









Perserteppich Kashmar 298 x 196 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Kashmar Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000-250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 298 x 196 cm | Muster: Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon | Zustand: wie NEU
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000310
Beschreibung
Kashmar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kashmar Perserteppich besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle und eine Kette aus 100% Baumwolle. Die unterschiedlichen Materialien übernehmen dabei jeweils eine eigene Aufgabe. Die Schurwolle bildet den sichtbaren Flor und bestimmt die haptische Oberfläche des Teppichs. Baumwolle bildet die Kette, also das Grundgewebe, in dem die Knoten verankert sind. Diese Materialkombination ist für handgeknüpfte Teppiche besonders geeignet, weil Wolle und Baumwolle im Aufbau unterschiedliche Eigenschaften verbinden.
Der Teppich ist handgeknüpft. Bei dieser Technik wird jeder einzelne Knoten von Hand in die Kette eingearbeitet. Anschließend wird die Knüpfreihe verdichtet und der Flor gleichmäßig weiter aufgebaut. Handknüpfen verlangt eine sorgfältige Arbeitsweise, eine gute Ausbildung und Geduld. Anders als bei maschinellen Verfahren entsteht der Teppich Schritt für Schritt aus vielen einzelnen Arbeitsvorgängen. Dadurch lässt sich ein differenziertes Muster mit feinen Übergängen und einer geschmeidigen Oberfläche ausführen.
Die angegebene Knotendichte liegt bei ca. 200.000-250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte steht für einen eng aufgebauten Teppich, bei dem das Muster in zahlreichen kleinen Knoten ausgearbeitet wird. Die Knotendichte ist nicht mit der Florhöhe gleichzusetzen, sondern beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer Fläche. Gemeinsam mit der Handarbeit bildet sie die Grundlage für die Ausarbeitung des Kashmar-Medaillons.
Schurwolle fühlt sich angenehm weich an und verleiht dem Flor seine natürliche, textile Griffigkeit. Im Raum kann ein Wollteppich außerdem zur Schalldämpfung beitragen und die Raumluftfeuchtigkeit regulieren. Die Baumwollkette ist strapazierfähig und kann fein sowie engmaschig gesponnen werden. Im geknüpften Aufbau sorgt sie damit für eine belastbare Grundlage. Der Zustand dieses Teppichs ist mit „wie NEU“ angegeben.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Kashmar in Persien. Kashmar ist ein persisches Teppichzentrum, dessen Erzeugnisse durch eine vielseitige Gestaltungstradition geprägt sind. Die Muster der Kashmar-Teppiche haben sich im Lauf der Zeit verändert. Dabei blieb die Verbindung aus sorgfältiger Handarbeit, ausgearbeiteter Ornamentik und einem klar lesbaren Gesamtaufbau ein wichtiger Bestandteil der regionalen Teppichkultur.
In früheren Zeiten wurden Kashmar-Teppiche häufig nach dem Herati-Muster gestaltet. Das Herati-Motiv gehört zu den bekannten persischen Mustertraditionen und arbeitet mit dicht gesetzten pflanzlichen Formen. Seine wiederholten Ornamente können eine Fläche rhythmisch gliedern und den Blick über das gesamte Feld führen. Kashmar zeigt damit, wie regionale Werkstätten überlieferte Muster aufnehmen und in eine eigene gestalterische Sprache überführen.
Bei neueren Kashmar-Teppichen wird eher das Sirchaki-Design verwendet. Kennzeichnend für diese Gestaltung ist die Darstellung antiker archäologischer Fundstücke. Vasen, Waffen und Schalen erscheinen als dekorative Elemente und werden um ein zentrales Medaillon angeordnet. Die Motive verbinden damit die Teppichornamentik mit Bildern aus der materiellen Kultur und Geschichte Persiens. Bei dem vorliegenden Teppich wird diese regionale Bildsprache als Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon bezeichnet.
Die Bezeichnung Perserteppich verweist auf die Herkunft aus Persien und auf die dort über Jahrhunderte entwickelte Knüpftradition. Persische Teppiche werden in aufwendiger Handarbeit gefertigt und sind für komplexe florale sowie geometrische Muster bekannt. In vielen Werkstätten werden Wollgarne mit Pflanzenfarben gefärbt; dies ist eine allgemeine Tradition persischer Teppiche und keine zusätzliche Aussage über die Färbung dieses einzelnen Exemplars.
Die persische Teppichlandschaft umfasst verschiedene bekannte Herkunftsregionen. Dazu zählen unter anderem Nain, Sarough, Täbriz, Isfahan, Kashan, Bidjar und Ghom. Jede Region entwickelte eigene Vorlieben bei Ornamenten, Komposition und handwerklicher Ausführung. Kashmar steht innerhalb dieser Vielfalt für eine Gestaltung, die historische Muster, bildhafte Gegenstände und ein zentrales Medaillon miteinander verbinden kann. Die regionale Herkunft bleibt dabei ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis des Designs.
Traditionelle Handknüpfung ist zugleich eine textile Technik und ein kulturelles Verfahren. Kette und Flor werden nicht nur als zweckmäßige Bestandteile betrachtet, sondern als Grundlage für die Gestaltung einer dauerhaft lesbaren Fläche. Der Knüpfer oder die Knüpferin setzt die Farb- und Formelemente Knoten für Knoten um. Erst aus ihrer Verbindung entsteht das vollständige Ornament. Die hohe Geduld, die dieses Verfahren erfordert, erklärt die differenzierte Wirkung vieler persischer Teppiche.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon angegeben. Ein Toranj bezeichnet in der persischen Ornamentik ein Medaillon, das als konzentriertes Zentrum einer Teppichkomposition angelegt ist. Lachak-Elemente ergänzen beziehungsweise rahmen die zentrale Form. Zusammen entsteht eine Gestaltung, in der das Medaillon die Ordnung der Fläche bestimmt und die umliegenden Ornamente auf dieses Zentrum bezogen werden.
Beim Kashmar-Medaillon steht nicht nur ein abstraktes Ornament im Mittelpunkt. Die Kashmar-Tradition ist auch für die Darstellung antiker archäologischer Fundstücke bekannt. Vasen, Waffen und Schalen werden als Bildmotive in die Komposition aufgenommen. Sie können um das zentrale Medaillon platziert sein und machen aus dem Muster eine ornamentale Erzählung über historische Gegenstände. Diese Motive gehören zur allgemeinen Sirchaki-orientierten Gestaltung von Kashmar-Teppichen.
Die Anordnung um ein Medaillon schafft eine klare visuelle Hierarchie. Das Zentrum bündelt die Aufmerksamkeit, während die umgebenden Formen den Übergang in das weitere Muster herstellen. Einzelne Gefäße oder Gegenstände werden dabei nicht isoliert verstanden, sondern als Teile einer zusammenhängenden Teppichfläche. In der persischen Ornamentik können solche Elemente sowohl dekorative als auch erinnernde Funktionen übernehmen: Sie schmücken die Fläche und verweisen zugleich auf überlieferte Formen und historische Bildwelten.
Die ältere Herati-Tradition bildet einen weiteren wichtigen Bezugspunkt für Kashmar. Herati-Muster sind typischerweise von wiederkehrenden pflanzlichen Ornamenten geprägt. Das Sirchaki-Design setzt dem eine stärker gegenständliche Bildsprache entgegen. Beide Richtungen zeigen die Wandlungsfähigkeit der Kashmarer Gestaltung. Regionale Identität entsteht nicht dadurch, dass ein einziges Muster unverändert bleibt, sondern auch durch die Art, wie Werkstätten vorhandene Motive neu ordnen und mit lokalen Themen verbinden.
Persische Teppichmuster bewegen sich häufig zwischen floralen und geometrischen Formen. Blumen, Blätter, Ranken und Gefäße können mit klaren Linien, Achsen und symmetrischen Ordnungen verbunden werden. Bei einem Medaillonmuster sorgt die zentrale Form für Struktur, während kleinere Ornamente die Zwischenräume beleben. Das Ergebnis ist eine Fläche, die aus der Entfernung geschlossen wirkt und bei näherer Betrachtung zahlreiche einzelne Gestaltungselemente erkennen lässt.
Die Handknüpfung unterstützt diese gestalterische Differenzierung. Ein Muster wie das Kashmar-Medaillon muss in viele kleine Farbfelder und Konturen übersetzt werden. Die angegebene Knotendichte ermöglicht eine engmaschige Ausarbeitung der Ornamentik, ohne daraus allein eine Aussage über jedes einzelne Motiv abzuleiten. Die Wirkung des Designs entsteht aus dem Zusammenspiel von Medaillon, begleitenden Formen und der für Kashmar typischen Verbindung historischer Gegenstände mit persischer Teppichornamentik.
Der vorliegende Teppich verbindet somit drei klar benannte Merkmale: seine Herkunft aus Kashmar, das Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon und die handgeknüpfte Ausführung. Diese Merkmale beschreiben sowohl den regionalen Bezug als auch die formale Organisation des Musters. Sie machen verständlich, weshalb Kashmar-Teppiche innerhalb der persischen Teppichtradition durch ihre wechselnden und vielseitigen Designs unterschieden werden.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die Verbindung von 100% Schurwolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette. Die Schurwolle sorgt für eine angenehme, weiche Oberfläche und kann zur Schalldämpfung sowie zur Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit beitragen. Die Baumwolle bildet die strapazierfähige Grundlage des Knüpfwerks und lässt sich fein und engmaschig verspinnen.
Hinzu kommen die Handknüpfung und die angegebene Knotendichte von ca. 200.000-250.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster ist als Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon ausgewiesen und greift die Kashmarer Gestaltung mit zentralem Medaillon sowie Darstellungen von Vasen, Waffen und Schalen auf. Der Zustand ist mit „wie NEU“ angegeben.
FAQ
Woher stammt dieser Perserteppich?
Dieser Teppich stammt aus der Stadt Kashmar in Persien. Kashmar besitzt eine eigene Tradition innerhalb der persischen Teppichherstellung und ist für eine große Vielfalt an Mustern bekannt. Historisch wurden dort häufig Herati-Muster gefertigt, während neuere Gestaltungen eher dem Sirchaki-Design folgen. Die Herkunft Kashmar erklärt den regionalen Bezug des angegebenen Lachak-Toranj Kashmar-Medaillons. Sie ist nicht mit den ebenfalls bekannten Teppichregionen Kashan, Nain oder Täbriz gleichzusetzen.
Was bedeutet das Kashmar-Medaillon?
Das Lachak-Toranj Kashmar-Medaillon bezeichnet eine Komposition mit einem zentralen Toranj, also einem Medaillon, und ergänzenden Lachak-Elementen. In der Kashmarer Gestaltung können um das Zentrum Darstellungen antiker archäologischer Fundstücke angeordnet sein. Dazu gehören Vasen, Waffen und Schalen. Das Muster verbindet daher eine geordnete Medaillonstruktur mit gegenständlichen Motiven. Es steht zugleich in der Entwicklung der Kashmar-Designs, die von älteren Herati-Mustern zu stärker bildhaften Sirchaki-Formen übergegangen sind.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche und fühlt sich angenehm weich an. Sie kann in Innenräumen zur Schalldämpfung beitragen und die Raumluftfeuchtigkeit regulieren. Baumwolle wird als Kettenmaterial eingesetzt, weil sie strapazierfähig ist und fein sowie engmaschig gesponnen werden kann. Der Teppich ist handgeknüpft; die angegebene Knotendichte beträgt ca. 200.000-250.000 Knoten pro Quadratmeter.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








