
















Perserteppich Koliai ca 300×205 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4260$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Koliai Perserteppich | Knotendichte: 200.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Ziegenwolle | Größe: ca. 300 x 205 cm | Muster: Koliai Medaillon | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000287
Beschreibung
Koliai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Koliai Perserteppich ist handgeknüpft und als Unikat ausgeführt. Seine Materialangabe unterscheidet zwischen Flor und Kette: Der Flor besteht zu 100 Prozent aus Wolle, während die Kette zu 100 Prozent aus Ziegenwolle gefertigt ist. Die Ziegenwolle ist ein seltenes Material in dieser Form und gehört zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs. Sie verleiht der Konstruktion eine eigenständige textile Grundlage, ohne dass dadurch die Zusammensetzung des Flors verändert wird.
Die Knotendichte beträgt 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei einem handgeknüpften Teppich beschreibt diese Zahl die Menge der einzelnen Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Die Knotendichte steht mit der Ausarbeitung des Teppichs und mit der Möglichkeit in Verbindung, Muster differenziert umzusetzen. Beim Koliai-Medaillon unterstützt die handwerkliche Knüpfung die klare Ausführung der zentralen Gestaltung und ihrer begleitenden Formen.
Wolle wird seit langer Zeit für handgeknüpfte Teppiche verwendet. Sie besitzt eine griffige, zugleich angenehme textile Beschaffenheit und kann Farben gut aufnehmen. Ziegenwolle wird traditionell ebenfalls wegen ihrer Robustheit und ihrer charakteristischen Faserstruktur geschätzt. In diesem Stück liegt sie in der Kette vor. Die Verbindung von Wollflor und Ziegenwollkette macht die Materialauswahl dieses Koliai nachvollziehbar und hebt sie von einer gewöhnlichen Standardausführung ab.
Der Zustand ist neuwertig. Damit verbindet sich bei diesem Einzelstück die handgeknüpfte Ausführung mit einem Erhaltungszustand, der als neuwertig bezeichnet wird. Die sorgfältige Herstellung, die ausgewiesene Knotendichte und die seltene Kette aus Ziegenwolle bilden gemeinsam die sachlichen Grundlagen seiner Verarbeitung.
Herkunft und Tradition
Der Koliai stammt aus dem Iran und gehört damit zur persischen Teppichtradition. Iranische Teppiche werden in vielen unterschiedlichen Regionen und Werkstatttraditionen gefertigt. Jede dieser Traditionen entwickelt eigene Vorstellungen von Aufbau, Ornament und Farbordnung. Koliai steht dabei für eine bestimmte Herkunfts- und Gestaltungstradition, in der handwerkliches Können und überlieferte Muster zusammenwirken.
Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs ist ein schrittweiser Arbeitsprozess. Zunächst wird die Kette eingerichtet. Sie bildet das textile Gerüst, in das die Knoten eingebracht werden. Danach entsteht der Flor Knoten für Knoten. Reihenweise wird das Muster aufgebaut, während die Knüpfenden die Farbflächen und Konturen anhand einer überlieferten oder geplanten Gestaltung ordnen. Nach dem Knüpfen werden Flor und Oberfläche weiterbearbeitet, damit das Muster lesbar und die Fläche gleichmäßig erscheint.
In der persischen Teppichkultur werden Kenntnisse häufig über lange Zeiträume weitergegeben. Dazu gehören der Umgang mit den Fasern, die Vorbereitung der Kette, die Auswahl und Abstimmung der Farben sowie die sichere Umsetzung eines Medaillons. Die Bezeichnung Koliai verweist deshalb nicht nur auf ein Dekor, sondern auch auf eine regionale Sprache des Teppichhandwerks. Die Herkunft ist im Aufbau und in der Mustertradition ebenso präsent wie in der handwerklichen Methode.
Handgeknüpfte Teppiche sind stets mit einer individuellen Arbeitsleistung verbunden. Selbst wenn ein Muster einer bekannten Tradition folgt, entstehen Unterschiede in der Ausführung, in der Spannung der Kette, in der Führung der Linien und in der Wirkung der Farbflächen. Bei diesem Stück wird diese Einzelanfertigung ausdrücklich als Unikat bezeichnet. Es handelt sich somit um ein einzelnes Werk innerhalb der Koliai-Tradition und nicht um ein industriell vervielfältigtes Serienprodukt.
Die Verwendung von Ziegenwolle in der Kette ist innerhalb der beschriebenen Materialauswahl besonders hervorzuheben. Die Kette bleibt im fertigen Teppich weitgehend unter dem Flor verborgen, ist für den Aufbau jedoch grundlegend. Ihre Faserqualität beeinflusst den Charakter des Gewebes und gehört zur handwerklichen Identität des Stücks. Zusammen mit dem Wollflor zeigt sich hier eine Materialkombination, die in der Beschreibung als sehr selten bezeichnet wird.
Iranische Teppiche verbinden praktische textile Funktionen mit regional geprägter Ornamentik. Ein Teppich kann den Boden bedecken und zugleich ein Träger von Formen, Farben und handwerklicher Erinnerung sein. Beim Koliai wird diese Verbindung durch die traditionelle Herkunft, die Handknüpfung und das Medaillonmuster sichtbar. Die Geschichte des Typs liegt dabei nicht in einer einzelnen Datierung, sondern in der Weitergabe von Techniken und Gestaltungsprinzipien innerhalb der persischen Teppichkultur.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Koliai Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon bildet gewöhnlich den gestalterischen Mittelpunkt eines Teppichs. Es ordnet die Komposition um eine zentrale Form und schafft eine erkennbare Mitte. In der Koliai-Tradition kann diese Mitte von weiteren Ornamenten, Linien und Flächen begleitet werden. Entscheidend ist hier die im Muster genannten Verbindung von Koliai und Medaillon, nicht die Zuschreibung zu einer anderen Provenienz.
Persische Medaillonkompositionen arbeiten häufig mit einem Wechsel zwischen Zentrum und Rahmung. Das Auge nimmt zuerst die zentrale Form wahr und bewegt sich anschließend zu den sie umgebenden Partien. Diese Ordnung ermöglicht es, größere Flächen in zusammenhängende Bereiche zu gliedern. Bei einem handgeknüpften Teppich werden solche Beziehungen nicht nur gezeichnet, sondern Knotengruppe für Knotengruppe in die Oberfläche übertragen.
Koliai-Muster können florale und geometrische Elemente miteinander verbinden. Florale Formen bringen geschwungene Linien, Blätter und stilisierte Blüten in die Komposition ein. Geometrische Elemente geben diesen Formen Kontur, Rhythmus und eine klare Begrenzung. Die Kombination beider Formensprachen gehört zur allgemeinen persischen Musterwelt und erklärt, weshalb ein Medaillon sowohl weich wirkende Ornamente als auch präzise gegliederte Bereiche enthalten kann.
Ein Teppichmuster entsteht nicht allein durch einzelne Motive, sondern auch durch ihre Wiederholung und Anordnung. Kleine Ornamente können als Füllformen dienen, während größere Formen die Hierarchie der Fläche bestimmen. Bordüren fassen eine Komposition zusammen und schaffen einen Übergang zwischen der inneren Musterfläche und dem Rand. Bei einem Medaillonteppich helfen solche Rahmenstrukturen, die zentrale Gestaltung lesbar zu halten und die Gesamtfläche zu ordnen.
Farben tragen wesentlich zur Wirkung eines persischen Teppichmusters bei. Sie trennen Motive voneinander, betonen Konturen und bestimmen die Gewichtung zwischen Zentrum, Feld und Bordüre. In der traditionellen Teppichgestaltung werden Farbtöne nicht isoliert betrachtet, sondern als abgestimmte Beziehungen innerhalb der gesamten Komposition. So kann ein Medaillon hervorgehoben werden, während kleinere Ornamente verbindend in die übrige Fläche übergehen.
Die Handknüpfung gibt dem Muster seine textile Form. Eine Linie besteht aus vielen einzelnen Knoten, eine Farbfläche aus zahlreichen dicht gesetzten Florpunkten. Die angegebene Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter steht deshalb auch im Zusammenhang mit der Detailausarbeitung. Sie ist kein separates Dekor, sondern ein technisches Merkmal, durch das die Umsetzung der Musterzeichnung unterstützt wird. Das Koliai Medaillon bleibt dabei das zentrale, ausdrücklich benannte Gestaltungsthema.
Als Unikat besitzt dieser Teppich eine individuelle Ausführung innerhalb der Koliai-Mustertradition. Die Bezeichnung bedeutet nicht, dass die verwendeten Motive außerhalb jeder Überlieferung stehen. Sie beschreibt vielmehr ein einzelnes handgeknüpftes Stück, in dem eine regionale Musteridee mit einer konkreten Materialwahl und einer eigenen Ausarbeitung verbunden ist. Dadurch bleibt die Herkunftstradition erkennbar, während das einzelne Exemplar seine eigene textile Erscheinung besitzt.
Besonderheiten
Zu den klar benannten Besonderheiten gehören die Handknüpfung, die Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter, die neuwertige Beschaffenheit und die seltene Verwendung von 100 Prozent Ziegenwolle für die Kette. Der Flor besteht aus 100 Prozent Wolle. Außerdem ist das Stück als Koliai Unikat mit Koliai-Medaillon beschrieben. Diese Merkmale beziehen sich auf Material, Technik, Zustand und Gestaltung und machen die Einordnung des Teppichs nachvollziehbar.
Die Ziegenwollkette ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie nicht als gewöhnliche Materialangabe neben dem Flor steht, sondern eine spezielle Konstruktion bezeichnet. Sie ergänzt den Wollflor um eine seltene Faser im Grundaufbau. Zusammen mit der persischen Herkunft und der handgeknüpften Herstellung ergibt sich ein Teppich, dessen Charakter durch eine klar dokumentierte, ungewöhnliche Materialkombination bestimmt wird.
FAQ
Wie reinige ich einen Koliai Perserteppich?
Die Reinigung sollte sorgfältig und mit geeigneten Teppichreinigungsmitteln erfolgen. Bei leichten Flecken kann ein feuchtes Tuch ausreichen. Für eine gründlichere Reinigung werden professionelle Dienstleistungen empfohlen. Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, die Form und die Farbwirkung des Teppichs zu erhalten. Da es sich um einen handgeknüpften Teppich mit Wollflor und einer seltenen Ziegenwollkette handelt, ist ein schonender Umgang bei jeder Reinigung sinnvoll.
Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung verwendet werden?
Ja, ein handgeknüpfter Koliai Perserteppich kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Die Temperatur sollte jedoch nicht zu hoch eingestellt werden, damit der Wollflor geschont wird. Eine maßvolle Wärmeentwicklung ist für den Umgang mit dem Teppich geeigneter als eine stark aufgeheizte Fläche. Bei der Nutzung bleibt außerdem die regelmäßige, schonende Pflege wichtig.
Wie lange hält ein handgeknüpfter Koliai Perserteppich?
Bei entsprechender Pflege kann ein handgeknüpfter Koliai Perserteppich viele Jahre und auch Jahrzehnte bestehen. Die handwerkliche Herstellung, die verwendeten Materialien und die Knotendichte tragen zu seiner Langlebigkeit bei. Der Wollflor und die Ziegenwollkette bilden dabei die im Stück ausgewiesene Materialbasis. Dadurch kann der Teppich über lange Zeit als funktionales Wohntextil genutzt und innerhalb einer Familie weitergegeben werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








