Teppichs wird als sehr selten beschrieben; daraus ergibt sich eine vom üblichen Moud-Spektrum abweichende, eigenständige Farbwirkung.
Besonderheiten
Der Teppich ist ein Unikat und als verkauft gekennzeichnet. Er befindet sich in Top-Zustand, wurde in unserer Werkstatt renoviert und professionell gewaschen. Als besondere Merkmale sind außerdem der Flor aus 100% Wolle und Seide, die Kette aus 100% Baumwolle, die Knotendichte von 360000/Qm und das florale Fischmuster mit Medaillon festgehalten.
Die Kombination aus Herati-Fischmotiv und zentralem Medaillon gehört zu den erkennbaren Gestaltungsmöglichkeiten der Moud-Tradition. Die seltene Farbe gibt der Musteranlage eine eigene Erscheinung. Bei Moud kann Seide verwendet werden, um den Glanz des Flors und die Wirkung einzelner Details zu verstärken. Hier ist Seide ausdrücklich als Bestandteil des Flors angegeben. Die ausgeführte Renovierung und die professionelle Wäsche ergänzen die Beschreibung des aktuellen Zustands.
FAQ
Was sind die charakteristischen Merkmale der Moud-Teppiche?
Moud-Teppiche werden in Mashad und Khorassan handgeknüpft und verwenden den persischen asymmetrischen Knoten. Typisch sind florale Muster wie die Schah-Abbas-Palmette sowie das dominante Herati-Muster mit dem Fischmotiv. Häufig erscheint Granatapfelrot im Feld, daneben kommt auch Dunkelblau vor. Die Ausführungen reichen von kleinen Teppichen bis zu großen Raumteppichen. Baumwolle bildet das Fundament, während der Flor aus Wolle und bei feineren Arbeiten auch aus Seide bestehen kann.
Welche traditionellen Muster werden in Moud-Teppichen verwendet?
Im Feld finden sich Boteh- beziehungsweise Paisleyformen, Herati-Fische, Gittermuster und Minakhani-Kompositionen mit durch Rosetten verbundenen Spalieren. Auch Schah-Abbas-Palmetten mit Blättern und Ranken gehören zur Moud-Bildsprache. Die Bordüren zeigen Khorassan-Motive mit großen Palmetten, Blättern und Ranken. Gefertigt werden die Teppiche auf einem Baumwollfundament mit Wollflor und dem persischen asymmetrischen Knoten.
Welche Bedeutung hat die Stadt Moud für die Teppichproduktion?
Moud südlich von Birdjan und Mashad verfügt über eine lange Knüpftradition und ist für seine charakteristischen Designs bekannt. Die Produktion umfasst Werkstatt- und gelegentliche Heimwebstuhl-Arbeiten. Moud-Teppiche unterscheiden sich in Farbe, Ausführung und Qualität; das Herati-Muster bleibt dabei ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Seidenelemente können den Flor zum Glänzen bringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg passten einige Knüpfer ihre Muster an die Nachfrage des inländischen und ausländischen Marktes an.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








