



Perserteppich Kerman 100 x 65 cm Baumwolle handgeknüpft
473$
Handgeknüpfter Kerman Perserteppich | Knotendichte: 250.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Baumwolle, Kette Baumwolle | Größe: 100 x 65 cm | Muster: Medaillon mit floralem Rand, Rot, Beige und Blau | Zustand: Sehr gut
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 7B2AAB52
Beschreibung
Kerman Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Kerman ist handgeknüpft. Als Material ist Baumwolle angegeben; bei diesem Teppich bestehen Flor und Kette aus Baumwolle. Baumwolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer belastbaren Faser und ihrer gleichmäßigen Struktur verwendet. Sie lässt sich präzise verarbeiten und bildet eine sachliche, solide Grundlage für die geknüpften Flächen. Die Oberfläche erhält dadurch eine angenehme textile Haptik, während die Konstruktion für den täglichen Gebrauch geeignet bleibt.
Das Handknüpfen ist ein Arbeitsprozess, bei dem die Gestaltung nicht durch ein industrielles Druckverfahren, sondern durch einzelne Knoten entsteht. Jeder Knoten gehört zur aufgebauten Fläche und trägt zur Ausformung von Konturen, Farbflächen und Ornamenten bei. Gerade bei floralen Zeichnungen müssen die Übergänge zwischen einzelnen Motiven kontrolliert gesetzt werden. Die angegebene Knotendichte von 250.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter verweist auf eine fein ausgearbeitete, detailfähige Knüpfarbeit. Eine hohe Knotendichte unterstützt die klare Wiedergabe eines Medaillons und seiner Randornamente.
Baumwolle wird bei persischen Teppichen außerdem häufig für tragende Bestandteile eingesetzt, weil sie formstabil und gut verspinnbar ist. Für diesen Teppich ist ausdrücklich Baumwolle als Material genannt. Die Verarbeitung verbindet damit ein pflanzliches Textilmaterial mit der traditionellen Technik des Handknüpfens. Angaben zu weiteren Materialien oder zu besonderen Ausrüstungen liegen für dieses Stück nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
Herkunft und Tradition
Kerman liegt im Südosten Irans und ist eine Oasenstadt mit einer langen Teppichtradition. Der Teppich wird Kerman zugeordnet und ist ein Perserteppich. Die Stadt liegt in einer Region, in der Handel, Handwerk und kultureller Austausch über lange Zeit eine wichtige Rolle spielten. Unter diesen Bedingungen entwickelte sich die Teppichherstellung zu einem eigenständigen Bereich des Kunsthandwerks. Kerman-Teppiche stehen deshalb nicht nur für ein bestimmtes Herkunftsgebiet, sondern auch für eine über Jahrhunderte überlieferte Form der Muster- und Knüpfkultur.
Die Ursprungsgeschichte der Kerman-Teppiche reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Diese lange Zeitspanne erklärt, weshalb sich innerhalb der Kerman-Tradition unterschiedliche Bildideen, Bordüren und Farbkompositionen herausbilden konnten. Überlieferte Entwürfe wurden von Webern und Knüpfern aufgegriffen, verändert und an den jeweiligen Auftrag angepasst. So blieb die Tradition erkennbar, ohne dass jedes Stück gleich aussehen musste. Die handwerkliche Herstellung verbindet dabei ein festes Repertoire an Formen mit der individuellen Ausführung am Knüpfstuhl.
Kerman wird mit einer sorgfältigen, detailreichen Teppicharbeit verbunden. Die regionale Tradition umfasst ausgewogene Kompositionen, fein gezeichnete florale Elemente und eine bewusste Abstimmung von Grundfläche, Mittelmotiv und Bordüre. Die hohe Knotendichte, die für Kerman-Teppiche angegeben wird, ermöglicht eine differenzierte Darstellung kleiner Ornamente. Sie ist zugleich ein Hinweis auf den Zeitaufwand und die handwerkliche Genauigkeit, die in einer solchen Arbeit liegen. Bei einem handgeknüpften Einzelstück entsteht das Muster Schritt für Schritt aus der Verbindung von Knoten, Reihen und Farben.
Persische Teppichregionen besitzen jeweils eigene Schwerpunkte. Qom-Teppiche sind für feine Seide und kunstvolle Entwürfe bekannt. Isfahan-Teppiche werden häufig mit komplexen, symmetrischen Mustern verbunden. Auch Tabriz und Nain verfügen über eigenständige Traditionen und werden für Qualitäten und Designs geschätzt, die von Teppichliebhabern mit persischer Knüpfkunst in Verbindung gebracht werden. Diese Beispiele zeigen die Vielfalt persischer Teppiche; sie verändern jedoch nicht die Herkunft dieses Stücks, das als Kerman Perserteppich bezeichnet wird.
Die Bezeichnung Kerman beschreibt hier die regionale Einordnung und nicht lediglich ein dekoratives Thema. Für die Einordnung sind Herkunft, historische Entwicklung und die charakteristische Formensprache gemeinsam relevant. Der Teppich gehört damit in den Zusammenhang der iranischen beziehungsweise persischen Teppichkunst. Seine handgeknüpfte Ausführung führt diese Tradition in einem einzelnen, eigenständigen Stück fort.
Design und Muster
Das Muster dieses Kerman-Teppichs besteht aus einem Medaillon mit floralem Rand. Das Medaillon bildet den visuellen Mittelpunkt der Komposition. Es bündelt die Aufmerksamkeit in der Mitte und gibt der übrigen Fläche eine klare Ordnung. Der florale Rand ergänzt dieses Zentrum mit pflanzlich geprägten Formen. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen dem zentralen Ornament und der umgebenden Bordürenzeichnung.
Medaillonmuster gehören zu den bekannten Ordnungsprinzipien persischer Teppiche. Ein zentrales Ornament kann rund, oval oder aus verschachtelten Konturen aufgebaut sein; entscheidend ist seine Funktion als kompositorischer Mittelpunkt. Um ein Medaillon herum werden Flächen, Ranken und Bordüren so angeordnet, dass die Gestaltung geschlossen wirkt. Bei einem handgeknüpften Teppich werden diese Beziehungen nicht nachträglich aufgetragen, sondern während des Knüpfens aus den einzelnen farbigen Knoten entwickelt.
Die florale Gestaltung des Randes greift die im persischen Kunsthandwerk verbreitete Darstellung von Pflanzen, Ranken und Blüten auf. Florale Ornamente können fein gegliedert, rhythmisch wiederholt oder symmetrisch aufeinander bezogen sein. Sie verleihen einer Bordüre eine rahmende Funktion und sorgen dafür, dass das zentrale Medaillon nicht isoliert erscheint. Bei Kerman-Teppichen wird die Bordüre häufig mit filigranen floralen Motiven verbunden. Diese Tradition erklärt die formale Beziehung zwischen dem Medaillon und dem Rand dieses Teppichs.
Die Farbgebung umfasst Rot, Beige und Blau. Rot bringt eine warme Grundstimmung in die Komposition, während Beige als ruhiger, heller Kontrast eingesetzt werden kann. Blau setzt dazu einen kühleren Akzent und unterstützt die Gliederung der Ornamente. Das Zusammenspiel dieser drei Farben gehört zu einer harmonischen Farbpalette, die bei Kerman-Teppichen häufig anzutreffen ist. Die konkrete Farbverteilung dieses Teppichs ist an das Medaillon und den floral gestalteten Rand gebunden.
Ein weiterer bekannter Kerman-Entwurf ist der sogenannte Kerman-Spiegel. Dabei kann der Flor einfarbig gehalten sein und eine schlichte, elegante Wirkung erzeugen. Dieses Motiv ist als charakteristisches Beispiel der Kerman-Formensprache zu verstehen; der vorliegende Teppich wird jedoch ausdrücklich mit einem Medaillon und floralem Rand beschrieben. Die Zuordnung erfolgt daher über das tatsächlich angegebene Muster und nicht über den Kerman-Spiegel.
Die Gestaltung persischer Teppiche lebt vom Verhältnis zwischen Wiederholung und Abweichung. Wiederkehrende Ranken oder Blüten schaffen Rhythmus, während die genaue Ausarbeitung der einzelnen Elemente dem Stück seine eigene Erscheinung gibt. Ein Medaillon ordnet die Fläche, eine Bordüre fasst sie zusammen, und die Farbpalette verbindet beide Bereiche. So entsteht eine dekorative Struktur, die sowohl in traditionell eingerichteten als auch in modernen Wohnräumen eingesetzt werden kann.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, die angegebene Knotendichte und die Kombination aus Baumwolle, Medaillonmotiv und floralem Rand. Die Dichte von 250.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter steht für eine detailfähige Knüpfarbeit. Sie unterstützt die präzise Ausarbeitung der floralen Formen und des zentralen Medaillons. Die Farben Rot, Beige und Blau geben der Komposition ihre benannte Farbigkeit.
Der Zustand des Teppichs ist als sehr gut angegeben. Kerman-Teppiche können in unterschiedlichen Wohnsituationen verwendet werden. Genannt werden Wohnzimmer, Esszimmer und Flure; auch Schlafzimmer und moderne Wohnräume kommen als Einsatzbereiche infrage. Dabei sollte der Teppich vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, damit die Farben möglichst erhalten bleiben.
Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen. Bei Flecken sollte unmittelbar und vorsichtig mit einem feuchten Tuch gehandelt werden. Eine professionelle Teppichreinigung ist ebenfalls empfehlenswert. Diese Hinweise beziehen sich auf den Erhalt von Schönheit und Langlebigkeit und ersetzen keine individuelle Prüfung des Teppichs durch eine Fachkraft.
FAQ
Wie pflege ich meinen Kerman Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen gehört zur grundlegenden Pflege. Der Teppich sollte außerdem vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, damit die Farben Rot, Beige und Blau nicht unnötig belastet werden. Bei einem Fleck ist es sinnvoll, sofort zu handeln und die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Starkes Reiben kann die textile Oberfläche belasten und sollte vermieden werden. Für eine gründliche Pflege ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Bei Unsicherheit über die geeignete Behandlung sollte eine Fachkraft hinzugezogen werden.
Welches Zimmer eignet sich am besten für einen Kerman Perserteppich?
Ein Kerman Perserteppich ist vielseitig einsetzbar und passt in traditionelle wie auch moderne Wohnräume. Als geeignete Bereiche werden Wohnzimmer, Esszimmer und Flure genannt. Auch im Schlafzimmer kann ein solcher Teppich verwendet werden. Das Medaillon und der florale Rand geben dem Raum eine klar gegliederte dekorative Struktur, während Rot, Beige und Blau eine warme und zugleich ausgewogene Farbwirkung schaffen. Wichtig ist, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden, damit die Farben langfristig erhalten bleiben.
Was macht einen Kerman Perserteppich so besonders?
Seine Besonderheit liegt in der Verbindung mehrerer Merkmale: Der Teppich ist handgeknüpft, besitzt eine hohe angegebene Knotendichte und besteht aus Baumwolle. Das Medaillon mit floralem Rand zeigt eine für Kerman typische dekorative Richtung, während Rot, Beige und Blau die Farbpalette bestimmen. Hinzu kommt die lange Tradition der Kerman-Teppichherstellung, deren Ursprungsgeschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die regionale Herkunft aus Kerman, die handwerkliche Ausführung und die detailreiche Gestaltung prägen die Einordnung dieses Perserteppichs.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












