Perserteppich Lilian 320 x 216 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 1598$Aktueller Preis ist: 934$

Handgeknüpfter Lilian Perserteppich | Knotendichte: 90000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 320×216 cm | Muster: symmetrisch floral | Zustand: neuwertig, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000354

Beschreibung

Lilian Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Lilian Perserteppich ist handgeknüpft. Die Fertigung von Hand macht jeden Knoten zu einem einzelnen Arbeitsschritt und verbindet die Gestaltung der Oberfläche mit dem Aufbau des Teppichs. Der Flor besteht zu 100 % aus Wolle. Als Kette wurde zu 100 % Baumwolle verwendet. Damit sind die beiden im Teppich eingesetzten Materialien klar benannt: Wolle bildet die sichtbare, begehbare Florfläche, Baumwolle die Kettfäden im Grundgewebe. Die Knotendichte beträgt 90000/Qm. Sie beschreibt die Anzahl der Knoten auf einer Fläche und gibt damit einen technischen Hinweis auf die Ausführung des Knüpfgewebes. Bei einem handgeknüpften Teppich werden die Knoten Reihe für Reihe in die Kette eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. Der Flor wird danach auf eine gleichmäßige Oberfläche gebracht. Diese Arbeit verlangt eine konstante Führung der Fäden und eine sorgfältige Ausarbeitung des Musters. Wolle wird bei orientalischen Teppichen traditionell für den Flor eingesetzt, weil sie sich verspinnen, färben und zu einer belastbaren Oberfläche verarbeiten lässt. Baumwolle wird häufig als klar strukturierbares Grundmaterial verwendet. Bei diesem Stück bleibt die Materialangabe auf die genannten Bestandteile beschränkt: Wollflor und Baumwollkette. Eine zusätzliche Materialangabe ist nicht vorhanden.

Herkunft und Tradition

Lilian ist der Herkunftsort dieses Perserteppichs. Die Stadt steht für eine persische Teppichtradition, in der handwerkliche Herstellung, überlieferte Muster und die praktische Nutzung des Teppichs eng miteinander verbunden sind. Persische Teppiche entstehen in unterschiedlichen Orten und Regionen mit jeweils eigenen Gewohnheiten bei Aufbau, Ornamentik und Farbkomposition. Lilian gehört in diesem Zusammenhang zu den Orten, deren Teppiche die regionale Handarbeit und die Weitergabe von Knüpfwissen sichtbar machen. Das Wissen über das Spannen der Kette, das Einsetzen der Knoten, das Führen der Schussfäden und das anschließende Zurichten wird über lange Zeit durch praktische Arbeit weitergegeben. Ein Teppich ist dabei nicht nur eine bedruckte Fläche, sondern ein aufgebautes Textil, dessen Zeichnung während des Knüpfens entsteht.

Die persische Teppichherstellung besitzt eine lange Geschichte. In ihr treffen nomadische, dörfliche und städtische Arbeitsweisen aufeinander. Je nach Ort konnten sich unterschiedliche Formen der Musterzeichnung entwickeln: Einige Entwürfe beruhen auf einem zentralen Feld, andere auf fortlaufenden Ranken, wieder andere auf einer strengen Wiederholung. Lilian-Teppiche werden mit dieser regionalen Tradition verbunden und können daher sowohl die Ordnung eines festgelegten Entwurfs als auch die persönliche Ausführung der knüpfenden Person zeigen. Die Arbeit am Knüpfstuhl verlangt Geduld, weil das Motiv nicht in einem einzigen Arbeitsschritt aufgebracht wird. Es wächst aus der Folge einzelner Knoten, Reihen und Farbfelder.

Die Herkunftsbezeichnung Lilian benennt bei diesem Stück den Ort und nicht lediglich eine allgemeine Stilrichtung. Zusammen mit der Bezeichnung Perserteppich verweist sie auf die persische Herkunft. Regionale Teppiche wurden traditionell für verschiedene Räume und Nutzungen gefertigt. Deshalb gibt es innerhalb einer Herkunftstradition unterschiedliche Formate, Zeichnungen und Ausprägungen. Läufer, kleinere Teppiche und größere Raumteppiche können jeweils nach dem vorgesehenen Platz und nach dem vorhandenen Webstuhl gestaltet werden. Die Vielfalt der Formate gehört zur Geschichte des Teppichhandwerks und erklärt, weshalb eine Herkunft nicht mit nur einer einzigen Form verbunden werden kann. Auch die überlieferte Ästhetik bleibt wandelbar: Handwerker greifen auf bekannte Motive zurück, ordnen sie neu und passen sie an den jeweiligen Entwurf an.

Die Bezeichnung semi-antique ordnet diesen Teppich als semi-antiken Lilian-Perserteppich ein. Diese Einordnung gehört zur Produktbezeichnung und ergänzt die Herkunftsangabe. Sie ersetzt nicht die Beschreibung von Material, Knüpftechnik oder Zustand. Die Verbindung von Herkunft, Handarbeit und Mustertradition macht nachvollziehbar, wie ein Lilian-Teppich in die Geschichte persischer Textilkunst einzuordnen ist. Dabei bleibt jedes handgeknüpfte Exemplar durch seine konkrete Ausführung ein eigenständiges Stück.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist symmetrisch floral. Damit sind zwei Merkmale der Gestaltung benannt: eine ausgewogene, spiegelnde oder regelmäßig geordnete Anlage und die Verwendung floraler Formen. Florale Muster gehören zu den wiederkehrenden Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Blätter, Blüten, Ranken und stilisierte Pflanzenformen können zu einem zusammenhängenden Rapport verbunden werden. Sie müssen dabei keine botanischen Abbildungen sein. In der Teppichkunst werden natürliche Formen meist geordnet, vereinfacht und an die rechteckige Fläche angepasst. Die Symmetrie sorgt für eine klare visuelle Struktur, während die floralen Elemente den Entwurf mit geschwungenen Linien und wiederkehrenden Details füllen.

Bei einem symmetrischen Muster wird die Aufmerksamkeit auf die Beziehung der einzelnen Teile gelenkt. Ein Ornament kann auf einer Achse gespiegelt, in regelmäßigen Abständen wiederholt oder innerhalb eines geordneten Feldes angelegt werden. Diese Ordnung erleichtert die Orientierung in der Gesamtzeichnung. Florale Details können dabei als einzelne Blüten, als Rankenverbindungen oder als stilisierte Blattgruppen auftreten. Entscheidend ist nicht eine naturalistische Darstellung, sondern die rhythmische Verbindung der Formen. Ein handgeknüpfter Entwurf setzt diese Zeichnung Knoten für Knoten um. Kleine Abweichungen in der Ausführung gehören zur handwerklichen Entstehung, ohne dass dadurch die grundsätzliche Musteridee verloren geht.

Die Lilian-Tradition ist mit einer vielseitigen Ästhetik verbunden. In regionalen Teppichen können geometrische und florale Ausdrucksformen nebeneinanderstehen. Bei diesem Stück ist die florale, symmetrische Gestaltung das ausdrücklich genannte Mustermerkmal. Allgemeine Aussagen über mögliche Farben oder einzelne Ornamente werden für dieses Exemplar nicht ergänzt, weil sie nicht beschrieben sind. So bleibt die Musterangabe präzise: Die Zeichnung ist floral und symmetrisch geordnet. Diese Kombination kann in unterschiedlichen Einrichtungszusammenhängen gelesen werden, ohne dem Teppich eine nicht belegte Farb- oder Raumwirkung zuzuschreiben.

Traditionelle persische Muster funktionieren häufig über Wiederholung und Ausgewogenheit. Eine Ranke kann den Blick durch das Feld führen, während Blüten oder Blätter als wiederkehrende Orientierungspunkte dienen. Die Symmetrie verbindet die Elemente zu einer zusammenhängenden Komposition. Durch die handwerkliche Knüpftechnik wird das Muster nicht auf die Oberfläche gedruckt, sondern in die Struktur des Textils eingebunden. Dadurch gehören Zeichnung und Material unmittelbar zusammen. Der vorliegende Lilian-Teppich zeigt diese Verbindung in der Form eines symmetrisch floralen Entwurfs.

Besonderheiten

Der Teppich wird als neuwertig beschrieben und professionell gewaschen. Die professionelle Wäsche ist eine ausdrücklich genannte Behandlung und gehört zu den Besonderheiten dieses Angebots. Sie ist von der allgemeinen Herstellung zu unterscheiden: Handknüpfung bezeichnet die Technik, während die professionelle Wäsche eine spätere Pflege- beziehungsweise Aufbereitungsmaßnahme ist. Über weitere Restaurierungen, Reparaturen, Gebrauchsspuren oder das genaue Alter werden keine Angaben gemacht. Auch besondere Signaturen oder individuelle Webstuhlmerkmale sind nicht genannt. Die sachlich festgehaltenen Eigenschaften dieses Stücks sind damit seine Lilian-Herkunft, die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor mit Baumwollkette, das symmetrisch florale Muster sowie der als neuwertig bezeichnete und professionell gewaschene Zustand. Als semi-antiker Teppich verbindet es die entsprechende Produktklassifikation mit einer traditionellen persischen Handarbeit.

FAQ

Woher stammt der Teppich?

Der Teppich stammt aus Lilian in Persien. Lilian ist damit die angegebene Herkunft dieses Perserteppichs. Die Bezeichnung beschreibt den Ort, mit dessen regionaler Teppichtradition das Stück verbunden ist. Sie ist nicht nur eine Bezeichnung für das florale Muster. Die persische Herkunft steht neben den Angaben zur Handknüpfung, zum Material und zur Gestaltung.

Welche Materialien wurden verwendet?

Der Flor besteht zu 100 % aus Wolle, die Kette zu 100 % aus Baumwolle. Wolle bildet die sichtbare Florseite, während Baumwolle im Grundaufbau als Kettmaterial eingesetzt ist. Weitere Materialien werden für dieses Stück nicht genannt. Die handgeknüpfte Technik verbindet den Wollflor mit der Baumwollkette zu einem textilen Teppichaufbau.

Wie ist der Zustand?

Der Zustand wird als neuwertig angegeben. Außerdem wurde der Teppich professionell gewaschen. Diese beiden Angaben beschreiben den dokumentierten Zustand und die genannte Pflegebehandlung. Zu möglichen früheren Reparaturen, Abnutzungen oder anderen Veränderungen liegen keine weiteren Angaben vor.

Zusätzliche Informationen
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