Perserteppich Kaschmar 379 x 313 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 3314$Aktueller Preis ist: 1172$

Handgeknüpfter Kaschmar Perserteppich | Knotendichte: ca. 100.000-120.000/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 379 x 313 cm | Muster: Vasen Kaschmar Zir-Khaki | Zustand: Sehr gut, nah zu neuwertig, von unserem Unternehmen restauriert

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Inventarnummer: 100120000243

Beschreibung

Kaschmar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kaschmar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den überlieferten Grundlagen der persischen Teppichherstellung. Beim Knüpfen wird jeder Knoten von Hand gesetzt. Dadurch entsteht ein textiles Gefüge, in dem Flor, Kette und Schussfäden eng miteinander verbunden sind. Die Ausführung erfordert eine gleichmäßige Arbeitsweise und Erfahrung im Umgang mit Wolle und den verschiedenen Fadensystemen.

Für diesen Teppich wird handgesponnene Wolle genannt. Wolle wird in Persien, Afghanistan und Pakistan seit langer Zeit von Hand gesponnen, bevor das eigentliche Knüpfen beginnt. Als natürliches Material ist Wolle für Teppiche geeignet, weil sie langlebig, fleckenresistent und thermisch isolierend ist. Gleichzeitig besitzt sie eine weiche Oberfläche und einen natürlichen Glanz. Diese Eigenschaften erklären, weshalb Wolle in der traditionellen Teppichherstellung eine so wichtige Rolle spielt.

Die Handknüpfung ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Ornamenten und Farbflächen. Je feiner und fester ein Teppich geknüpft ist, desto mehr Einzelheiten können im Flor wiedergegeben werden. Die Knotendichte ist dabei ein wichtiger Wert für die Einordnung handgeknüpfter Teppiche, steht jedoch nicht allein für deren Qualität. Auch ein gröber geknüpfter Teppich kann eine hochwertige Ausführung besitzen. Die Knüpfarbeit verbindet deshalb technische Dichte mit der Gestaltung des jeweiligen Musters.

Der Teppich wurde von unserem Unternehmen restauriert und befindet sich in einem sehr guten, nahezu neuwertigen Zustand. Diese Angabe beschreibt den überlieferten Zustand des konkreten Stücks. Sie ergänzt die Angaben zu Material und Herstellung, ohne die handwerkliche Entstehung des Teppichs zu verändern.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird als Kaschmar Perserteppich bezeichnet. In der Herkunftsangabe werden die Markazi-Provinz, Kaschmar, Farahan und Kaschan genannt. Diese Orte liegen im kulturellen Umfeld der persischen Teppichherstellung und stehen für unterschiedliche regionale Ausprägungen innerhalb Zentralpersiens. Perserteppiche werden traditionell häufig nach ihrem Herstellungsort oder nach der Region benannt. Deshalb verweisen Bezeichnungen wie Kaschmar, Farahan oder Kaschan auf geografische und stilistische Zusammenhänge der Knüpfkunst.

Kaschmar liegt im Nordosten Persiens und ist für Teppiche mit sorgfältig ausgearbeiteten Ornamenten bekannt. In der regionalen Produktion verbinden sich die Erfahrung der Knüpferinnen und Knüpfer, die Auswahl geeigneter Wolle und die Weitergabe von Mustertraditionen über Generationen. Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs umfasst mehrere Arbeitsschritte: Die Kette wird aufgespannt, die Knoten werden gesetzt, und die Schussfäden stabilisieren die Reihen. Anschließend wird der Flor bearbeitet, damit das Muster klar erkennbar wird. Diese Arbeit wird vollständig durch die Handarbeit geprägt.

Das im Zusammenhang mit diesem Teppich genannte Zir-Khaki-Muster wurde vor der iranischen Revolution zwischen 1960 und 1975 in der Markazi-Provinz entworfen. Die Bezeichnung verweist daher nicht nur auf ein dekoratives Thema, sondern auch auf eine bestimmte Entstehungszeit der Mustertradition. Die meisten Exemplare dieses Musters wurden in Kaschmar, Kaschan und Farahan im zentralpersischen Raum produziert. Der Teppich ist damit in eine regionale Entwicklung eingebunden, die mehrere bedeutende Produktionsorte miteinander verbindet.

Die persische Teppichknüpferei verfügt über eine lange, regional vielfältige Geschichte. Ihre Erzeugnisse werden nach Städten, Provinzen und Dörfern unterschieden, weil sich Knotentechnik, Farbwirkung, Ornamentik und Aufbau von Ort zu Ort verändern können. Nain, Ghom und Isfahan sind weitere Beispiele für solche Herkunftsbezeichnungen. Eine solche Ortsangabe bezeichnet nicht lediglich eine Farbe oder ein einzelnes Ornament, sondern ordnet einen Teppich in eine gewachsene handwerkliche Tradition ein.

Persische Knoten gelten als robust und langlebig. Ihre Belastbarkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Knoten, Kette, Schuss und Flor. Die handwerkliche Qualität zeigt sich daher nicht nur in der sichtbaren Zeichnung, sondern ebenso in der Regelmäßigkeit des Aufbaus und in der sicheren Verarbeitung der Fäden. Die Knotendichte ist ein relevantes technisches Merkmal, darf aber nicht isoliert als einziges Qualitätskriterium verstanden werden. Die Herkunft und das konkrete Muster bleiben für die Einordnung ebenso wichtig.

Das Zir-Khaki-Muster besitzt innerhalb dieser Entwicklung eine eigene Stellung. Für dieses Muster werden keine Repliken aus Indien, Pakistan und Kaschmir genannt, wie sie bei anderen bekannten persischen Mustergruppen vorkommen können. Die Angabe betrifft die Mustertradition und ist nicht mit einer Herkunftsangabe aus diesen Ländern zu verwechseln. Der hier beschriebene Teppich ist ein Perserteppich aus dem genannten persischen Herkunftsumfeld.

Design und Muster

Als Muster sind Vasen, Kaschmar und Zir-Khaki angegeben. Das Vasenmotiv gehört zu den klassischen Bildideen der persischen Teppichkunst. Vasen können als Gefäße für Blüten, Zweige oder stilisierte Pflanzen erscheinen und dem Dekor eine vertikale Gliederung geben. In einem Teppichmuster dienen sie nicht nur als einzelne Bildzeichen, sondern können zusammen mit Ranken, Blättern und Blüten ein zusammenhängendes Ornamentfeld bilden. Die genaue Ausformung bleibt von der jeweiligen regionalen Schule und vom Entwurf abhängig.

Das Zir-Khaki-Muster wurde in der Markazi-Provinz zwischen 1960 und 1975 entworfen und vor allem in Kaschmar, Kaschan und Farahan ausgeführt. Es gehört damit zu einer persischen Musterentwicklung des 20. Jahrhunderts. Die Entstehungszeit erklärt, weshalb traditionelle Ornamentideen mit einer vergleichsweise jüngeren Gestaltung verbunden werden können. Der Mustername bezeichnet eine überlieferte Entwurfssprache, nicht den Namen eines zusätzlichen Herkunftslandes.

Kaschmar-Teppiche zeigen häufig ein zentrales Medaillon. Ein Medaillon ordnet die Fläche um eine betonte Mitte und schafft eine klare Beziehung zwischen Zentrum, Innenfeld und Bordüren. Das zentrale Motiv kann von floralen Formen, Ranken oder weiteren geometrisch gegliederten Elementen begleitet werden. Bei einem Vasenentwurf übernehmen die Gefäße und die daraus wachsenden Pflanzen eine wichtige Rolle für die vertikale und seitliche Bewegung des Musters.

Die kräftige Farbkombination wird für diesen Perserteppich ausdrücklich hervorgehoben. Eine starke Farbwirkung entsteht in der persischen Gestaltung durch das Verhältnis von Grundfläche, Ornamenten und Konturen. Kontrastierende Farben helfen dabei, einzelne Motive voneinander abzugrenzen. Zugleich können verwandte Farbtöne eine Verbindung zwischen Medaillon, Vasen, Pflanzenformen und Bordüren herstellen. Die Farbzusammenstellung wird als auffällig und modern beschrieben, obwohl das Muster in einer regionalen persischen Tradition steht.

Bei handgeknüpften Teppichen wird das Muster Knoten für Knoten aufgebaut. Die Zeichnung entsteht somit nicht durch einen nachträglichen Druck, sondern durch die farbige Anordnung des Flors und die darunterliegende Struktur. Feine Details benötigen eine sichere Umsetzung der Vorlage und eine kontrollierte Verteilung der Knoten. Größere Formen erhalten ihre Wirkung durch die Gesamtordnung der Fläche, während kleinere Linien und Konturen die Lesbarkeit von Blüten, Zweigen und Vasen unterstützen.

Das Design verbindet daher mehrere Ebenen: das Vasenmotiv als bildhafte Form, die Kaschmar-Zuordnung als regionalen Hinweis und Zir-Khaki als konkrete Musterbezeichnung. Zusammen ergeben diese Angaben eine Einordnung, die sowohl die Gestaltung als auch ihre persische Entstehung berücksichtigt. Die Musterbezeichnung ist dabei von der geografischen Herkunft zu unterscheiden. Orte wie Kaschmar, Kaschan und Farahan sind in diesem Zusammenhang Produktionsorte und Zentren der Ausführung; das Ornament selbst bleibt die gestalterische Ebene.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung aus Vasenmotiv und Zir-Khaki-Muster. Der Entwurf wurde in der Markazi-Provinz zwischen 1960 und 1975 entwickelt, während die meisten Ausführungen in Kaschmar, Kaschan und Farahan entstanden. Dadurch lässt sich das Muster in einen klar benannten regionalen und zeitlichen Zusammenhang einordnen. Die kräftige Farbkombination verleiht der Gestaltung eine auffällige, moderne Wirkung.

Der Zustand wird als sehr gut und nah zu neuwertig beschrieben. Der Teppich wurde von unserem Unternehmen restauriert. Für alle unsere Teppiche erstellen wir auf Wunsch Echtheitszertifikate. Diese Möglichkeit dokumentiert die Zuordnung des jeweiligen Stücks und kann die Angaben zu Herkunft, Muster und Ausführung in einem separaten Zertifikat zusammenführen.

Das konkrete Stück wird außerdem als semi-antiker Zir-Khaki-Teppich bezeichnet. Diese Bezeichnung gehört zur Einordnung des Alters und der Mustertradition. Die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor und die Baumwollkette bleiben dabei die maßgeblichen Angaben zur materiellen Ausführung.

FAQ

Woher stammt dieser Perserteppich?

Dieser Perserteppich stammt aus Persien und wird Kaschmar zugeordnet. In der Herkunftsangabe werden außerdem die Markazi-Provinz, Farahan und Kaschan genannt. Das Zir-Khaki-Muster wurde in der Markazi-Provinz entworfen und vor allem in Kaschmar, Kaschan und Farahan produziert. Die genannten Orte beschreiben den persischen Herkunfts- und Produktionszusammenhang. Indien, Pakistan und Kaschmir werden im Zusammenhang mit möglichen Repliken anderer Muster erwähnt; sie sind keine Herkunftsangabe für dieses Stück.

Aus welchen Materialien besteht der Teppich?

Der Flor besteht zu 100% aus Wolle, die Kette zu 100% aus Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft und wird als aus handgesponnener Wolle hergestellt beschrieben. Wolle ist ein natürliches, langlebiges Material mit fleckenresistenten und thermisch isolierenden Eigenschaften. Sie kann zugleich eine weiche Oberfläche und einen natürlichen Glanz besitzen. Die Baumwollkette bildet die tragende Grundlage, in die der Wollflor eingeknüpft wird.

Was bedeutet das Zir-Khaki-Muster?

Zir-Khaki bezeichnet ein Muster, das vor der iranischen Revolution zwischen 1960 und 1975 in der Markazi-Provinz entworfen wurde. Die meisten Exemplare wurden in Kaschmar, Kaschan und Farahan gefertigt. Bei diesem Teppich wird das Muster mit Vasenmotiven verbunden. Kaschmar-Teppiche haben häufig ein zentrales Medaillon, und die kräftige Farbkombination wird als auffällig und modern beschrieben. Zir-Khaki ist somit eine Musterbezeichnung innerhalb der persischen Teppichtradition und kein Hinweis auf ein anderes Herkunftsland.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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