









Perserteppich Kashan 395 x 295 cm Schurwolle handgeknüpft
5130$
Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 395 x 295 cm | Muster: Floralmotiv mit Medaillon | Zustand: sehr gut, unbenutzt
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Beschreibung
Kashan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Schurwolle bildet die sichtbare und begehbare Oberfläche des Teppichs. Als Naturmaterial wird Wolle im Teppichhandwerk wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer belastbaren Struktur verwendet. Die Baumwollkette bildet die Grundlage, in der die Knoten verankert sind, und ergänzt damit den Wollflor durch ein anderes, für Teppiche bewährtes Material.
Die Handknüpfung entsteht Knoten für Knoten. Anders als bei einer maschinellen Fertigung wird das Muster dabei unmittelbar in die Struktur des Teppichs eingearbeitet. Die Knotendichte dieses Stücks beträgt 350.000 Knoten/m². Eine solche Dichte ermöglicht eine fein gegliederte Oberfläche und unterstützt die präzise Ausarbeitung eines floralen Motivs mit Medaillon. Die Florhöhe beträgt ca. 10 mm und beschreibt die Höhe des Wollflors über dem Grundgewebe.
Bei einem handgeknüpften Teppich werden Flor, Knoten und Kette zu einer zusammenhängenden Fläche verbunden. Die Arbeit verlangt eine gleichmäßige Führung der Knoten und eine sorgfältige Orientierung am Entwurf. Dadurch erhält das Muster seine textile Tiefe, statt lediglich auf die Oberfläche aufgebracht zu sein. Jeder handgeknüpfte Teppich entsteht als einzelnes Stück. Dieses Exemplar ist sehr gut erhalten und unbenutzt.
Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Im Alltag kann die Wolloberfläche regelmäßig und schonend abgesaugt werden. Bei einer stärkeren Verschmutzung ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll. Flüssigkeiten sollten zeitnah mit einem feuchten Tuch abgetupft und nicht verrieben werden. Diese Pflegehinweise beziehen sich auf den Umgang mit dem beschriebenen Wollflor und ersetzen keine materialgerechte Reinigung bei besonderen Flecken.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien und ist als Kashan Perserteppich bezeichnet. Kashan im Iran zählt zu den bekannten Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt liegt in Zentraliran und entwickelte über viele Generationen eine eigenständige Tradition des Entwerfens und Knüpfens. Kashan ist zugleich für historische Architektur, handwerkliche Gewerbe und eine lange textile Kultur bekannt. Die Bezeichnung Kashan verweist damit auf eine etablierte Teppichtradition und nicht nur auf eine dekorative Stilrichtung.
Die Teppichherstellung in Kashan reicht bis in die Safawidenzeit zurück. Im 16. Jahrhundert gewann die persische Hof- und Städtekunst an Bedeutung, und textile Arbeiten wurden zunehmend mit sorgfältig geplanten Ornamenten gestaltet. Kashan wurde in dieser Entwicklung zu einem wichtigen Ort für hochwertige geknüpfte Teppiche. Die Mustertraditionen veränderten sich im Lauf der Zeit, doch die Verbindung aus zentraler Komposition, floraler Zeichnung und kontrollierter Farbordnung blieb für viele Kashan-Entwürfe prägend.
Persische Teppiche werden traditionell nicht nur als Gebrauchsgegenstände verstanden. Ihre Gestaltung verbindet handwerkliche Konstruktion mit einem ausgearbeiteten Bildaufbau. Der Entwurf wird auf die Teppichfläche übertragen und in farbige Knoten umgesetzt. Dabei entsteht die Zeichnung aus vielen kleinen Einheiten, die zusammen Blüten, Ranken, Blätter, Bordüren und ein Medaillon bilden können. Die Genauigkeit des Ergebnisses hängt von der Planung des Musters, der Erfahrung der Knüpfer und der gleichmäßigen Ausführung ab.
Die Kashan-Tradition ist besonders mit dicht gegliederten floralen Kompositionen verbunden. Häufig liegt ein Medaillon im Zentrum, das von Pflanzenornamenten und einer geordneten Umrahmung begleitet wird. Solche Teppiche zeigen eine klare Mittelachse und eine ausgewogene Verteilung der Motive. Die Bordüren geben dem zentralen Feld einen Rahmen und führen die Ornamentik an den Rand der Fläche. Auch wenn einzelne Entwürfe unterschiedlich ausfallen, bleibt die Verbindung aus floraler Detailarbeit und geordneter Komposition ein wichtiges Merkmal der regionalen Formensprache.
Der Iran besitzt zahlreiche Teppichregionen mit jeweils eigenen Traditionen. Kashan steht innerhalb dieser Vielfalt für die städtische, zeichnerisch geplante und dekorativ ausgearbeitete Form des Knüpfens. Anders als bei spontaner wirkenden Stammesmustern beruhen viele städtische Teppiche auf Vorlagen, die den Aufbau des Feldes und der Bordüren festlegen. Das bedeutet nicht, dass jedes Stück gleich aussieht. Handarbeit, Farbwahl und Ausführung verleihen jedem einzelnen Teppich eine eigene textile Ausprägung.
Auch die technische Seite gehört zur Herkunftstradition. Die Kette spannt den Grund für die Knoten, der Flor macht das Muster sichtbar, und die Knotendichte beeinflusst die Feinheit der Zeichnung. Bei diesem Teppich verbinden sich 350.000 Knoten/m² mit einer handgeknüpften Ausführung. So steht das Stück zugleich für die materielle Seite der persischen Teppichkunst und für die dekorative Kashan-Komposition. Die Herkunft aus Persien und die Benennung nach Kashan werden dadurch in Material, Technik und Muster zusammengeführt.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Floralmotiv mit Medaillon angegeben. Ein Medaillon bezeichnet in der Teppichgestaltung ein zentrales Ornament, das den Aufbau der Fläche bestimmt. Es kann rund, oval, polygonal oder aus mehreren ineinanderliegenden Formen aufgebaut sein. Die florale Gestaltung ergänzt diese Mitte durch Blüten, Blätter und Ranken. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel aus einem klar gesetzten Zentrum und einer bewegteren ornamentalen Umgebung.
Florale Muster gehören zu den verbreiteten Ausdrucksformen der persischen Teppichkunst. Sie übertragen Formen aus der Pflanzenwelt in eine geordnete, textile Zeichensprache. Eine Blüte wird dabei nicht naturgetreu wie in einer botanischen Abbildung wiedergegeben, sondern als Ornament vereinfacht, gespiegelt oder rhythmisch wiederholt. Ranken können Bereiche miteinander verbinden, während Blätter die Linienführung betonen. Diese Art der Gestaltung erzeugt eine strukturierte Fläche, ohne dass das Muster seine dekorative Wirkung verliert.
Bei einer Medaillonkomposition übernimmt das Zentrum eine ordnende Funktion. Von ihm aus kann sich die Gestaltung nach außen entwickeln oder durch seitliche Motive ergänzt werden. Ein ausgewogener Aufbau sorgt dafür, dass das Auge einen Mittelpunkt erkennt und zugleich Details in den umliegenden Ornamenten wahrnimmt. Bordüren unterstützen diese Ordnung. Sie trennen das Innenfeld vom Rand und wiederholen häufig florale oder geometrisch gegliederte Elemente in einer schmaleren, fortlaufenden Form.
Die Farbe dieses Teppichs ist Blau. Blau kann in persischen Teppichen von tiefen, konzentrierten Tönen bis zu helleren Nuancen erscheinen und wird oft eingesetzt, um eine ruhige Grundwirkung oder einen deutlichen Kontrast zu anderen Ornamentfarben zu schaffen. Bei diesem Stück ist Blau als Farbe angegeben; weitere Farbangaben werden nicht ergänzt. Die Wirkung des Farbtons entsteht im Zusammenspiel mit dem Floralmotiv und dem zentralen Medaillon sowie mit der Dichte der geknüpften Oberfläche.
Der Stil ist als klassisch und orientalisch bezeichnet. Klassisch verweist hier auf eine formal geordnete Komposition mit einem erkennbaren Zentrum und einer traditionellen Ornamentlogik. Orientalisch beschreibt die Einordnung in die breite Gruppe dekorativer Teppiche aus der orientalischen Knüpf- und Webkultur. Beide Begriffe ergänzen die konkrete Musterangabe, ersetzen sie jedoch nicht: Das spezifische Design dieses Stücks ist ein florales Motiv mit Medaillon.
Die hohe Knotendichte unterstützt die Lesbarkeit solcher Ornamente. Blütenblätter, Ranken und Konturen können in einer dicht geknüpften Fläche fein aufeinander abgestimmt werden. Die Musterwirkung entsteht dabei nicht durch einen aufgesetzten Druck, sondern durch die Anordnung verschiedenfarbiger Knoten. Je nach Betrachtungsabstand tritt zunächst die zentrale Gesamtform hervor; aus der Nähe werden die kleineren floralen Einzelheiten und die textile Struktur erkennbar. Diese Verbindung von Fernwirkung und Detail ist typisch für die Gestaltung vieler fein ausgearbeiteter Stadteppiche.
Das Medaillon verleiht dem Teppich eine klare visuelle Mitte, während die florale Zeichnung für Bewegung innerhalb der Komposition sorgt. So verbindet das Design Symmetrie und ornamentale Vielfalt. Die blaue Farbgebung, die klassische Einordnung und das Kashan-Muster ergeben eine eindeutig traditionelle Gestaltung. Der Teppich lässt sich dadurch sowohl als zusammenhängende Komposition als auch über seine einzelnen Blüten-, Ranken- und Rahmenelemente betrachten.
Besonderheiten
Zu den konkreten Besonderheiten dieses Stücks gehören die Handknüpfung, die Knotendichte von 350.000 Knoten/m², der Flor aus 100% Schurwolle und die Baumwollkette. Hinzu kommen die Florhöhe von ca. 10 mm, das florale Medaillonmuster und die blaue Farbgebung. Der Teppich ist sehr gut erhalten und unbenutzt. Er ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet.
Die Knotendichte macht die aufwendige Ausarbeitung des Musters in der Oberfläche nachvollziehbar. Viele einzelne Knoten bilden gemeinsam die floralen Konturen und das zentrale Ornament. Die Schurwolle sorgt für den beschriebenen Wollflor, während die Baumwolle als Kettenmaterial die Konstruktion ergänzt. Da der Teppich handgeknüpft ist, handelt es sich um ein einzelnes, nicht seriengleiches Stück.
Die Kombination aus Kashan-Herkunft, klassischer Gestaltung und Medaillonordnung gibt dem Teppich eine klar erkennbare traditionelle Ausrichtung. Die Eignung für Fußbodenheizung erweitert zugleich seine Einsatzmöglichkeit im Wohnbereich. Für die Erhaltung des guten Zustands sind regelmäßiges schonendes Saugen und eine fachgerechte Behandlung bei stärkeren Verschmutzungen angemessen.
FAQ
Wie reinige ich einen handgeknüpften Kashan Perserteppich?
Die Wolloberfläche sollte regelmäßig und vorsichtig abgesaugt werden, damit lose Verschmutzungen entfernt werden, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Entsteht ein Fleck, wird die betroffene Stelle möglichst schnell mit einem feuchten Tuch abgetupft. Reiben sollte vermieden werden, weil dadurch die Verschmutzung tiefer in die Fasern gelangen oder die Oberfläche belastet werden kann. Bei stärkeren oder empfindlichen Flecken empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Eine fachgerechte Behandlung berücksichtigt die handgeknüpfte Konstruktion, den Wollflor und die Baumwollkette.
Wo kann dieser Kashan Teppich platziert werden?
Der Teppich kann in klassisch oder modern eingerichteten Innenräumen eingesetzt werden. Seine Gestaltung mit blauem Grund, floraler Ornamentik und zentralem Medaillon eignet sich besonders für Bereiche, in denen ein geordnetes, traditionelles Muster sichtbar bleiben soll. Als Einsatzorte kommen Wohn- und Esszimmer infrage; auch in einem Büro kann er als dekoratives Element verwendet werden. Da der Teppich für Fußbodenheizung geeignet ist, lässt er sich ebenfalls in entsprechend ausgestatteten Räumen einsetzen.
Was bedeutet die Knotendichte von 350.000 Knoten/m²?
Die Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb eines Quadratmeters Teppichfläche. 350.000 Knoten/m² stehen für eine dicht geknüpfte Struktur, in der florale Linien, Blütenformen und das Medaillon differenziert ausgearbeitet werden können. Die Knotendichte ist ein technisches Merkmal und sagt gemeinsam mit Material, Florhöhe und Ausführung etwas über den Aufbau des Teppichs aus. Bei diesem Stück verbindet sie sich mit 100% Schurwolle im Flor, einer Baumwollkette und handgeknüpfter Fertigung. Sie erklärt damit die präzise textile Grundlage des Musters, ohne allein die gesamte Qualität eines Teppichs zu bestimmen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |


















