

























Perserteppich Kerman 530 x 345 cm Wolle handgeknüpft
21302$
Handgeknüpfter Kerman Perserteppich | Knotendichte: ca. 330000-350000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 530 x 345 cm | Muster: Floral Medaillon | Zustand: Neuwertig und gewaschen
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000288
Beschreibung
Kerman Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kerman Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung aus Wollflor und Baumwollkette gehört zu den klar benannten Eigenschaften dieses Teppichs und beschreibt seinen materiellen Aufbau präzise. Die Wolle bildet die sichtbare, strukturgebende Oberfläche; die Baumwolle dient als Grundlage, in der die Knoten befestigt sind.
Handknüpfen ist ein Arbeitsprozess, bei dem jeder Knoten einzeln in die Kette eingebracht und anschließend durch die weitere Knüpfarbeit gesichert wird. Dadurch entsteht ein geordnetes textiles Gefüge, in dem Muster und Farbflächen Schritt für Schritt aufgebaut werden. Bei diesem Teppich wird die handwerkliche Ausführung durch die angegebene Knotendichte von ca. 330000-350000 Knoten pro Quadratmeter näher beschrieben. Die hohe Zahl verweist auf eine fein ausgearbeitete Oberfläche mit vielen Möglichkeiten für genaue Konturen und differenzierte Ornamentik.
Der Teppich wurde fachgerecht renoviert und gewaschen. Sein Zustand ist als neuwertig angegeben. Waschen entfernt textile Ablagerungen und bringt die vorhandene Farbwirkung wieder klarer zur Geltung, ohne den Charakter eines handgeknüpften Stücks mit seiner gewachsenen Oberfläche aufzuheben. Die Renovierung gehört zu den dokumentierten Eigenschaften dieses Unikats und ist zusammen mit der Reinigung Teil seines heutigen Zustands.
Wolle wird bei persischen Teppichen traditionell für den Flor eingesetzt, weil sie sich gut verspinnen, färben und zu einer belastbaren Oberfläche verarbeiten lässt. Ihre natürliche Faserstruktur nimmt Farbtöne auf und unterstützt eine lebendige Wirkung innerhalb floraler Zeichnungen. Eine Baumwollkette bietet dem Knüpfvorgang eine gleichmäßige textile Basis. Bei einem handgeknüpften Teppich wirken Material, Knoten und Scherung zusammen; die sichtbare Qualität entsteht daher nicht aus einem einzelnen Bestandteil, sondern aus dem Zusammenspiel des gesamten Herstellungsprozesses.
Herkunft und Tradition
Kerman, auch Kirman genannt, zählt zu den bekannten Teppichregionen Persiens. Die Stadt und ihr weiteres Umfeld liegen im Südosten des Landes und verfügen über eine lange Tradition der Textil- und Teppichherstellung. Kerman-Teppiche werden besonders mit fein gegliederten Entwürfen, sorgfältig gesetzten floralen Formen und einer kontrollierten Gesamtkomposition verbunden. Die regionale Identität zeigt sich nicht in einem einzigen verbindlichen Muster, sondern in einer Entwicklung verschiedener Entwurfstraditionen, die über Generationen weitergegeben und verändert wurden.
Die Teppichkultur von Kerman steht in Verbindung mit Werkstätten, Entwerfern und Knüpfern, die Teppiche sowohl für den privaten Gebrauch als auch für repräsentative Räume herstellten. In solchen Werkstatttraditionen spielt die Zeichnung eine zentrale Rolle. Ein Entwurf wird zunächst als gedankliche oder grafische Ordnung entwickelt; beim Knüpfen wird er Knoten für Knoten in Farbe und Struktur umgesetzt. Gerade bei feineren Arbeiten müssen Linien, Blüten, Blätter und Übergänge auf kleinem Raum klar lesbar bleiben. Das setzt Erfahrung im Umgang mit Knoten, Garn und Farbverteilung voraus.
Persische Teppiche aus Kerman sind häufig durch eine ausgewogene Mitte, eine gegliederte Bordüre und florale Füllformen geprägt. Diese Elemente können streng symmetrisch angeordnet sein, dürfen aber ebenso von leicht variierenden Pflanzenformen belebt werden. Die Wirkung entsteht aus dem Verhältnis zwischen zentralem Feld, Randzonen und wiederkehrenden Ornamenten. Ein Medaillon ordnet die Fläche, während florale Motive die Strenge der Achsen mit organischen Linien ergänzen. So verbindet die Kerman-Tradition geometrische Klarheit mit einer zeichnerischen, pflanzlichen Bildsprache.
Die Herstellung eines handgeknüpften Kerman-Teppichs ist zugleich ein kultureller und technischer Vorgang. Kette und Schuss bilden das textile Gerüst, die Knoten erzeugen den Flor, und die abschließende Bearbeitung vereinheitlicht die Oberfläche. Traditionelles Wissen umfasst dabei die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, das Spinnen, Färben, Knüpfen, Waschen und Scheren. Nicht jeder Arbeitsschritt muss von derselben Person ausgeführt werden; in vielen Werkstattzusammenhängen greifen spezialisierte Tätigkeiten ineinander. Das Ergebnis bleibt dennoch ein zusammenhängendes textiles Werk mit regionaler Gestaltungssprache.
Die Bezeichnung Kerman verweist bei diesem Stück auf seine Herkunft aus Persien und nicht lediglich auf ein beliebiges florales Dekor. Zugleich ist jedes handgeknüpfte Exemplar durch die konkrete Ausführung der Knüpfer und durch die verwendeten Farbtöne individuell. Abweichungen in Linienführung, Knotenspannung und Farbverteilung gehören zur handwerklichen Entstehung. Die Region liefert den gestalterischen Rahmen; das einzelne Unikat erhält seine eigene Erscheinung durch die tatsächliche Umsetzung auf dem Knüpfstuhl.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als florales Medaillon beschrieben. Im Zentrum steht damit ein Medaillon, das die Komposition sammelt und der Fläche eine klare Orientierung gibt. Die florale Ausarbeitung ergänzt diese zentrale Form durch pflanzlich anmutende Ornamente. Blätter, Blüten und geschwungene Ranken sind typische Gestaltungsmittel einer solchen Bildsprache; bei diesem Teppich ist die Musterart als Floral Medaillon benannt, ohne dass einzelne Pflanzenarten festgelegt werden.
Ein Medaillonmuster arbeitet gewöhnlich mit einem Mittelpunkt und einer darauf bezogenen Ordnung. Die seitlichen Partien nehmen die Bewegung des zentralen Motivs auf, während die Bordüre den Entwurf nach außen fasst. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen konzentrierter Mitte und rhythmisch gegliedertem Umfeld. Florale Elemente können diese Ordnung auflockern, indem sie Kurven, Blattspitzen und Blütenformen einführen. Der Blick folgt dann nicht nur den Achsen des Medaillons, sondern auch den feineren Linien des Pflanzenornaments.
Die Farbgestaltung wird als außergewöhnlich und selten beschrieben. Eine solche Farbkombination ist nicht nur eine Frage einzelner Farbtöne, sondern auch ihrer Gewichtung zueinander. Entscheidend ist, welche Farbe im Fond, im Medaillon, in den Blüten und in der Bordüre erscheint und wie stark die Kontraste gesetzt sind. Bei floralen persischen Teppichen können Farben die Hierarchie des Entwurfs sichtbar machen: Ein zurückhaltender Fond lässt Ornamente hervortreten, während abgestimmte Nebenfarben Übergänge zwischen den einzelnen Motivgruppen schaffen.
Die florale Zeichnung in Kerman-Teppichen ist häufig auf Lesbarkeit aus der Nähe und auf eine geschlossene Gesamtwirkung aus größerer Entfernung angelegt. Kleine Blattformen und Linien können den Eindruck von Detailreichtum erzeugen, während die übergeordnete Symmetrie den Teppich als zusammenhängende Komposition bewahrt. Das handgeknüpfte Verfahren erlaubt es, diese Zeichnung schrittweise und mit vielen einzelnen Farbakzenten aufzubauen. Die angegebene feine Knotendichte passt zu einer Konstruktion, in der Konturen und ornamentale Übergänge differenziert ausgearbeitet werden können.
Das Medaillon steht in der persischen Teppichkunst nicht isoliert, sondern ist Teil einer langen Tradition zentral organisierter Entwürfe. Je nach Region, Werkstatt und Zeit können Medaillons rund, oval, gezackt, gelappt oder stärker geometrisch erscheinen. Die hier benannte florale Ausrichtung legt den Schwerpunkt auf pflanzliche Formen und nicht auf ein rein geometrisches Schema. Die Komposition verbindet daher die ordnende Funktion des Zentrums mit einer dekorativen Naturformensprache, wie sie in vielen persischen Entwürfen gepflegt wurde.
Die Gestaltung sollte als eigenständige Aussage dieses Kerman-Teppichs verstanden werden. Sie macht ihn nicht zu einem Teppich einer anderen Herkunft, wenn einzelne florale Formen an Mustertraditionen anderer persischer Regionen erinnern. Musterbezeichnungen beschreiben die visuelle Sprache; die Herkunftsangabe Kerman bezeichnet die regionale Einordnung. Diese Unterscheidung ist bei persischen Teppichen wichtig, weil Entwürfe zwischen Regionen weitergegeben, neu interpretiert und in unterschiedlichen Werkstätten ausgeführt werden können.
Besonderheiten
Der Teppich ist ein Unikat und wird als antik beschrieben. Sein Alter wird mit ca. 70-100 Jahren angegeben. Zusammen mit der Herkunft Kerman, dem floralen Medaillon und der seltenen Farbkombination ergibt sich ein klar bestimmtes Profil. Er gehört zu den großformatigen Teppichen und kann dadurch als zusammenhängendes Gestaltungselement in entsprechend dimensionierten Räumen eingesetzt werden. Eine Aussage über die konkrete Raumwirkung ersetzt jedoch keine Prüfung der vorhandenen Einrichtung.
Als weiterer dokumentierter Punkt ist der neuwertige und gewaschene Zustand zu nennen. Der Teppich wurde fachgerecht renoviert und gewaschen. Diese Angaben beschreiben den derzeit ausgewiesenen Zustand und die erfolgte Bearbeitung. Der hohe Knotenumfang, die reine Wollqualität im Flor und die Baumwollkette ergänzen die sachlichen Merkmale dieses handgeknüpften Kerman-Teppichs.
Das Stück wird als Sammler- und Liebhaberteppich bezeichnet. Diese Einordnung bezieht sich auf die Verbindung aus regionaler Herkunft, handwerklicher Herstellung, Alter, floraler Komposition und individueller Farbauswahl. Es handelt sich nicht um ein industriell identisches Serienprodukt, sondern um ein einzelnes textiles Werk mit eigener Ausführung.
FAQ
Woher stammt dieser Teppich?
Dieser Teppich stammt aus Kerman in Persien. Kerman, auch Kirman genannt, ist eine traditionsreiche persische Teppichregion mit einer eigenen Geschichte der Werkstatt- und Knüpfkunst. Die Herkunft ist von der Musterbeschreibung zu unterscheiden: Das florale Medaillon erklärt den Aufbau des Dekors, während Kerman die regionale Einordnung bezeichnet. Der Teppich ist daher ein Kerman Perserteppich und nicht lediglich ein Teppich mit einem allgemein persisch wirkenden Blumenmuster.
Aus welchen Materialien besteht der Teppich?
Der Flor besteht zu 100% aus Wolle. Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft, sodass die sichtbare Oberfläche durch einzeln gesetzte Knoten aufgebaut wurde. Die Materialangaben beziehen sich auf die beiden genannten Bestandteile: Wolle für den Flor und Baumwolle für die Kette. Zusätzlich wurde das Stück fachgerecht renoviert und gewaschen; sein Zustand ist als neuwertig angegeben.
Welches Muster hat der Kerman Teppich?
Das Muster ist als florales Medaillon bezeichnet. Die Komposition verbindet ein zentrales Medaillon mit floralen Ornamenten und wird durch eine außergewöhnliche, seltene Farbkombination ergänzt. Ein Medaillon gibt dem Teppich eine zentrale Ordnung, während Blüten- und Pflanzenformen die Zeichnung differenzieren. Die Bezeichnung beschreibt das Design dieses Stücks; sie verändert nicht seine Herkunftsangabe Kerman.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
























