














Perserteppich Koliai ca. 285 x 157 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$852$Aktueller Preis ist: 852$
Handgeknüpfter Koliai Perserteppich | Knotendichte: ca. 100000-120000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle aus Zagros Gebirgen | Größe: ca. 285 x 157 cm | Muster: Vögelmotiv mit Medaillon, sehr seltene Farbkombination | Zustand: Wie neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000280
Beschreibung
Koliai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Koliai ist ein handgeknüpfter Perserteppich. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Baumwolle für die Kette stammt aus den Zagros Gebirgen. Damit sind die Materialien dieses Teppichs klar benannt: reine Schurwolle für die sichtbare Oberfläche und Baumwolle für die Kette, die den Aufbau des Knüpfgrundes bildet.
Bei kurdischen Teppichen wird der Flor traditionell aus Wolle hergestellt. Die Wolle kann von den Schafen der Knüpfer stammen und wird für die Verarbeitung gesponnen. In seltenen Fällen kann kurdischer Flor Seide enthalten; der Flor kurdischer Teppiche besteht jedoch grundsätzlich aus Wolle. Bei diesem Koliai ist der Flor ausdrücklich als 100% Schurwolle ausgewiesen.
Die Knüpfqualität kurdischer Teppiche kann zwischen einer lockereren und einer dichteren Ausführung variieren. Häufig kommt der persische asymmetrische Knoten zum Einsatz, während der türkische symmetrische Knoten ebenfalls bekannt ist. Der vorliegende Teppich ist handgeknüpft und weist eine Knotendichte von etwa 100000-120000 Knoten/qm auf. Seine Farben werden als Naturfarben bezeichnet; kurdische Teppiche nutzen traditionell vor allem pflanzliche Farbstoffe.
Die handwerkliche Herstellung auf einem Webstuhl verbindet den Teppich mit einer nomadischen und dörflichen Arbeitsweise. Nomadenteppiche entstehen auf zusammenklappbaren Webstühlen, die sich für ein wechselndes Leben eignen. Beim Weben aus dem Gedächtnis und aus der jeweiligen Eingebung der knüpfenden Person können leichte Abweichungen entstehen. Auch eine nicht vollständig gleichmäßige Form oder eine unterschiedlich verteilte Zeichnung gehört zu den möglichen Merkmalen dieser Herstellung.
Herkunft und Tradition
Koliai-Teppiche sind persische Stammesteppiche aus dem westlichen Persien. Ihr Name geht auf den gleichnamigen Nomadenstamm zurück. Koliai-Nomaden leben in Dörfern südöstlich der Stadt Senneh. Die Bezeichnung Koliai verweist daher auf eine bestimmte kurdische Tradition innerhalb der vielfältigen Teppichlandschaft Persiens und nicht nur auf ein einzelnes Muster.
Kurdische Teppiche werden im gesamten westlichen Persien geknüpft, besonders in und um die zerklüftete Bergregion Kurdistan. Die Kurden gehen auf alte Nomadenvölker zurück, die sich vor Tausenden von Jahren durch diese Gebiete bewegten. Bis heute sind dörfliche und umherziehende Stammesgemeinschaften Teil dieser Geschichte. Das Leben konnte sich abseits der Städte in einer halbnomadischen Form fortsetzen, in der überlieferte Arbeitsweisen und Gestaltungsvorstellungen bewahrt wurden.
Zu den kurdischen Stämmen der westlichen Regionen zählen unter anderem Herki, Senjabi, Gurani, Jaffid und Kalhors. Wichtige Zentren kurdischer Teppichproduktion sind Senneh, Bidjar und der Bezirk Khamseh. Weitere genannte Dörfer und Bezirke sind Borchelu, Goltogh, Khoi, Koliai, Lylyan, Mousel, Nanadj, Songhore, Touserkan und Zagheh. Diese Namen zeigen, wie weit die kurdische Knüpftradition im westlichen Persien verbreitet ist.
Auch in Hamadan, Lorestan und Arak sind deutliche Spuren kurdischen Einflusses zu finden. Zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen wurden Stile und Techniken ausgetauscht. So konnten auch Einflüsse der türkischen Bevölkerung Persiens in kurdische Arbeiten einfließen. Die Geschichte dieser Teppiche ist daher von regionalen Verbindungen, überliefertem Wissen und der Anpassung an unterschiedliche Lebensräume geprägt.
Ursprünglich wurden Koliai-Teppiche nicht in erster Linie für den kommerziellen Verkauf hergestellt. Die Frauen der Stammesfamilien fertigten handgewebte Gegenstände für den praktischen Bedarf ihrer Familien. Dazu gehörten Bodenbeläge, Decken, Aufbewahrungstaschen und Satteldecken. Zugleich konnten solche Textilien als Absicherung für schwierige Zeiten dienen. Das Knüpfen war damit Teil des alltäglichen Familienlebens und nicht nur eine spezialisierte Tätigkeit für den Handel.
Die nomadische Herstellung erklärt auch die persönliche und nicht vollkommen schematische Wirkung vieler Arbeiten. Auf einem transportierbaren Webstuhl musste die knüpfende Person mit den vorhandenen Bedingungen arbeiten. Muster konnten aus dem Gedächtnis entstehen und sich während der Arbeit leicht verändern. Darum ist bei Nomadenteppichen nicht zwingend die exakt gleiche Wiederholung eines Motivs über die gesamte Fläche zu erwarten. Diese Arbeitsweise gehört zur Geschichte der Gattung und ihrer handwerklichen Überlieferung.
Design und Muster
Das Muster dieses Koliai zeigt ein Vögelmotiv mit Medaillon. Die Verbindung eines zentralen Medaillons mit figürlichen Vogelmotiven gibt dem Entwurf eine klare innere Ordnung, ohne ihn auf ein rein geometrisches Schema zu beschränken. Besonders hervorgehoben wird die sehr seltene Farbkombination. Der Entwurf wird dadurch als ungewöhnliche Ausprägung innerhalb der Koliai-Tradition beschrieben.
Koliai-Teppiche zeigen häufig ein großes zentrales Medaillon. In einer verbreiteten Gestaltung befindet sich darin ein klassisches sechseckiges Herati-Rautenmuster mit abgeschrägten Ecken. Dieses Motiv kann innerhalb der Hauptbordüre erscheinen und verbindet die Mitte des Teppichs mit seiner rahmenden Komposition. Herati-Elemente gehören zu den bekannten persischen Mustertraditionen, die in regionalen Teppichen unterschiedlich ausgearbeitet werden.
Die Beschreibung des vorliegenden Teppichs nennt ausdrücklich ein Vögelmotiv und ein Medaillon. Sie ordnet ihn damit nicht nur über seine Herkunft, sondern auch über eine besondere Bildsprache ein. Vogelmotive können in der Teppichgestaltung als einzelne Figuren, als wiederholte Ornamente oder als Teil einer symmetrisch aufgebauten Komposition erscheinen. Bei Stammes- und Nomadenteppichen werden solche Formen häufig aus dem überlieferten Formenschatz entwickelt und während des Knüpfens aus der Erinnerung umgesetzt.
Die kurdische Farbgestaltung wird traditionell mit hellen und lebendigen Tönen verbunden. Pflanzliche Farbstoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie werden aus natürlichen Ausgangsstoffen gewonnen und prägen den Charakter vieler kurdischer Teppiche. Für Koliai-Teppiche wird außerdem beschrieben, dass Pflanzenfarben der hochwertigen Wolle Glanz verleihen. Der vorliegende Teppich wird im Titel mit Naturfarben bezeichnet und besitzt nach der Beschreibung eine sehr seltene Farbkombination.
Bei kurdischen Teppichen können große Muster und kräftige Farbwirkungen eine wichtige Rolle spielen. Für Songhor-Teppiche werden große Muster mit Rot und seinen Schattierungen als Grund- und Hauptfarbe genannt. Auch Koliai-Teppiche werden häufig mit großen Zeichnungen verbunden, bei denen Rot und seine Abstufungen eine führende Rolle einnehmen. Diese allgemeine regionale Farb- und Mustertradition bildet den Hintergrund, vor dem die hier ausdrücklich genannte Farbkombination und das Vögelmotiv zu betrachten sind.
Die Gestaltung nomadischer Teppiche muss nicht auf der gesamten Fläche vollkommen gleichmäßig erscheinen. Da die Muster aus dem Gedächtnis und aus der momentanen Inspiration der jeweiligen Person entwickelt werden, können sich einzelne Formen, Abstände oder Wiederholungen verändern. Das gilt als Folge der handwerklichen Arbeitsweise und unterscheidet solche Entwürfe von streng industriell reproduzierten Mustern. Das Medaillon schafft dabei eine erkennbare Mitte, während die Vogelmotive dem Gesamtbild seine individuelle thematische Ausrichtung geben.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Koliai ist das Vögelmotiv mit Medaillon in einer sehr seltenen Farbkombination. Die Beschreibung bezeichnet diese Zusammenstellung als absolute Rarität. Hinzu kommen Naturfarben, ein Flor aus 100% Schurwolle und eine Kette aus 100% Baumwolle aus den Zagros Gebirgen. Die Kombination aus regionaler Herkunft, figürlichem Motiv und ungewöhnlicher Farbwahl bestimmt den Charakter dieses Einzelstücks.
Der Teppich wird als wie neu beschrieben; die Fotos dienen zur Beurteilung seines sichtbaren Zustands. Als handgeknüpfter Koliai steht er zugleich in der Tradition kurdischer Stammesteppiche, deren Herstellung auf familiärem Wissen, Wolle und überlieferten Mustern beruht. Die individuelle Ausführung eines Nomadenteppichs kann leichte Abweichungen in Form und Musterverteilung einschließen.
Koliai-Teppiche werden als strapazierfähig beschrieben und besitzen traditionell einen dichten Flor. Kurdische Teppiche gelten allgemein als robust und langlebig. Diese Eigenschaften werden mit der langjährigen handwerklichen Bewährung ihrer Herstellung verbunden. Bei diesem Teppich ergänzen die ausgewiesene dichte Knotung und die Schurwolle die Beschreibung seiner handwerklichen Ausführung.
FAQ
Was ist ein Koliai-Perserteppich?
Ein Koliai-Perserteppich ist ein persischer Stammesteppich aus dem westlichen Persien. Die Bezeichnung geht auf den gleichnamigen kurdischen Nomadenstamm zurück, dessen Gemeinschaften in Dörfern südöstlich von Senneh leben. Koliai-Teppiche gehören damit zur kurdischen Knüpftradition. Typisch sind häufig große Muster, ein zentrales Medaillon, lebendige Farben und eine handwerkliche Herstellung, die aus der dörflichen oder nomadischen Lebensweise hervorgegangen ist. Das vorliegende Stück ist als Koliai aus Persien ausgewiesen.
Welche Materialien hat dieser Teppich?
Der Flor dieses Teppichs besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle aus den Zagros Gebirgen. Er ist handgeknüpft. Bei kurdischen Teppichen wird der Flor traditionell aus Wolle gefertigt; pflanzliche Farbstoffe werden häufig für die Farbgebung verwendet. Für diesen Teppich werden Naturfarben genannt. Damit sind Flor, Kette und die Art der Farbgebung konkret beschrieben, ohne weitere Materialien vorauszusetzen.
Was zeigt das Muster?
Das Muster zeigt ein Vögelmotiv mit einem Medaillon. Besonders ist die sehr seltene Farbkombination, die als absolute Rarität bezeichnet wird. Koliai-Teppiche können ein großes zentrales Medaillon mit Herati-Rautenmuster und abgeschrägten Ecken innerhalb einer Hauptbordüre aufweisen. Die konkrete Beschreibung dieses Teppichs hebt jedoch vor allem das Vögelmotiv, das Medaillon und die seltene Farbzusammenstellung hervor. Seine Gestaltung steht damit in der Verbindung von kurdischer Mustertradition und individueller nomadischer Ausführung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








