Perserteppich Kerman 406 x 297 cm Baumwolle handgeknüpft

5538$

Handgeknüpfter Kerman Perserteppich | Knotendichte: 300.000 Knoten/m² | Material: Flor Baumwolle, Kette und Schuss Baumwolle | Größe: 406 x 297 cm | Muster: Medaillon mit floralen Motiven | Zustand: Gut erhalten

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 58B3FC84 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 58B3FC84

Beschreibung

Kerman Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Kerman ist handgeknüpft. Kette, Schuss und Flor bestehen aus Baumwolle. Baumwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer belastbaren Faser und ihrer gleichmäßigen Verarbeitung verwendet. Als Kette bildet sie das tragende Gerüst, in das die Knoten eingearbeitet werden. Der Schuss stabilisiert die Reihen, während der Flor die sichtbare Oberfläche bildet. Das Zusammenspiel dieser drei Bestandteile bestimmt den Aufbau des Teppichs und seine textile Anmutung.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der einzelnen Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und steht in direktem Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines Musters. Beim Handknüpfen entsteht das Dekor Reihe für Reihe. Jede Knotenreihe wird von Schussfäden gehalten und anschließend in die Oberfläche eingearbeitet. Dadurch entwickelt sich das Muster nicht durch einen industriellen Druck, sondern durch eine textile, manuelle Arbeit.

Baumwolle kann dem Gewebe eine gleichmäßige Struktur und dem Flor eine weiche Haptik geben. Zugleich ermöglicht sie einen stabilen Aufbau, der für die Nutzung im Wohnbereich geeignet ist. Die handgeknüpfte Herstellung macht jeden Arbeitsschritt sichtbar, auch wenn das fertige Stück eine geschlossene und ruhige Oberfläche zeigt. Bei diesem Teppich ist der Zustand als gut erhalten angegeben. Die Materialangaben, die handgeknüpfte Technik und die Knotendichte gehören gemeinsam zu seiner sachlichen Beschreibung.

Herkunft und Tradition

Kerman liegt im Südosten Irans und ist eine Oasenstadt mit einer langen Geschichte. Die Stadt und ihre Umgebung sind für ihre Handwerkskünste bekannt. Die Teppichknüpfkunst in Kerman reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und ist ein Teil der kulturellen Identität der Region. Über viele Generationen wurden dort Kenntnisse über Entwurf, Farbwirkung, Knüpftechnik und die Verarbeitung textiler Materialien weitergegeben.

Kerman-Teppiche werden auch als Kirman-Teppiche bezeichnet. Die Bezeichnung verweist auf dieselbe iranische Teppichregion und nicht auf eine einzelne Musterform. In der Tradition Kermans verbinden sich handwerkliche Fertigkeiten mit einer dekorativen Gestaltung, die florale Elemente, zentrale Kompositionen und ausgearbeitete Bordüren zusammenführen kann. Die Teppiche der Region sind für feine Designs und kunstvolle Muster bekannt. Ihre Gestaltung steht im Zusammenhang mit den kulturellen Einflüssen, die sich in Kerman über lange Zeit entwickelt haben.

Die Oasenlage Kermans prägte die Geschichte der Stadt und ihre Bedeutung als regionales Zentrum. Handel, Handwerk und kultureller Austausch beeinflussten die Entwicklung der dortigen Teppichkunst. Teppiche waren dabei nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch textile Träger von Ornamenten und überlieferten Gestaltungsideen. Die Herstellung erforderte Erfahrung in der Vorbereitung des Gewebes, in der Berechnung der Knotenfolgen und in der Abstimmung von Grund und Muster.

Innerhalb der iranischen Teppichlandschaft steht Kerman neben weiteren bekannten Herkunftsgebieten. Isfahan ist für feine Seidenmuster bekannt, während Tabriz häufig komplexe Motive und eine große Farbvielfalt zeigt. Diese regionalen Bezeichnungen beschreiben jeweils eigene Traditionen. Ein Kerman-Teppich wird durch den Bezug zu Kerman, durch die dort entwickelte Formensprache und durch die handwerkliche Überlieferung der Region eingeordnet. Der vorliegende Teppich stammt aus Kerman, Iran.

Die lange Tradition erklärt, weshalb Kerman in der Geschichte orientalischer Teppiche einen festen Platz einnimmt. Wissen über Musteraufbau und Knüpftechnik wurde innerhalb von Werkstätten und Familien weitergegeben. Dabei konnten klassische Kompositionen erhalten bleiben und zugleich in unterschiedlichen Ausführungen erscheinen. Die Verbindung aus regionaler Herkunft und manueller Herstellung macht Kerman-Teppiche zu einem eigenständigen Bereich der iranischen Teppichkultur.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Medaillon mit floralen Motiven beschrieben. Ein Medaillon bildet den kompositorischen Mittelpunkt eines Teppichs. Es kann den Blick in die Mitte führen und die übrige Fläche ordnen. Florale Motive ergänzen diese zentrale Anlage durch Blüten, Blätter und geschwungene Ranken. Bei einem solchen Entwurf entsteht die Wirkung aus dem Verhältnis zwischen dem zentralen Element und den darum angeordneten Ornamenten.

Die florale Gestaltung gehört zu den bekannten Ausdrucksformen der Kerman-Tradition. Pflanzenornamente können in Bordüren, im Feld oder in miteinander verbundenen Ranken erscheinen. Sie werden häufig so angelegt, dass die einzelnen Formen trotz ihrer Ausarbeitung als zusammenhängende Komposition lesbar bleiben. Das Medaillon gibt der Fläche eine klare Mitte, während florale Details die Übergänge und Randbereiche strukturieren.

Typische Kerman-Teppiche werden mit lebendigen Farben wie Rot, Beige und Blau verbunden. Diese Farbangaben beschreiben die traditionelle Gestaltung von Kerman-Teppichen allgemein und werden nicht als zusätzliche Farbangabe für dieses einzelne Stück verwendet. In der regionalen Formensprache können kräftige Töne mit helleren Flächen kombiniert werden, damit zentrale Ornamente und Bordüren voneinander unterscheidbar bleiben. Farbflächen dienen dabei nicht nur der Dekoration, sondern auch der Gliederung des Musters.

Eine klassische Kerman-Komposition kann von einer Bordüre eingefasst werden. In einer Bordüre wiederholen sich Ornamente entlang der Längsseiten und der Abschlüsse. Dadurch erhält das innere Feld einen Rahmen. Beim Medaillonmuster entsteht ein Wechsel zwischen der geschlossenen Mitte und den rhythmischen Formen am Rand. Florale Motive können diesen Wechsel weicher gestalten als rein geometrische Zeichen und der Gesamtfläche eine fließende Ordnung geben.

Mit den sogenannten Kerman-Spiegeln sind ähnliche Muster innerhalb der Kerman-Tradition verbunden. Sie stellen eine Variation zu klassischen Entwürfen dar. Der Begriff verweist auf eine Gestaltung, in der sich Formen und Anordnungen spiegelnd oder ausgewogen gegenüberstehen können. Solche Variationen zeigen, wie eine regionale Mustersprache unterschiedliche Lösungen für Symmetrie, Mittelpunkt und Randgestaltung hervorbringt. Das konkrete Muster dieses Teppichs bleibt als Medaillon mit floralen Motiven beschrieben.

Ornamente in einem handgeknüpften Teppich entstehen aus der Folge einzelner Knoten und nicht aus einer nachträglich aufgebrachten Zeichnung. Das erfordert eine genaue Umsetzung des Entwurfs während des Knüpfens. Die angegebene Knotendichte schafft dabei die Grundlage für eine differenzierte textile Ausarbeitung. Das Muster verbindet somit eine zentrale Medaillonstruktur mit floraler Ornamentik und steht in der Tradition der dekorativen Kerman-Teppiche.

Besonderheiten

Zu den festgehaltenen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus Kerman im Iran, die handgeknüpfte Ausführung, Baumwolle für Kette, Schuss und Flor sowie die Knotendichte von 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Als Muster ist ein Medaillon mit floralen Motiven angegeben. Der Zustand wird als gut erhalten beschrieben. Diese Angaben ordnen das Stück sowohl materiell als auch gestalterisch innerhalb der Kerman-Tradition ein.

Die Kombination aus Baumwollaufbau und handgeknüpfter Herstellung macht die textile Konstruktion klar nachvollziehbar. Der Teppich ist für unterschiedliche Wohnbereiche geeignet, etwa für ein Wohnzimmer, einen Essbereich oder ein Schlafzimmer. Zur Pflege werden regelmäßiges Staubsaugen und gelegentliche professionelle Reinigungen genannt. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Gestaltung und das Material geschont werden.

FAQ

Was macht einen Kerman-Teppich einzigartig?

Die Eigenart eines Kerman-Teppichs liegt in der Verbindung von regionaler Tradition, handwerklicher Herstellung und dekorativer Formensprache. Kerman-Teppiche sind für feine Designs, kunstvolle Muster und florale Kompositionen bekannt. Häufig steht ein Medaillon im Zentrum, das von einer Bordüre und weiteren Ornamenten begleitet werden kann. Auch lebendige Farbkombinationen wie Rot, Beige und Blau gehören zum allgemeinen Erscheinungsbild vieler Kerman-Teppiche. Bei diesem Stück kommen die Herkunft aus Kerman, die Handknüpfung, Baumwolle für alle genannten textilen Bestandteile, die Knotendichte von 300.000 Knoten pro Quadratmeter und das Medaillon mit floralen Motiven zusammen.

Wie pflege ich meinen Kerman-Teppich richtig?

Für die laufende Pflege genügt regelmäßiges Staubsaugen. Dabei wird der Flor von losem Staub und alltäglichen Verunreinigungen befreit, ohne dass eine häufige intensive Behandlung erforderlich ist. Gelegentliche professionelle Reinigungen unterstützen den Erhalt der Oberfläche und der textilen Struktur. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie das Material und die Wirkung der Farben belasten kann. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Reinigung sinnvoll. Der Teppich ist als gut erhalten beschrieben; eine schonende, regelmäßige Pflege trägt dazu bei, diesen Zustand zu bewahren.

Woher stammen Kerman-Teppiche?

Kerman-Teppiche stammen aus der Oasenstadt Kerman im Südosten Irans. Die Region besitzt eine lange Tradition in der Teppichknüpfkunst, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Kerman ist für seine Handwerkskünste, seine feinen Entwürfe und seine kunstvollen Muster bekannt. Die dortige Teppichkultur wurde durch regionale Geschichte und unterschiedliche kulturelle Einflüsse geprägt. Kerman-Teppiche werden auch Kirman-Teppiche genannt. Der hier beschriebene Perserteppich ist Kerman, Iran, zugeordnet. Damit gehört er zur iranischen und nicht zu einer indischen oder anderen regionalen Teppichtradition.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen