Perserteppich Kashmar 402 x 286 cm Wolle handgeknüpft

4757$

Handgeknüpfter Kashmar Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle | Größe: 402 x 286 cm | Muster: Floral Vasenmotiv mit Medaillon | Zustand: Sehr gut, unbenutzt

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Inventarnummer: 32950D9A

Beschreibung

Kashmar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Kashmar ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Schurwolle. Die Verarbeitung verbindet ein natürliches Material mit einer traditionellen Herstellung, bei der die Gestaltung Knoten für Knoten aufgebaut wird. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht nicht als industriell gleichförmige Fläche, sondern durch die sorgfältige Folge einzelner Arbeitsschritte. Dadurch werden Flor, Linienführung und Farbflächen unmittelbar in der Knüpfarbeit miteinander verbunden.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Ausarbeitung von Konturen und kleinen Musterelementen. Bei einem Vasenmotiv mit floralen Formen ist das besonders relevant, weil Stängel, Blätter, Blüten und die ornamentale Einfassung klar voneinander abgegrenzt werden können. Die Schurwolle bildet dabei den Flor, der dem Teppich seine charakteristische Oberfläche und seine angenehme textile Haptik gibt.

Der Teppich ist 15 bis 20 Jahre alt und wird als sehr gut sowie unbenutzt beschrieben. Seine Dicke beträgt etwa 12 mm, das Gewicht liegt bei 4 kg/m². Er ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Diese Angaben beschreiben die konkrete Ausführung dieses Stücks und ergänzen die Beurteilung von Material und Herstellung um praktische Eigenschaften für die Nutzung im Wohnbereich.

Herkunft und Tradition

Kashmar liegt im Nordosten Irans und gehört zu den Orten, deren Teppichtradition eng mit der persischen Ornamentkunst verbunden ist. Die Stadt und ihr Umland sind für Teppiche bekannt, in denen eine sorgfältige Zeichnung, vielfältige Farbwirkungen und eine ausgearbeitete Komposition zusammenfinden. Persische Teppiche werden in vielen Regionen nach eigenen Gestaltungstraditionen gefertigt. Dabei prägen lokale Erfahrungen mit Farben, Motiven und Proportionen den Charakter der jeweiligen Herkunft.

Das Knüpfen von Teppichen ist in den persischen Webregionen über lange Zeit als handwerkliche Fähigkeit weitergegeben worden. Kenntnisse über das Anlegen eines Musters, das Wechseln der Farben und das gleichmäßige Verdichten der Knoten entstehen durch Übung und praktische Arbeit. Familien und Werkstätten bewahren solche Fertigkeiten, während sie zugleich Muster und Farbkombinationen an unterschiedliche Zeiten und Ansprüche anpassen. Kashmar steht in diesem Zusammenhang für eine Tradition, in der dekorative Flächen mit einer gut lesbaren, oft zentral gegliederten Zeichnung verbunden werden.

Die persische Teppichkunst entwickelte sich aus mehreren regionalen Schulen und nicht aus einem einzigen, überall gleichen Stil. In Städten und Dörfern entstanden unterschiedliche Verfahren für Entwurf, Knüpfung und Farbaufbau. Zentralpersische und ostiranische Mustertraditionen beeinflussten sich ebenso wie florale Darstellungen, Medaillons und Vasenkompositionen. Ein Teppich aus Kashmar lässt sich daher als Teil einer größeren persischen Kulturgeschichte verstehen, ohne dass jedes einzelne Stück dieselben Ornamente oder dieselbe Farbordnung zeigen muss.

Die Herkunftsbezeichnung Kashmar verweist auf die iranische Region, aus der dieser Perserteppich stammt. Iranische Teppiche werden international für ihre handwerkliche Ausarbeitung und ihre eigenständige Ornamentik eingeordnet. Die hohe Knotendichte des vorliegenden Teppichs passt zu einer Herstellungsweise, bei der eine präzise Zeichnung und eine ausführliche Musterentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Herkunft bedeutet dabei nicht nur einen geografischen Namen, sondern auch den Bezug zu einer überlieferten Formensprache und zu einem Handwerk, das Material, Entwurf und Arbeitsrhythmus miteinander verbindet.

Design und Muster

Das Muster dieses Kashmar Perserteppichs ist als florales Vasenmotiv mit Medaillon beschrieben. Die Vase bildet in der persischen Ornamentik ein Gefäß für eine symbolisch und dekorativ entwickelte Pflanzenwelt. Aus ihr können Blüten, Zweige und Blätter hervorwachsen, die den Blick entlang der Mittelachse führen oder sich über das Feld verteilen. In einer Teppichkomposition wird die Vase nicht nur als einzelner Gegenstand gezeigt, sondern als Ausgangspunkt für eine geordnete florale Bewegung.

Das Medaillon schafft dazu einen klaren kompositorischen Bezugspunkt. In persischen Teppichen kann ein Medaillon die Mitte betonen und das übrige Muster um diesen Schwerpunkt herum organisieren. Florale Ranken, Blüten und Blattformen können die zentrale Form begleiten, rahmen oder in den weiteren Teppichgrund überleiten. Die genaue Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Kontur, Wiederholung und Zwischenraum. So bleibt das Muster sowohl als Gesamtbild als auch in seinen einzelnen Ornamenten lesbar.

Die Grundfarbe dieses Teppichs ist Blau, ergänzt durch rote Akzente. Blau gehört in der persischen Teppichkunst zu den Farben, die große Flächen ruhig gliedern und florale Zeichnungen deutlich hervorheben können. Rote Akzente setzen innerhalb dieser Ordnung visuelle Schwerpunkte. Sie können Blüten, Konturen oder einzelne ornamentale Details betonen. Farbe ist bei einem handgeknüpften Teppich dabei immer mit der Konstruktion verbunden, weil jeder Farbwechsel in den Aufbau der Knoten und Reihen eingearbeitet wird.

Vasenmotive haben in orientalischen Teppichtraditionen eine lange dekorative Verwendung. Sie werden häufig mit Fülle, Wachstum und Schönheit in Verbindung gebracht. Diese Bedeutungen sind allgemeine Bestandteile der Motivgeschichte und keine zusätzliche Aussage über einen einzelnen historischen Entwurf. Bei diesem Stück stehen das florale Vasenmotiv, das Medaillon, die blaue Farbgebung und die roten Akzente als gemeinsam beschriebene Gestaltungselemente im Mittelpunkt. Die hohe Knotendichte unterstützt die feine Wiedergabe der Musterlinien, ohne dass dadurch eine andere Herkunft oder ein anderes Motiv behauptet wird.

Besonderheiten

Zu den konkreten Besonderheiten dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus 100% Schurwolle und die Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen das florale Vasenmotiv mit Medaillon, die blaue Grundwirkung mit roten Akzenten sowie die Herkunft aus Kashmar. Der Teppich ist 15 bis 20 Jahre alt, befindet sich in sehr gutem, unbenutztem Zustand und ist für Fußbodenheizung geeignet.

Die Pflege kann durch regelmäßiges Staubsaugen unterstützt werden. Bei Verschmutzungen empfiehlt sich ein mildes Reinigungsmittel mit einem feuchten Tuch. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farbwirkung möglichst gleichmäßig erhalten bleibt. Diese Hinweise gelten als schonende Basispflege für den beschriebenen Wollteppich. Bei einer gründlichen Reinigung ist eine auf Teppiche spezialisierte Fachpflege sinnvoll, weil Material, Färbung und Knüpfung fachgerecht berücksichtigt werden sollten.

FAQ

Wie pflege ich einen Perserteppich aus Schurwolle?

Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen aus dem Flor. Bei einzelnen Flecken sollte ein feuchtes Tuch zusammen mit einem milden Reinigungsmittel verwendet werden. Starkes Reiben, aggressive Mittel und übermäßige Nässe können die textile Oberfläche unnötig belasten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden. Für eine umfassende Reinigung ist ein Fachbetrieb für Teppiche die geeignete Adresse.

Was bedeutet die hohe Knotendichte bei diesem Teppich?

Die Knotendichte beschreibt, wie viele Knoten in einem Quadratmeter der Teppichfläche verarbeitet sind. Eine hohe Dichte erlaubt eine feinere Zeichnung, weil Konturen und kleine florale Details in engerer Folge angelegt werden können. Bei diesem Stück unterstützt sie die Ausarbeitung des Vasenmotivs und des Medaillons. Sie ist ein Merkmal der konkreten Verarbeitung, ersetzt aber nicht die Betrachtung von Material, Pflege und allgemeinem Zustand.

Für welche Räume eignet sich der Teppich?

Das florale Muster mit Medaillon und die blaue Farbgebung mit roten Akzenten können in Wohn- und Essbereichen eingesetzt werden. Auch ein Flur kommt als Platzierung infrage, sofern die räumlichen Bedingungen und die Nutzung passen. Die Eignung für Fußbodenheizung erweitert die möglichen Einsatzorte. Entscheidend bleiben eine ebene Unterlage, eine passende Raumaufteilung und eine Pflege, die dem Wollflor gerecht wird.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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