



















Perserteppich Koliai ca 302 x 159 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2840$888$Aktueller Preis ist: 888$
Handgeknüpfter Koliai Perserteppich | Knotendichte: ca. 120000-160000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle aus Zagros-Gebirgen | Größe: ca. 302 x 159 cm | Muster: Floral, symmetrisch mit Medaillon, seltene Farbkombination | Zustand: Neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000298
Beschreibung
Koliai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Koliai Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle. Für die Kette wurde 100% Baumwolle aus den Zagros-Gebirgen verwendet. Damit verbindet die Konstruktion einen wollenen Flor mit einer Baumwollgrundlage. Die Verwendung von Schurwolle gehört zur überlieferten Herstellung kurdischer Teppiche. Wolle wurde traditionell von den Schafen der knüpfenden Familien gewonnen, versponnen und anschließend für die Herstellung des Teppichs eingesetzt. Bei kurdischen Teppichen besteht der Flor grundsätzlich aus Wolle; in seltenen Fällen können andere Fasern eine Rolle spielen, der Flor dieses Teppichs besteht jedoch aus Schurwolle.
Koliai-Teppiche werden vollständig von Hand gefertigt. Beim Knüpfen entsteht Reihe für Reihe ein eigenständiges textiles Gefüge. Die kurdische Knüpftradition kennt sowohl lockerere als auch dichtere Ausführungen. Häufig kommt dabei der persische asymmetrische Knoten zum Einsatz, während der türkische symmetrische Knoten ebenfalls in der Region bekannt ist. Die handwerkliche Arbeit erklärt die individuelle Wirkung jedes einzelnen Teppichs und unterscheidet ihn von maschinell erzeugten Bodenbelägen.
Die Farben dieses Teppichs stammen aus pflanzlichen Naturfarben. Solche Färbungen sind ein wichtiger Bestandteil der kurdischen Teppichherstellung. Pflanzenfarbstoffe werden verwendet, um Wolle in lebendige Farbtöne zu überführen. Bei Koliai-Teppichen stehen kräftige, klare Farben traditionell im Vordergrund. Die vorliegende Farbkombination wird als sehr selten bezeichnet. Der Zustand des Teppichs ist neu.
Herkunft und Tradition
Der Koliai gehört zur Gruppe der persischen Stammesteppiche. Sein Ursprung liegt in westlichen Teilen Persiens, in der kurdisch geprägten Landschaft Kurdistan. Der Name verweist auf den Nomadenstamm der Koliai. Koliai-Nomaden leben in Dörfern südöstlich der Stadt Senneh. Die Bezeichnung beschreibt damit nicht lediglich ein Muster, sondern eine mit einer bestimmten kurdischen Bevölkerungsgruppe verbundene Teppichtradition.
Kurdische Teppiche werden in der zerklüfteten Bergregion Kurdistans sowie in weiteren Gebieten des westlichen Persiens geknüpft. Die Kurden gehen auf alte Nomadenvölker zurück, die sich über viele Jahrhunderte durch diese Landschaft bewegten. In den westlichen Regionen werden unter anderem Herki, Senjabi, Gurani, Jaffid und Kalhors genannt. Ihre Lebensweise war und ist teils dörflich, teils von nomadischen oder halbnomadischen Bewegungen geprägt. In diesen Gemeinschaften konnten handwerkliche Formen und überlieferte Gestaltungsideen über lange Zeit weitergegeben werden.
Zu den wichtigen kurdischen Zentren der Teppichherstellung zählen Senneh, Bidjar und der Bezirk Khamseh. Weitere genannte Dörfer und Bezirke sind Borchelu, Goltogh, Khoi, Koliai, Lylyan, Mousel, Nanadj, Songhore, Touserkan und Zagheh. Auch in Hamadan, Lorestan und Arak finden sich Spuren kurdischen Einflusses. Die Teppichkultur des westlichen Persiens ist deshalb nicht auf einen einzigen Ort begrenzt. Sie entstand in einem Netz aus Dörfern, Stammesgebieten und regionalen Märkten.
Ursprünglich wurden viele Stammesarbeiten nicht in erster Linie für den kommerziellen Verkauf hergestellt. Frauen fertigten Gegenstände mit praktischem Wert für ihre Familien an. Dazu gehörten Bodenbeläge, Decken, Aufbewahrungstaschen und Satteldecken. Solche Textilien konnten zugleich als Besitz und als Absicherung für schwierige Zeiten dienen. Das Knüpfen war damit Bestandteil des täglichen Lebens und nicht nur eine dekorative Tätigkeit.
Die nomadische Herstellung war an die verfügbaren Arbeitsbedingungen angepasst. Zusammenklappbare Webstühle konnten mitgeführt werden, wenn eine Gruppe ihren Aufenthaltsort wechselte. Das Arbeiten aus dem Gedächtnis und aus der jeweiligen Vorstellung der Knüpferin führte zu individuellen Ausprägungen. Leichte Abweichungen in der Webstruktur oder eine nicht vollständig gleichmäßige Wiederholung eines Musters gehören zu den möglichen Merkmalen dieser handwerklichen Tradition. Sie sind im Zusammenhang mit der mobilen Herstellung und der persönlichen Arbeitsweise zu verstehen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als floral und symmetrisch mit Medaillon beschrieben. Im Zentrum steht damit eine klar geordnete Komposition, bei der ein Medaillon den gestalterischen Mittelpunkt bildet. Die floralen Elemente geben der Fläche eine pflanzlich inspirierte Zeichnung. Symmetrie sorgt für eine erkennbare Balance, ohne den handwerklichen Charakter der Ausführung aufzuheben.
Ein häufiges Motiv der Koliai-Tradition ist ein großes zentrales Medaillon. In klassischen Ausführungen kann darin ein sechseckiges Herati-Rautenmuster erscheinen. Dieses wird oft von weiteren Blatt-, Blüten- und Rankenformen begleitet. Abgeschrägte Ecken innerhalb der Hauptbordüre gehören ebenfalls zu den Gestaltungsformen, die bei Koliai-Teppichen vorkommen. Diese Beschreibung erläutert die regionale Mustertradition und ist nicht als zusätzliche Einzelangabe über jedes Detail dieses Teppichs zu verstehen.
Die florale Ornamentik kurdischer Teppiche arbeitet häufig mit einer deutlichen Zeichensprache. Blätter, Blüten, Ranken und Rauten können in geordneten Reihen, in einer zentralen Anordnung oder in einer Verbindung beider Prinzipien auftreten. Beim Medaillonmuster wird das Auge von der Mitte zu den umliegenden Feldern und anschließend zur Bordüre geführt. Dadurch entsteht eine hierarchische Gliederung der Teppichfläche. Die Symmetrie unterstützt diese Ordnung und lässt die Komposition geschlossen erscheinen.
Die Farbgebung bildet bei Koliai-Teppichen einen wesentlichen Teil ihrer Identität. Traditionell werden leuchtende und lebendige Töne bevorzugt. Pflanzliche Färbungen verleihen der Wolle dabei eine charakteristische Farbwirkung. Für Koliai-Teppiche werden besonders große Muster und rote Grundfarben mit verschiedenen Abstufungen beschrieben. Auch die vorliegende Arbeit wird durch eine seltene Farbkombination gekennzeichnet. Diese Besonderheit liegt in der Verbindung der verwendeten Farbtöne, nicht in einer Veränderung der traditionellen floralen und medaillonbetonten Ordnung.
Kurdische Teppiche werden nicht immer nach einem starren Entwurf ausgeführt. Viele Muster werden aus dem Gedächtnis überliefert und während des Knüpfens individuell entwickelt. Daraus können Unterschiede in der Größe einzelner Ornamente, in ihrer Reihung und in der Ausgewogenheit der Felder entstehen. Diese Arbeitsweise steht neben der symmetrischen Grundidee des vorliegenden Designs. Ein geordnetes Medaillon und florale Motive können daher mit einer handwerklich individuellen Zeichnung verbunden sein.
Die regionalen Einflüsse im westlichen Persien sind vielfältig. Kurdische Knüpfer übernahmen teilweise auch Stilmittel und Techniken der türkischen Bevölkerung Persiens. Gleichzeitig blieben Stammeszeichen, Farbvorlieben und überlieferte Kompositionsformen erhalten. So erklärt sich, warum kurdische Teppiche eine große Bandbreite an Mustern zeigen und dennoch durch bestimmte Konstruktions- und Farbtraditionen miteinander verbunden sind.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die pflanzlichen Naturfarben, die florale und symmetrische Gestaltung mit zentralem Medaillon sowie die als sehr selten bezeichnete Farbkombination. Hinzu kommen der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle aus den Zagros-Gebirgen. Der Teppich wird als neu beschrieben. Seine Einordnung als Koliai verweist auf die kurdische Nomaden- und Dorftradition im westlichen Persien.
Die Verbindung von lebendiger Farbgebung und großflächiger Ornamentik ist für Koliai-Teppiche kennzeichnend. Traditionell wurden solche Arbeiten zugleich als Gebrauchsgegenstände und als wertbeständige Textilien gefertigt. Die handgeknüpfte Ausführung, die pflanzliche Färbung und die regionale Musterüberlieferung machen die Konstruktion und Gestaltung als zusammengehörige Aspekte der Koliai-Tradition verständlich.
FAQ
Was ist ein Koliai Perserteppich?
Ein Koliai Perserteppich ist ein persischer Stammesteppich aus der kurdischen Teppichtradition im westlichen Persien. Die Bezeichnung geht auf den Nomadenstamm der Koliai zurück, dessen Angehörige in Dörfern südöstlich von Senneh leben. Koliai-Teppiche werden von Hand geknüpft und sind für lebendige Farben, große Muster und häufig ein zentrales Medaillon bekannt. Ihre Herstellung steht in Verbindung mit einer handwerklichen Lebensweise, in der Teppiche, Decken, Taschen und andere Textilien für den praktischen Gebrauch der Familien gefertigt wurden.
Welche Materialien wurden für diesen Teppich verwendet?
Der Flor besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette wurde aus 100% Baumwolle aus den Zagros-Gebirgen gefertigt. Die Wolle entspricht der traditionellen Materialbasis kurdischer Teppiche, während die Baumwolle die Grundlage der Knüpfkonstruktion bildet. Die Farben dieses Teppichs sind pflanzliche Naturfarben. Der Teppich ist handgeknüpft und wird als neu beschrieben.
Was bedeutet die seltene Farbkombination?
Die seltene Farbkombination bezeichnet die besondere Zusammenstellung der Farbtöne in diesem Teppich. Koliai-Teppiche sind traditionell für leuchtende und lebendige Farben bekannt. Pflanzliche Farbstoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Die ungewöhnliche Verbindung der Farben ergänzt hier das florale, symmetrische Muster und das zentrale Medaillon. Sie ist eine beschriebene Eigenschaft der Farbgestaltung und keine zusätzliche Aussage über die Herkunft des Teppichs.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








